Wäsche

Im letzten Blogartikel: Wochenplanung für deinen entspannten Alltag (Teil 1) ging es um die sinnvolle Gewohnheit einer Wochenplanung, insbesondere bin ich hier auf die Erstellung eines Essensplans inkl. Einkausfsliste eingegangen.

 

Im heutigen Teil möchte ich dich mit in meine wöchentliche Putz- und Wäscheroutine nehmen. Was diese beiden Tätigkeiten mit Kommunikation und Weiterbildung zu tun haben? Lass‘ dich überraschen!

Putzroutine

Früher hatte ich immer das Gefühl, dass ich überhaupt nicht fertig mit putzen werde. War man hinten fertig, konnte man vorne wieder anfangen, ich kam mir vor wie der Hamster im Laufrad. Heute sehe ich das Ganze etwas anders. Ich putze nach Plan. Klingt erst einmal nicht sehr erotisch, abgesehen davon, dass putzen ohne Plan auch nicht erotischer ist. Ich habe feste Wochentage, an denen ich bestimmte Bereiche meines Hauses putze.

Dienstag

An diesem Wochentag ist immer staubwischen und staubsaugen angesagt. IMMER. Warum? Weil es mich entspannt, weil ich dienstags oft eine Freundin zum Kaffee eingeladen habe (extra aus diesem Grund) und möchte, dass es ordentlich und sauber ist. Ab 7 Uhr, wenn der Junior aus dem Haus ist und noch bevor ich in die Arbeit fahre, wird ein Podcast oder ein schönes Hörbuch angemacht und dann geht es los. In 30 Minuten bin ich durch – alles wird mit einem Swiffer und feuchtem Lappen staubgewischt, im Anschluss wird gestaubsaugt. So „richtig“ schmutzig ist es ohnehin nie, weil ich ja jede Woche dieses Ritual pflege.

Der Vorteil eines festen Tages besteht v.a. darin, meinen „inneren Schweinehund“ zu überlisten (wobei er das inzwischen nicht mehr nötig hat, das ist ja das Schöne an Gewohnheiten). Er weiß einfach, dass am Dienstag immer staubwischen und -saugen dran ist. Punkt. Muckt er da manchmal auf? Nein, weil er sich dran gewöhnt hat. Wenn dienstags mal ein Feiertag sein sollte und ich einfach ausschlafen kann, zuckt er kurz, dass ich nach 7 Uhr wische und sauge. Aber er hält brav still, weil das am Dienstag einfach seine Aufgabe ist. Und die halbe Stunde hält er durch 😉 Weil danach einfach wieder gut ist, weil das Thema für diese Woche abgehakt ist. Gäbe ich ihm länger Zeit (das habe ich anfangs genau ausprobiert von der Zeit), bräuchte er länger. Aber wer will denn freiwillig länger kostbare Zeit mit Hausarbeit verbringen? Eben! Keiner!

Aufgaben dauern so lange, wie man ihnen Zeit dafür gibt

Durch das Podcast-/Hörbücher hören freue ich mich zudem sogar auf das Saubermachen. Weil ich unter der Woche ansonsten relativ wenig höre (außer beim Wäsche machen, aber dazu komme ich gleich), ist das schon ein Highlight für mich. D.h. ich bilde mich in dieser Zeit sogar noch weiter, verknüpfe außerdem eine bestehende Gewohnheit mit einer schönen Gewohnheit, was die Einführung von Ritualen sehr leicht und attraktiv macht. Ich sag ja immer: Ordnung (machen) darf Spaß machen! Und je angenehmer wir uns Gewohnheiten machen, desto leichter fällt uns das Durchhalten. Ist doch perfekt, oder? Klar muss ich manchmal am Freitag oder Samstag noch einmal kurz zwischendurch staubsaugen (z.B. wenn die ganzen kleinen Streusteinchen vom Winterdienst mit in den Flur getragen werden oder die Katzen irgendwelche Äste mit ins Wohnzimmer bringen). Das ist aber eine kurze und punktuelle Nummer, die schnell von Statten geht. Und einfach bei Bedarf gemacht wird, innerhalb von 5 Minuten ist auch hier wieder alles sauber.

Donnerstag

An diesem Wochentag stehen meine Küchenspüle, das Badezimmer und das Gäste-WC auf dem Putzplan. Auch hier geht es noch vor der Arbeit gleich um 7 Uhr los. Dieser Tag ist außerdem mein „Kommunikationstag“, in diesen 30 Minuten telefoniere ich immer mit meiner Namensvetterin Julia Bäumler (die ich auch schon einmal zum Videointerview hatte). Jule und ich putzen donnerstags also immer mein Bad 😉 Auch hier ist die Zeit genau so bemessen, dass ich mit allem sehr gut fertig werde (alle 4 Wochen bekommt das Bad und jede Fliese persönlich noch einmal etwas mehr Zeit). Für die wöchentliche hygienische Reinigung haben sich diese 30 Minuten jedoch als völlig ausreichend bewiesen. Während ich meine Küchenspüle reinige, dürfen schon die Reiniger in den Waschbecken, im WC und auf allen Oberflächen einwirken. Die Reinigung danach ist ein Leichtes. Ein Running-Gag zwischen Jule und mir ist immer, wenn ich die WCs fertig geputzt habe und spülen muss: die Warnung, dass ich gleich spüle bringt uns immer beide zum Lachen. Wenn ich im Anschluss an die Bäderreinigung gleich die Handtücher wasche, ist dann unser Empfang kurz unterbrochen. Meine Waschmaschine steht nämlich im Keller und da ist leider der Handyempfang nicht allzu gut. Doch der Rückruf ist obligatorisch – während die Handtücher dann schon in der Maschine sind. Zum Abschluss putze ich noch alle Spiegel im Haus (WC, Flur, Bad und Schlafzimmer).

Putzen

Freitag

Am Freitag werden alle Böden und die Treppen feucht gewischt. Das Gute daran ist, dass ich nur einmal alle Utensilien zum Wischen herräumen muss. Selbstverständlich wird zwischendurch öfter das Wasser gewechselt, aber ich bleibe bei einer „Gattung“ – nämlich wischen. Auch hier, du ahnst es schon, hole ich mir oft eine Freundin zum Telefonieren dazu. Oder aber meine geliebten Podcasts.

Fakt ist, dass ich durch diese Verknüpfung von Tätigkeiten, die ich ohnehin tun muss, weil sie einfach nötig sind und den schönen Dingen (telefonieren, Hörbücher oder Podcasts hören) die Zeit vergesse und sogar Spaß an den Aufgaben habe. Und ich finde, dass sich diese Lebenseinstellung echt bewährt hat. „Tue die Dinge, die du tun musst, einfach mit Liebe. Getan werden müssen sie ohnehin, dann kannst du sie auch gleich einfach gern tun.“ (Diesen Spruch hasst mein Sohn übrigens, meist in Verbindung mit Lernen oder nervigen Pflichten).

Das ist wie mit dem Zitat vom Regen:

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

 

Wäsche machen

Wäsche

Meine Waschtage sind fest definiert. Warum? Weil ich einfach beschlossen habe, dass die Wäsche mich nicht fest im Griff haben sollte sondern eher ich die Wäsche. Somit wasche ich am Montag, am Mittwoch und am Freitag (plus am Donnerstag die Handtücher, siehe oben). An diesen Tagen wird alle zu waschende Wäsche in den Waschkeller befördert (sofern sie da nicht ohnehin schon liegt, weil der Junior gerne statt aufräumen Wäsche via Treppenhausschacht in den Keller wirft – somit ist quasi sofort Ordnung in seinem Zimmer). Durch die festen Waschtage stelle ich außerdem sicher, dass wirklich alles gewaschen wird – gerne auch Lieblingspullover oder Hosen des Sohnes, die anfangs gerne am Nachmittag dieser fest definierten Tage im Waschkorb im Keller lagen. Wenn dann am Dienstag Früh die Frage nach einem besagten Pulli kam, war die Antwort ganz klar: „Hast du ihn gestern Früh in die Wäsche gegeben? Dann ist er inzwischen trocken und anziehbereit.“ Da der Pulli erst nach dem Waschen im Keller landete, hatte er seine Chance vertan 😉 Lernen ist manchmal sehr schmerzhaft – hilft aber. Inzwischen wird das Zimmer des Sohnes täglich von ihm aufgeräumt, hierzu jedoch einmal in einem anderen Beitrag mehr.

Die Wäsche wird gleich in der Früh in die Maschine gesteckt, so dass sie am Nachmittag, wenn ich heimkomme, aufgehängt werden kann. Und nein, da stockt oder schimmelt nichts, ich praktiziere das seit Jahren so. Die getrocknete Wäsche auf den Wäscheständern wird vorher von den Leinen gepflückt und gleich auf der Tischtennisplatte, die daneben im Keller steht, ordentlich und schrankfertig zusammengelegt. Auch hierbei höre ich – du ahnst es schon – meine geliebten Hörbücher. Ich kann dir hierfür audible.de sehr ans Herz legen (ich muss dringend audible mal um eine hohe Empfehlungsgebühr aus den Rippen leiern!). Telefonieren funktioniert in meinem Keller leider nicht, die Audiobooks sind jedoch offline und somit kann ich sie sogar dort hören. Ich bin ein großer Fan von perfektem Aufhängen der Wäsche auf den Leinen bzw. auf Kleiderbügeln, da ich mein Bügeleisen und das dazugehörige Brett schon vor Jahren verschenkt habe.

Mein Motto lautet hier:

Bügelst du noch oder lebst du schon?

Ich habe leider keine genaue Zeitangabe für dich für die Wäscheroutine – in diesem Fall dauert sie so lange, wie sie dauert. Wäsche machen entspannt mich sehr, ich mag den Geruch von noch feuchter, frisch gewaschener Wäsche sehr (im Sommer hänge ich diese übrigens auf den Wäscheständer am Balkon), in den kalten Monaten heizt der Keller so gut, dass die Wäsche quasi am nächsten Tag abpflückbereit ist.

 

Allgemeine Tipps:

  • feste Wochentage lassen dich nicht überlegen, OB du heute putzt, sondern DASS es einfach geschieht
  • am besten „Arbeitstage“ nehmen, an denen bist du ohnehin im To Do – Modus, hast also nicht allzu lange Zeit und teilst sie dir deshalb sehr gut ein (auf keinen Fall deinen freien Tag vergeuden)
  • ein aufgeräumtes Zuhause macht dir die Einhaltung der jeweils 30 Minuten viel leichter (zwischendurch noch aufräumen kostet unnötig Zeit) – siehe hierfür auch mein 15-Minuten-Ritual, durch das du jeden Abend für Ordnung sorgst
  • Handy in die hintere Hosentasche stecken, Kopfhörer aufsetzen – so hast du beide Hände frei
  • das Bündeln von Aufgaben macht es leichter, da du alle Utensilien (Reiniger, Staubsauger, Wischmopp usw.) nur einmal aus dem Putzschrank holen musst
  • Wäsche gleich knitter-/faltenfrei aufhängen hilft, dass sie nicht gebügelt werden muss (ich bin hier penibel ordentlich)
  • Blusen/Hemden/Pullover/T-Shirts knitter- und faltenfrei auf Bügel hängen, so dass sich diese im feuchten Zustand aushängen können

 

Wie du siehst, mache ich es mir so leicht wie möglich im Haushaltsleben – und ich finde das super so. Wieso denn auch nicht? Dinge, die ich tun muss, mache ich mir so angenehm wie möglich – so genieße ich die Zeit und sehe sie nicht als vertane Lebenszeit an. Das wäre nämlich ganz schön dämlich: sich über Dinge aufzuregen, die ich nicht ändern kann, und das jeden Tag aufs Neue!

 


 

Wie du siehst, habe ich an jedem Wochentag eine andere Aufgabe und meist innerhalb von 30 Minuten fertig – gut gelaunt und perfekt organisiert.

  • Montag: Wäsche (waschen, abhängen und falten, aufhängen)
  • Dienstag: Staub wischen und -saugen
  • Mittwoch: Wäsche
  • Donnerstag: Küchenspüle, WC und Bad putzen plus Handtücher waschen
  • Freitag: Wäsche; Böden und Treppe wischen

Fazit: Der Samstag, der früher mein Putztag war, gehört MIR. Ohne Verpflichtung, frei von Stress. Natürlich ist immer etwas zu tun in einem Haushalt, wem sag ich das. Aber mehr dazu im 3. Teil der Miniserie zum Thema „Wochenplanung“.

 

Wie findest du die Idee, zu erledigende (nicht ganz so angenehme) Dinge mit schönen Tätigkeiten zu verknüpfen?

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ♥