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Auserlesenes | August

Auserlesenes? Was soll das denn bitte sein?

Eigentlich wollte ich hier auf dem Blog ja in regelmäßigen Abständen Bücher rezensieren, die ich gelesen und v.a. für so gut befunden habe, dass ich sie mit Euch teilen wollte. Meine ganz persönlichen auserlesenen Schätze für euch sozusagen.

Eigentlich... Denn ich lese gerade (und eigentlich immer schon) sehr viele Bücher, so dass mich das Lesen für eine gute Rezension total stressen würde. Für eine ausführliche Bewertung lese ich nämlich mit Marker, Notizzetteln, Stift und viel Papier, um die wichtigen Passagen und Zitate gleich anzustreichen oder herauszuschreiben, dazu forme ich die einzelnen Kapitel immer gleich in Zusammenfassungen und lese insgesamt weniger entspannt, weil ich nichts Wichtiges weglassen möchte. Ich schrieb ja "eigentlich".

Eigentlich

Denn "eigentlich" will ich mich überhaupt nicht stressen beim Lesen, hier geht es mir nämlich um den puren Lesegenuss und die Inspiration der Texte, die sich zu Bildern im Kopf formen, aber wem schreibe ich das ;) Ihr Leser wisst ja, wovon ich spreche. Außerdem gibt es so viele tolle Rezensionsblogs (z.B. von der lieben Celine (die ich schon einmal interviewen durfte) von Book of Finance, die wunderbare Bücher zu den Themen Finanzen, Mindset, Persönlichkeit, Wissen usw. rezensiert) so dass ich auf diesen Zug nicht auch noch aufspringen möchte (Schuster, bleib bei deinen Leisten!). Zudem verschenke/verkaufe ich die Bücher nach einmaligem Lesen oft noch oder ich stelle sie in den öffentlichen Bücherschrank, so dass mir mein Gekritzel innerhalb von Büchern gar nicht lieb ist (zumal ich ja eine bibliophile Bibliothekarin bin und das mein buchliebhabendes Herz wirklich bluten lässt!)

Deshalb habe ich mich entschieden, mit Euch sehr wohl (wie schon oft gewünscht) meine auserlesenen Buchempfehlungen zu teilen, allerdings wird es jeweils nur kurze Inhaltsangaben und mein Fazit zum Buch geben.

Let's start!

Bücherliebe

Für den August habe ich 5 Bücher zusammengesucht, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Sie haben mein Leben z.T. auf positive Weise verändert! Gerade für die Urlaubszeit hast du vielleicht auch genug Zeit und Ruhe, um dich den wichtigen Fragen und Themen des Lebens zu stellen.

  • Ratgeber / Sachbücher

"Rente mit 40 - Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus" von Florian Wagner

Finanzielle Freiheit

Dieses Buch zum Thema "Finanzielle Freiheit" ist eines DER Bücher in der letzten Zeit, das mein komplettes Denken über die Finanzielle Freiheit und passives Einkommen sehr positiv auf den Kopf gestellt hat und in greifbare Nähe rücken lässt. Der Autor, der sehr sympathisch und authentisch schreibt, berichtet aus seinem Leben und interviewt viele andere Frugalisten über ihre Erfahrungen. Das Thema Frugalismus ergänzt den Miniamalismus um den Bereich Finanzen, was meiner Meinung nach sehr logisch ist und quasi die Folge eines gelebten Minimalimus. Florian Wagner (bloggt als Geldschnurrbart) zeigt komplett nachvollziehbare, einfache Strategien auf, die jedem ein sofortiges Anfangen ermöglichen. Die Bereiche Konsum, Schuldenabbau, Notgroschenaufbau, Investitionen uvm. werden thematisiert und mit vielen praktischen Tipps gespickt, die Steigerung der Lebensqualität spielt eine große Rolle in diesem Buch. Bewusster Konsum ist nämlich kein Verzicht, sondern eine Entscheidung, die langfristig zu viel mehr Lebensqualität führt - und eben auch zu einem früheren Renteneintritt.

Fazit: Ich schaffe die "40" nicht mehr ganz, finde aber eine Vorstellung auf ein entspanntes In-Rente-gehen-wann-ich-das-möchte sehr beruhigend. Und auch das ist nie das komplette Ziel der Frugalisten: ab 40 nichts mehr zu arbeiten - sondern vielmehr die Option zu haben, in Rente gehen zu können, weil man es sich leisten kann, weil man so viel passives Einkommen generiert, dass alle Ausgaben und Fixkosten mehr als gedeckt sind. Klingt das nicht phantastisch? Sehr empfehlenswert für alle, die sich (endlich) mit dem Thema Finanzen beschäftigen wollen und eine andere Sicht auf passives Einkommen gewinnen möchten - weil dann so viele Ausgaben wegfallen, die wir jetzt glauben, unbedingt tätigen zu müssen.

"The Big Five for Life - was wirklich zählt im Leben" von John Strelecky

Philosophie

Joe, unzufrieden mit sich, seinem Leben und seinem Job lernt durch "Zufall" (ich persönlich glaube ja nicht an Zufälle, was sich in diesem Buch wieder einmal bestätigt) einen sehr interessanten Mann namens Thomas kennen. Thomas scheint all das zu haben, was sich Joe wünscht und nach einiger Zeit wird Thomas zu Joes Mentor. In zahlreichen Gesprächen lernt Joe von ihm seine "Geheimnisse", nämlich seine "Big Five for Life" oder auch den Zweck der Existenz und wie ihm das hilft, ein glückliches Leben zu führen. Auch Joe erkennt für sich, was für ihn im Leben fortan zählt, so dass er danach leben und handeln kann.

Fazit: Schon im "Café am Rande der Welt" war ich total begeistert von John Streleckys Schreibweise. Er nimmt mich mit, fesselt, erklärt auf so anschauliche Art und Weise, auf was es ankommt im Leben - und das alles in tolle (seine?!) Geschichten verpackte Lebensweisheiten. Diese vom Autor benannten 5 Dinge im Leben, die wir unbedingt sehen, erleben, erreichen möchten, sind seiner Meinung nach DAS WARUM im Leben. Wenn wir die einmal erkannt haben, handeln wir nach einem Plan, der uns glücklich durchs Leben führt! Das Ganze ist zudem auch auf Firmen bezogen, deshalb sollten es meiner Meinung nach viel mehr Menschen in Führungspositionen lesen ;) Kann nur gut für die Unternehmen sein!

"Essentialismus - Die konsequente Suche nach Weniger" von Greg McKeown

Suche nach weniger

In diesem Buch geht es um "Weniger, aber besser". Um eine neue Art von Minimalismus, in der man sich noch mehr auf genau das fokussiert, was man wirklich will. Und darum, zu allem anderen dann konsequent NEIN zu sagen. Auch, wenn man evtl. aneckt und denkt, dann nicht mehr Teil der harmonischen Gesellschaft zu sein (was übrigens genau nicht der Fall ist, weil man überraschenderweise viel mehr Respekt erntet, wenn man zu seinen eigenen Bedürfnissen steht und diese auch nach außen vertritt). Außerdem wird die fälschliche Annahme, dass man alles einfach noch viel besser organisieren und managen sollte, komplett über Bord geworfen - dadurch, dass man nur noch DIESE EINE SACHE tut, die wirklich zählt, fallen alle anderen Aufgaben oft weg oder werden so unwichtig, dass es nach einem sehr entspannten Leben klingt. Es geht auch um aussortieren (Wichtiges von Unwichtigem trennen), sich die richtigen Fragen zu stellen (deshalb mochte ich das Buch wahrscheinlich auch so sehr, weil die richtigen Fragen und v.a. die Beantwortung in meinen Augen alles verändern können), den Fokus auf seine Lebenszeit zu richten und v.a. immer wieder Entscheidungen zu treffen: nämlich die Entscheidung, genau das zu tun, was jetzt und für diese Sache wichtig ist.

Fazit: Geniales, lebensveränderndes Buch, um noch mehr im JETZT zu leben und sich auf das zu fokussieren, was man wirklich will. Sich aus dem Hamsterrad der Alltagsbelanglosigkeiten befreien und das zu tun, was einen glücklich macht und weiter bringt.

  • Romane

"Alte Sorten" von Ewald Arenz

Roman

In diesem Roman von Ewald Arenz (übrigens ein Lehrer an einer Nürnberger Schule, auf die auch mein Sohn geht) geht es um die 17-jährige Sally, die aus einer Klinik flieht und zufällig die Bäuerin Liss kennenlernt. Sally darf bei ihr auf dem Hof unterschlupfen, lange bleibt geheim, wovor bzw. vor wem sie sich versteckt. Beide Frauen sind geheimnisvoll und sich irgendwie ähnlich - Außenseiterinnen, die sich scheinbar wortlos verstehen. Das Hofleben in Unterfranken wird so fein beschrieben, als wäre man dabei bei der Kartoffelernte, beim Honig schaben, beim Wein lesen. Sehr feinfühlig beschreibt Arenz die zarten Freundschaftsbande, die sich zwischen den beiden ungleichen und doch ähnlichen Frauen entsteht. Nach und nach erfährt man mehr und taucht immer tiefer ein in die Geheimnisse und die beiden Geschichten.

Fazit: Ein Buch zum Zurücklegen und genießen auf der Hängematte oder am Strand, ein sehr entspannter und doch tiefsinniger Lesegenuss! Mein "erster" Arenz und sicher nicht der letzte!

"Achtsam morden" von Karsten Dusse

RomanEs geht um den Anwalt Björn Diemel, der ein Achtsamkeitsseminar besuchen muss, um seine Work-Life-Balance wieder herzustellen. Das ist quasi die Bedingung seiner Frau, um die Ehe zu retten. Während er das Seminar besucht, kommen die Tipps wie gerufen - aus "Achtsamkeit" ermordert er versehentlich den nervigsten Mandanten. Auf sehr witzige und absolut überzeugende Art sympatisiert man mit dem Hauptdarsteller, der eigentlich nur so handeln kann, wie er es eben tut.

Fazit: Absoluter Lesegenuss, innerhalb kürzester Zeit durchgelesen und viel gelacht. Im Vorbeigehen erhält man zahlreiche Tipps zum Thema Achtsamkeit, die wirklich Sinn machen und gut tun.

Den 2. Teil Das Kind in mir will achtsam morden habe ich gleich nach wenigen Tagen danach gelesen, ist ebenfalls sehr zu empfehlen ist, weil er das Thema Inneres Kind sehr gut beleuchtet, mit dem ich mich persönlich noch nicht wirklich befasst habe. Der 3. Teil (Achtsam morden am Rande der Welt) steht schon auf meiner Must-Read-Liste...

 

 


Nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen dieser auserlesenen Titel, bitte gib' mir doch gerne Feedback, falls du eines der Bücher kaufen solltest. Ich bin voll neugierig, wie dir meine neue Blogserie "Auserlesenes" hier gefällt und ob du Tipps für dich mitnehmen kannst! Außerdem freue ich mich natürlich auch immer über Tipps  zu Büchern, die ich "unbedingt" mal lesen muss!

Erlesene Grüße,

Deine Petra ❤

 

 


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten! Als Bibliothekarin kann ich dir außerdem empfehlen, das Buch deiner Wahl in einer der zahlreichen öffentlichen Bibliotheken auszuleihen - das ist nachhaltig und schont alle Ressourcen - außerdem hast du hinterher kein Platzproblem und brauchst somit keinen Aufräumcoach ;) Auch Buchhandlungen am Ort freuen sich sehr über deinen Besuch!  

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Darf es mit in deinen Urlaubskoffer?

Bald beginnt sie wieder, die lang ersehnte Urlaubszeit. Und wieder stellt man sich die Frage, was denn genau mit darf in den Urlaubskoffer. Was packen wir ein, was muss unbedingt mit, was darf getrost daheim bleiben?

Inspiriert zu diesem Blogartikel wurde ich durch einen Post der lieben Verena Schürmann, vielleicht besser bekannt als minimalistic.verena.

Verena ist Minimalistin und inspiriert andere Menschen auf sympathische Art und Weise, wie befreiend der minimalistische Lebensstil ist (darüber berichtet sie auch in ihrem Buch: Man nennt uns Minimalisten*. Ich habe Verena vor kurzem auch interviewt, das ganze Interview findest du hier: Im Interview: Minimalistin Verena Schürmann

Kleidung

Darf es mit in deinen Urlaubskoffer

Der besagte, mich inspirierende Post von der lieben Verena hat mich sehr berührt. Seit fast 3 Jahren helfe ich nun als Aufräumcoach v.a. Frauen dabei, ihr Leben auszumisten. Natürlich habe ich vorher mein Leben selbst so ziemlich von allem befreit, was mich nicht mehr glücklich macht. Habe zahlreiche Klamotten aus meinem Leben gemistet; außerdem durften Geschirr, CDs, Kissen, Deko, Bücher, Schreibkram, Erinnerungsstücke und so viele Dinge mehr gehen... Dennoch gibt es immer wieder Phasen in meinem Leben, in denen ich das Gefühl habe, dass wieder etwas gehen darf. Und das ist ja auch total klar - Gegenstände, die mir gestern noch am Herzen lagen, die mir wichtig waren und bleiben mussten, sind es vielleicht inzwischen nicht mehr. Gerade in der letzten Zeit habe ich viel an mir gearbeitet, befinde mich seit Anfang 2021 in der Ausbildung zum Inner Balance Coach, habe seitdem einige Learnings durchgemacht. Und ich merke immer mehr, wie wenig mir Dinge eigentlich bedeuten. Dass ich immer weniger brauche, um noch glücklicher zu sein. Deshalb ist man also wohl nie fertig (und das soll auf keine Fall entmutigen, im Gegenteil. Was du heute noch nicht gehen lassen kannst, fällt dir morgen oder übermorgen schon nicht mehr so schwer, du wirst sehen...). Und dass es genau auf die Balance im Leben ankommt zwischen "genau richtig" und zu viel bzw. zu wenig. Bei allem!

Das Ausmisten von Dingen befreit

Ich habe also Vieles gehen lassen können aus meinem Haushalt, dennoch gibt es manchmal gefühlt immer noch zu viel von allem, ich will es noch einfacher haben, will mich noch weniger entscheiden müssen, z.B. wenn ich vor meiner Kleiderstange stehe und mich für den Tag anziehe. Seit einiger Zeit - genauer gesagt nach einem Stil-Coaching mit der lieben Julia Provencano (die Seite befindet sich gerade noch im Aufbau - darüber erzähle ich euch bei Gelegenheit etwas mehr) bin ich ein totaler Kleider-Fan geworden. Ein Kleid ist für mich DAS Symbol für einfach:

  • einfach schick
  • einfach schnell
  • einfach weiblich
  • einfach einfach

Mit Kleid fühle ich mich so weiblich wie nie, es geht super schnell und ist einfach immer schick. Also wirklich DIE perfekte minimalistische Garderobe für mich. Einmal mit Sneaker (ich trage total gerne diese hier in der Farbe "Rosewater" von Puma*), einmal mit Sandalen oder etwas höheren Schuhen, schon ist man perfekt für echt jede Gelegenheit gekleidet. Na und in diesem Zuge habe ich gemerkt, wie viele Hosen ich noch habe und überhaupt nicht mehr gerne trage (wir sprechen hier von Sommerkleidung!).

blaues Kleid

In Verenas Post ging es nun um leichtes Gepäck, v.a. im Sommerurlaub. Wenn man mit so wenigen Dingen eine so gute Zeit verbringt - weil man die Dinge daheim ganz bewusst ausgewählt hat. Ich habe im letzten Jahr auch schon einmal darüber geschrieben, wie sehr mich der Urlaub in unserem Mobile-Home in Kroatien inspiriert hat: Wie wenig es doch braucht, um glücklich zu sein.

Mit wenigen Dingen auskommen, nur das Wichtigste dabeihaben. Und wenn man nun zum ersten Mal diese frischen Räume betritt - leere Schränke und Oberflächen, bevor man sie mit seinen wenigen mitgebrachten Schätzen füllt. Dann fühlt es sich an, als wäre das die große Freiheit. Man packt das aus, was man daheim als mitnehmenswert erachtet hat.

Was nehme ich mit in den Urlaub

Die "guten" Schuhe, die "schönsten" Kleider, in denen wir uns wohlfühlen, die uns schmeicheln, die gut sitzen und in tollem Zustand sind. Die Accessoires, die zu jedem Outfit passen, das Lieblingsparfum... Also wenige und bewusst ausgewählte tolle Sachen, die uns glücklich machen.

 

Der beste Weg, um herauszufinden, was wir wirklich brauchen, ist, das loszuwerden, was wir nicht brauchen.

Marie Kondo

Was nehme ich sicher nicht mit in den Urlaub

All' das, was man gemeinhin "für daheim", zum "Rumlümmeln", für Gartenarbeit usw. anzieht, würden wir sicher nie mit in den Urlaub nehmen, stimmt's? Du würdest nie die Ziel-Hose (ein Ausdruck von der lieben Stilfrage, die ich schon einmal interviewt habe) mitnehmen, weil du da vielleicht im Urlaub wieder reinpassen würdest (gerade da sicher nicht!), du würdest nicht die ausgewaschenen, ausgeleierten, zu engen oder zu weiten Klamotten mitnehmen, in denen du dich nicht wohlfühlst, oder? Weil du doch gerade im Urlaub die schönste Zeit des Jahres erleben willst - und das geht eben am besten mit deinen schönsten Dingen - die nicht nur für "gut" oder für "besonders" aufgehoben werden sollten.

Dazu kann ich dir leider eine kleine traurige Geschichte erzählen. Meine Eltern hatten jahrelang 2 große Kaffee- und Geschirrsammlungen (für je 12 Personen), die eben nur für solche "guten" und "besonderen" Anlässe bestimmt waren. Gefühlt kann ich mich eigentlich an keine wirkliche Veranstaltung erinnern, zu der dieses Geschirr mal auf den Tisch kam. Weißt du, wann wir sie benutzt haben? Das erste Mal so richtig an der Beerdigung von meinem Papa 2007, da hatten wir viele Gäste im Anschluss an die Trauerfeier bei uns. Wirklich eine "gute" und "besondere" Situation, oder? Seitdem trage ich jeden Tag meine Lieblingskleider und trinke jeden Kaffee in meinen Lieblingstassen! Wenn doch einmal etwas zu Bruch gehen sollte (was eigentlich noch nie vorkam, obwohl ich ein Kind habe) dann ist das wohl einfach das Leben - besser im tägliche Leben genutzt als erst bei der Trauerfeier im Einsatz. Und außerdem habe ich ohnehin nur noch Lieblingsdinge daheim, alle anderen durften eh schon gehen.

Kleidung

Urlaubskleidung als Sinnbild für die Alltagskleidung?

Im Urlaub ist es also völlig klar, wie wir uns fühlen wollen:

  • wohl
  • hübsch
  • zufrieden
  • gut gekleidet
  • schnell fertig
  • ohne viel Aufwand fertig für den Strand/die Bar/den Ausflug usw.

Weshalb scheint uns dies nicht für den Alltag zu gelingen? Warum machen wir es uns da viel komplizierter, tragen unnötigen Ballast herum bzw. lagern diesen in Kellern, auf Dachböden, in Schubladen und Schränken? Für den Fall, dass wir diese Dinge evtl. und vielleicht und wahrscheinlich sicher nicht brauchen könnten...

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

Pearl S. Buck

Ist der Alltag denn nicht auch etwas Besonderes? Ist er es nicht wert, dass wir ihn schön verleben, er ist im Verhältnis so viel mehr Zeit als "das bisschen Urlaub im Jahr" - wieso sollten wir uns also nur die schönsten Sachen für die relativ kurze Zeit im Jahr reservieren? Das klingt ja schon fast nach einer Bestrafung, einer Kasteiung uns selbst gegenüber. Als ob wir die Sachen, die uns nicht gefallen oder die uns nicht (mehr) passen "auftragen" müssten.

Also treffe diese Entscheidung FÜR die Dinge, die du liebst. Gib ihnen den Raum und den nötigen Platz in deinem Leben, dafür dürfen die anderen (ungeliebten, so Naja-Gegenstände) weichen. Verschenke sie, verkaufe sie, sie verstopfen deine Räume und letztendlich dein Leben. Ein ganz klares JA für deine Lieblingssachen ist ein ganz klares NEIN für die Sachen, die du nicht liebst. Eigentlich ziemlich einfach, oder?

Ein JA für besondere, schöne, liebenswerte Dinge ist ein NEIN gegen alles andere. Sei es dir wert, dass du dich in deinem Leben nur mit diesen Gegenständen umgibst - das tut gut, ist wertschätzend und macht glücklich!

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ❤

 


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten!


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Gastbeitrag für Fräulein Ordnung: Zeitmanagement für Mamas

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Ich durfte einen Gastbeitrag zum Thema "Zeitmanagement für Mamas" für meine liebe Ordnungskollegin Denise von Fräulein Ordnung schreiben. Denise durfte ich schon einmal interviewen, das komplette Gespräch findest du hier: Heute im Interview: Fräulein Ordnung

Als es um die Themenauswahl ging, wusste ich gleich, um was es gehen soll - nämlich um Zeitmanagement für Mamas. Da ich in letzter Zeit immer wieder Anfragen von jungen Müttern erhalte, wie sie es denn schaffen könnten, trotz Kindern irgendwie Ordnung zu halten, eine gute Struktur in ihr Leben und ihren Alltag zu bekommen und das Ganze bitte auch "in entspannt", wollte ich sie mitnehmen in meine aktuelle Situation. Ich bin alleinerziehende Mama eines wunderbaren 12-Jährigen und bekomme also hautnah mit, wie das Leben mit Kind so ziemlich alles durcheinander wirbelt, obwohl es sich bei uns natürlich nach inzwischen fast 13 Jahren eingespielt hat. Dennoch ist auch bei mir als Ordnungscoach nicht alles perfekt - aber das strebe ich ohnehin schon lange nicht mehr an!

In dem Gastartikel für Denise handelt es sich deshalb um ein möglichst gutes Management der kostbaren Zeit und wie wir Mütter es schaffen können, alles geregelt zu bekommen.

Zeitmanagement - Tipps

Ich bin deshalb auf folgende mir wichtige Punkte näher eingegangen:

  • Zielsetzung
  • Priorisierung
  • Erstellung eines Plans
  • Fokus auf das Wesentliche
  • Aufbau von Gewohnheiten
  • und einige mehr

Weshalb das Wörtchen könnte eine große Rolle spielt, liest du am besten selbst in dem Artikel auf dem Blog von Fräulein Ordnung hier:

 

Du wirst überrascht sein, zu welchem Ergebnis ich kam. Die letzten Jahre haben mich gelehrt, wie wichtig Zeit insgesamt und im Besonderen mit der Familie geworden ist. Diese gut zu nutzen ist mit meine höchste Priorität im Leben, dementsprechend fällt auch mein Fazit aus. Ich hoffe doch sehr, dass ich dich ein bisschen neugierig gemacht habe?! Dann hüpfe gleich zum vollständigen Blogbeitrag rüber zu Denise' Blog!

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ❤

 

 


Lachende Frau mit Hund

Im Interview: Minimalistin Verena Schürmann

Heute darf ich euch eine bewunderswerte Frau vorstellen: Verena Schürmann, eine Minimalistin aus Leidenschaft.

Verena kenne ich über Instagram, dort folge ich ihrem Profil minimalistic.verena schon seit einiger Zeit. Sie gibt dort Einblicke in ihr minimalistisches Leben, außerdem findet man dort zahlreiche Challenges (z.B. Kleidung ausmisten, Datenmüll entsorgen, ungenutzte Lebensmittel aufbrauchen usw.), sie berichtet über ihre Wohnung und den Weg zum Minimalismus. Sehr spannend und inspirierend! Deshalb möchte ich euch Verena nun vorstellen, weil ich selbst sehr viele Inspirationen aus ihren Beiträgen und ihrem YouTube-Kanal ziehe. Im Interview verrät uns Verena, wie jede/r sofort starten kann.

 

Hier hat sich Verena nun meinen Fragen gestellt:

  • Wer bist du?

Ich bin Verena Schürmann, 40 Jahre alt und lebe mit meiner kleinen Familie und unserer Hündin im schönen Münsterland. Wir leben seit einigen Jahren minimalistisch und haben dadurch sehr viel in unserem Leben zum Positiven verändert.

  • Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Mein Herzensprojekt ist es, den Minimalismus von Vorurteilen und Klischees zu befreien, den Menschen zu zeigen, dass Minimalismus alle Bereiche des Lebens vereinfachen und somit leichter machen kann und dass jeder nach seinen persönlichen Vorlieben Minimalismus als Werkzeug nutzen kann. Minimalismus hilft dabei herauszufinden, was wir wirklich wollen im Leben und was uns glücklich macht. Dabei möchte ich die Menschen inspirieren, Möglichkeiten aufzeigen und zum Nachdenken anregen, ihre Gewohnheiten und fest gefahrenen Glaubenssätze vielleicht einmal zu hinterfragen. Mache ich das so, weil es mich glücklich macht oder weil es alle so machen? Das ist ein großer Unterschied.

  • Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Vor 6 Jahren wollten wir eigentlich nur den Keller ausmisten, doch dabei sollte es nicht bleiben. Mit jedem Teil das ging, fühlten wir uns freier, wir bekamen mehr Platz und Raum in unserer Wohnung. Das war für uns etwas ganz Neues, da wir unsere Wohnung immer als zu klein empfunden hatten. Nach einigen Jahren Minimalismus Erfahrung und unserer Reise auf dem Jakobsweg, wollte ich dieses Wissen gerne an Menschen weitergeben, die ihr Leben ebenfalls vereinfachen möchten.

Sitzende Frau

  • Was war der ausschlaggebende Faktor?

Der ausschlaggebene Faktor kam beim Schreiben meines Buches. Mir wurde beim Aufschreiben unserer eigenen Geschichte bewusst, dass ich dieses befreiende Lebensgefühl an andere Menschen weitergeben möchte.

  • Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Hindernisse gab es bei unserer Minimalismus - Reise eher selten. Manchmal fühlten wir uns erschöpft vom Ausmisten, es war kein Ende in Sicht, wir stellten unsere Ernährung um, was uns anfangs ganz schön forderte und mein Mann und ich wechselten die Jobs. Das waren für uns aber keine Hindernisse, sondern eher Herausforderungen, an denen wir gewachsen sind.

  • Was unterscheidet dich von anderen Minimalismus-Bloggern?

Was mich von anderen Minimalismus YouTubern und Instagramern unterscheidet, finde ich sehr schwierig, weil ich Vergleiche einfach nicht mag. Jeder Mensch steht an einem anderen Punkt in seinem Leben, hat ein anderes Umfeld, andere Vorlieben und Gewohnheiten. Wir leben als kleine Familie in einer ganz normalen Wohnung, mit einem festen Wohnsitz, gehen beide unseren Jobs nach, unser Sohn zur Schule. Ich denke, dass sich viele Menschen damit identifizieren können. Einige Minimalisten leben aus dem Rucksack, als digitale Nomaden oder mit der Familie im Van. Das sind unglaublich tolle Lebenseinstellungen und Inspirationen, doch die meisten werden sich darin nicht wiederfinden. Das erscheint dann schnell als unerreichbar, weil diese Lebensformen eher ungewöhnlich sind.

  • Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die minimalistischer leben wollen?

Mein 1. Tipp: Einfach anfangen! Es gibt kein richtig oder falsch. Wenn du nicht anfängst, kann sich nichts ändern.

Tipp 2: Immer auf das eigene Bauchgefühl hören. Es gibt viele tolle Anleitungen die helfen können, wie man zum Beispiel ausmistet. Aber stell dir vor, in der Anleitung steht, dass Hobbies die zu viele Dinge benötigen nicht minimalistisch sind, du daraufhin alles wegwirfst und somit dein geliebtes Hobby aufgibst. Du wärst unglücklich, weil du nach dieser Anleitung gehandelt hast. Minimalismus soll schließlich glücklich machen!

Tipp 3: Miste zuerst Dinge aus, die dir nichts bedeuten. Ein gutes Beispiel ist der Keller. Wenn etwas erstmal im Keller liegt, ist es oft selten genutzt, nicht wichtig genug um in der Wohnung zu bleiben und im Keller ohnehin schnell vergessen. Aus den Augen, aus dem Sinn! Das gilt nicht nur für Keller, sondern auch für Dachböden und die hinterste Ecke im Kleider-oder Küchenschrank.

  • Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Pläne für die Zukunft werden nicht verraten, sonst gehen sie erfahrungsgemäß nicht in Erfüllung. Auf jeden Fall möchte ich den Minimalismus als Lebensstil bekannter machen und mit Vorurteilen aufräumen.

  • Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Man findet mich in Suchmaschinen unter "Minimalistic Verena Schürmann", meine Website unter minimalistic.jimdosite.com, auf Instagram und YouTube unter minimalistic.verena.

Lächelnde Frau
  • Gibt es bei all den Büchern, die du gelesen hast, das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

Ich habe im Laufe der letzten Jahre sehr viele Bücher gelesen zum Thema Minimalismus und Nachhaltigkeit, wirklich verändert hat mich eigentlich nur mein eigenes (Man nennt uns Minimalisten*), weil mir durch das Schreiben bewusst wurde, welche Reise ich hinter mir habe und was sich alles in meinem Leben verändert hat.

  • Welchen Podcast kannst du empfehlen?

Den Podcast von Michael von Minimalismus Leben höre ich total gerne. Michael hat eine sehr angenehme Stimme und immer verschiedene Gäste mit tollen Geschichten zum Thema Minimalismus zu Gast (P.S.: ich selbst durfte auch schon einmal zu Gast bei Michael sein, die Folge findest du hier)

  • Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Es gibt einige tägliche Routinen in meinem Leben. Angefangen vom Müsli mit frischen Obst, die Spaziergänge mit dem Hund, jeden Tag eine kleine Meditation, frisch kochen und regelmäßiger Sport.

  • Hast du ein Lebensmotto?

Neben dem Motto: "Weniger ist mehr!" auch das Motto "Einfach mal machen, könnte ja gut werden!"

Liebe Verena, ich danke dir sehr für das Interview, für deine offenen Antworten, für Einblicke in dein Leben, die Lust darauf machen, ebenso frei und leicht zu leben wie du mit deiner Familie - und dass dies mit Kind und Hund geht, machst du vor!

 

Alles Liebe und viel Inspiration,

Eure Petra ❤

 

Da ich mich selbst als Minimalistin bezeichne, habe ich schon einige andere interessante Minimalist:Innen interviewt, hier ist eine kleine Auswahl zum Weiterlesen:

Außerdem meine persönliche Reise zum Minimalismus:

Und wenn du Einstiegsliteratur brauchst, kann ich dir das Buch von Christof Herrman empfehlen, das ich hier schon einmal rezensiert habe: Einfach bewusst zum Minimalismus-Projekt – Rezension

 

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Frau im Tüllrock

Im Interview: Personlstylistin Bianca Stäglich von STILFRAGE

Frau mit Rock

Bianca Stäglich, Gründerin von "Stilfrage" im Interview

Seit einiger Zeit folge ich Bianca Stäglich, sicher den meisten besser bekannt als "Stilfrage" bei Instagram. Vor allem ihre witzigen Stories und die mutigen Looks haben es mir angetan. Mutig im Sinne von "Wow, das würde ich auch gerne tragen können!". Spontan habe ich sie um ein Interview gebeten und voilà: Hier ist es!

Wer bist du?

Ich bin Bianca Stäglich, Personal Stylistin und Impulsgeberin. Charmant ehrlich, unkompliziert, Inspirationsquelle, Schneiderin - die Tüllrockträgerin. Seit 28 Jahren in einer glücklichen Beziehung in München, mit zwei wundervollen Katzen lebend.

lachende Frau

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

STILFRAGE steht für Frauen, die keinen Trends folgen. Sondern welche setzen. Ich zeige Frauen wer sie sind, dass sie mit jeder Figur gut aussehen können und was sie ausdrücken dürfen. Selbstbewusst ihre Weiblichkeit unterstreichen. Ich möchte bei jeder Frau das Innere mit dem Äußeren verbinden und sie ermutigen es zum Ausdruck zu bringen.

Nach meiner Ausbildung zur Schneiderin und meinen Jobs bei namenhaften Modemagazinen, sprach ich mit meiner Freundin eines Abends über die Schönheit der Frau und das Phänomen der Kommunikation mit der eigenen Kleidung. An diesem Novemberabend 2009 war STILFRAGE geboren und alles nahm seinen Lauf. Im Oktober 2010 ging ich mit meinem Unternehmen und meiner Homepage online und berate seitdem Frauen und Männer.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Es war ein Gefühl. Inspiration und die Liebe zur Mode gaben mir den Mut. Und manchmal ist es gut, nicht lang nachzudenken. Einfach losgehen.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Wenn die vielen Erkenntnis-Momente die Augen meiner Kundinnen leuchten lassen, ist das meine größte Motivation.

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Hindernisse in dem Sinne gab es keine. Ich bin einfach losgelaufen und habe intuitiv gehandelt.

Was unterscheidet dich von anderen Personal Stylisten?

Als Personal Stylist ist es mir wichtig, individuell auf jede Persönlichkeit einzugehen und zuzuhören. Das ist mir möglich, weil ich selbst wandelbar und experimentierfreudig bin und immer mal wieder etwas riskiere. Das kann man deutlich an meinen Frisuren erkennen. Ich spreche nicht nur über Mode, sondern ich verkörpere das, was ich meinen Kundinnen vermittle. Mein Stil und ich, wir sind zu 100 % authentisch.

Ganz klar konnte man mich - als Inspirationsquelle und Impulsgeber - in meinem Kleiderschrank Experiment: „Was wäre wenn du nur 30 Teile in deinem Schrank hättest?“, sehen. Damit sensibilisiere ich für einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit dem eigenen Kleiderschrank und zeige damit auf, dass nicht immer permanent geshoppt werden muss.

Meine Fähigkeit, wie Kleidung das Denken, Fühlen, das gesamte Auftreten und damit die Attraktivität und Außenwirkung beeinflusst.

Zusätzlich kommt mir mein fundiertes Wissen als Schneiderin sehr zu Gute, denn dadurch kann ich einen nachhaltigen Umgang mit Materialien und Stoffen lehren.

In diesem Interview erfährst du, wie ich über Mode denke und was sie mir bedeutet: https://stilfrage.net/was-bedeutet-fuer-mich-mode/

Stehende Frau im Rock

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die sich noch schöner fühlen möchten?

  1. „Try something new!“
  2. „Bleib dir treu, egal was die anderen sagen!“
  3. „Was liebst du an dir und deinem Körper?“


Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

2019 gründete ich meine STILFRAGE-Akademie und bilde seitdem zur Farb- und Stilberaterin aus. Auf diesem Wege gebe ich mein Wissen weiter, um noch mehr Frauen zu erreichen. Ich möchte das Bewusstsein schärfen, dass alle Frauen - mit den unterschiedlichsten Figuren - toll aussehen können.

Des Weiteren schreibe ich an meinem Buch „Nachhaltigkeit beginnt im Kleiderschrank“. Seit Jahren träume ich davon, ein eigenes Buch zu veröffentlichen.

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Auf meiner Website unter: www.stilfrage.net

Hier kann man sich für den Newsletter anmelden: https://stilfrage.net/dies-das/newsletter/

Hier geht es zum Instagramprofil: https://www.instagram.com/stilfrage_official/

Und dann noch mein Profil bei LinkdIn: https://www.linkedin.com/in/bianca-stäglich-3978408b/

Am aktivsten erlebt man mich auf Instagram. Hier zeige ich immer wieder neue Outfit-Ideen und nachhaltige Styling-Experimente. Mit meinem Newsletter verpasst man nichts mehr. Und auf LinkedIn geht:s um Dresscode - Themen im Business.


Gibt es das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

„Die vier Einsichten“ von Alberto Villoldo - In diesem Buch geht es darum, wie wir emotionale Wunden der Vergangenheit schließen können.

Welchen Podcast kannst du empfehlen?

Meine Freundinnen Katrin und Tina (eine Kundin von mir) haben vor zwei Jahren einen eigenen Podcast ins Leben gerufen. Es geht um Bücher und da ich gern lese, möchte ich dir diesen Podcast von Herzen gern empfehlen: https://heybooklovers.podigee.io

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Mit meinen Katzen kuscheln. Sie geben mir die innere Ruhe, die ich manchmal vergesse.

Hast du ein Lebensmotto?

Zufriedenheit, denn daraus entwickelt sich ein glückliches und erfülltes Leben.

Sitzende Frau


Liebe Bianca, was bist du für eine tolle, wandelbare Frau! Sich immer wieder neu zu erfinden und sich dabei treu zu bleiben ist wohl die Kunst im Leben, oder? Fakt ist, dass du scheinbar alles tragen kannst. Sowohl frisurentechnisch als auch auf deinen Kleidungsstil bezogen, Hut ab! Ich bleibe auf jeden Fall an dir dran, bin schon sehr gespannt auf dein Buch - auch ich lese bekanntlich sehr gerne ;)

Danke für dieses wunderbare Interview, für die Einblicke in deinen Werdegang und in dein WARUM.

 

Alles Liebe,

Petra ❤


Celine Nadolny

Im Interview: Buch- und Finanzbloggerin Celine Nadolny von Book of Finance

Celine Nadolny - Frau - Finanzbloggerin - hübsch

Buch- und Finanzbloggerin Celine Nadolny von Book of Finance im Interview

Heute darf ich euch die interessante und junge Buch- und Finanzbloggerin Celine Nadolny vorstellen (mein bisher jüngster Interviewgast, den ich bisher interviewt habe). Celine habe ich bei Instagram kennengelernt, ich folge ihr dort schon seit einiger Zeit, weil sie unzähle Bücher liest und dazu wunderbar ehrliche Rezensionen schreibt.

Bücher begeistern mich schon mein ganzes Leben, gefühlt gibt es aber nie genug Zeit, um alle zu lesen. Aber "alle" muss man ja auch gar nicht lesen. Deshalb mag ich Buchblogs wahrscheinlich so gerne, weil Bücher sozusagen für "mich" gelesen werden und ich kann danach entscheiden, ob ich das rezensierte Buch jetzt erst recht lesen mag oder ob ich es mir vielleicht sparen kann. So kleine Appetithäppchen, die Lust auf's Lesen machen. Celine Nadolny hat sich auch noch genau die Themen ausgesucht, die mich ebenfalls interessieren - nämlich Finanzen, Karriere, Persönlichkeitsentwicklung, Wissen, Gesundheit und Mindset - sie veröffentlicht jede Woche 2 Rezensionen hierzu (bei insgesamt über 500 gelesenen Büchern betreibt sie DEN Finanzblog der Jahre 2020 UND 2021 - gekürt mit dem BlackBullAward)! So eine Powerfrau musste ich einfach kennenlernen, ihre Intention dahinter interessiert mich einfach! Außerdem verbindet uns die Leidenschaft zu 2 Lieblingsbüchern, doch lest selbst, welche das sind ;)

Hier geht's nun zum Interview

Buch- und Finanzbloggerin - Frau liest Buch

Wer bist du?

Mein Name ist Celine Nadolny und ich bin eine 23-jährige Buch- und Finanzbloggerin aus dem schönen Ruhrgebiet. Ursprünglich komme ich vom Niederrhein und bin dann für mein duales Studium in Business Administration mit entsprechender IHK-Ausbildung in einem Industriekonzern und vor allem der Liebe wegen umgezogen. Seit ich 16 Jahre alt bin lese ich darüber hinaus unzählige Sach- und Fachbücher in den Bereichen Finanzen, Karriere, Steuern, Persönlichkeitsentwicklung und Unternehmertum. Mittlerweile sind es über 500 gewesen. Das ist wohl die Leidenschaft, die mich am nachhaltigsten geprägt hat und mit der ich heute den Menschen helfen kann.

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Mein Herzensprojekt ist „Book of Finance“, mein Buch- und Finanzblog, den ich vor 21 Monaten auf Instagram gegründet habe. Er resultierte direkt aus meiner Leidenschaft für gute Literatur und den immer häufigeren Nachfragen von Freundinnen, ob ich ihnen bei ihren Finanzen helfen oder ein Buch empfehlen könnte. Das Projekt ist mit der Zeit rasant gewachsen und neben Instagram kamen nun noch LinkedIn, Pinterest, Facebook, Twitter und eine Homepage dazu. Allein auf letzterer kann man heute mehr als 150 ausführliche Rezensionen sortiert nach Kategorien und Bewertung finden.

Seit knapp 2 Jahren veröffentliche ich nun jede Woche zwei neue Buchrezension und teile meine Erkenntnisse und meine Leidenschaft mit der Community. Insgesamt sind wir nun bereits über 50.000 Lese- und vor allem Wissensbegeisterte. Dabei machen zwei Komponenten Book of Finance einmalig: 1) aufgrund meiner Erfahrung aus bereits über 500 gelesenen Büchern kann ich annähernd objektiv beurteilen, wie gut ein Buch wirklich ist 2) dabei bin und bleibe ich 100% ehrlich und unabhängig, scheue mich auch nicht davor, von Autoren im Nachgang bedroht oder beleidigt zu werden.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Es war irgendwie ein kleiner Impuls in mir. Ich hatte bereits über Monate mit meinem Freund darüber gesprochen – der im Übrigen die Idee zu Book of Finance hatte, nachdem er von meinem Wissensdurst und meiner Leidenschaft so begeistert war und immer wieder meinte, weshalb ich da nicht mehr draus machen – als ich dann in einem Kurzurlaub zu meinem 21. Geburtstag den Entschluss gefasst habe, einfach loszulegen. Ich hatte schlicht einfach nichts zu verlieren. Also schossen wir an meinem 21. Geburtstag in einem Café in Konstanz am Bodensee die ersten Bilder passend zur Location vom Café am Rande der Welt von John Strelecky. Keine Woche später ging der erste Post auf meinem Instagram Kanal online und die Reise nahm ihren Lauf. ​

Die ersten interessante Kooperationen und Aufträge für Content Creation ließen nicht lange auf sich warten und zum 01.01.2020 meldete ich dann auch offiziell mein Gewerbe an.

Celine Nadolny - Frau liest Buch entspannt investieren

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Vielleicht, dass ich irgendwann realisiert habe, dass ich nichts zu verlieren habe und es eigentlich keinen Grund gibt, nicht bereits jetzt loszulegen. Ich wusste, dass ich das Wissen hatte. Ich kannte die Plattform Instagram bereits recht gut, war in meinem Themenfeld bewandert und habe offen gestanden in meinem dualen Studium recht schnell gemerkt, dass ich nicht mein ganzes Leben lang in starren Konzernstrukturen unterwegs sein möchte.
Damals hatte ich bereits den Social Media Account von meinem Unternehmen übernommen, aber ich durfte nicht schalten und walten, wie ich wollte, musste jede Kleinigkeit absegnen lassen, super viele Details ändern, obwohl sie enorm wichtig gewesen wären und das, obwohl ich die Best-Kennerin zum Thema Instagram war und die Leute, die die Entscheidungen getroffen haben, nicht einmal einen privaten Account hatten. Es war also eine Mischung aus, „warum eigentlich nicht“ und „wenn ich was erreichen möchte, dann muss ich selbst aktiv werden!“

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Oh ja, davon gab es eine ganze Menge. Am Anfang wurde ich mit wenigen hundert Followern und keinen 20 Rezensionen auf meinem Blog von den meisten noch belächelt. Wahrscheinlich haben sie sich insgeheim gedacht, „die hält das ohnehin nicht durch“. Als aber klar wurde, dass ich immer weiter machen würde, veränderte sich das Bild von Lachen bei einigen in Unterstützung und bei wieder anderen in Hass. „Die hat doch eh keine Ahnung“, „was will mir die kleine Blondine schon erzählen“, „die ist doch sowieso nur eine Quoten-Frau.“ Das ging so weit, dass ich von etlichen Personen sogar E-Mails bekommen habe, in denen sie mir schrieben, dass man schon nach zwei Sätzen merken würde, dass ich gar keinen Plan von Finanzen hätte und meinen Account löschen sollte.
Zeitweise tat das echt weh und im Grunde war diese Hetze meine erste Feuertaufe. Insbesondere bei Facebook war es sehr schlimm, denn dort hatte ich schon früh Kooperationen mit RTL, dem Frühstücks Fernsehen und Co. und das Publikum auf Facebook ist nicht mit dem auf Instagram und erst recht nicht mit dem auf LinkedIn zu vergleichen. Vieles war deutlich unter der Gürtellinie. Geholfen hat mir damals der Zuspruch von wirklichen Experten und Koryphäen der Branche. Es kamen namhafte Autoren, Unternehmen und Verlage auf mich zu und unterstützten mich, gaben Rat, schenkten Zuspruch und bestärkten mich darin, dass es auf keinen Fall die Qualität meiner Inhalte, sondern vor allem das Bild ist, was ich darstelle, was andere triggert und dazu bringt, mich beleidigen zu wollen. Denn im Grunde richtet sich deren Entrüstung nicht gegen mich, sondern gegen sich selbst. In ihrer eigenen Unzufriedenheit versuchen sie mich zu verletzten, um sich wenigstens für einen Moment selbst besser zu fühlen.
Celine Nadolny - Frau liegt in Wiese und liest Buch

Was unterscheidet dich von anderen Unternehmern/Buch- und Finanzbloggern (wie nennst du dich selbst?)?

Ich nenne mich selbst Buch- und Finanzbloggerin. Und das soll auch schon signalisieren, was bei mir anders ist. Denn im Mittelpunkt steht für mich das Wissen und der Wissensaufbau und erst in zweiter Instanz die Wissensvermittlung. Mir ist es so enorm wichtig meiner Community die richtigen Quellen zu bieten, um sich fundiertes Wissen in den Bereichen aufzubauen. Meine Philosophie ist dabei „lerne von den Besten“ und die verfolge ich ganz stringent. Wenn ich also z.B. verstehen möchte, wie man Wertpapiere analysiert, dann beobachte und lese ich von Benjamin Graham, Warren Buffett und Co. Und wenn ich wissen möchte, wie man sich persönlich weiterentwickelt, dann lausche ich Bodo Schäfer und Dale Carnegie. Und wenn ich tief in mich hineinhören möchte, dann doch eher Marc Aurel und Paulo Coelho. Oder wenn ich verstehen möchte, was für ein wahnsinniger Irrsinn da draußen breitgetreten wird Gustave Le Bon. Bücher sind seit Jahrtausenden der Ort, an dem wir unser wertvollstes Wissen konserviert haben. Selbstverständlich sind die Mittel und Wege heute leichter, ein Buch zu veröffentlichen und durch den Absatzdruck sinkt auch das Niveau einiger Publikationen, aber es gibt immer noch Perlen da draußen und manches Mal ist ein Buch von 200 n.Chr. dann doch die beste Wahl.

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die sich mit ihren Finanzen beschäftigen wollen?

Der wichtigste Tipp vorneweg ist es, die richtigen Quellen zu finden. In der Finanzbranche lässt sich unglaublich viel Geld verdienen und das nutzen viele da draußen tagtäglich schamlos aus. Die Wenigsten da draußen meinen es wirklich gut mit euch, meist sind sie nur an eurem Geld interessiert. Es gibt zu jedem Thema aber mindestens eine Person, die ehrlich, rational und wissenschaftlich fundiert ihr Wissen weitergibt. Findet diese Menschen!

Der zweite Tipp richtet sich an eure Glaubenssätze. Im Grunde sind es zwei ganz zentrale, die ihr verinnerlichen solltet: 1) Geld ist nur ein Mittel zum Zweck. Es ist neutral und nicht böse. Ihr selbst entscheidet, wofür ihr es einsetzt und wozu es nutzen soll. Am Ende ist es vor allem eines: Zeit. Denn jeder Cent in eurer Tasche ist ein Cent weniger, den ihr euch mit eurer Lebenszeit erarbeiten müsst. Gibt ihn nicht leichtfertig her. 2) Der Weg zu schnellem Reichtum ist der schnellste Weg in den Bankrott. Lasst auch bitte nicht von eurer Gier verleiten und habt gleichzeitig im Kopf, dass es rationale und vor allem wissenschaftlich fundierte Ansätze gibt, wie ihr euer Geld mehren könnt.

Der dritte Tipp geht an die Zielsetzung dahinter. Es bringt in allen Lebensbereichen – so auch beim Thema Finanzen – überhaupt nichts loszurennen, ohne zu wissen wozu. Die größte Motivation zum Start und vor allem fürs Durchhalten ist immer die Gewissheit etwas zu tun, was auf die eigenen Ziele einzahlt. Und bitte, das sind keine 08/15 Ziele wie ein größeres Auto, ein größerer Fernseher oder der nächste Urlaub. Es sind Ziele, die euch nachts nicht schlafen lassen vor Euphorie. Es sind Träume, die euch tief glücklich machen, wo bereits die Erkenntnis auf dem Weg zu sein euch erfüllt. Wenn ihr diese Nordsterne eures Lebens gefunden habt, dann ist das schon die halbe Miete!

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Wow, eine ganze Menge. Und das Schöne ist, dass ich schon beim Lesen dieser Frage Gänsehaut bekommen habe, weil in mir meine Träume hochkamen. Mein primäres Ziel ist es weiterhin die Sachbücher aus der trockenen und langweiligen Ecke hervorzuholen und insbesondere mehr Frauen dazu zu motivieren, aktiv an ihrer Unabhängigkeit durch Bildung zu arbeiten. Denn nur Wissen schützt uns langfristig. Es ist nicht nur unser größter Vermögenswert ist es auch unser schützendes Schild und unsere stärkste Waffe.
Darüber hinaus befinde ich mich selbstverständlich selbst noch auf meinem Weg zur finanziellen Freiheit und mal schauen, wann ich diese erreicht habe. Ich hatte mal in einem Interview von meinem 35. Lebensjahr geschrieben. Heute würde ich sagen, wird es wahrscheinlich nochmal deutlich eher sein. Die Freiheit, die ich daraus Tag für Tag gewinne, möchte ich vor allem für meine Lebensziele einsetzen. Meine Big Five for Life stehen und bleiben immer der Fokus meines Leben.

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Heute findet man mich am besten auf Instagram unter @bookoffinance oder auf meiner Homepage www.bookoffinance.de. Aber auch auf LinkedIn sind wir schon mehr als 4.000. Dort findet man mich unter Celine Nadolny genauso wie auf Xing. Auf Facebook und Twitter ist es wieder beide Male Book of Finance, was man suchen sollte.

Gibt es bei all den Büchern, die du gelesen hast, das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

Wenn ich mich für nur ein einziges Buch entscheiden müsste, dass ich bis ans Ende meines Lebens lesen müsste, dann wäre es Der Alchimist* von Paulo Coelho. Dabei handelt es sich zwar um einen Roman, aber meiner Meinung nach ist es auch eines der besten und vor allem Einsteiger freundlichsten Bücher im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung. Dieses Buch bietet alles, eine wundervolle Geschichte, unglaublich tiefgründige Botschaften und vor allem die Qualität des Nachhalls. Denn man wird noch lange darüber nachdenken.
Am nachhaltigsten mein Leben verändert hat aber The Big Five for Life* von John Strelecky. Die Idee dahinter prägt seither mein gesamtes Handeln.

Welchen Podcast – kannst du empfehlen?

Ich bin offen gestanden nicht so die Podcast Hörerin, weil mir dabei häufig die Tiefe fehlt. Ich möchte in Themen eintauchen, wie in eigenständige Welten, dort Dinge entdecken und verknüpfen und das fehlt mir bei diesem Medium. Welchen Podcast ich aber dennoch lange Zeit sehr gerne gehört habe ist „Off the Path“ - ein Reisepodcast mit unglaublich wundervollen Geschichten.

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Nein und ich bin auch keine Freundin von so einem Ansatz. Denn eine Morgenroutine sollte immer mehrere Komponenten beinhalten.
1) Fitness & Gesundheit: Ziel sollte es sein, den Körper wachzurütteln und auf die kommenden Belastungen vorzubereiten.
2) Fokus & Vorbereitung: Schon früh am Morgen macht es Sinn, zunächst den eigenen Kompass wieder auszurichten, bevor man fremdgesteuert wird.
3) Bildung & Wachstum: Jeden Tag ein Stückchen besser zu werden sollte das Ziel von uns allen sein. Denn Stillstand ist Rückschritt.
Wie man diese drei Komponenten dann ausgestaltet, das kann jeder individuell für sich entscheiden. Aber meiner Meinung nach sollten sie alle vertreten sein.

Hast du ein Lebensmotto?

Definitiv: „Gib' und dir wird gegeben.“ Das ist der Schlüssel zu allem!


Liebe Celine, ich bin schwer beeindruckt! Was du in deinen jungen Jahren schon alles erreicht hast, wie viele Bücher du gelesen hast, die deine Persönlichkeit so wunderbar geformt haben! Wahnsinn, ich bleibe an dir dran! Lesen bildet, das was mir immer klar (als Bibliothekarin möchte ich auch immer, dass alle anderen Menschen genauso lesebegeistert sind wie ich und teile deshalb auch meine Lieblingsbücher mit ihnen, z.B. Die 1%-Methode oder Einfach bewusst zum Minimalismus!) - aber du bist wirklich der lebendige Beweis dafür - lesen macht schlau und deine Leidenschaft als Buch- und Finanzbloggerin bringt dir jetzt schon so großen Erfolg!

Viele Grüße und lieben Dank für das tolle Interview,

Petra ❤


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Glücklich leben: Frau schaukelt bei Sonnenuntergang

Glücklich sein ist eine Entscheidung - Tipps to go

Wünschen wir uns nicht alle ein paar handfeste Tipps zum Glücklichsein, die man jederzeit aus dem Hut zaubern kann? V.a. dann, wenn es uns gerade nicht ganz so gut geht? Wenn du jetzt JA sagst, dann lies' unbedingt weiter, ich hab' da was ;)


Glücklich sein ist eine Entscheidung

In einer meiner Lieblingszeitschriften habe ich vor einiger Zeit einen schönen Artikel zum Thema Leben statt grübeln gelesen. Dadurch und durch meinen Online-Kurs Happy Routines kam mir die Idee, einfach nach Glückstipps zum Mitnehmen zu suchen und dir einen bunten Strauß an Möglichkeiten zu schenken - an Tipps, die sofort im Alltag umsetzbar sind um (noch) glücklicher zu werden. Denn: Glücklich sein ist eine Entscheidung!

Im letzten Jahr habe ich zu sogenannten Stimmungsumschaltern auch schon einmal einen Blogartikel dazu geschrieben, du findest ihn hier: Stimmung umschalten von 0 auf 100

Über meinen WhatsApp-Status, bei Instagram und Facebook habe ich eine kleine Umfrage dazu gestartet, vielleicht hast du ja sogar mitgemacht? Jedenfalls habe ich in der Umfrage die persönlichen Glückstipps von den unterschiedlichsten Menschen gesammelt und heute darf ich dir die Sammlung - inkl. meiner persönlichen Tipps - präsentieren! Weil ich ja finde, dass das Glück sich vermehrt, wenn man es teilt. Und da sind so wunderbare Tipps dabei, die einfach jede/r von uns kennen sollte:

Tipps to go - Glücklich sein ist eine Entscheidung

  • Katze streicheln (der könnte von mir kommen)
  • in der Sonne sitzen
  • jemandem mit meinem Lachen anstecken
  • jemandem eine Freude/ein Kompliment machen
  • das Lachen von (eigenen) Kindern hören
  • jemanden motivieren
  • Musik hören und tanzen
  • Sport machen und das Gefühl danach genießen (ich behaupte sogar: das Gefühl DABEI)
  • in ein frisch bezogenes Bett legen
  • an den letzten (Bulli-) Urlaub denken (oh ja, Urlaub hebt doch sofort die Stimmung, oder?)
  • eine Kerze anzünden
  • ein gutes Buch lesen
  • ausschlafen
  • frisch aufgebrühten Tee genießen
  • staubsaugen (echt? Ok...;) )
  • Meditieren
  • frische Luft in die Räume lassen
  • ein (noch warmes) Stück Kuchen essen
  • Pizza essen
  • Zeit bewusst genießen, ohne Termindruck sein
  • von lieben Menschen umarmt werden (gerade viel zu selten)
  • Quality-Time mit lieben Menschen
  • Zeit zum Lesen haben (wirklich viel Zeit!)
  • etwas leckeres kochen/backen und dann genießen
  • an einem tollen ätherischen Öl riechen
  • eine Zeitschrift lesen
  • am Meer sitzen
  • einen Aperol Spritzz im Café genießen
  • den Partner küssen
  • ein Mittagsschläfchen machen und erfrischt aufwachen
  • Wein auf der Terrasse trinken
  • ausgiebig brunchen
  • in der Sauna schwitzen
  • wandern gehen
  • ausmisten (ja wirklich!)
  • nichts vorhaben
  • Freunde treffen und herrlich albern sein
  • ins (Open Air) Kino gehen
  • Umsonst und draußen Festivals besuchen
  • eine Radtour machen
  • ein Picknick am See machen
  • eine Städtetour veranstalten
  • mit dem E-Roller durch die eigenen Stadt düsen
  • lecker Essen gehen
  • das erste (und zweite und dritte usw.) Eis im Frühling essen
  • Bilder von früher anschauen
  • ein persönliches Geschenk bekommen, bei dem sich jemand wirklich Gedanken gemacht hat
  • eine Postkarte/einen Brief schreiben bzw. bekommen
  • ein Zimmer neu streichen und umgestalten
  • Samen, die aufgehen und zu kleinen Pflänzchen werden
  • Schokolade essen
  • Sex (sorry, aber den Punkt kann ich einfach nicht weglassen!)
  • ...

Das schöne an all diesen Tipps ist meiner Meinung nach, dass sie kaum etwas kosten. Glücklichsein hat also in der Regel nichts mit Geld oder Reichtum zu tun, sondern einfach damit, den Moment bewusst zu genießen und sich so viele schöne Momente wie es geht zu gönnen.


Ich bin nun sehr gespannt, ob der ein oder andere Tipp für dich dabei ist, der dich inspiriert - das wäre mein größtes Glück! Die Liste könnte noch unendlich verlängert werden und garantiert somit keine Vollständigkeit - ich freue mich über Kommentare von dir, was dir hier noch fehlt bzw. DICH glücklich macht! Und vergiss nicht: Glücklich sein ist eine Entscheidung - du hast es in der Hand.

 

Viele Grüße,
Petra ❤

 


Anja Frankenhäuser

Heute im Interview: Schminktante Anja Frankenhäuser

 

Heute darf ich euch Anja Frankenhäuser vorstellen, den meisten sicher besser bekannt als "Schminktante". Auf Anja wurde ich durch meine Ordnungskollegin Denise aka "Fräulein Ordnung" aufmerksam (hier findest du das Interview mit Denise), weil die beiden befreundet sind und öfter gemeinsame gute Sache machen. Auf Anjas Instagram-Profil und ihrer Website fühlte ich mich sofort wohl. Eine natürliche, schöne Frau die einfach nur sympatisch ist und so erfrischend über die Themen Beauty, Make Up, Mode uvm. spricht, so wie ihr der Schnabel gewachsen ist... Das fand ich so anziehend, dass ich Anja spontan um ein Interview gebeten habe. Und dann sagt sie einfach so zu ;) Im Gespräch über Zoom durfte ich sie dann besser kennenlernen und sie ist so witzig, dass sie auch gut als Comedian durchgehen würde. Liebe Anja, wenn das mit der Schminktante nichts mehr sein sollte für dich, dann weißt du Bescheid!

Im Interview habe ich ihr dann diese Fragen gestellt, schaut euch aber auf jeden Fall das Video an, sonst entgeht euch etwas!

HIER NUN DAS INTERVIEW MIT ANJA:

WER BIST DU?

Ich bin Anja, fast 50. Lebe mit meinem Mann in Karlsruhe, bin aber gebürtige Thüringerin. Und mittlerweile seit fast 20 Jahren Make up Artist von Beruf. Außerdem schreibe ich fast genauso lange meinen Blog SCHMINKTANTE – ALL ABOUT BEAUTY.

STELLE BITTE KURZ DEIN HERZENSPROJEKT VOR UND WIE ES DAZU KAM!

Stell Dir vor: kommt ’n Arzt auf ne Party und erwähnt, dass er Arzt ist. Was passiert? Genau: jeder braucht nen Rat oder Tipp. Mit Make up Artists ist es ähnlich – plötzlich will jeder einen Tipp für seine Make up Routine oder eine Empfehlung für DIE EINE Wundercreme. Als ich meinem Mann mal sehr genervt erzählte, was ich immer davon hielt, sagte er: schreib doch drüber. Das war quasi die Geburtsstunde der SCHMINKTANTE.

Schminktante Anja Frankehäuser

WANN WUSSTEST DU, DASS DU JETZT LOSGEHEN WILLST, UM ES ZU VERWIRKLICHEN?

Ich habe meinen Blog fast zeitgleich mit meiner Selbstständigkeit gestartet. 11 Jahre lang hatte ich für eine Eventagentur mit Schwerpunkt Mode und Beauty gearbeitet. Dann wurde allen Mitarbeitern von jetzt auf gleich gekündigt. Meine Mutti war damals schwer krank und starb im gleichen Jahr an Krebs. Zwei einschneidende Ereignisse, die mir Eines zeigten: Mach Dein eigenes Ding und achte auf Dich!

WAS WAR DER AUSSCHLAGGEBENDE FAKTOR?

Ich wollte lange vorher schon einmal Maskenbildnerin werden. In der DDR mit einem Elternhaus, das kirchlich stark engagiert war, war mit der Weg zum Abitur und damit zu einem Studienplatz versperrt. Hab ich erstmal eine Friseurausbildiung gemacht und mir gesagt: ‚Euch krieg ich schon!‘ . An diese Zeit habe ich mich erinnert, als ich aus genannten Gründen körperlich und seelisch richtig unten war. Und mit dem Rückenhalt der Familie bin ich aufgestanden und losgegangen. Bis heute habe ich diesen Schritt nie bereut!

Anja Frankenhäuser

GAB ES ANFANGS HINDERNISSE? WENN JA, WIE HAST DU DIESE ÜBERWUNDEN?

Klar, die gibt es überall. Als es in Thüringen gerade anfing zu laufen, sind wir nach Potsdam umgezogen und ich startete quasi bei NULL. Dort war es sehr schwer Fuß zu fassen. Ich konnte mich immer auf die Unterstützung meines Mannes verlassen – sonst hätte ich wahrscheinlich nicht durchgehalten. Wir haben beide immer an meine Hingabe für den Beruf und an meine Fähigkeiten geglaubt. Das war glaube ich das Wichtigste, um sich durchzusetzen.

WAS UNTERSCHEIDET DICH VON ANDEREN MAKEUP-ARTISTS/UNTERNEHMERINNEN/BLOGGERINNEN?

Ich schaue nicht so sehr, was in Nachbars Garten passiert. Heißt: ich vergleiche mich ungern mit anderen. Wir sind Kolleg*innen und jede*r hat ihre/seine eigene Handschrift. Ich versuche immer sehr bei mir selbst zu bleiben und verbiege mich nicht mehr so sehr, dass es sich am Endenicht mehr gut anfühlt. Dabei habe ich immer meine Community im Blick. Authentizität ist mir wichtiger als der schnelle Euro, der aktuell wie die Pest durch die sozialen Netze weht, weil zu viele Marken das große Geld mit schneller und billiger Werbung wittern. Insofern hat sich zu früher nicht viel geändert. Leider.

WELCHE 3 TIPPS KANNST DU FRAUEN GEBEN, DIE SICH NOCH SCHÖNER FÜHLEN MÖCHTEN?

Genau in den Spiegel zu schauen. Denn jeder Mensch ist schön. Es findet sich in jedem Gesicht, an jedem Körper etwas, das richtig richtig schön ist. Und im Gesicht kann man das betonen. Außerdem ganz wichtig: nicht immer auf alle anderen hören sondern dem eigenen Gefühl folgen und mehr auf die innere Stimme hören. Wer mit sich zufrieden ist, wird gelassener und fühlt das Glück – und Glück ist kein Zustand, Glück strahlst Du aus.

Schminktante

WELCHE PLÄNE FÜR DIE ZUKUNFT HAST DU NOCH?

Mein Weg ist mein Ziel. Ich bin keine gute Planerin, die jetzt schon genau weiß, wie der 5-Jahres-Plan aussieht. Denn mit einem starren Fokus auf ein Ziel verpasst man viele Nuancen am Rande des Weges.

WO FINDET MAN DICH? (WEBSITE, INSTAGRAM, FACEBOOK USW.)

Als Schminktante bin ich natürlich auf der eigenen Website (hier) zu finden und unter gleichem Namen auf Instagram, Facebook und Pinterest.

GIBT ES DAS EINE BUCH, DAS DEIN LEBEN VERÄNDERT HAT?

Nein.

WELCHEN PODCAST KANNST DU EMPFEHLEN?

Ich abonniere immer welche und höre sie dann aber nicht. Bin leider kein Fangirl von diesem oder jenem…

GIBT ES DIE EINE ROUTINE, DIE DU TÄGLICH ANWENDEST?

Gute Hautpflege mit sauberen Inhaltsstoffen. Morgens und abends.

HAST DU EIN LEBENSMOTTO?

Na klar! Es ist ein Zitat, das ich irgendwann irgendwo las und das gut beschreibt, wie ich durchs Leben gehe:
Bedenke, dass eine Wolke – so schwarz sie auch sei- dem Himmel zugewandt auch ihre Sonnenseite hat.


Liebe Anja, vielen Dank für dieses tolle Gespräch mit dir! Was bist du für eine Wahnsinns-Frau! Ich bin sehr auf euere Kommentare gespannt!

Alles Liebe,

eure Petra ❤


Fotos by Saja Seus und Katja Heil


Die 1%-Methode

Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung - Buchrezension

Minimale Veränderung

Wenig tun, viel Wirkung

Heute möchte ich euch von einem meiner Lieblingsbücher der letzten Zeit berichten: Die 1%-Methode - Minimale Veränderung, maximale Wirkung* von James Clear.

Gewohnheiten mag ich sehr, wer mir hier schon länger folgt, weiß das. Als ich dieses (Hör-)Buch in die Hände bzw. auf die Ohren bekam, hat es mein ganzes Weltbild zu dem Thema verändert, gar revolutioniert. Warum? Das wirst du im Laufe des Blogartikels feststellen. Aus diesem Buch heraus sind gleich zwei Online-Kurse in kurzer Zeit entstanden.

Zum einen Ordentliche Routinen für dein Zuhause - in 33 Tagen zu dauerhafter Ordnung, der im April 2021 in die zweite Runde startet. Zum anderen Happy Routines - in 33 Tagen zu deinem positiven Mindset, der am 1. März 2021 begonnen hat und sicherlich auch noch einmal stattfinden wird in diesem Jahr. Die Energie in der Gruppe ist unglaublich motivierend und inspirierend.

Warum musste ich einfach einen bzw. zwei Online-Kurse daraus entwickeln? Weil ich denke, dass - v.a. wir Frauen - uns zu sehr mit unserem Perfektionismus selbst im Wege stehen und das Gefühl haben, dass wir es einfach nicht schaffen, all das zu tun, was wir uns vornehmen (was wahrscheinlich eh immer viel zu viel ist und überhaupt nicht schaffbar ist).

Dadurch machen wir uns selbst ein schlechtes Gewissen, weil wir denken, dass

  • wir versagen
  • wir es einfach nicht drauf haben
  • die anderen einfach besser sind
  • wir selbst nicht gut genug sind
  • wir zu dünn/zu dick/zu alt/zu jung/zu reich/zu arm zu .... sind
  • usw.

Ertappt? Sicher!

Gewohnheiten erleichtern das Leben

Warum es bisher nicht mit festen Gewohnheiten geklappt hat

Das Problem ist, dass wir uns zu viel auf einmal vornehmen und aus den "falschen" Intentionen. Wir wollen Resulat X und wenden dafür Handlung Y an. Dass die Handlung Y aber viel zu groß, zu schwer, zu unattraktiv ist, bemerken wir gar nicht. Weil es uns ja letztendlich um das Resualtat X geht. Die Handlung Y wird also nur ausgeübt, UM X ZU erreichen. Wenn die Handlung aber nicht zu unserer Identität passt (die hier noch nicht im Spiel ist), werden wir sie früher oder später (eher früher!) einstellen. Und sagen, das war halt nix für mich, ich bin halt zu schwach/schlecht usw. (setze hier gerne den Satz ein, den du dir in solchen Momenten gerne sagst).

Wie es mit guten Gewohnheiten klappt - oder: wie müssen Gewohnheiten sein, damit wir sie regelmäßig gerne tun

Was ist also der Unterschied zwischen:

Ich mache Handlung Y UM das Resultat X ZU erhalten 

und

Ich habe Spaß an Handlung Y und das Resultat X ergibt sich scheinbar wie von selbst so nebenbei

Dazwischen bzw. über allem steht die Identität. Die Identität, wie man sein will. Was man sein will, wie man leben möchte, wie man sich fühlen möchte, wie man einfach ist.

Ich bin

ICH BIN ist die kraftvollste Aussage überhaupt, die ein Mensch über sich selbst sagen kann. Beginnt schon bei unserem Namen:

Ich bin Petra, ich bin eine Frau, ich bin Mama, ich bin Partnerin, ich bin Freundin, ich bin Tochter, ich bin Schwester, ich bin Bibliothekarin, ich bin Aufräumcoach, ich bin eine Läuferin, ich bin Katzenmama....

Es gibt also ziemlich viele Identitäten, die jede/r von uns so hat. Und nein: Das hat nichts mit einer gespaltenen Persönlichkeit zu tun. Sondern u.a. auch mit den unterschiedlichen Rollen, die man inne hat. Und jede dieser Identitäten beinhaltet nötige und logische Handlungen, die innerhalb dieser Identität täglich/wöchentlich/jährlich getan werden. Durch das ständige Ausüben dieser Handlungen werden wir wiederum in unserer Identität bestärkt. Wir wissen, dass wir Y tun und deshalb X sind. Weil wir X sind, tun wir Y.

Ich seh schon, ich werde mal ein paar Beispiele auflisten, damit es etwas konkreter wird: zum Verdeutlichen bringe ich nun noch das Z ins Spiel, was für die Identität steht.

Beispiel-Identität: Ich bin Mama (Z)

welche logischen Handlungen Y ergeben sich daraus

  • ich mache täglich das Frühstück/Mittagessen/Abendessen für meinen Sohn
  • ich wasche die Wäsche, damit er etwas ordentliches/sauberes zum Anziehen hat
  • ich bringe ihn ins Bett am Abend
  • usw.

Beispiel-Identität: Ich bin eine Läuferin (Z)

welche logischen Handlungen Y ergeben sich daraus

  • ich gehe jeden Tag laufen
  • ich überlege, wann ich den Lauf am besten in den Tagesablauf einbaue
  • ich wasche regelmäßig meine Laufkleidung
  • ich kaufe regelmäßig neue Laufschuhe, um gut laufen zu können
  • usw. Hierüber berichtete ich übrigens auch in dem Blogartikel: MEIN PERSÖNLICHES #PROJEKT365 - LAUFEND GLÜCKLICH!

Maximale Veränderung

Wie sollen Gewohnheiten denn sein, damit wir sie regelmäßig durchführen?

  • einfach
  • attraktiv
  • befriedigend
  • offensichtlich

 

Fazit

Zusammengefasst könnte man sagen, dass Gewohnheiten so einfach und niederschwellig wie möglich sein sollten. Sie dürfen gerne Spaß machen (wenn sie das nicht per se tun, dann suche dir etwas, womit du die Gewohnheit attraktiver für dich machst - z.B. durch Tracken). Außerdem ist ein fester Zeitpunkt bzw. -raum in meinen Augen v.a. für den Start sehr wichtig. Die "richtige Gewohnheit" zum "falschen Zeitpunkt" taugt einfach nichts, weil sie nicht alltagskompatibel ist. Und das ist mit das Wichtigste überhaupt: Sie muss in deinen Alltag passen(d gemacht werden). Sonst musst du jedes Mal überlegen, OB du sie nun ausführst. Und dieses Buch hat mich und meinen Schweinehund gelehrt, dass das OB irgendwann nicht mehr zur Debatte steht sondern oft nur noch das WANN. Und das auch nur, wenn es außerplanmäßig nicht zum gleichen Zeitpunkt stattfindet.

Lustigerweise klagen nur die Menschen darüber, dass es nicht so richtig klappt mit den Gewohnheiten, die auf einen flexiblen Zeitpunkt bestehen ;) Ein fester, möglichst früher Zeitpunkt im Tagesablauf lässt diese Bedenken dann oft schmilzen wie ein Eis in der Sonne.

Dieses Buch hat mein Leben verändert, ich bezeichne mich seitdem als "Die Schweinehundflüsterin" (auch noch durch das Lesen bzw. Hören von anderen Büchern zu diesem Thema "Schweinehund", weitere Rezensionen folgen auf jeden Fall). Der Schweinehund hat allerlei Ausreden parat, die sich als die unterschiedlichsten Aussagen und Handlungen tarnen, dass es tatsächlich eines extra Blogartikels (bzw. Buches) bedarf...

 

Vorerst kann ich dir dieses Buch zu 1000 % empfehlen! Schluss mit Ausreden, schluss mit lustig für den Schweinehund!

 

Aufgeräumte und glückliche Grüße,

deine Petra ❤

 


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Laufend glücklich

Mein persönliches #projekt365 - Laufend glücklich!

Laufend glücklich

1 ganzes Jahr lang täglich laufen

Jahresprojekte finde ich total spannend. Weil man sich ein ganzes Jahr lang auf etwas konzentriert und fokussiert, das Ziel des Ganzen somit schlecht aus den Augen verliert (wie es sonst so manches Mal passiert). An meinem letzten Geburtstag im Dezember 2020 habe ich mir ein solches Jahresprojekt auserkoren, das kam sozusagen "zufällig". Ich glaube ja nicht an Zufälle und somit sollte es wohl so sein. Ich hatte mir die neueste Runners World - Zeitschrift angeschaut und einen interessanten Artikel über einen Streakrunner durchgelesen. Jan (genauer gesagt: StreakJan) lief seit über 500 (!!!!) Tagen täglich die Alsterrunde, die über 7 km lang ist. JEDEN TAG über 7 km, weil es ihm gut tut, weil er da nicht groß überlegen muss, er macht es einfach. Das faszinierte mich! Auch noch aus zwei anderen Gründen:

  1. Ende Dezember wollte ich ja meinen Online-Kurs "Ordentliche Routinen" das erste Mal durchführen, in dem es - du ahnst es schon - um Routinen ging. Neben Gewohnheiten, die zum Ordnung machen bzw. halten gedacht sind, ging es für jede der Teilnehmerinnen auch um ein ganz persönliches Projekt, das ich #projekt33 genannt habe. 33 wegen des 33 tägigen andauernden Kurses. Man sagt, dass es einige Zeit dauert, bis sich Gewohnheiten etablieren, bis sich der Schweinehund dran gewöhnt und nicht mehr 1000 Ausreden findet und sich gegen die Tätigkeit windet.
  2. Da ich das Laufen seit Jahren praktiziere (mal mehr, eher früher - mal weniger, eher jetzt) und irgendwie nicht mehr so richtig reinkam (mit dem Vorsatz 2-3 mal pro Woche laufen zu gehen, WEIL der Schweinehund eben immer an diesen Tagen gejammert hat (das Wetter ist zu kalt, zu heiß, zu nass, zu trocken, zu dies, zu das) und ich ihm leider nachgegeben habe) dachte ich, dass es etwas sein muss, über das ich NICHT nachdenke, sondern einfach mache.

Da ich natürlich mit gutem Beispiel vorauslaufen wollte (sorry, der Wortwitz musste sein), kam es nun, dass diese Faktoren (StreakJan PLUS Ordentliche Routinen PLUS wieder dem Laufen nachgehen) mich diesen Plan fassen ließen, fortan täglich mindestens meine Pflichtmeile zu laufen. Ein Streak ist erreicht, wenn 1 Meile (1,6 km) gelaufen werden. Damit kam sogar mein Schweinehund gut zurecht. Was ist schon eine Meile? Meine früheren Bedenken (für 2 km brauche ich mich ja nicht mal umziehen, da komme ich doch nicht einmal ins Schwitzen, was soll das bringen und soweiter) wischte ich beiseite.

Vom Plan zur Handlung

Der Plan war gefasst: Bis zum nächsten Geburtstag im Dezember 2021 laufe ich jeden Tag mindestens 1 Meile. Punkt.

Gewohnheiten sollen einfach sein

Was war nun anders als vorher? Im Vergleich zu den "Versuchen" in den Monaten zuvor, das Laufen wieder in meinen vollen Alltag zu bringen, gab es nun keine Diskussion mehr um das OB. Es was klar, DASS ich laufen gehe. Täglich. Jetzt galt es zu organisieren, WANN ich es in meinen Tag einbaue, so dass es zeitlich gut passt.

Ein wichtiger Punkt beim Etablieren von Routinen ist, dass Gewohnheiten einfach sein müssen (zumindest anfangs, bis man sie sich angewöhnt hat). Einfach war es, weil es wirklich nur um die Pflichtmeile ging. Einfach machte es auch, anfangs immer etwa zur selben Uhrzeit zu laufen. Warum? Weil es nicht nur um das Laufen an sich geht, sondern weil ich diese neue Routine an bestehende Gewohnheiten knüpfen konnte.

Laufen

Wann war es also günstig für mich und mein Leben?

In meinem Fall laufe ich sehr gerne früh, weil ich ein absoluter Morgenmensch bin und es kaum etwas Schöneres gibt, als früh, wenn alle noch schlafen und die Stadt gerade so erwacht, durch die Gegend zu traben, frische Luft einzuatmen, wenn die Vögel schon zwitschern und ich längst pfeifend unter der Dusche stehe, wenn sich alle anderen nach dem dritten Mal auf die Snooze-Taste-schlagen endlich aus dem Bett quälen. Außerdem dusche ich gerne morgens, was nun eben nach dem Laufen stattfindet.

Ich habe also das Laufen in meine bestehende Routine:
Aufstehen, meditieren, mich waschen, Zähne putzen, duschen
eingebaut.
Die neue Routine ist also:
Aufstehen, meditieren, mich waschen, Zähne putzen, laufen gehen, duschen.

Klingt doch ziemlich logisch, oder? Der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier und jeder von uns hat feste Abläufe, ob er dies nun will oder nicht. Wir können es also neuen Gewohnheiten am einfachsten machen, wenn wir sie an normale Alltagssituationen anknüpfen. Weil für den Schweinehund dann fast alles beim Alten ist - leider hasst er nämlich Veränderungen erst einmal. Eigentlich will er uns damit ja schützen, dadurch macht er uns aber manchmal das Leben (und v.a. gute Vorätze) extrem schwer.

Deshalb gibt es ein paar tolle Taktiken, mit dem wir uns Gewohnheiten aneignen und den Schweinehund sogar mitnehmen können. Aus diesem Grund heißt mein extra dafür kreiertes Instagram-Profil übrigens auch: Laufen mit dem Schweinehund 

Gewohnheiten sollen befriedigend sein

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Etablieren von Gewohnheiten ist, dass es befriedigend sein sollte. Das Tracken von getanen Handlungen ist schon eine wohltuende und glücklich machende Handlung an sich. Man sieht die täglichen Fortschritte, kann abhaken/ankreuzen/durchstreichen oder was auch immer und sieht deutlich, wie viel man schon geschafft hat. Um diesen Prozess für mich zu dokumentieren und das Ganze öffentlich zu machen (noch ein Faktor, den man nicht unterschätzen darf) habe ich mir ein Profil auf Instagram erstellt, quasi mein Lauftagebuch.

Tracken als befriedigende Gewohnheit?

Hier poste ich jeden Tag ein Bild von mir plus der Laufrunde, außerdem die gelaufenen Kilometer. Weißt du, wie sehr es mich ärgern würde und mein ästhetisches Wohlbefinden stören würde, wenn ein Tag fehlen würde? GENAU! Außerdem folgen mir hier etliche Menschen (vermutlich auch Laufverrückte plus liebe Menschen aus meinem Umfeld, bei denen ich groß posaunt habe, dass ich ab sofort TÄGLICH laufe und dies poste). Macht schon einen gewissen Druck ;) Den ich mir natürlich selbst aus Forschungszwecken auferlegt habe, UM dieses Hintertürchen des Schweinehundes von Vorherein zu verbarrikadieren.

Das finde ich so spannend an diesem Projekt: Ich kenne mich und zahlreiche Ausreden meines Laufkumpels und habe mir für jede Ausrede eine Strategie überlegt:

Laufen

Mögliche Ausreden (Schweinehund) und Strategien (mein Verstand)

  • Es ist zu kalt - zieh dich warm an (übrigens bin ich sogar bei -16 Grad gelaufen und NICHT erfroren, im Gegenteil ist das Gefühl danach echt unbeschreiblich, spätestens unter der Dusche)
  • Es ist zu früh - du stehst doch eh gerne früh auf, dann kannst du auch laufen gehen
  • Ich war zu spät im Bett und bin noch müde - machs trotzdem, dann gehst du halt heute Abend früher ins Bett oder findest am Nachmittag Zeit für einen Powernap. Außerdem bist du nach dem Laufen viel fitter als nach weiteren 30 Minuten Schlaf mit schlechtem Gewissen
  • Ich habe früh einen Termin - dann musst du eben früher aufstehen, duschen willst du doch eh noch
  • Mein Freund übernachtet doch hier und sonntags darf ja wohl jeder einmal ausschlafen - dann gehe am Nachmittag oder frühen Abend laufen (Sonntag sind tatsächlich die einzigen Tage, an denen ich meist nicht früh laufen gehe)
  • Es regnet - die paar Minuten (für die nötige Pflichtmeile) wirst du wohl überleben und unter der Dusche wirst du später eh nass bzw. wieder warm
  • Ich habe keine Lust - machs trotzdem! (Das hilft übrigens immer)
  • usw.

Ich laufe nun täglich seit über 77 Tagen

Macht es jeden Tag Spaß? Ehrlich gesagt: nicht immer. In 99 % der Tage aber schon, nur an wenigen Tagen war es eine Qual (weil es echt sehr kalt oder rutschig war). Hier auf dem Foto bin ich tatsächlich einmal NUR die Pflichtmeile gelaufen und war echt froh, dass es danach vorbei war. Warum ich mir das dennoch "antue"? Weil es eben in 99 % aller Fälle großen Spaß macht. Am Anfang noch nicht immer, aber spätestens wenn ich um die Ecke unseres Weges gebogen bin, wenn die Vögel zwitschern und ich einfach nur happy bin, draußen zu sein. Manchmal muss man sich bzw. den Schweinehund eben zu seinem Glück zwingen, oder?

Laufend glücklich

 

Ideensprüher

Eines Tages beim Laufen kam mir übrigens eine sehr gute Idee. Ach ja, das passiert momentan ständig, ich glaube einfach, dass ich beim Laufen total bei mir selbst bin. Meine Gedanken sind frei und durch die Weite der Landschaft können sie schweifen. Auch Gedankenblitze schießen nur so rein - genau das ist es ja, was ich mir für dieses Jahr u.a. vorgenommen habe - noch mehr auf meine Intuition und die Impulse zu vertrauen. Aber zurück zur Idee: Mir kam der Gedanke, dass ich für jeden gelaufenen Kilometer 1 € spenden könnte. An eine tolle Organisation, die vielleicht sogar etwas mit Laufen oder so zu tun hat. Fällt dir da spontan etwas ein?

Und wann? Zu meinem Geburtstag, also nach genau einem Jahr, am Ende meines #projekt365. Passend, oder? Ich habe Geburtstag und werde über Facebook meine Freunde bitten, statt mir etwas zu schenken (was ich ohnehin vor Jahren schon abgeschafft habe) lieber dieser Organisation etwas zu spenden.

Ich bin schon sehr gespannt, wie viele Hundert oder gar Tausend Euro da zusammen kommen 😊

 

Ordentliche Routinen - Zwischenbericht

Übrigens lief der Online-Kurs "Ordentliche Routinen" so gut, dass sich daraus eine kleine Spaziergeh-Challenge entwickelt hat. Die Teilnehmerinnen tracken mittels einer auf ihrem Smartphone installierten Apps die tägliche Schrittezahl und posten sie am Abend in einer von mir gegründeten Gruppe. Jede hat ihr eigenes Tagesziel (meins ist bei 8500 Schritten), das es täglich zu erreichen gilt. So ist jede für sich täglich beschäftigt, bestimmte Schritte zu gehen, um ihr Ziel zu erreichen (genau das ist so sinnbildlich, weil man für alle Ziele im Leben bestimmte Schritte gehen darf! Und hier passt es so bildlich, oder?).

Wenn wir dann abends posten, ist es wirklich eine wahre Freude. Die Damen überbieten sich z.T. mit ihren Zielen (wohlgemerkt geht es nicht um einen Wettkampf untereinander sondern nur um den eigenen Schweinehund). Wenn es eine einmal nicht geschafft haben sollte, weil einfach das Leben manchmal dazwischen kommt, dann wird sie durch die wohlwollende Gruppe so aufgebaut, dass sie am nächsten Tag frohen Mutes wieder dabei ist! Anfangs war es nur für den Februar 2021 gedacht, doch alle sind so begeistert, dass sie weitermachen wollten. Weil man eben nicht alleine mit sich und seinem Thema ist sondern weil es Mitstreiterinnen gibt, die das Gleiche wollen - genau aus diesem Grund mag ich mittlerweile auch Online-Coachings im Gruppenformat so gerne, weil sich hier eine ganz besondere Energie entwickeln kann. Falls Du also Lust haben solltest, Teil unserer motivierenden "Schritt-für Schritt"-WhatsApp-Gruppe zu werden, melde dich bei mir! Den nächsten Kurs "Ordentliche Routinen" gibt es übrigens Ende April, die Anmeldepforten sind schon geöffnet.

 

Laufend glückliche Grüße,

deine Petra ❤