Inspiriert durch die Blogs meiner lieben Bloggerkolleginnen Frl Ordnung und die Alltagsfeierin möchte ich euch zukünftig in meine kleinen (das sind sehr viele) und dadurch Großen Glücksmomente mitnehmen. Ich werde diese als Monatsabschluss zusammenfassen, als Rückblick auf meine Erlebnisse und Marmeladenglasmomente – die meines Erachtens das Leben ausmachen. Und weil diese Welt oft so unerbärmlich immer weiter nach vorne blickt, auf das, was noch zu tun ist, was wir noch machen / haben wollen, finde ich genau diese Rückschau für mich so wichtig. Was war gut, was habe ich tolles erlebt, welche wundervollen Menschen habe ich getroffen uvm. Und wer weiß, vielleicht ist ja die eine oder andere Erkenntnis auch für euch wichtig und kommt genau zur richtigen Stelle in euer Leben?

Ich freue mich übrigens sehr, auch von euren Erlebnissen und besonderen Momenten zu lesen, falls Ihr selbst bloggt, verlinkt das doch gerne in einem netten Kommentar unten!

Dann würde ich mal sagen: lasst uns starten!

Ausmisten und Ordnung schaffen

Fächer mit KleidungDer November war ein Monat des radikalen Ausmistens. Ja, mal wieder – und ja, auch radikal. Ich mag das Wort eigentlich nicht, habe aber festgestellt, dass es manchmal diesen radikalen Ansatz braucht. Bei einem fiesen Geschwür kratzt man auch nicht an der Oberfläche sondern schneidet großzügig Gewebe weg. Ich habe festgestellt, dass ich mich scheinbar immer noch zu viel über Dinge definiere – doch wer bin ich, wenn ich das nicht mehr tue? Es sind schließlich nicht die Bücher in meinem Regal, die mich ausmachen. Ich weiß ja, wie viele Bücher ich inzwischen in meinem Leben gelesen habe (mehrere 1000 vermutlich?), dieses Wissen ist in mir. Muss ich es durch ein gut bestücktes Regal „beweisen“? Ich habe hier also echt radikal ausgemistet, einen Teil (ca 25 Stück) gleich bei momox verkauft. Der andere Teil ist auf den Flohmarkt-Stapel gewandert.

Zusammen mit zahlreichen Klamotten, die nun endgültig gehen durften. Weil ich nun endlich meine ganz persönliche Capsule Wardrobe erstellt habe (mein Traum seit Jahren, den ich bislang nicht verwirklicht habe, weil ich mich einfach nicht für (m)einen Stil und die für mich passenden Farben entscheiden konnte. Ich habe aber festgestellt, dass ich der „Soft Autum-Typ“ bin). Aber nun – nach dem radikalen Prinzip, mit dem ich nun 2024 tatsächlich endlich voller Leichtigkeit starten kann – ging es plötzlich ganz einfach. Wie so vieles, wenn man sich mal entschieden hat, oder? Wer also am 10. Dezember zufällig in Nürnberg ist, soll bitte auf dem Flohmarkt bei mir vorbeikommen und alles Tolle abstauben, das eine neue und glückliche Besitzerin sucht (plus ein Stück selbstgebackenen Kuchen). Denn dieser Flohmarkt war meine persönliche Deadline, bis zu der ich ausmisten wollte.
Zwei Vorteile dieses Termins: VOR meinem Geburtstag und VOR 2024 (im Dezember geht das Ausmisten also noch etwas weiter, da nehme ich euch dann im Januar mit) – außerdem hat das Ganze auch mit einem neuen Onlinekurs (Spoileralarm) zu tun. Denn was mir hilft (nämlich ein klares Ziel) kann euch sicher auch guttun, oder?

Menschen

Baum im HerbstIch habe mir endlich wieder mehr Zeit für meine Menschen genommen, mich wieder mit meinen Mädels getroffen (es gibt zwei wundervolle 4-er Runden in meinem Leben, davon wann anders mal mehr dazu). Außerdem viele einzelne Dates mit tollen Menschen. Ich bin scheinbar doch der Typ für kleine Runden, die großen Runden waren irgendwie nie so meins, hatte ich doch immer das Gefühl, am Ende doch immer mit den gleichen paar Menschen in innigem Gespräch zu enden und mich auszutauschen – und genau dieser Gespräche sind es, die mir nach so einem Abend einfach gut tun. Ich hasse Oberflächlichkeiten und Treffen in großer Runde waren für mich oft so. Nur Small Talk, der mir persönlich nicht so viel gebracht hat. Spaziergänge zu zweit (wie auf dem Foto zu sehen, hier war ich mit einer lieben Freundin und ihrem Hund im Wald unterwegs) mit tiefen Gesprächen haben mir schon immer das Gefühl gegeben, dem Gegenüber nahe zu sein, in die Geschichte einzutauchen und meine volle Aufmerksamkeit zu widmen – ein Geschenk für mich! Und das Gegenüber. Deshalb gibt es davon zukünftig wieder mehr und ganz bewusst. Und ich bin nicht falsch, weil ich die großen Runde eher meide – ich bin eben der Typ für kleine und feine Runden.

Bücher

Der November war ziemlich kalt und nass und deshalb war ich einfach gerne in meinem gelben Lesesessel mit Decke und Katze auf dem Schoß – deshalb war es ein sehr guter Lesemonat – es gibt also tolle Bücher, die ich euch empfehlen kann.
– „Die Liebe an miesen Tagen“ von Ewald Arenz. Mit die bezauberndste Liebesgeschichte (neben einem anderen Buch des Autors „Der große Sommer“). Wer auf tolle Geschichten, wortgewandte Stimmung und Seiten voller Gefühle legt, die man nicht mehr weglegen kann, MUSS Ewald Arenz lesen!
– Ein weiteres Feelgood-Buch ist von Claire Pooley und heißt : Montags bei Monica. Leicht und fluffig beschreibt die Autorin verschiedene Lebensgeschichten, die sich wie durch Zauberhand miteinander verweben – man möchte schließlich am Ende auch in Monicas Cafe gehen und am Kunstkurs teilnehmen. Aber lest gerne selbst!
– „Altes Land“ von Dörte Hansen war ein ganz zarter Roman über ein rauhes und trauriges Leben. Die Bewohnerinnen eines Hofgutes scheinen alle das gleiche Schicksal zu erleiden, hat das mit dem Haus zu tun? Kann man dort am Ende nicht glücklich werden? Doch, kann man. Und es ist toll beschrieben, wie sehr sich Menschen öffnen können, wenn man ihnen Aufmerksamkeit schenkt und beständig bleibt.

Weitere gute Bücher waren:
– Der Brand von Daniela Krien
– 22 Bahnen von Caroline Wahl

Essen & Trinken

Mit den Mädels war ich wieder in einem meiner Lieblingscafés, das Café Flora in Nürnberg. Hier gibt es super leckeren Kuchen und Kaffee, außerdem auch tolle Bowls und Currys. Dazu bezaubernde Deko, tolle Einrichtung und schöne Sitzplätze – im Sommer auch außen. Sehr empfehlenswert (wie gesagt, eines meiner Lieblingscafés, die anderen folgen bald).

Gedeckter TischEssen waren wir im Kokono Nürnberg (davon gibt es in Nürnberg zwei und ich war tatsächlich in einer Woche in beiden Filialen, hatte also den direkten Vergleich). Essenstechnisch beide erstklassig (Sushi und asiatische Gerichte mit erstklassiger Qualität und Sinn fürs Details). Ausstattungstechnisch komplett unterschiedlich und deshalb nicht wirklich vergleichbar. Beide toll, probiert einfach beide aus.

Kuchen und Kaffee

Mit dem Liebsten war ich nach einem langen Spaziergang um den Wöhrder See dann noch in einem anderen Lieblingscafé, das Herzkaffee. Ein Miniraum mit geschmackvoller Einrichtung, leckerem Kuchen (ich merke gerade, das ich übelst auf Kuchen stehe, Ihr auch?) und natürlich tollem Hafermilchkaffee! Mehr brauche ich an so einem Nachmittag wirklich nicht. Das ist pures Glück – ganz großes sogar!

 

Und sonst so

Durch den Geburtstag im Oktober, den meine Schwester gehabt hätte, war ich wochenlang vorher ziemlich traurig. Sie wäre 50 geworden, eine große Feier wäre das geworden. Schön und fröhlich, wie Geburtstagsfeiern bei uns immer waren. Dieses Jahr nicht. Die Trauer hatte mich wieder eingeholt, dazu schreibe ich bald mal ausführlicher. Der nahende Tag hat mich jedenfalls veranlasst, mir wieder einen Termin bei meiner Trauertherapeutin auszumachen, weil ich nicht alleine damit umgehen muss (letztendlich dann natürlich doch, weil ich ja jede Minute damit alleine bin). Dennoch ist das drüber sprechen und gute Fragen dazu gestellt bekommen sehr wohltuend und heilend. Und sehr schmerzhaft, aber das war ja klar. Sich der Trauer zu stellen, sie nicht wegzudrücken und die unangenehmen Gefühle zu unterdrücken bringt halt auch nichts, glaubt mir. Jedenfalls war der Termin sehr bewegend und voller Erkenntnisse für mich. Zum Beispiel möchte ich eine kleine und private Trauergruppe mit Gleichgesinnten gründen, die im gleichen Dilemma stecken wie ich. Nämlich nach einiger Zeit nicht mehr auf das Thema angesprochen zu werden, weil es ja „nun schon einige Zeit her ist und die Petra ja echt super damit umgeht“. Ja, das tut sie. Sie macht eben auch viel privat mit sich aus. Denn wie lange ist es denn legitim, zu trauern? Damit anzufangen, dass man traurig ist, ohne dass die Menschen die Augen rollen und denken, dass die Zeit schon alle Wunden heilt. Ja, alles verständlich. Dennoch schmerzhaft und fast trennend für mich – trennend, weil man alleine mit seinem Schmerz ist, den man eh nicht erklären und beschreiben kann. Aber wie gesagt, eine kleine Gruppe von Menschen, denen es gerade ähnlich geht, wird sich nun finden und dadurch bin ich diesen Menschen verbunden und ein bisschen weniger alleine damit. Denn geteiltes Leid ist eben oft halbes Leid.

Nackte Beine und HandtuchAußerdem habe ich mir einen Tag Auszeit gegönnt (steht nun einmal pro Monat in meinem Kalender) und war in der Therme! Der nächste Thermentag ist ja traditionell an meinem Geburtstag, aber gerade der November ist ja wettertechnisch oft so fies, dass es sich da total lohnt! Am besten NICHT am Wochenende gehen, sondern ganz dekadent unter der Woche, während alle (außer die ganzen Rentner) arbeiten müssen. Fühlt sich extrem luxuriös und frei an, glaubt mir!

Netzfunde

Tolle Artikel und Videos habe ich in diesem Monat gelesen und geschaut, es ging hauptsächlich um das Thema Minimalismus. Joshua Becker von Becoming Minimalist inspiriert mich sehr mit seinen Blogartikeln und Posts bei Facebook. Auf den Punkt gebracht, wachrüttelnd und intensiv finde ich diese Texte. Er hat selbst vor Jahren ausgemistet und „radikal“ reduziert. Außerdem habe ich alle Videos von Anna-Lara von Einfach leichter geschaut – auch sie hat ihr Leben vor einigen Jahren minimalisiert und gibt tolle Impulse dazu. Mir geht es hier gar nicht so sehr um das Ausmisten (das kann ich wohl ziemlich gut als Aufräumcoach), sondern eher um das Mindset, das Danach, das Gefühl. Und das beschreibt sie sehr gut, wie ich finde.

Und da schloss sich dann der Kreis wieder mit dem Ausmisten – mit dem richtigen Mindset und dem Ziel vor Augen, wie es werden wird, geht vieles leichter.

So, das war nun mein erster Blogartikel zu den kleinen und großen Glücksmomenten – ganz schön viele, wie ich finde. Schön, oder? Trotz der Trauer, dem Schmerz, dem vollen Alltag gibt es doch so viele tolle Momente in unseren Leben – auf die wir uns eben auch besinnen dürfen. Auf die wir den Blick richten dürfen, um sie nicht unbemerkt im Alltagschaos verschwinden zu lassen.

Teilt mir gerne auch eure tollen Glücksmomente mit, ich freue mich auf jeden einzelnen. Denn was für das Leid gilt, gilt auch für das Glück – aber im positiven Sinne.

Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt!

Habt eine tolle Vorweihnachtszeit, bei mir wird nun der Christbaum aufgestellt und geschmückt, außerdem sind schon die ersten Plätzchen gebacken und warten auf den Adventskaffee!

Aufgeräumte Grüße,

Eure Petra ❤