Sitzende Frau mit Buch

Heute im Interview: Thekla Wilkening

 

Sitzende Frau mit Buch

Heute darf ich euch die wunderbare Thekla Wilkening vorstellen. Falls Ihr Thekla noch nicht kennen solltet: kein Problem! Denn das ändert sich zum Glück heute! Ich habe vor einiger Zeit ihr Buch "Das Bio-Pizza Dilemma" gelesen und es hat mich schwer beeindruckt und mein Konsumverhalten nachhaltig verändert! Das wäre ein Buch, das ich als Schullektüre vorschlagen würde! Schaut euch gerne noch einmal den Beitrag bei Auserlesenes vom Januar 2022 dazu an! Da der Februar ja ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit bei mir steht, bat ich Thekla kurzerhand um ein Interview und ich freue mich sehr, diese Antworten nun mit euch teilen zu dürfen!

Wer bist du? 

Ich bin Thekla, 34 Jahre alt und Autorin und Aktivistin. 

Stelle bitte kurz deine Mission vor und wie es dazu kam!

Meine Mission ist es, einen nachhaltigen Wandel in der (Mode-)Welt voranzubringen. Die beiden größten Probleme sind für mich, dass wir die Arbeiter:innen entlang der Lieferketten zu 98 Prozent nicht fair bezahlen und dass in der Industrie so unglaublich viel Müll entsteht, durch Kleidung die nicht (mehr) getragen wird. Ich liebe Mode und das Wissen über diese Schattenseiten hat mich dazu gebracht, für Veränderungen einzustehen. 

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Da war ich noch sehr jung, gerade einmal siebzehn Jahre alt. Nach dem Abitur habe ich mich dafür entschieden, eine Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin zu machen, um erstmal einen Einblick in die Industrie zu bekommen. 

Frau mit Blumenstrauß

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Ich habe schnell verstanden, dass dies kein Problem ist, dass nur in der Modeindustrie vorherrscht, sondern dass diese Ungleichheit einen großen Teil unseres Systems ausmacht. Mode ist für mich das, wo ich konkret Veränderungen vorantreiben kann, steht aber für etwas viel Größeres. 

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Unsere Gesellschaft sieht Mode als etwas sehr oberflächliches, das macht es auf verschiedenen Ebenen schwer, tiefgreifende Veränderung voranzubringen. Es ist etwas anderes, als wenn ich mich für verpackungsfreie oder pestizidfreie Lebensmittel einsetze, da ist den Menschen sofort klar, warum. In der Mode denken viele: “Ach, das sieht doch alles nur hübsch aus, welcher Schaden soll denn da entstehen?” Dass jährlich 180 Milliarden (ja, Milliarden!)  Kleidungsstücke produziert werden, weiß kaum jemand. 

Was unterscheidet dich von anderen Bloggerinnen/Autoren zu dem Thema?

Ich betrachte das ganze Thema Nachhaltigkeit holistisch. Ich arbeite viel im Bereich Mode, in unserem Buch, meinen Texten oder Interviews geht es aber auch darum, dass wir unser Leben insgesamt nachhaltig gestalten müssen und der Wandel dann von alleine kommt. Ein einfaches Beispiel: wenn ich mich selbst zu viel Stress aussetze werde ich zwangsläufig kompensieren, für die meisten Menschen bedeutet das konsumieren. Alkohol, Süßigkeiten, Shopping - alles Dinge die in Maßen natürlich völlig fein sind, die, wenn sie aber als Ersatz zu einem ausgeglichenen Leben genutzt werden, schädlich für mich selbst und unser ganzes Ökosystem sind. Deswegen ermutige ich Menschen dazu, Nachhaltigkeit anders zu begegnen: wenn ich mich in meinem Leben wohl fühle, fällt es mir leichter, etwas für die Umwelt und andere Menschen zu tun, bzw. tue ich es automatisch. 

Sitzende Frau

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die nachhaltiger leben wollen?

Ich rate immer damit anzufangen, sich einen Überblick zu verschaffen, zum Beispiel mit einem Konsumtagebuch: Was kaufe ich und warum? Damit kann ich leicht herausfinden ob ich Käufe aus Frust, Belohnung oder wirklich bewusst mache. Das ist gut für die Umwelt aber auch für mich selbst, mein eigenes Selbstwertgefühl und natürlich auch den Geldbeutel. Gleichzeitig zeigt sich damit auch, in welchem Bereich am meisten Impact zu schaffen ist. Kaufe ich beispielsweise viel Kosmetik, lohnt es sich, Informationen zu sammeln und auf faire, nachhaltige Produkte umzusteigen. Nutze ich eh nur Seife und Mascara, dann hat es natürlich einen kleinen Impact und kann erst einmal so bleiben wie es ist. Für den einen ist es das Bad, für die anderen die Küche oder der Kleiderschrank. Dann ist der wichtigste Tipp, dass es um die Politik der kleinen Schritte geht. Ja, wir haben nicht viel Zeit, vielleicht auch gar keine mehr, aber es bringt nichts, wenn wir deshalb verzweifelt den Kopf in den Sand stecken oder an unserem eigenen Perfektionismus scheitern. Entscheidender ist, dass wir mit unseren kleinen Schritten Vorbilder für unsere Freunde und Familie werden können. Lokales Gemüse unverpackt vom Markt, Gemüselasagne statt Bolo, Fahrrad statt Auto. Wenn wir zeigen, was möglich ist, inspirieren wir andere. Und Inspiration ist das, was der Nachhaltigkeit aktuell fehlt. 

Welche Pläne für die Zukunft hast du?

Ich halte nicht viel von Plänen, ich versuche eher mit dem Flow zu gehen und auf mein Gefühl zu hören. Das hat bisher auch immer sehr gut funktioniert. 

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.) Und wo im wirklichen Leben?

Ich lebe seit einem Jahr in Rostock, weil ich die Ostsee sehr liebe. 

Meine Website ist www.theklawilkening.de und auf Instagram findet ihr mich ebenfalls unter @thekla_wilkening

Gibt es bei all den Büchern, die du gelesen hast, das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

Mit Sicherheit “Die unendliche Geschichte”. Mein Sohn hört das Hörbuch jetzt auch schon und liebt es und all die philosophisches Lebensweisheiten, die darin versteckt sind, offenbaren sich immer weiter mit jeder Erfahrung, die ich in meinem eigenen Leben mache. 

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Nein, so gar nicht. 

Hast du ein Lebensmotto? 

“Es hätt noch immer jot jejange” :) 

 

Frau mit Kleiderständer

Bist du glücklich? Wenn ja (was ich hoffe): was tust du dafür?

Ja sehr. Ich versuche jeden Tag im Hier und jetzt zu leben und die Vergangenheit sein und die Zukunft kommen zu lassen. Ich freue mich über kleine Dinge, verbringe so viel Zeit mit Freund:innen wie möglich und lese viel. 

Und zum Schluss: was möchtest du noch sagen?

Es gibt wirklich nichts an einem nachhaltigen Leben, was schlecht ist. Eine Welt, in der es weniger Autos, weniger Beton, weniger Müll, weniger Stress gibt - das klingt doch eigentlich ganz fabelhaft, nicht wahr? 


Liebe Thekla, also mich hast du definitiv inspiriert - und ich denke genau wie du, dass es die Macht der kleinen Schritte ist. "Better done than perfect" passt hier wunderbar! Dort anzufangen, wo es möglich ist und sich nach und nach Alternativen zu suchen, wo man etwas verändern kann. Denn das tut wirklich nicht weh, das kann ich nun aus eigener Erfahrung bestätigen! Danke dir für dieses wunderbare Interview und diesen Einblick in dein Leben!

 

Aufgeräumte Grüße,
Petra ❤


Regal

Auserlesenes | Februar

Ich freue mich sehr, dass ich Euch für den Februar tolle Bücher präsentieren darf - AUSERLESENES vom Feinsten!

Natürlich freue ich mich auch wieder über euer Feedback zu den Büchern und auch über Tipps zu Titeln, die ich unbedingt einmal lesen sollte! Ich darf übrigens einige der hier vorgestellten Titel verlosen! Alle Details des Gewinnspiels findet Ihr auf meinem Instagram-Profil. Macht mit, sichert euch wundervolle Bücher und habt Spaß am Lesen - gerade jetzt macht es daheim auf der Couch doch am meisten Spaß, oder?

Also: Los geht's!

AUSERLESENE BÜCHERLIEBE

"Wenn die Verpackungshüllen fallen ...." von Annemarie Miesbauer

volles EinkaufsnetzAnnemarie Miesbauer gelingt in ihrem Buch der Spagat zwischen wertvoller und zugleich erschreckender Theorie und sofort umsetzbare Praxis mit wundervollen Rezepten. Ich war z.T. echt fassungslos, was da alles ans Licht kam - dass Verpackungen sehr aufwändig, ressourcenvergeudend, umwelt- und menschenschädigend quasi für die Tonne produziert werden. Und nicht nur für den Müll, sondern für viele weitere Generationen nach uns ebenfalls als Altlast. Sie zeigt auf, wie leicht jede/r von uns selbst sofort anfangen kann. Vieles ist durch tolle Alternativen ersetzbar, vieles ist evtl. obsolet. Ein Umdenken ist gefragt und wird durch dieses Buch absolut angeregt.

Fazit: Tolle Rezepte, einfache Tipps, kein erhobener Zeigefinger sondern Anregungen, selbst in kleinen Schritten mitzumachen - "damit mehr von uns bleibt als unser Müll".

"Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich" von Tessa Randau

Blumenranken und TextIn Tessas Buch geht es um das Leben - und eben vier Fragen, die sich wohl jede/r von uns immer wieder stellen sollte. Vier Fragen, die die Macht und die Kraft haben, alles zu verändern, was man nicht (mehr) mag. Der innere Kompass, das Bauchgefühl, das Herz, die Intuition - es gibt wohl unzählige Begriffe für diesen wichtigen Gradmesser in uns - der genau weiß, was wir brauchen oder nicht, wie wir leben wollen. Auf ihn zu hören ist meines Erachtens die Kunst im Leben. Tessa schreibt eine wunderschöne Geschichte um diese vier Fragen herum, die eben alles verändern können. Wenn man sie sich ehrlich beantwortet. So wie die Protagonistin in ihrem Buch! Auch in mir haben sie so einiges aufgewühlt, v.a. die 4. Frage!

Fazit: Ich liebe Tessa Randaus Schreibstil, der fein und wortgewandt ist und mein Herz berührt! Eine tolle Geschichte fürs Herz, die auch dem Kopf und der Seele hilft, was will man mehr?

"Ordnungsquickies" von Dagmar Schäfer

Kleiderschrank ohne TürenDagmar Schäfer ist ein toller, praktischer Ratgeber zum sofort Anfangen gelungen! Sie nimmt in diesem Buch alle Bereiche des Wohnens genauestens unter die Lupe, um Schritt für Schritt auszumisten, eine schöne Ordnung zu schaffen und alles neu zu organisieren. Praktische Checklisten erleichtern das Anfangen, das Dranbleiben und bieten sofortige Erfolgserlebnisse. Dazu gibt es zahlreiche wertvolle Tipps zum Warum, wie Ordnung geschafft und v.a. auch gehalten werden kann. DIE Gebrauchsanleitung, wenn man keine oder nur eine grobe Ahnung hat, wo und wie man am besten anfangen soll! Sehr gelungen und sehr motivierend!

Fazit: Super Buch, um sofort selbst ins Tun zu kommen! Habe nach dem Lesen gleich mein Badezimmer neu organisiert, da ging noch einiges ;)

"Veronika beschließt zu sterben" von Paulo Coelho

Frau mit schwingendem RockDieses Buch von einem meiner Lieblingsautoren habe ich bereits 2018 gelesen. Um was geht es? Die junge Veronika lebt ein mittelmäßiges Leben, in dem sie weder glücklich noch unglücklich ist. Ob der Trostlosigkeit beschließt sie, sich durch eine Tablettenüberdosis umzubringen - und landet dummerweise in einer Irrenanstalt. Hier begreift sie so langsam, wie lebenswert das Leben eigentlich ist. Durch Untersuchungen dort erfährt sie, dass sie einen Herzfehler hat und tatsächlich zum Tode verurteilt ist und  ihr sogar nur noch wenige Tage bleiben, bevor sie stirbt. Das gibt den Ausschlag, ein Leben zu leben, in dem es kein Morgen gibt, sie verliebt sich, tut "verrückte" Dinge und genießt alles, was passiert!

Fazit: Tolles Buch das auf sympathische und humorvolle Art zeigt, dass doch eigentlich jede/r in seiner Welt lebt und irgendwie leicht verrückt ist! Lebe jetzt, wild und frei!


Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Lesen meiner „Auserlesenen“, bitte gebt mir doch gerne Feedback, falls Ihr schon etwas davon gelesen haben solltet bzw. eines der Bücher kaufen werdet!

Auserlesene Grüße,

Eure Petra ❤


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten! Als Bibliothekarin kann ich dir außerdem empfehlen, das Buch deiner Wahl in einer der zahlreichen öffentlichen Bibliotheken auszuleihen – das ist nachhaltig und schont alle Ressourcen – außerdem hast du hinterher kein Platzproblem und brauchst somit keinen Aufräumcoach 😉 Auch Buchhandlungen am Ort freuen sich sehr über deinen Besuch!  

** = Affiliate-Link: Viele der Bücher höre ich übrigens als Hörbuch von audible an, da ich so wunderbar nebenbei putzen und / oder aufräumen kann – also WIN – WIN, oder? Ich bin seit Jahren fleißiger Hörbuch-Hörer, gehe oft spazieren und lasse mir etwas „vorlesen“! Über den Link kannst du dir einen kostenlosen Probemonat inkl. 1 Hörbuch deiner Wahl sichern! 
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Naturprodukte

Nachhaltig leben

Naturprodukte

Neuer Monat, neue Challenge! Im Februar dreht sich alles um das Thema Nachhaltig leben. Die neue Challenge wird also genau darum gehen, wie ich nachhaltiger, umwelt- und ressourcenschonender leben kann.

Weshalb nun dieses Thema, das gefühlt gerade in aller Munde ist?

Ich habe in den letzten Wochen - gar Monaten - so viel zum Thema Nachhaltigkeit, Konsum, Plastikvermeidung, Veganismus, Minimalismus und Co. gesehen und gelesen (einige Bücher habe ich bei Auserlesenes vorgestellt) - weil sie mein Leben ganz schön verändert haben und mich sehr zum Nachdenken und Handeln angeregt haben.

Überhaupt verändern mich die Challenges ganz schön! Aber das war ja auch der Sinn der Sache! Ich bin so froh, dass ich mir jeweils 4 Wochen gebe, um diese neuen Gewohnheiten und Handlungen in meinen Alltag zu integrieren - da vieles davon wirklich neu ist, braucht es einfach etwas Zeit zur Umgewöhnung.

Angefangen hat meine Reise ja mit der No-Buy-Challenge im Oktober (hier habe ich nichts gekauft außer Lebensmitteln), weiter ging es mit der Minimalistischer-Leben-Challenge im November (in der ich sehr viel ausgemistet und dann verschenkt habe), dann kam die Achtsam-leben-Challenge im Dezember (auch hier spielten die Themen Ressourcen schonen, Konsum und  Nachhaltigkeit eine große Rolle), weiter ging es mit der Glücklich-Leben-Challenge im Januar (da las ich sehr viele Bücher zum Thema Glücklichsein, Nachhaltigkeit, Umwelt und schaute außerdem viele Dokus zum Thema an, zudem machte ich z.T. beim Veganuary mit, wo ich jeden Tag mit vielen Inputs zum Thema Veganismus versorgt wurde).

Nach dem Lesen des Buches von @einjahrimglas habe ich Annemarie Miesbauer interviewt - was mich beides sehr berührt hat! Daraufhin habe ich gleich zahlreiche Rezepte aus ihrem Buch für mich nachprobiert und abgespeichert. Im März gibt es übrigens noch ein Interview mit der lieben Anne von beachcleaner zum Thema, außerdem habe ich schon Nadine Schubert von Besser leben ohne Plastik interviewt. Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt mich also schon länger und noch viel länger!

 

Plastiksparende Dinge

Um was geht es also konkret in der Nachhaltig-Leben-Challenge?

  1. Dinge selbst herstellen
  2. Gute Alternativen zu herkömmlichen Produkten finden/testen
  3. Bewusster konsumieren (Nahrung, Gegenstände)
  4. Dinge in Frage stellen, die ich nutze
  5. Minimalismus noch weiter praktizieren
  6. Vegetarische/vegane Tage einplanen
  7. Noch weitere Dokus zum Thema Nachhaltigkeit ansehen (meine Watchlist wächst ständig) -> die Filmempfehlungen gibt es im Februar-Newsletter exklusiv. Falls du noch nicht angemeldet bist, kannst du dich vor dem 01.02.2022 noch schnell anmelden: https://aufraeumerei.de/#newsletter

Ich möchte euch außerdem im Februar auf Instagram mitnehmen, welche Rezepte ich teste, welche Bücher ich zu dem Thema lese, welche Accounts zur Inspiration ich empfehlen kann.

Schreibt mir doch gerne, wie Ihr das Thema Nachhaltigkeit lebt, ob es überhaupt ein Thema ist, welche Tipps und Tricks Ihr habt.

Aufgeräumte Grüße,
Eure Petra ❤


Bilderrahmen und Uhr

Bilderrahmen und Uhr

"Do more of what makes you happy". Dieser Spruch hängt in meiner Küche, gut sichtbar in einem schönen Rahmen. Gut sichtbar und dennoch habe ich ihn heute gefühlt zum ersten Mal gesehen. Oder einfach mit anderen Augen bzw. anderen Sinnen gelesen.

Do more of what makes you happy

Wie oft tun wir in unserem Alltag Dinge, die uns glücklich machen? Momentan läuft ja meine Glücklich leben - Challenge und ich bin mir gerade sehr bewusst darüber, was ich tue oder auch nicht. Ich hinterfrage gefühlt sehr viel in meinem Leben. Bestehendes wie Routinen, Freundschaften/Beziehungen, Alltagsverpflichtungen, meinen Morgen/Mittag/Abend - einfach alles. Habe ich mir zu viel aufgeladen? Zu viel vorgenommen? Wo bleibt eigentlich der Spaß bei all dem? Manchmal ist das Erwachsensein für mich eine Aneinanderreihung von To Dos, Spaß wird vertagt, dafür hab ich oft keine Zeit. Bäh, wie langweilig. Wenn mein Sohn das hier lesen würde (vielleicht tut er das eines Tages einmal) würde er sicher sagen: Chill mal Mama! Und wie Recht hätte er! Schließlich kommen wir hier alle nicht lebend raus, die Frage ist also: wie geben wir dem Leben mehr Leben? Mehr lustige und erinnernswerte Situationen. Ich möchte schließlich mal nicht auf meinem Grabstein stehen haben: Sie hat stets alle To Dos von der Liste erfüllt. Und sogar noch eins mehr! Nein. Was sollte denn darauf stehen?

Sie hat das Leben geliebt, war immer gut gelaunt und glücklich und hat sich Zeit genommen für das, was ihr wichtig war!

Die Frage ist also: Tun wir genug davon, was uns glücklich macht? Und lassen wir all das, was uns nicht glücklich macht? Eigentlich ist es doch total einfach, oder?

Tu mehr von dem, was dein Herz hüpfen lässt (nein, wir sprechen nicht von Herzrhythmusstörungen) und lass' all das weg, was deinem Herzen nicht gut tut. So einfach in der Theorie, so gut. So schwer in der Praxis?

Was kann man weglassen, so dass das Leben gefüllt ist von schönen Dingen/Erlebnissen/Momenten und an wen kann man es ggf. delegieren oder outsourcen? Sind wir zu perfektionistisch und stehen uns selbst im Weg? Also ich mir definitiv! Völlig überhöhter Anspruch (z.B. 1 Buch pro Woche lesen für meine Blogserie AUSERLESENES - das führt gerade dazu, dass ich unbedingt mal wieder in die Stadtbibliothek musste um mir Romane auszuleihen! Ich liebe lesen und das soll Spaß machen. Und Spaß macht ein Druck nicht. Zumindest mir nicht. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich so viele / wenige Bücher lese, wie ich eben Lust habe. Intuitiv. Ohne Zahl. Warum ich das mit dir teile? Weil ich sicher nicht perfekt bin und mir denke, dass ich - wenn ich offen und ehrlich drüber schreibe - vielleicht die eine oder andere von euch dadurch entspanne, indem ich euch an meinen Learnings teilhaben lasse! Als Folge daraus kann es also sein, dass es zukünftig bei Auserlesenes weniger veröffentlichte Rezensionen gibt. Vermutlich wird das nicht einmal jemandem auffallen außer mir, lustig irgendwie. So viel Stress for nothing). Aber Erkenntnisse hagelt es gerade von allen Seiten! Ich sehe es positiv. Alles passiert schließlich aus einem bestimmten Grund für uns.

Du siehst, einige Dinge (noch mehr außer dem Bücherthema, eben meine Gewohnheiten, Dinge im Haus, Abläufe, Verpflichtungen) stehen auf dem Prüfstand, das habe ich mir nun fürs Wochenende vorgenommen. Dinge/Situationen/Verpflichtungen und einfach alles einmal "anzufassen" und mich zu fragen, ob es noch passt für mich und mein Leben. Ob es mich eben (noch) glücklich macht. Oder eben nicht. Und wenn nicht? Naja, inzwischen solltest du mich kennen: dann wird es eben ausgemistet ;)

Wie ist es bei dir? Macht dich alles in deinem Leben glücklich? Und ja, ich frage bewusst ALLES. Weil ich finde, dass man sich nicht mit halbgaren Sachen abfinden muss. Es passt oder es passt nicht. Halbschwanger gibt es auch nicht.

Wenn es also nicht (mehr) passt, was steht jetzt an? Ich bin bereit für Neues! Und v.a. für mehr Leichtigkeit und Spaß!

Aufgeräumte Grüße,
deine Petra ❤

 

Frau mit Buch

Heute im Interview: 1 Jahr im Glas

Frau mit Buch

1 Jahr im Glas? Cooler Titel, oder? Der ist allerdings nicht auf meinem Mist gewachsen sondern bezeichnet das Projekt / Lebenswerk von Annemarie Miesbauer. Annemarie hat den Restmüll eines ganzen Jahres in einem 1,5 Liter Glas gesammelt und darüber auf ihrem Blog geschrieben. Außerdem hat sie dazu ein Buch veröffentlicht, das ich auch bei Auserlesenes auf meinem Blog im Februar präsentieren darf. Die Rezension findest du dann bei Auserlesenes.

Jedenfalls hat mich nach dem Lesen des Buches der Mensch hinter diesem Projekt interessiert und kurzerhand habe ich Annemarie dann angeschrieben und um ein Interview gebeten. And here it is. 

Wer bist du?

Mein Name ist Annemarie Miesbauer, ich bin Autorin meines Müllvermeidungsbuches: "Wenn die Verpackungshüllen fallen...", Volksschullehrerin und Mutter.

Stelle bitte kurz deine Mission vor und wie es dazu kam:

Durch eine Dokumentation ("Weggeworfen") bin ich auf das gravierende Problem der Müllproduktion aufmerksam geworden. Die Informationen über die "Vermüllung" unseres Planeten und die gesundheitlichen Schäden durch die Inhaltsstoffe der Verpackungen haben mir die Augen geöffnet und mir war in diesem Moment klar: da mache ich nicht mehr mit. Seit nun 8 Jahren beschäftige ich mich also damit, wie wir Verpackungen aus unserem Alltag verbannen können und welche Alternativen es gibt.

Frau mit Glas in der Hand

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Als der Abspann der Dokumentation auf meinem Fernseher lief war ich so geschockt und sprachlos, dass ich in diesem Moment beschloss: Da bin ich nicht mehr dabei. Da mache ich nicht mehr mit. Ich war von den Bildern und den endlosen Informationen so gepackt, dass ich sofort anfing meinen Kühlschrank und meine Schränke unter die Lupe zu nehmen und darüber nachdachte, was ich wie ersetzten könnte. Es war eine spannende Reise und es hat mich nicht gestresst - wie man vielleicht annehmen könnte - sondern ich fand es aufregend neue Wege zu finden und meinen Beitrag zu leisten.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Die Welt erstickt im Müll und wir sind dran Schuld - gleichzeitig können wir aber auch etwas ändern. Ja, müssen etwas ändern. Die gesundheitlichen Auswirkungen die all die Chemikalien in diversen Verpackungen auf unseren Körper (es wird angenommen, dass z.B. Weichmacher Allergien, Krebs, Unfruchtbarkeit uvm. auslösen können) und unsere Umwelt haben, haben mich extrem abgeschreckt und wachgerüttelt. Ist das eine Welt, die ich meinen Kindern hinterlassen möchte? Ich will, dass mehr von mir bleibt, als ein Haufen Müll.

Ich will, dass mehr von mir bleibt, als ein Haufen Müll
Annemarie Miesbauer

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

2014 gab es erst einen einzigen Unverpacktladen in Österreich. Ich hatte Glück - er war bei mir um die Ecke. So konnte ich relativ schnell meine Lebensmittel unverpackt beziehen. Schwierig waren Kleinigkeiten, wie Medikamente oder Toilettenpapier. Andere Dinge, die schwer zu finden waren habe ich umgestellt und Alternativen dazu gefunden. Wie zum Beispiel Abschminkpads aus Stoff, DIY Gesichtspflege, etc. Manche Dinge findet man nicht unverpackt - da frage ich mich immer noch: Brauche ich das wirklich? So konnte ich viele Produkte aus meinem Leben eliminieren, was teilweise meiner Gesundheit nicht geschadet hat oder meinen Geldbeutel aufatmen ließ.

Was unterscheidet dich von anderen Bloggerinnen/Autoren zu dem Thema?

Das finde ich schwer zu sagen. Ich bin in Österreich eine der ersten, die sich mit dem Thema auch öffentlich auseinandergesetzt hat. Ich habe außerdem mit Beginn meines Blogs ein Experiment gestartet: ich wollte ein Jahr lang nur so viel Müll produzieren, wie er in ein Einmachglas passte.

Lächelnde Frau

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die nachhaltiger/müllfreier leben wollen?

Nimm deinen Besitz und deinen Konsum unter die Lupe. Frage dich: Was brauche ich wirklich? und überlege, welche "Müllfallen" du in deinem Leben hast. Welche Lebensmittel, Hygieneprodukte oder Putzartikel kannst du ganz ohne Verpackung, in einer nachhaltigen Verpackung kaufen oder sogar selber machen? Umdenken ist gefragt, aber mit ein bisschen Übung und der richtigen Ausrüstung (also zum Beispiel Stoffbeutel oder eigene Behältnisse für deinen Käseaufschnitt) kann es jede:r schaffen, weniger Müll zu produzieren. Vielleicht hast du einen Unverpacktladen, einen Markt oder einen Bioladen in deiner Nähe und findest heraus, wie man Lippenbalsam oder Allzweckreiniger selber herstellt. Der Weg zu weniger Müll ist sehr individuell, aber mit einer Bestandsaufnahme, einer alternativen Einkaufsliste und den richtigen Einkaufsmöglichkeiten ist es auf jeden Fall machbar.

Welche Pläne für die Zukunft hast du?

Mein Bestes geben. Also: weiterhin ein so müllfreies Leben wie möglich zu führen. Zwar passt mein Müll mittlerweile nicht mehr in ein Glas, aber ich bemühe mich darin, meinen Kindern einen bewussten Zugang zu dem Thema zu lehren, indem wir auf die Verpackungen achten, Müll vermeiden und viele Dinge selber machen.

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.) Und wo im wirklichen Leben?

Auf meinem Instagramaccout @einjahrimglas bin ich am aktivsten und ich freue mich, wenn du mir dort folgst. Ansonsten kannst du dich gerne durch mein Jahr im Glas stöbern oder ein paar Tipps für Müllvermeidung mit Baby auf meinem Blog holen: www.einjahrimglas.at
Im echten Leben wohne ich mit meinen zwei Kindern und meinem Mann in Wien und genieße die Vorzüge, die mir die Großstadt bietet.

Gibt es bei all den Büchern, die du gelesen hast, das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

Ja, das gibt es. No Impact Man (Alles Öko!) von Colin Beavan. Darin wird nicht nur Müllvermeidung behandelt, sondern er erzählt von seinem Selbstversuch, so nachhaltig und umweltschonend wie möglich zu leben und seinen ökologischen Fußabdruck auf Null zu bringen. Sehr interessant und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Ich packe meinen Koffer und nehme mit... Das Spiel kennt sicher jede:r. Für mich ist vorbereitet sein das A und O der Müllvermeidung. Ich achte also darauf, dass ich immer meine Trinkflasche, einen Stoffbeutel und ein Einkaufssackerl mit dabei habe. Das klingt vielleicht banal, aber es hilft mir tagtäglich Müll einzusparen.

Sitzende Frau

Hast du ein Lebensmotto?

"Es geht nicht ums HABEN, sondern ums SEIN."

Bist du glücklich? Wenn ja (was ich hoffe): was tust du dafür?

Ich finde glücklich sein wird überbewertet. Es ist ein Ideal, das manchmal so fern und unerreichbar scheint. Manchmal fühlt man sich von der Gesellschaft unter Druck gesetzt, glücklich zu sein. Man hat ja alles was man braucht. Aber was braucht man? Und wer darf das entscheiden? Es gibt immer wieder Momente, in denen ich glücklich bin. Aber sonst reicht es mir auch zufrieden zu sein. Und dankbar. Für das leise Atmen meiner schlafenden Kinder. Für ein gutes Buch in meiner Hand. Für einen stressfreien Arbeitstag oder ein gut gelungenes Abendessen. Für ein Frühstücksdate mit einer Freundin oder einen inspirierenden Museumsbesuch. Vielleicht ist Zufrieden sein mein Glück. Was ist deins?

Und zum Schluss: was möchtest du noch sagen?

Hab noch einen schönen Tag. Und nicht vergessen: Du schaffst das!

 


Vielen Dank für dieses tolle Interview liebe Annemarie! Du bist ein Vorbild, einige deiner im Buch vorgestellten Rezepte (z.B. für Puder, Deo, Aufläufe) habe ich schon getestet und werde sie in meinen Alltag integrieren. Du hast mich "angesteckt" im positiven Sinne. Solche Menschen braucht die Welt da draußen, die mutig vorausgehen und das, was sie stört und sie nicht mehr länger ertragen können, verändern. Vielen Dank!

Herzliche Grüße,
Petra  ❤


Regal

Auserlesenes | Januar

Auch der Januar bringt wieder viele wunderbare Bücher mit sich, die ich euch heute präsentieren möchte! Seid gespannt auf AUSERLESENES.

Natürlich freue ich mich auch wieder über euer Feedback zu den Büchern und auch über Tipps zu Titeln, die ich unbedingt einmal lesen sollte! Ich darf übrigens alle der hier vorgestellten Titel verlosen, ein Bücherpaket vom Feinsten erwartet euch! Alle Details des Gewinnspiels findet Ihr auf meinem Instagram-Profil. Macht mit, sichert euch wundervolle Bücher und habt Spaß am Lesen - gerade jetzt in der kalten Jahreszeit ist doch die beste Zeit dafür, oder?

Also: Los geht's!

AUSERLESENE BÜCHERLIEBE

"Konsum - Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen" von Carl Tillessen

LkwWow! Carl Tillessen ist hier ein spannender Konsum-Krimi gelungen, der sicher keiner werden sollte. Aber die Wahrheit und das Aufdecken dieser hat es eben manchmal in sich. Carl nimmt Stellung zu Globalisierung und Digitalisierung in Verbindung mit Konsum, er deckt Tatsachen schonungslos auf. Dies gelingt ihm erschreckend augenöffnend! Nakte Fakten, weshalb wir kaufen (was wir eigentlich gar nicht brauchen, aber manchmal einfach um des Kaufen Willens), auf welche Strategien wir allesamt hereinfallen, weshalb wir Konsumopfer sind, was Social Media für eine (viel zu große) Rolle spielt und welche Wege es aus diesem Konsum(pf) gibt. Kleiner Spoileralarm: Nichts für schwache Nerven! Unser Geld als Stimme dafür, wie Dinge produziert werden, wie Menschen dafür arbeiten und wer daran wie viel verdient - das ist uns bekannt, aber nicht in diesem Maße!

Fazit: Toller Wachrüttler für uns Kaufende, auch für die, die denken, bereits sehr nachhaltig zu konsumieren. Rückt zukünftige Kaufentscheidungen in ein neues Licht!

"Glaubenssätzen auf der Spur" von Nicole Truchseß

blaue SchriftNicole Truchseß beschreibt in ihrem Buch zahlreiche "Hirngespenter" (übrigens ein sehr netter Begriff für alte "Wahrheiten") in Form von unterschiedlichsten Glaubenssätzen. Glaubenssätze sind oft sehr schwer aufzuspüren, da wir ja - wie das Wort schon vermuten lässt - daran glauben und sie Teil unserer Lebenswahrheit sind. Diese also als solche zu identifizieren und dann die uns nicht (mehr) dienlichen für uns zu drehen gelingt Nicole auf sehr humorvolle Art und Weise anhand zahlreicher Beispiele, die mich oft schmunzeln ließen (im Sinne von: ertappt!). V.a. die vielen praktischen Übungen zum positiven Verändern der alten Wahrheiten fand ich sehr hilfreich, so dass einige dieser alten Hirngespenster nun endgültig gehen durften, was sehr viel mit bewusst-machen und bewusst-werden zu tun hat.

Fazit: Ein tolles, hilfreiches Buch, um sich seiner alten Glaubenssätze bewusst zu werden und sie für sich zum Positiven zu verändern. V.a., weil ich mir bisher immer nur in einzelnen Lebensbereichen die Sätze "angeschaut" habe, noch nie im Kompletten.

"Ausgebalanced" von Prof. Dr. Daniela Elsner

KreiseDaniela Elsner beschreibt in ihrem Buch, weshalb eine "Work-Life-Balance" im uns bekannten Sinne nicht funktionieren kann. Sie ist ein Fan von Patchwork, schneidert sich ihr Leben sozusagen selbst. Dieses Tailor-your-Life-Prinzip ist ein für jeden passendes individuelles Lebenskonzept, das mich sehr anspricht. Elsner, selbst berufstätig und Mutter, weiß, wovon sie schreibt - das merkt man ab der ersten Seite. Dieses Konzept ist sehr durchdacht und auf jeden einzelnen Menschen anpassbar: eine Mischung aus sofort umsetzbaren praktischen Tipps, Zeitmanagementstrategien, Motivationsbooster, Visualisierung als Tool, ein Ausflug in die Kommunikation, Singletasking statt Multitasking, voller Fokus auf Ziele (die es gleich in der Praxis zu erarbeiten gilt, schließlich sind sie das WARUM) und sehr viel Mindsetarbeit. Das Buch kam für mich zum Jahresbeginn wie gerufen - alles einmal überdenken, so dass einige Punkte meiner (zugegeben sehr ambitionierten) Liste gehen durften.

Fazit: Tolles Buch für alle, die das Gefühl haben, viel zu viele Bälle in der Luft zu jonglieren und keinen Ausweg daraus sehen. Nach dem Lesen werden einige unwichtige Bälle verschwinden und das Ziel des entspannteren Alltags rückt in greifbare Nähe.

"Finanzen - Freiheit - Vorsorge" von Claudia Müller

Frau mit BaumIn diesem Buch beschreibt Claudia Müller den Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Das v.a. sich an Frauen gerichtete Werk greift verschiedene wichtige Schritte systematisch auf - von der Sinnhaftigkeit, sich überhaupt (endlich) mit seinen Finanzen zu beschäftigen, weshalb Frauen andere Strategien benötigen als Männer, welche Glaubenssätze uns evtl. noch hindern, was es mit einer kurz-, mittel- und langfristigen Planung auf sich hat, wie wir sofort mit all dem erlernten Wissen in die praktische Umsetzung kommen uvm. Ihr gelingt es dabei, uns humorvoll und direkt aus der Praxis mitzunehmen, ihre Erfahrung spürt man in jedem Kapitel deutlich.

Fazit: Gutes Basiswissen für Frauen, die sich noch ganz am Anfang befinden und nun endlich ihre Finanzen in die Hand nehmen wollen.

„Das Bio-Pizza Dilemma" von Thekla Wilkening/Robin Haring

Pizza

Thekla Wilkening und Robin Haring ist ein phantastisches Buch gelungen, das einen Rundumschlag auf allen Gebieten macht - im positiven Sinne! Wachrüttelnd, so dass man nicht mehr wegschauen will. Und sich gleichzeitig fragt, weshalb man all die wagen Vermutungen nicht schon längst vorher hinterfragt sondern stillschweigend geduldet hat, DAMIT man nichts an seinem eigenen Konsum- und Lebensverhalten ändern muss. Fundiertes, gut recherchiertes Hintergrundwissen in so vielen Bereichen lassen das Buch in einem Atemzug verschlingen. Man will, nein: man muss wissen, was man trotz allem selbst tun kann, obwohl so viel weiter "oben" geregelt werden müsste. Und plötzlich wird klar, dass bei uns selbst genau die richtige Stelle ist. Konsumverhalten, Flesichproduktion, Mode, Plastik, Wasser ... Alles hängt zusammen! Und wurde mir durch dieses Buch deutlich gemacht.

Fazit: Ein Augenöffner, der Schullektüre werden sollte. Um Dinge zu hinterfragen, um nicht stillschweigend alles hinzunehmen, um aufzustehen und sich zu wehren für eine bessere Welt.


Nun viel Spaß beim Lesen meiner „Auserlesenen“, bitte gebt mir doch gerne Feedback, falls Ihr schon etwas davon gelesen haben solltet bzw. eines der Bücher kaufen werdet!

Auserlesene Grüße,

Eure Petra ❤


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten! Als Bibliothekarin kann ich dir außerdem empfehlen, das Buch deiner Wahl in einer der zahlreichen öffentlichen Bibliotheken auszuleihen – das ist nachhaltig und schont alle Ressourcen – außerdem hast du hinterher kein Platzproblem und brauchst somit keinen Aufräumcoach 😉 Auch Buchhandlungen am Ort freuen sich sehr über deinen Besuch!  

** = Affiliate-Link: Viele der Bücher höre ich übrigens als Hörbuch von audible an, da ich so wunderbar nebenbei putzen und / oder aufräumen kann – also WIN – WIN, oder? Ich bin seit Jahren fleißiger Hörbuch-Hörer, gehe oft spazieren und lasse mir etwas „vorlesen“! Über den Link kannst du dir einen kostenlosen Probemonat inkl. 1 Hörbuch deiner Wahl sichern! 
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Frau mit ausgestreckten Armen

Glücklich leben

Frau mit ausgestreckten Armen

Neuer Monat, neue Challenge! Sogar für ein neues Jahr, wie schön, dass es dann genau diese Challenge geworden ist: Nämlich glücklich leben! Was für ein tolles Thema, ein toller Vorsatz, oder? Letztendlich drehen sich all meine 12 Veränderungs-Challenges genau darum, um ein entspannteres, leichteres und glücklicheres Leben. Aber Schritt für Schritt.

Was bedeutet denn eigentlich glücklich leben?

Diese Frage beschäftigt mich schon seit vielen Jahren. Immer wieder, eigentlich jeden Tag. Seit ich den Minimalismus für mich entdeckt habe, geht es genau darum, leichter zu leben, frei von Ballast und unnötigen Dingen und Verpflichtungen. Alles abwerfen, was mich eben NICHT glücklich macht, damit das bleibt, was mich glücklich macht. Eigentlich ziemlich logisch und einleuchtend, finde ich.

Aber soweit zur Theorie. In der Praxis ist das oft gar nicht so leicht, das weiß ich selbst nur zu gut. Bei meinen Aufräumcoachings unterstütze ich ja zahlreiche Frauen dabei, sich von eben diesem sie unglücklichmachendem Ballast zu befreien. Dabei gibt es natürlich nicht DIE eine Formel, nach der sich jede richten kann. Weil es zu individuell ist, weil wir alle - zum Glück - anders ticken und andere Dinge benötigen bzw. auch nicht. Aber wenn ich es auf einen oder wenige Sätze reduzieren müsste, würde ich sagen:

Behalte das, was dir ein Lächeln ins Gesicht und ein gutes Gefühl ins Herz zaubert (oder das, was du brauchst, damit du glücklich lächeln kannst).

Im Wesentlichen habe ich mir folgende Punkte überlegt, die mich glücklich machen:

  1. Kontakte zu den Menschen pflegen, die ich mag und mit denen ich eine tolle Zeit verbringe
  2. Die Dinge um mich herum haben, die mich glücklich machen - der Rest kann weg
  3. Rituale etablieren, die mir gut tun und mich stärken (Hobbys, Sport, Lesen, Pausen ...)
  4. So arbeiten, dass es mir Spaß und Freude macht - das Geld kommt dann von ganz alleine
  5. Voll und ganz auf mein Bauchgefühl hören - es weiß genau, was gut für mich ist
  6. Get Shit done

 

Kontakte zu den Menschen pflegen, die ich mag und mit denen ich eine tolle Zeit verbringe

Dass es mir nicht um Dinge geht, sondern um Menschen, habe ich schon einige Male geschrieben hier auf dem Blog. Letztendlich sind sie das in meinem Leben, für das ich lebe. Meine Menschen (mein Sohn, meine Familie, mein Freund, meine Freundinnen) erfüllen mich. Für sie will ich mir immer Zeit nehmen, das ist meine persönliche Jahreschallenge in diesem Jahr 2022. Herzenszeit nenne ich sie. Mich jeden Tag einem Menschen voller Herz, ungeteilter Aufmerksamkeit und Liebe widmen. Mich erkundigen, wie es ihm/ihr wirklich geht, an der Mimik / Körpersprache / Stimme hören und sehen, ob das nach außen getragene stimmt. Wie oft sagen wir schnell dahin, dass "es uns gut geht". Will die Nachbarin im Einkaufsmarkt wirklich die Geschichte hören, will man sie ihr überhaupt erzählen? Eher nicht. Und das ist ok so. Aber Freundinnen will ich erzählen dürfen, wie es mir wirklich geht. Und wissen, was bei ihr gerade so ansteht, wie es den Kindern geht, wie es mit dem Mann läuft. Und dafür will ich mir immer genügend Zeit nehmen. Im letzten Jahr kam das oft vor lauter Arbeiten und Planen und mit den Gedanken schon woanders sein oft etwas zu kurz. Aber genau das macht mich aus, das habe ich mir vor Jahren auf die Fahne geschrieben - ich bin eine gute Freundin! Ich weiß um Termine, Deadlines, Hochzeitstage, Geburtstage sowieso und Co. Bescheid. Ich rufe an zum Geburtstag, schicke keine Sprachnachricht oder WhatsApp, ich melde mich. Und wenn es kurz ist. Ich bin da für sie! Weil mich das erfüllt, weil mir das gut tut, weil ich mich freue, für meine Menschen da zu sein. Also ist Herzenszeit auch der Punkt Nummer 1 meiner glücklich leben - Liste.

Die Dinge um mich herum haben, die mich glücklich machen - der Rest kann weg

Das Gute an den bisherigen Challenges nobuy (Oktober) und minimalistischer leben (November) ist, dass ich schon so viel ausgemistet habe und nur noch das besitze, was mich aktuell glücklich macht. Ich gehe durch mein Haus und kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich umgeben bin von den Gegenständen, die ich sehr gerne mag. Die ich bewusst ausgewählt habe. Weil wir immer eine Wahl haben. Man muss nichts behalten, was uns nicht glücklich macht, sondern vielleicht ein schlechtes Gewissen, weil wir es nicht nutzen, obwohl es teuer war, wir es noch nie verwendet haben oder what ever. Und diese Wahl genieße ich schon sehr. Auszuwählen, was ich mag, was ich gerne nutze, anschaue, brauche. Und davon mache ich gerne Gebrauch. Also ausmisten, was das Zeug hält, weil ich damit Zeit statt Zeug verbinde, weil weniger definitiv mehr ist, weil das Aufräumen und Putzen daheim schneller geht, wenn weniger rumsteht und -liegt, weil meine Gedanken nicht an irgendwelchen Dingen hängen bleiben, um die ich mich auch mal kümmern müsste. Dieses Kümmern bindet so viel Energie, ich glaube, das kann man erst verstehen, wenn man sich nicht mehr kümmern muss. Es ist absolut befreiend, seine Zeit am Samstag nicht mit ausmisten, aufräumen und Co. zu verbringen. Sondern mit ausschlafen, Ausflügen oder was auch immer. Also macht mich ausmisten (und v.a. das Endergebnis davon) echt glücklich, cool, oder?

Rituale etablieren, die mir gut tun und mich stärken (Hobbys, Sport, Lesen, Pausen ...)

Dieser 3. Punkt auf der Liste war ja klar ;) Ich liebe Gewohnheiten, vielmehr noch die Rituale, die ich bewusst gewählt habe, weil sie mir gut tun, weil ich dadurch Gutes für mich tue, über was ich nicht großartig grübeln muss - weil ich es einfach tue. Viel TUN in diesen Sätzen, ja, weil Rituale wirklich etwas damit zu tun haben (uups, da war es schon wieder). Also eben ins Handeln zu kommen, weg von den Überlegungen, was gut wäre, was man mal machen könnte usw. In die Umsetzung kommen. Weil wir ohnehin schon alle Theoriemeister sind (jeder weiß genau, dass man gesund essen sollte, sich ausreichend bewegen und auch Ruhepause gönnen sollte, dass Rauchen ungesund ist, zu viel arbeiten und online sein auch usw.) Wie viele Menschen halten sich dennoch nicht an alles? Ich inklusive! Also gilt es, diese Erkenntnisse für sich ins Leben zu bringen, sie zu machen, und das am Besten sehr oft. Immer, wenn es mir in den letzten Jahren an Zeit gemangelt hat (sehr lustig, ich hatte nämlich dennoch auch 24 Stunden wie alle anderen Menschen auch) - ich sie jedoch für Dinge verschwendet habe, die es oft nicht wert waren, habe ich die Rituale weggelassen, die mich vermeintlich Zeit kosten (lesen, baden, früh ins Bett, ein Tag in der Therme usw.). Daran habe ich dann Zeit "gespart", was genauso wenig geht wie vorschlafen oder am Stück 3 Liter Wasser trinken, weil man zu wenig hatte über den Tag. Es geht eben nicht darum, im Urlaub/am Wochenende mal Gutes zu tun, sich mal Pausen zu gönnen, mal zu lesen. Sondern sich im Alltag diese Dinge, die einem so gut tun, als notwendige Seelenpflege zu gönnen, DAMIT es einem gut geht. Und deshalb ging es mir in dieser Zeitsparzeit auch nicht gut, weil ich die Gewohnheiten weggelassen habe, DIE dafür sorgen, DASS es mir gut tut. Das habe ich zum Glück erkannt und kann immer besser für mich sorgen. Deshalb lese ich nun jeden Tag, kuschel dabei mit der Katze auf dem Schoß, telefoniere mit Freundinnen oder treffe sie persönlich, gönne mir regelmäßig meine Badewanne mit Maske und entspannter Musik, nehme mir Auszeiten vom Alltag (stundenweise), habe meinen arbeitsfreien Sonntag eingeführt, gehe immer öfter offline, gehe mindestens zweimal pro Woche laufen mit meiner Freundin, nehme mir 1 Thermentag pro Monat usw. Das macht mich alles sehr, sehr glücklich. Außerdem plane ich mir für jeden Tag ein Highlight, auf das ich mich freue. Das kann eins von den oben genannten Dingen sein, außerdem aber auch ein leckerer Tee, ein Kinobesuch, Badminton spielen mit meinem Freund, ein Wochenende zu zweit wegfahren, ein neues Rezept ausprobieren und noch so einiges mehr. Darüber werde ich im nächsten Jahr mal etwas mehr schreiben, ok?

So arbeiten, dass es mir Spaß und Freude macht - das Geld kommt dann von ganz alleine

Im letzten Jahr war ich gedanklich wirklich sehr viel bei der Aufräumerei - im wahrsten Sinne des Wortes. Ständiges Grübeln, wie es noch besser ginge, wie ich für euch noch mehr und noch besseren Content liefere, was noch effektiver gestaltet werden kann usw. Stresst mich schon wieder, wenn ich es nur hier aufschreibe. An meinem letzten Thermentag an meinem Geburtstag habe ich wieder ein Resümee gezogen, was im letzten (Lebens-)Jahr gut gelaufen ist (sehr, sehr viel) und auch darüber, was nicht so gut gelaufen ist und ich besser machen möchte (leider auch sehr viel). Aber ich sehe das gar nicht verbittert, sondern es sind ja gerade diese Learnings, an denen ich wachse. Weil es dadurch besser und leichter wird. Und viele der Sachen, die eben nicht so gut gelaufen sind, stressen mich. Und Stress ist etwas, was ich im negativen Sinne definitiv nicht mehr möchte. Er war sehr oft hausgemacht, von mir und meinen Erwartungen geschürt. Noch besser und schneller und höher zu kommen, mehr zu wachsen und erfolgreicher zu werden. Und dabei ist die Aufräumerei mein Herzensprojekt, das ich wirklich voller Liebe und Hingabe mache. Und zwar nebenbei. Als mein Nebenbusiness. So bin ich gestartet und so will ich es weitermachen. Weil ich ja hauptberuflich noch einen Job habe, den ich ebenfalls sehr liebe. Und weil das so bleiben soll. Ein Hauptjob und ein Sidebusiness - in dem die Energie und die Zeit genauso aufgeteilt werden sollen, wie es sich dafür gehört. Gedanklicher Stress (vielleicht kennst du das auch?) ist echt besch... Und deshalb habe ich beschlossen, dass ich diesen so nicht mehr möchte. Dass ich in der Aufräumerei weiterhin Frauen dabei helfe, ihr Leben aufzuräumen, im Innen und im Außen, genauso, wie ich das für mein Leben gemacht habe und immer noch praktiziere. Aber eben auch nur noch mit den Frauen, die wirklich motiviert dazu sind, die sich entschieden haben, dass sich etwas verändern muss, wenn sich etwas verändern soll. Und dass ich unterstütze, aber niemals zerren kann, dass ich die Hand reiche, aber nicht mehr den ganzen Arm, dass es aus ihnen kommen muss, nicht alle Energie von mir. Das klingt vielleicht sehr kryptisch an dieser Stelle, aber für mich war es DIE Erkenntnis. Ich will nur noch mit intrinsisch motivierten Frauen arbeiten und dann - HELL YES! Dann rocken wir das Leben neu! Ein "ich müsste mal ausmisten, ich weiß aber nicht genau, ob ich das wirklich will. Weil ich kann mich eh von nichts trennen" wird es bei der Aufräumerei nicht mehr geben. Zu oft habe ich Energie in etwas gesteckt, wo sie verpufft ist, wo es unnötig ist, wo ich mich zu sehr um unnötige Details gekümmert habe. Damit ist jetzt Schluss. Ich bemerkte das Pareto-Prinzip im negativen Sinne, nämlich dass ich für die Kür (also die restlichen 20 %) wirklich 80 % meiner Energie verbrauchte. Was wirklich sehr ermüdend und z.T. frustrierend war. Aber ich sags ja: Erkenntnissen sei Dank! Ich habs erkannt! Und dann macht es wieder mehr Spaß und nach dem Gesetz der Anziehung, ein Naturgesetz, das nie versagt, zieht man einfach mehr von dem an, was man ausstrahlt. Lächle, und sie lächeln zurück. Gib und dir wird gegeben. Das heißt für mich, mich auf das zu konzentrieren, was ich wirklich mag in meinem wundervollen Sidebusiness. Coachen und schreiben! Davon bekommt Ihr bald mehr! Denn mein Buch ist schon in the making. Weil ich schreiben nun mal liebe, weil ich beim Schreiben wunderbar denken und ordnen kann, weil das mein Ausdruck meiner Kreativität ist. Und dass ich gerne coache, es liebe, die richtigen Fragen zu stellen (die man sich selbst oft nicht so gerne beantwortet), meine Ärmel hochzukrempeln und mit anzupacken, zu sehen, wie die Augen der Frauen leuchten, wenn die Wohnräume immer mehr zu Wohnträumen werden, wenn Ordnung und Struktur im Außen einzieht und gleichzeitig das Innen sowas von verändert, brauche ich denen nicht zu sagen, die mich während der Aufräumsessions erleben. DAS macht mich sehr glücklich! Und davon will ich mehr! Außerdem beginne ich dafür im März eine weitere Coachingsausbildung, um noch besser unterstützen zu können, mit noch mehr Tools und Fragen im Gepäck - für die, die wirklich etwas verändern wollen in ihrem Leben!

Voll und ganz auf mein Bauchgefühl hören - es weiß genau, was gut für mich ist

Wenn ich etwas in diesem Jahr gelernt habe, dann: mein Bauchgefühl weiß genau, was gut für mich ist. Der Verstand saß lange genug am Steuer. Ich habe eine tolle Geschichte über Verstand und Bauchgefühl gelesen. Und der Verstand denkt, dass er der bessere Fahrer ist. Sitzt am Steuer, lenkt, fährt, macht wie er es eben kennt. Und versteht mich nicht falsch: er hat bis hierher einen echt guten Job gemacht. Hat mich zuverlässig hierher gefahren, hat manche Hürden umfahren, hat Umwege in Kauf genommen. Und das echt gut. Aber um "weiter" zu kommen, um eben leichter und glücklicher zu leben, ist er eher der Bremser. Auf voller Strecke bremst er mich. Das macht das Leben eben nicht leichter und unbeschwerter, sondern ernster, schwerer, anstrengender. Und deshalb darf der Verstand nun auf den Beifahrersitz wechseln und an das Bauchgefühl, die Intuition übergeben. DIE Intuition, eine weibliche Energie darf nun ans Ruder, darf eine größere Rolle in meinem Leben spielen, weil ich es zulassen möchte. Weil die männliche Energie, das planerische, DER Verstand eben lange genug die Hauptrolle gespielt hat. Und zwar sehr gut, und weil es echt nötig war. Als ich damals als Alleinerziehende plötzlich alles alleine stemmen musst, war viel zu organisieren, auf die Reihe zu bringen und deshalb hat das gepasst. Und nun passt es eben nicht mehr, weil alles geregelt ist. Nun darf die Intuition, das Bauchgefühl übernehmen. Sie waren immer da, hatten aber nicht allzu viel zu sagen. "Außer" bei den wichtigen Dingen (als ich "wusste", dass ich mich trennen muss um wieder glücklich zu sein, als ich die Aufräumerei gründete, obwohl viele dagegen waren, als ich mich für meinen Partner entschieden habe, weil da einfach dieses unglaubliche Gefühl da war). Also alles WICHTIGE, lebensverändernde und Gute hat die Intuition gewusst. Und nun will ich dieser noch viel mehr vertrauen, das Gefühl, das sagt, dass alles gut und leicht wird unterstützen und auf diese Impulse hören, die viel mit Leichtigkeit, Spaß und Freude zu tun haben, folgen. Klingt sicher noch etwas schwammig für dich, oder? Wie gesagt, es ist eben ein Gefühl, dem ich sehr vertraue, das immer wärmer und größer wird, je mehr ich darauf höre. Und so viel in Frage stellt, weshalb ich vorher so viel auf den Verstand gesetzt habe. Aber wie gesagt: ohne Reue. Alles ist gut so, wie es ist. Alles musste so kommen, alle Erfahrungen haben mich hierher gebracht, mich zu der gemacht, die ich bin (und die finde ich ziemlich gut!). Davon werde ich sicher in 2022 noch mehr berichten, weil es so richtig und an der Zeit ist!

Get Shit done

Frau mit Rucksack

Für diesen letzten Punkt auf meiner Liste wird es bald noch etwas mehr ausführlicheren Inhalt geben, aber so viel sei gesagt: Dinge zu erledigen, die erledigt werden müssen, gibt einem ein unglaublich gutes Gefühl. Sich dem zu stellen, was nun mal getan werden muss, ohne es (weiterhin) zu verschieben - ohne Ausreden und Kompromisse - ist mit mein kraftvollstes, wirksamstes und wichtigstes Tool EVER. Das zu tun, was auf dem Plan steht, unangenehmes nicht weiter vor sich herzuschieben sondern anzupacken gibt dir die Macht über dein Leben. Weil du Dinge angehst, sie an der Wurzel packst und tust. Ins Handeln kommst, weg von der Theorie (z.B. als Punkt auf deiner Liste) in die Praxis, diesen mit einem Glücksgefühl zu streichen. Und ein für allemal erledigt zu haben. Weil ein nichterledigen und vor sich herschieben so viel Stress macht, dich sehr viel Energie kostet und bindet, anstatt diese auf wichtigere Dinge konzentrieren zu können. Deshalb schreibe ich mir natürlich weiterhin To Do - Listen und bearbeite sie einfach dann am Tag, wann ich Lust darauf habe. Das ist meist in der Früh, weil ich da am Motiviertesten bin, weil ich ein Frühaufsteher bin. Ich mag es z.B. sehr gerne, meinen Haushaltsstuff gleich vor der Arbeit zu erledigen. Weil ich nämlich nach der Arbeit keine Lust mehr dazu habe (wie vermutlich die Meisten von uns, oder?) Weil ich dann müde bin, mich gerne mit der Katze in den Sessel kuschel und einen Tee trinke. Weil dann mein Tagwerk geschafft ist und der Körper und der Geist ihre wohlverdiente Ruhe brauchen. Und ich sie ihnen geben kann. Ich finde, wenn wir unseren Biorhythmus gut kennen und intuitiv danach handeln, ist das schon ein super guter Schritt, genau das zu tun, was uns gut tut. Ab 20 Uhr ist bei mir dann Feierabend, bis dahin ist die Küche nach dem Essen aufgeräumt, Wäsche verräumt und alles getan, was ich mir für diesen Tag vorgenommen habe. Weil eben die Pausen und das Nichtstun genauso dazu gehören wie das Fleißigsein.

Feierabend genießen

Get SHIT Done macht es mir möglich, diesen Feierabend und die Auszeiten auch wirklich zu genießen. Weil mich nichts mehr belastet, weil ich vor der Welle bin. Das habe ich mal bei Madame Moneypenny gelesen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. Sie beschrieb dort, dass sie oft am Dienstag Abend vor dem Mittwochsnewsletter (übrigens einer von wenigen, die ich abonniert habe und super gerne lese) wirklichen Stress hatte, weil sie nicht wusste, was sie am nächsten Morgen versenden solle. Als sie irgendwann beschlossen hat, dass sie diesen Stress nicht mehr möchte, hat sie mehrere Newsletter vorgeschrieben und war damit seitdem vor der Welle. Vor der Welle klingt für mich seitdem für ein Vorplanen, für ein Vorbereitetsein, für aktiv und selbst gestalten, wann ich etwas tue, so dass mich die Welle eben nicht einholt und überrascht und stresst. Und genau diesen Stress (you remember von meinem Thermentag) will ich genau vermeiden. Zumindest so einen hausgemachten. D.h. Blogartikel werden vorgeschrieben und datiert, Beiträge für Social Media auch z.T., die Steuererklärung wird absolut pünktlich gemacht, Rechnungen werden sofort bezahlt, wenn ich sie erhalte, eine Einkaufsliste wird dann ergänzt, wenn etwas ausgeht, Vorsorgetermine bei Ärzten werden terminiert und wahrgenommen usw. Das ist für mich SHIT, den ich im Griff habe. Und falls du nun fragen solltest, was mit SHIT ist, der unerwartet kommt? Der kommt eben, das nennt man Leben - und das liebe ich und reagiere spontan und ungestresst, weil all das, was ich machen kann, erledigt ist. Wie klingt das für dich ? Habe ich dich ebenfalls für GET SHIT DONE begeistert? Stay tuned, da kommt noch was, versprochen!

 

Im Januar geht es also genau um diese Punkte auf meiner Glücklich-leben-Liste, die ich immer mehr in meinen Alltag einbauen möchte. Dinge, die mir gut tun noch mehr tun und das, was mir nicht so gut tut, reduzieren.

Für mich klingt das nach einem super Plan! Die achtsamleben-Challenge im Dezember hat mich genau dazu geführt, perfektes Timing würde ich sagen. Durch ein bewussteres Leben im Dezember weiß ich nun noch mehr, wie mein glücklicheres, leichteres und entspannteres Leben aussehen darf!


Wie ist es bei dir? Bist du in einigen Punkten mit dabei? Oder komplett? Oder gar nicht? Alles ist ok - es ist ja dein Leben. Und mein Leben wird von meinen Gedanken, Plänen und Handlungen bestimmt und ich liebe das so sehr, das alles selbst gestalten zu können, nach meinen Vorstellungen und Wünschen!

Glückliche Grüße für dich,
Deine Petra ❤


Akkustand

Stressprävention | Gastartikel von Julia Bäumler

Heute gibt es einen Gastartikel zum Thema Stressprävention von meiner lieben Freundin Julia Bäumler von Mind and Motion. Julia und ich sind nicht verwandt, heißen nur "zufällig" gleich ;) Naja, jeder, der mich kennt, weiß, dass ich absolut nicht an Zufälle glaube. Julia und ich sind Herzensfreundinnen, seelenverwandt, telefonieren mindestens einmal pro Woche, da kommen uns während der Gespräche immer die besten Ideen und Erkenntnisse.

Als ich Julia davon erzählte, dass der Dezember ganz im Zeichen der Achtsamkeit stehen soll, kamen wir recht schnell auf die Idee, dass sie als Stresspräventionscoach (und außerdem Personal- und Business Coach) einen prima Beitrag dazu leisten könnte. Und den könnt Ihr nun hier lesen! Denn achtsam leben bedeutet in jedem Fall, Stress zu reduzieren oder eben ihm vorzubeugen, oder? Deshalb hat Julia ein tolles Tool für uns, mit dem wir unseren Energiestand messen und sichtbar machen können, damit den negativen Auswirkungen von Stress nicht ausgesetzt sind.

Stressprävention

Stress entsteht immer dann, wenn wir das Gefühl haben mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen die anstehenden Aufgaben und Situationen nicht mehr bewältigen zu können. „Ressourcen“ sind dabei Zeit, Energie, Konzentration, Wissen, körperliche aber auch emotionale Aspekte.

Unser Stressempfinden ist natürlich sehr individuell, da unsere Ressourcen von den eigenen Stärken, Glaubenssätzen, der Lebensweise, dem Mindset und der Persönlichkeit abhängen. Und auch unsere Stressauslöser sind ganz unterschiedlich: eine Situation, die die Eine als völlig entspannt wahrnimmt bedeutet für den Anderen eventuell schlaflose Nächte und Stress.

Was kannst du also tun, um das „Level“ deiner Ressourcen zu erkennen und in die Balance zu kommen?

Du solltest ab und zu innehalten und reflektieren, wie es um deinen eigenen „Energiehaushalt“ bestellt ist. Denn ein Leben in Balance ist kein statischer Zustand, sondern fließt in einem Rhythmus. Seinen Energiehaushalt gut zu versorgen trägt wesentlich zu einem Leben in Balance bei. Ein Leben auf „Energiepump“ geht hingegen meistens schief.

Die Energiematrix

Akkustand

Ein tolles Tool für diese Reflexion ist die „Energiematrix“. Sie baut sich aus den Feldern “Körper”, “Verstand”, “Emotionen” und “Sinn” auf.

Zu Körper gehören deine persönliche Leistungskurve, Bewegung und Fitness, Entspannungstechniken wie Meditation oder bewusste Atemübungen, Erholung, Entspannung, Schlaf und Ernährung.

Zum Verstand gehören dein Umgang mit Selbst- und Zeitmanagement, wie du Entscheidungen triffst, ob du Lebens- und Arbeitsziele hast und diese auch erreichst, Konzentration und Weiterbildung.

Unter dem Feld Emotionen geht es um den Umgang mit Gefühlen, deine Grundeinstellung, deine Antreiber, Anerkennung und Wertschätzung und soziale Kontakte.

Unter Sinn gehören Stärken und Talente, Wichtiges im Leben, Werte, Zufriedenheit und die persönliche Entwicklung.

 Den ganzen Artikel, der bei Mind and Motion zum Thema "Gesunde Führung" dazu erschienen ist, findest du auch dort noch einmal auf dem Blog zum Nachlesen.

 Wie du mit der Energiematrix arbeitest

Um die Matrix auszufüllen, betrachtest du alle vier Felder einmal unter dem Aspekt „Energiegeber“ und einmal unter dem Aspekt „Energieräuber“.

Folgende Fragen können dir beim Ausfüllen und der Reflexion helfen:

Körper

Bist du eher eine Amsel oder Eule? Achtest du darauf, dass du möglichst nach deiner Leistungskurve arbeitest? Was tust du für deinen Körper? Wie viele Ruhepausen machst du und wie viel Schlaf hast du nachts? Wie ernährst du dich und wie viel Bewegung hast du täglich? Welche Entspannungstechniken wendest du an?

Verstand

Wie triffst du Entscheidungen? Welche Lebens- und Arbeitsziele hast du? Wie schaffst du dir Räume, um dich zu konzentrieren? Was bedeuten für dich Erfolge und wie feierst du diese? Hast du ein funktionierendes Zeitmanagement?

Emotionen

Wie gehst du mit Gefühlen um? Nach welchen Überzeugungen lebst du? Welche Grundeinstellung bestimmt dein Handeln? Was treibt dich an und woher holst du dir Wertschätzung und Anerkennung? Was bedeuten dir Freunde, Familie und Partnerschaft?

Sinn

Wie setzt du deine Stärken und Talente ein? Welche Fähigkeiten hast du? Was ist dir wichtig im Leben? Welche Werte leiten dich? Woran hast du Spaß und was macht dich zufrieden? Was ist die Vision für dein Leben?

 

Du kannst bei jeder Frage überlegen wie du sie aktuell lebst und ob du damit zufrieden bist oder nicht. Gibt dir dein Verhalten in den jeweiligen Bereichen Energie oder raubt es dir welche?

Am Ende hast du eine visuelle Bilanz, wie es um deine Selbstführung und deinen Energiehaushalt bestimmt ist und du kannst sehen in welchen Bereichen es vielleicht eine Veränderung braucht um mental und natürlich auch körperlich gesund zu bleiben.

2 Frauen

Die Energiematrix findest du hier: Energiematrix von Mind and Motion

 


Vielen Dank liebe Julia für deinen wertvollen Beitrag zum Thema Stressprävention - denn ich glaube, wir sind uns einig: Vorbeugen ist immer besser als nachsorgen! Was kannst du heute tun, um stressigen Situationen den Druck zu nehmen? Um dein Leben in Balance zu führen?

Viele Grüße,
deine Petra ❤

 

P.S.: Übrigens habe ich Julia schon einmal interviewt, das kannst du dir hier noch einmal anschauen bzw. durchlesen: Heute im Interview: Julia Bäumler, die für ihren Herzensjob lebt


lächelnde Frau

Da bin ich | Gastartikel von Mona Schmauch

Da bin ich

Heute darf ich euch den Gastartikel "Da bin ich" meiner "Inner Balance Coach" - Kollegin Mona Schmauch präsentieren. Ich finde, dass er wunderbar in meinen Achtsamleben-Challenge-Monat (die Challenges in der Übersicht findest du hier noch einmal) passt. Warum? Lest selbst! Lasst euch berühren, so wie er mich berührt hat. Weitere Infos zu Mona findet Ihr unter dem Blogartikel. Und nun: Lehnt Euch zurück, lasst Euch verzaubern, kommt an bei Euch selbst!

"Stille. Ich liege. Ich atme. Wo bin ich? Wer bin ich? Was möchte ich hier? Wie konnte sich alles so rasant verändern? Ich liege. Ich atme. Ich funktioniere.

Eine kurze Pause, dann geht es weiter. Arbeiten, organisieren, Kinder versorgen, einkaufen, kochen, putzen, atmen, aufräumen, planen, telefonieren, mit dem Hund vor die Tür gehen, meinen Mann zum Arzt fahren, Kinder aus der Kita abholen, Pakete zur Post bringen, die Steuererklärung machen, meinen Mann im Krankenhaus besuchen, mit den Kindern basteln, ein Rezept aus der Apotheke holen, Essen vorbereiten, Wohngeldantrag stellen, ein offenes Ohr haben, rechtzeitig zum Kinderturnen erscheinen, atmen, eine Familienfeier planen, Wäsche waschen, mit dem Hund zum Tierarzt, Telefonkonferenz, Kitagutschein beantragen, Corona, Auto in die Werkstatt bringen, schnell zur Spielplatzverabredung am Nachmittag, atmen.

Wo bin ich? Wer bin ich? Mama… Hausfrau… Frau?

Auf dem Weg zu mir selbst

Ich liege. Ich atme. So viel Druck. So viele Sorgen. So viel Schwere. So viel Last. Wo ist die Leichtigkeit? Wo bin ich? Ich bin dabei, mich zu verlieren. Mich und die Verbindung zu mir selbst, zu meinem Mann, zu meiner Familie. Ich muss los! Ich muss mich auf den Weg machen. Ich darf mich auf den Weg machen. Auf den Weg zu mir. Zurück zu meiner wahren Schönheit. Zurück zu mir selbst. Zurück zu meinem Bauchgefühl, meiner Intuition, meinem Licht, meiner inneren Königin.

Was darf mir helfen? Wie darf ich mir helfen? Was darf sein? Alles darf sein! Alles, alles, alles! Ich darf los. Ich gehe los. Ich gehe für mich. Ich forsche, ich lerne und ich liebe. Ich wage mutig den Sprung in ein neues Bewusstsein.

lächelnde Frau

Da bin ich. Da bin ich in Verbindung mit allem, was mich umgibt. Da bin ich in vollem Vertrauen darauf, dass alles sein darf, alles fließt. In mich und durch mich hindurch.

Ganz viel atmen

Da bin ich und atme, sitze, atme, lausche den Geräuschen um mich herum, atme, bade im Sonnenschein, atme. Da bin ich.

Da ist meine Mama. Da ist meine Familie. Da sind meine Kinder. Da ist mein Mann. Da sind meine Ahnen und da bin ich. Ich bin mitten drin. Ich bin nicht alleine und ich darf all die Kraft und all das Wissen in mir, all mein Urvertrauen, meine Liebe und Hingabe, meine Schöpferinnenkraft und Kreativität und all mein Sein leben und geben.

Da bin ich, in stillen Momenten voller Kraft und Ruhe, ganz nah bei Mutter Erde. Ich laufe im Wald, lausche dem Rauschen der Bäume, beobachte die Sonnenstrahlen in den Blättern, streiche über Moos und Rinde, rieche den Waldboden, sitze am Bach und lausche dem gurgelnden Wasser. Ich bin glücklich. Ich bin ruhig. Ich bin zuversichtlich. Ich bin dankbar. Alles fließt. In mich und durch mich hindurch.

Im Herzland

Da bin ich, mit geschlossenen Augen, in meinem Herzland. Da sind Blumen, unbeschreiblich viele Blumen. In allen nur erdenklichen Farben. Ein Blütenmeer in rosa, dunkelblau, rot, gelb, weiß, lila, hellblau, flieder und orange.

Es duftet nach Sommer, nach Sonne und Heu und die Luft surrt leise. Der Himmel ist satt und blau, überall flattern Schmetterlinge. Dort auf dem kleinen Hügel ist mein Baum. Hier darf ich mich anlehnen und mich erden. Und da hinter dem Hügel fließt mein Bach. Mein Fluss voller Leben, Kreativität und Fülle. Hier sitze ich und atme. Hier ist mein Herzland, mein Ort der Kraft.

Da bin ich, mit meinen Kindern und bei meiner Familie. So, so viel Liebe. Alles darf leicht sein. Alle dürfen sein, alles hat seinen Raum. Wir lachen, weinen, toben, schreien, kuscheln, flüstern, schimpfen, trösten, lieben und sind verbunden. Wir leben. Alles darf sein.

Da ist Fülle, da ist Dankbarkeit, da ist Sanftmut und Hingabe, da ist Weite, da ist Freude, da ist Achtsamkeit.

Frau mit Tuch

Ich bin für mich losgegangen. Ich habe mich selbst wieder gefunden, habe mir Auszeiten nur für mich alleine erlaubt und arbeite immer noch daran. Ich habe meine wahre Schönheit, meine unendliche Kraft, Liebe und Energie, mein Potential und meine Kreativität wieder gefunden. Ich habe begriffen, dass ich in meiner Welt nur dann alles zusammenhalten kann, wenn ich selbst in meiner vollen Kraft und Größe bin, mein vollstes Potential lebe und mit allem verbunden bin. Ich bin so sehr gewachsen. Ich bin losgegangen und mein Weg ist noch lange nicht zu Ende."

 

Liebe Mona, ich danke dir von Herzen für diesen wunderbaren Brief an dich selbst, den ich bei unserer Inner Balance Coach - Ausbildung bei der wundervollen Nina Pettenberg hören durfte. Mir ging er direkt ins Herz, weil ich mich manches Mal genauso rastlos und getrieben gefühlt habe. Und weil er ein Ankommen bedeutet, das für jede von uns möglich ist. Wenn wir uns dafür entscheiden, wenn wir ganz achtsam mit uns und unseren Bedürfnissen sind.

Alles Liebe,
Petra ❤

 


Mona Schmauch kommt aus Hamburg, ist 34 Jahre jung, Mama von zwei Jungs (3 und 5) und verheiratet. Sie ist Inner Balance Coach (IBC) und Mutterleicht-Trainerin. Aktuell arbeitet Mona noch halbtags im Einkauf/Büro. Die IBC Ausbildung hat sie gestartet, um sich selbst wieder näher zu kommen, sich zu finden und das neu entdeckte Wissen dann mit anderen Frauen zu teilen und diese dabei zu unterstützen, sich zu entfalten, ihr Potential zu leben und wieder auf die eigene, weibliche Urkraft zu vertrauen. Das ist Mona's absolute Herzensaufgabe und sie ist so dankbar dafür, jetzt auf diesem meinem Weg dahin zu sein, auch beruflich das zu machen, was sie aus vollstem Herzen erfüllt. Arbeiten könnt Ihr mit Mona in 1:1 Coachings, außerdem plant sie für das kommende Jahr Mutterleicht-Kurse (online und Offline) sowie Womb-Wisdom Retreats und Frauenzirkel. Zu finden ist Mona auf Instagram unter mona.schmauch_coaching oder per Mail an mona.schmauch.coaching@web.de

Regal

Auserlesenes | Dezember

Im Dezember darf ich euch wieder ganz wundervolle Bücher bei Auserlesenes präsentieren, ich bin so gespannt, was Ihr sagt! Tolle, wirklich lesenswerte und lebensverändernde Bücher habe ich im Gepäck!

Natürlich freue ich mich auch wieder über euer Feedback zu den Büchern und auch über Tipps zu Titeln, die ich unbedingt einmal lesen sollte! Ich darf übrigens alle 5 vorgestellten Titel verlosen, ein Bücherpaket vom Feinsten erwartet euch! Alle Details des Gewinnspiels findet Ihr auf meinem Instagram-Profil. Macht mit, sichert euch wundervolle Bücher und habt Spaß am Lesen - gerade jetzt in der kalten Jahreszeit ist doch die beste Zeit dafür, oder?

Also: Los geht's!

AUSERLESENE BÜCHERLIEBE

"Der achtsame Adventskalender" von Birgit Fazis

WeihnachtenBirgit ist ein ganz bezaubernder achtsamer Adventskalender gelungen! Jeden Tag ein Türchen zu öffnen passt perfekt, um meine  "achtsamleben"-Challenge im Dezember Schritt für Schritt zu verwirklichen. Für jeden Tag gibt es eine achtsame Aufgabe bzw. einen Impuls, außerdem ein inspirierendes Zitat und dann ganz viel Platz für Reflexion des Tages bzw. der Aufgaben. Zudem ist das Buch gespickt mit wunderschönen Fotos und enthält zahlreiche Fragen, die man sich liebevoll stellen darf. Ich finde, dass die Beantwortung von Fragen, die man sich zu seinem Leben stellt, letztendlich DIE Möglichkeit für Veränderung bietet, die es sonst kaum geben kann. Wer, wenn nicht wir selbst, kann diese wichtigen Fragen beantworten! Dieser Kalender ist definitiv ein Stück Achtsamkeit im Alltag, da der Fokus täglich auf eine andere Facette gelegt wird, der wir uns bewusst und mit voller Aufmerksamkeit widmen dürfen.

Fazit: Ein sehr besonderer Adventskalender, auf den ich mich jetzt wirklich freue - er wird meine kleine Auszeit vom Alltag! Kleiner Spoiler: Nichtstun, jemandem etwas Gutes tun, Rituale usw. spielen eine große Rolle im Kalender.

 

"Digital Detox für die Seele" von Dr. Daniela Otto

DetoxDaniela Otto beschreibt in ihrem Buch wissenschaftlich fundiert UND spirituell (was für eine Kunst, diese beiden unterschiedlichen Pole gekonnt zu vereinen), was ständiges Online-sein mit uns macht. Sie gibt neben diesem Wissen außerdem wertvolle praktische Tipps, um mehr OM-line statt online zu sein. Die sofort umsetzbaren Alltagsstrategien sind praxisnah und gut machbar. Nach jedem Kapitel geht es direkt ins Tun - für mich mit der wertvollste Part überhaupt. Denn dass zu viel online-sein nicht gut für uns ist, spüren wir wohl alle deutlich - v.a. wenn wir bewusst und achtsam leben und auf unsere Bedürfnisse achten. Daniela inspiriert und begleitet uns mit diesem Buch von der grauen Theorie in die so lebenswichtige Umsetzungspraxis, damit wir (soziale) technische Medien für uns sinnvoll und gewinnbringend nutzen können.

Fazit: Ein spannendes Fachbuch mit sofort umsetzbaren Tipps für ein Leben, in dem wir lieber mit anderen "verbunden statt vernetzt" sind.

"Du bist in einer Krise. Herzlichen Glückwunsch" von Anastasia Umrik

Frau im RollstuhlWow! Was für ein Buch! Anastasia beschreibt so wunderbar und mit viel Gespür und feinem Wortwitz zahlreiche Krisen, die sie gemeistert hat. So oft habe ich mich beim Lesen wiedergefunden in ihren Zeilen; ihre Zitate sind ein Schatz. Ein witziges, dennoch augenöffnendes Buch - lebensverändernd, wenn man sich drauf einlässt, dass man selbst etwas tun kann und nicht Opfer der Umstände ist. Diese tolle Frau, die im Rollstuhl sitze, kennt das Leben und manchmal hatte ich das Gefühl, wir sitzen beieinander  und sie hört mich denken. Und dann "hört" man sie sprechen und plötzlich wird alles möglich. Auf ein selbst bestimmtes Leben, in dem Kreisen der Anfang von Neuem und Gutem sind und niemals das Ende!

Fazit: Ein sehr persönliches Buch voller praktischer Tipps zur Umsetzung. Sie macht Mut, Krisen als Chance zu sehen und nicht als Ende, an dem man verzweifeln muss.

 

"The Green Life" von Marion Hellweg

Tisch mit StühlenEin sehr gelungenes Buch von Marion Hellweg mit so wunderbaren Fotos, die sofort zum Umdekorieren, Verschönern, Anbauen und neu Einrichten inspirieren. Es gibt für jeden Raum ganz praktische Tipps und Tricks, um sich nachhaltig, achtsam, umweltbewusst und v.a. super gemütlich einzurichten. Dazwischen einige Homestories von interessanten Interieur- und Nachhaltigkeitskünstlerinnen, denen man in die Wohnräume blicken darf - herrlich ermutigend, auch mit kleinen Dingen sofort etwas verändern zu können. Dazu hat Marion die prächtigsten Fotos ausgewählt und mit anregenden Zitaten gespickt! Mehrmals wurde ich im Zug oder im Café beim Lesen von Fremden angesprochen, was denn das für ein tolles Buch sei!

Fazit: Marion ist ein wirklich außerordentliches Buch gelungen - für mich wie eine extradicke Lieblingszeitschrift im Buchformat!

 

„Simply vegan - einfach saisonal kochen" von Simply Vegan

Gemüse Tamara und Sebastian von Simply Vegan haben hier ein zauberhaftes veganes Einsteigerkochbuch geschaffen - perfekt für mich als veganen Neuling! Es gibt pro Jahreszeit je 25 alltagstaugliche Rezepte, die super leicht nachkochbar sind. Wie gesagt, ich bin diesbezüglich eine Einsteigerin! Der Fokus liegt - wie der Name schon vermuten lässt - auf saisonalen Zutaten und v.a. auf einer Alltagstauglichkeit. Als alleinerziehende Mama muss es für mich leider oft schnell gehen, der Geschmack sollte dabei natürlich dennoch nicht zu kurz kommen! Deshalb sind die 30-45 Minuten - Rezepte hervorragend geeignet. Wenn am Ende dann auch noch die leckersten Speisen herauskommen, dann hüpft mein Herz! Wie übrigens auch schon beim Durchblättern des hübschen Buches - durch diese bezaubernden Fotos läuft einem wirklich das Wasser im Mund zusammen, ich wusste gar nicht, was ich zuerst kochen sollte (es waren übrigens die Linguine in Cashewsahne auf S. 159! Sehr gelungen, hat sogar dem pubertierenden Sohn geschmeckt, und das will etwas heißen!).

Fazit: Sehr empfehlenswert für alle, die auf der Suche nach leichten, einfach nachzukochenden Rezepten sind, um so leicht und ohne großen Aufwand mehr vegane Gerichte in den Alltag bringen möchten.

 


 

Nun viel Spaß beim Lesen meiner „Auserlesenen“, bitte gebt mir doch gerne Feedback, falls Ihr schon etwas davon gelesen haben solltet bzw. eines der Bücher kaufen werdet!

Auserlesene Grüße,

Eure Petra ❤


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