Löffelliste

Ist deine Löffelliste schon fertig?

Vor kurzer Zeit habe ich mal wieder etwas zum Thema Löffelliste gelesen. Du fragst dich jetzt vielleicht, was eine Löffelliste ist?

Ganz einfach: eine Liste an Dingen, die du noch machen / sehen / erledigen möchtest, bevor du den Löffel abgibst. Etwas makaber? Ja vielleicht ;) Aber eigentlich doch ziemlich gut, oder? Vielleicht ist sie dir eher unter dem Namen "Bucket List" bekannt. Aber ich finde Löffelliste sehr plastisch und einprägend!

Wir verschieben so viele Dinge in unserem Leben auf "später", auf "irgendwann", wenn "mal Zeit ist", wenn "ich genug Geld habe", wenn "ich im Ruhestand bin" usw. Doch später und irgendwann sind ja so komische Zeitgenossen, die bekanntlich NIE kommen.

Was möchtest du noch tun in deinem Leben, was steht auf deiner Liste? Hast du überhaupt eine Liste für dich? Eine Liste, die du vielleicht insgeheim im Kopf führst oder sogar in einem Büchlein, die dir zeigt

  • was du noch alles machen möchtest
  • welche Länder du noch bereisen willst
  • welche Sportarten du noch lernen möchtest
  • welche Sprachen du fließend sprechen willst
  • welche Menschen du treffen und kennenlernen magst
  • welche Abenteuer dich noch reizen
  • ...

Ich bin ja ein großer Fan davon, Ziele zu formulieren - und das am Besten schriftlich. Das schriftliche Fixieren wurde mehrfach in Studien verschiedener Universitäten untersucht und die Ergebnisse zeigen, dass schriftlich fixierte Ziele mit einer größeren Wahrscheinlichkeit, nämlich mit über 33 % auch erreicht werden - im Vergleich zu nur im Kopf gefassten Plänen. Nur das Aufschreiben bewirkt also, dass man sich damit ernsthafter und nachhaltiger auseinandersetzt. Klingt doch nach einem Plan, den wir uns notieren sollten, oder? Und wenn du schon dabei bist: notiere dir gleich 100 Punkte für deine Liste. Weshalb diese große Zahl? Weil du dich dadurch so richtig damit auseinandersetzen musst - und zwar mit deinem Leben. Mit deinen Plänen.

Wer schreibt, der bleibt

Hierfür gibt es einige Fragen, die du dir stellen kannst:

  • Was möchte ich bis zu meinem Lebensende (ich habe mir vorgenommen, 117 Jahre alt zu werden) alles erlebt und erreicht haben?
  • Von welchen Erlebnissen möchte ich später meinen Urenkeln (weil 117, das sind einige Generationen) lächelnd berichten?
  • Was würde ich bereuen, wenn ich es nicht getan hätte?
  • Wenn ich schon morgen den berühmten Löffel abgeben müsste, würde ich heute noch ...?
  • Was würde ich tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
  • Woran soll sich die Nachwelt erinnern, wenn ich nicht mehr bin?
  • Was möchte ich hinterlassen?
  • Was macht mir Angst zu tun? (Weil hier oft der Weg liegt!)

Nimm dir am besten einen ruhigen, sehr langen Moment - 100 Dinge sind schließlich eine stattliche Anzahl. Ich brauchte übrigens sehr viele lange Momente dafür. Und das ist ok. Wenn du dich erst einmal mit deinen Zielen, Träumen und Wünschen beschäftigst, kommst du ins Grübeln. Darüber: wie lebe ich gerade? Was gefällt mir, was gefällt mir nicht mehr.

Wenn du weißt, was du nicht (mehr) willst, bist du schon ein gutes Stück weiter

Wo möchte ich hin? Wie soll es in jedem einzelnen Bereich meines Lebens aussehen? Ok, über Ziele und das Erreichen werde ich bei Gelegenheit einmal einen separaten Blogartikel schreiben, das sprengt heute eindeutig den Rahmen. Aber die Frage nach dem "Wie will ich leben?" ist auf jeden Fall ein guter Anhalt, um deine Löffelliste zu füllen.

Die obigen Fragen geben dir einige Denkanstöße. Worauf willst du mit deinen 100 und so-und-soviel Jahren zurückblicken? Was würde sich gut anfühlen, wenn du es gemacht hättest?

Einige meiner Punkte sind:

  • alle Kontinente bereisen
  • einen Fallschirmsprung machen
  • Canyoning-Tour
  • Teile des Jakobsweges pilgern
  • eine Woche in einem Schweigekloster verbringen
  • ...

Die Liste verändert sich übrigens! So viele Punkte, die ich schon abgehakt habe (z.B. eine Kreuzfahrt machen, mit einer Pistole / einem Gewehr schießen, Klettern, ein Unternehmen gründen, Mama werden (und sein), und so viele mehr) und immer wieder kommen mir neue Ideen und Ziele, die sich ergeben, weil ich mich verändere, weil das Leben immer weiter geht, weil ich Neues erlebe und sehe.

Was steht bei dir auf der Liste? Schreibe es mir gerne hier in den Kommentaren oder gerne auch bei Instagram oder Facebook.

Aufgeräumte Grüße,
deine Petra


Besser leben ohne Plastik: Interview mit Nadine Schubert

Heute gibt es wieder ein Interview mit einer tollen Frau, die ihr Herzensprojekt verwirklicht hat. Ich freue mich sehr, dass ich Nadine Schubert vorstellen darf, die wohl besser bekannt ist als "Frau Schubert" von Besser leben ohne Plastik.

Ich folge Nadine schon seit längerer Zeit, genau genommen, seit ich mich dafür interessiere, Plastik in meinem Leben immer mehr zu vermeiden. Da sie die erste war, die sich so richtig und für mich passend mit dem Thema beschäftigte, war es klar, dass ich einen ihrer Vorträge besuche - wenn sie schon in meiner Heimatstadt Nürnberg ist. In Nürnberg selbst durfte ich sie dann auch kurz persönlich kennenlernen, da sie sich mit einer gemeinsamen Freundin vorher getroffen hat und wir uns dadurch kurz vorgestellt wurden. Der Vortrag selbst hat mich umgehauen - Nadine ist witzig und authentisch, sie ist spontan und das Vortragen liegt ihr echt im Blut! Dabei ist sie niemals belehrend oder mit erhobenem Zeigefinger, was sie sehr, sehr sympathisch macht.

Das Zitat, das mir von diesem Vortrag am meisten in Erinnerung geblieben ist, lautet:

Es ist nicht wichtig, womit du anfängst. Sondern dass du anfängst.

Das zeigt ihre positive Lebenseinstellung: beginne einfach irgendwo, Hauptsache, du fängst einmal an. Dann ergibt sich alles andere ohnehin wie von selbst, du findest immer mehr Alternativen oder Stellschrauben, durch die du noch plastikärmer leben kannst. Von plastikfrei bin ich leider noch weit entfernt, aber ich sehe mich auf einem guten Weg. Ich finde immer mehr passende Geschäfte bzw. passen meine herkömmlichen Läden ihr Sortiment immer mehr an, so dass es nicht mehr ungewöhnlich erscheint, mit einer Dose zum Metzger zu gehen. Wohin ich ohnehin immer seltener gehe, da Fleisch und Wurst kaum noch auf dem Speisezettel stehen. Genau das meinte ich mit: dann ergibt sich alles wie von selbst bzw. fügt sich. Weil wir uns durch das Auf-den-Weg-machen auch verändern, andere Dinge erkennen, Zusammenhänge besser verstehen und mehr in Frage stellen, was wir verändern können.

Da Nadine selbst Mama von zwei Kindern ist, konnte ich mich sofort mit ihr identifizieren. Sie weiß einfach, wovon sie spricht. Haushalt mit Kind und Kegel führen plus berufstätig und dann auch noch evtl. Umwege beim Einkaufen in Kauf nehmen, weil es im Supermarkt nur verpackte Lebensmittel gibt. Sie bietet durch ihre Bücher (Besser leben ohne Plastik*und Noch besser leben ohne Plastik*) und den Blog einfache und alltagstaugliche Alternativen an - dabei geht es viel darum, Dinge selbst herzustellen (Lebensmittel wie Aufstriche und Co., außerdem Putzmittel und Reiniger), Minimalismus und Ressourcenschonung sind ihr ebenfalls wichtig - also war sie die perfekte Kandidatin für mein Interview, zu dem sie zum Glück auch sofort JA gesagt hat.

Nun aber zum Interview: Besser leben ohne Plastik

Wer bist du?

Ich bin Nadine, eine waschechte Fränkin, zu Hause in der Nähe von Bamberg. Ich bin 39 und Mutter von zwei Kindern. Meine Tochter ist sieben, mein Sohn 15 Jahre alt. Verheiratet bin ich auch - aber noch nicht so lange, wie wir Kinder haben :)

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt "Besser Leben ohne Plastik" vor und wie es dazu kam!

Mein Projekt heißt ganz klar: Plastikvermeidung! Ich habe nach einem Fernsehbericht 2013 beschlossen, dass wir, die Familie Schubert, ab sofort ohne Plastikmüll leben wollen. Die Bilder von Plastik in den Ozeanen, sterbenden Tieren, die Plastik gefressen haben und der Hinweis auf Weichmacher, die aus den Verpackungen in unsere Lebensmittel gelangen, hat mich so schockiert, dass ich wusste: Das will ich nicht mehr! Und dann war einfach Schluss.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Ich hab sofort bei uns zu Hause angefangen, ohne zu wissen, welche Ausmaße das mal annehmen würde. Weder habe ich geplant, einen Blog zu schreiben, noch Bücher zu veröffentlichen oder dafür gar meinen Job an den Nagel zu hängen. Das hat sich erst im Laufe der Jahre entwickelt.

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Na ja, ich musste mich ja erstmal orientieren. Wer „ganz normal“ einkauft, kommt um Plastik ja nicht herum. Aber ich konnte ganz viele Dinge schnell umsetzen. Milch gab´s im Glas, Käse offen an der Theke und Obst und Gemüse gab es nur noch nach Saison und ohne Verpackung. Das hat gut geklappt. Der Rest hat sich nach und nach ergeben.

Was denkst du, was dich von anderen Bloggern / Autorinnen zu Nachhaltigkeit und Plastikvermeidung  unterscheidet?

Ich war die Erste! Es gab in Deutschland keinen einzigen Blog, kein Forum, wo man Tipps zum Leben ohne Plastik bekommen hat. Ich musste mich da ganz allein durchschlagen. Deshalb habe ich ja selbst begonnen und im Herbst 2013 ging „Besser leben ohne Plastik“ online. Heute würde ich sagen: Ich bin authentisch und weiß, wovon ich rede. Ich bin mittelalt und habe eine Familie. Zero Waste als Single oder zu zweit ist doch kein Ding. Aber mit Kindern? Das stellt viele Mütter vor Herausforderungen. Ich bin da eben mittendrin. Die meisten Menschen, die sich mit Plastikvermeidung beschäftigen, sind Frauen und sie sind zwischen 29 und 40. Das sehe ich bei meinen Vorträgen und in meinen Statistiken. Sie sind mir also recht ähnlich.Außerdem glaube ich, man merkt mir meine Begeisterung für dieses Thema an. Und ich denke, viele lassen sich davon anstecken.

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Puh, Pläne gibt es immer. Ich möchte weitermachen mit meinem Thema. Ich bin nicht fertig. Es gibt noch viele Baustellen beim Umweltschutz und der Plastikvermeidung. Gerade stecke ich in den letzten Zügen der Überarbeitung meines neuen Buches. Es ist ein Kinderbuch zum Thema Plastik und heißt „Grüne Helden - Ohne Plastik geht es auch“ - Ich bin sehr stolz darauf, denn es erklärt kindgerecht, was es mit Plastik auf sich hat und wie jedes Kind ganz leicht Kunststoffe einsparen kann. Es ist für Grundschulkinder ab 8 Jahren und es wird sogar Arbeitsblätter für die Schule geben. Mehr erfahrt Ihr bald auf meinem Blog.

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Ich bin natürlich überall vertreten: Auf meiner Website: www.besser-leben-ohne-plastik.de, auf Instagram, auf Facebook und bei Pinterest

Gibt es ein Buch, das dein Leben verändert hat?

Ja: Einfach Öko* - als ich das gelesen habe - das dürfte im Herbst 2016 oder 2017 gewesen sein, hab ich nochmal ganz viel im Haushalt umgestellt. Es ging nicht so sehr um Plastik, sondern um den CO2-Fußabdruck.

Welchen Podcast kannst du empfehlen?

Ich liebe Podcasts. Mein Liebling ist der Zeit Verbrechen Podcast und ich habe die ARD Audiothek App - dort gibt´s allerlei Reportagen und Features zu vielen Themen. Ich interessiere mich nicht nur für Umwelt, sondern auch für Zeitgeschehen, Politik und True Crime.

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Ich trinke jeden Morgen ein Schnapsglas Olivenöl. Das tut einfach gut. Olivenöl enthält natürliches Ibuprofen und wirkt entzündungshemmend. Für mich als ehemalige Rheumapatientin perfekt.

Hast du ein Lebensmotto?

Ich kann dir jetzt keinen Spruch aufsagen. Aber ich habe im Laufe der Jahre gelernt, mich von negativen Einflüssen zu trennen. Das können Jobs sein, aber auch Freunde - oder eben ehemalige Freunde. Wenn mir etwas nicht gut tut, wieso soll ich daran festhalten? Ich denke nicht mehr, ich müsse alles alleine schaffen, sondern frage nach Hilfe. Und ich mache! Wenn ich etwas möchte oder für wichtig und richtig halte, dann wird's gemacht! Man muss anfangen, egal an welcher Stelle. So ist das beim Plastik, bei der Liebe, bei beruflichen Zielen.


Liebe Nadine, vielen lieben Dank für dieses inspirierende Gespräch mit dir, du bist sympathisch, witzig, authentisch und natürlich! Danke, dass du mit deiner Mission vorangehst und uns mit nimmst! Mit auf diesen plastikfreien Weg, den wir gemeinsam mit und v.a. für unsere Kinder gehen!
Für deine Zukunft wünsche ich dir alles Gute und Liebe und auf dass du noch so viele Menschen mehr inspirieren wirst!


Ich hoffe, dass dich Nadine - genau wie mich - genauso begeistert hat mit ihrer Einstellung, einfach mal anzufangen. Wie ist es bei dir? Lebst du schon plastikarm bzw. -frei? Fällt es dir noch schwer oder in vielen Punkten schon ganz leicht? Schreib' mir doch gerne deine persönliche Geschichte dazu! Ich freue mich über jede Einzelne!

Aufgeräumte Grüße,
Petra


Übrigens wurde ich im Februar 2021 auch von Nadine Schubert interviewt, den ganzen Artikel findest du hier in ihrem Blogartikel: Aufräumen: „Wir nehmen uns zu viel vor.“

* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten!


Stimmung umschalten von 0 auf 100?

Vor zwei Wochen habe ich hier zu einer "Glücklichmacher-Challenge" aufgerufen! Danke für all eure Rückmeldungen und tollen Posts auf Instagram!

Was ich an Glücklichmachern so gut finde, dass ich heute noch einen Blogartikel darüber schreibe?

Seit ich vor einigen Jahren das Buch "The secret" von Rhonda Byrne gelesen habe, hat es mich sofort fasziniert. So einfach sollte es sein? Das anziehen, was man ausstrahlt? Hm, das interessierte mich! Fortan beschäftigte ich mich sehr mit diesem Thema. Alles zu den Themen Mindset, positive Psychologie, NLP usw. verschlang ich! Lesen, Podcasts, Hörbücher hören... Ständig - eigentlich täglich - bilde ich mich seitdem weiter.

Durch das richtige Mindset (also die Gedanken, die ich mir den ganzen Tag lang mache, das, was ich mir selbst erzähle und glaube) sollten bestimmen, wie es in meinem Leben aussieht? Klingt spannend, oder? Nach Rhonda Byrne ist "Das Geheimnis" also das "Gesetz der Anziehung".

Das, was du ausstrahlst, ziehst du an

Im Negativen haben wir das wohl alle schon einmal erlebt, oder? Man steht früh auf und haut sich den kleinen Zeh an der Bettkante an. So ein Mist! Wären wir doch lieber liegen geblieben. Weiter geht es im Bad mit der Zahnpastatube, die Zahncreme auf die frische Bluse spritzt. Dazu kommen Kaffeeflecken, ein verpasster Bus usw...

STOP. Durch die Einstellung und die Erwartungshaltung, dass dieser Tag wohl nicht der Beste wird, ist es laut The Secret genau so: der Tag wird nicht der Beste, WEIL wir das erwarten. Das Gute an der Sache: man kann sich ziemlich schnell wieder in positive Stimmung versetzen, so das man schließlich auch positives anzieht und erwartet.

Die Kunst ist es, sich aus diesen negativen Stimmungsschwankungen - die sicher jeder hier kennt - immer wieder und v.a. immer schneller herauszuziehen. Das hat nichts mit Verdrängung oder Unterdrücken von schlechten Gefühlen zu tun. Naja, obwohl. Vielleicht schon etwas. Aber im positiven Sinn! Denn ein Sich-im-negativen-Gefühl-zu-baden-Zustand kann ich überhaupt nichts abgewinnen. Bist du schon einmal mitten in der Nacht wegen Sorgen aufgewacht? Und konntest dann - überraschenderweise - nicht mehr gut einschlafen, weil du gedanklich so ziemlich die schwärzeste Gedankenabwärtsspirale durchgegangen bist, in der dir kaum mehr irgendetwas positiv erscheint? Genau. Im Negativen baden zieht nämlich noch mehr von diesen Gedanken an. Alles erscheint plötzlich dunkelgrau und schwarz, oder? Und genau hier setzen die Stimmungsumschalter an: einen gedanklichen Cut zu machen. An Gutes zu denken, sich in positive Stimmung versetzen, weil man sich dann wieder auf die guten Dinge konzentrieren kann.

Wusstest du übrigens, dass sich die Menschen im Allgemeinen zu 92 % Sorgen um ungelegte Eier machen? Um Dinge, die längst passiert sind, die also nicht mehr zu ändern sind. Um Dinge, die eventuell einmal passieren KÖNNTEN, um Dinge, die gar nicht wirklich wichtig sind? Und nur zu 8 % um Dinge, die relevant und veränderbar sind. Weil wir uns zu 92 % auf das konzentrieren, was nicht mehr veränderbar ist bzw. überhaupt nicht eintritt, können wir unsere wertvolle Energie nicht auf die Lösung richten - sondern richten die Energie auf das Problem!

Ein gedankliches Umschalten fokussiert uns demnach hin zu den lösungsorientierten Gedanken und bringt uns weg von Problem-Gedanken. Wie klingt das für dich? Nach Hokuspokus? Bist du schon einmal gut gelaunt früh aus dem Haus gegangen, fröhlich pfeifend und lächelnd und die ganze Welt hat dir entgegen gelächelt? Du bekamst Komplimente, alles klappte wie am Schnürchen? Das ist die andere Seite der Medaille. Gute Ausstrahlung zieht Gutes an. Du wirkst wie frisch verliebt, gut gelaunt und das steckt an. Gutes zieht Gutes an! Negatives zieht Negatives an! Du entscheidest!

Deshalb meine Entscheidung: ich will Gutes ausstrahlen, Menschen mit meiner guten Laune anstecken und sie auch in gute Laune versetzen. Bist du lieber mit miesepetrigen Leuten zusammen oder mit fröhlichen Menschen? Blöde Frage, oder? Ich weiß.

Hier möchte ich nun ein paar ganz persönliche Stimmungsumschalter mit dir teilen, die mich sofort gut drauf sein lassen - ganz legal und meistens sogar kostenlos - und niemals umsonst!

Stimmungsumschalter:

  • meine Katzen streicheln
  • lachen mit meinem Sohn
  • meinen Freund küssen
  • mit einer Freundin telefonieren
  • spazieren gehen
  • einen Mittagsschlaf machen
  • ein leckerer Kaffee und ein süßer Kuchen in meinem Lieblingscafé
  • in einer Zeitschrift blättern/schmökern
  • ein gutes Buch lesen
  • einen Kuchen backen
  • zur Lieblingsplaylist abtanzen
  • ein heißes Bad nehmen
  • mit dem Auto fahren, Schiebedach auf und gute Musik hören
  • mich in den letzten/nächsten Urlaub denken
  • Kinderbilder von meinem Sohn anschauen
  • Rasen mähen
  • eine Runde laufen gehen
  • ein Tag in der Therme
  • Yogaübungen
  • meditieren
  • in mein Dankbarkeitsbüchlein schreiben
  • eine neue Stadt erkunden
  • im Gartenmarkt bummeln
  • eine Party organisieren
  • ...

Nicht jeder Punkt dieser Liste wirkt bei allen Stimmungen, oft ist es auch nicht überall möglich, alles zu tun ;) Ein nicht so gutes Gefühl, während ich an der Supermarktkasse stehe, lässt sich schwer durch einen Mittagsschlaf ausgleichen, eine stressige Situation in der Arbeit könnte man zwar wegtanzen, wirkt aber sicher etwas fehl am Platz! Hier ist die Kunst, für alle evtl. Situationen die passenden (ja, Plural!) Umschalter zu finden. Weil nicht alle Stimmungen gleich sind und nicht immer ein Mittel der Wahl hilft, oft braucht man eine Alternative.

Wie ist es bei dir? Was lässt dich sofort gut drauf sein bzw. bringt dich sofort auf andere Gedanken? Um genau das geht es nämlich - von den schlechten Gedanken weg und hin zu den guten. Je öfter du das schaffst, desto besser und schneller ziehst du dich selbst da raus.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir einige deiner Tipps verrätst - ich finde nämlich, dass man da niemals zu viele Umschalter auf seiner Liste haben kann!

Aufgeräumte Grüße,
deine Petra


Heute im Interview: Greta Silver

https://youtu.be/9gYk_Ir4NLU

Heute darf ich euch Greta Silver vorstellen! Was für eine beeindruckende Frau! Ich folge Greta seit langer Zeit auf Instagram, weil sie mich dort mit ihrem Elan und ihrer sprühenden Energie umhaut, wenn sie davon berichtet, wie es ihr geht. Sie macht es vor, wie ich im Alter leben will, ach was sag ich: eigentlich jetzt schon. So manche Frau meines Alterns könnte sich eine Scheibe von ihr abschneiden: sie lebt vor, wie cool diese spannende Lebensphase ist - frei von Jugendwahn. "Heute rockt das Alter", so sagt sie!

Die Zeit von 60 bis 90 Jahren ist genau so lange wie von 30 bis 60
Greta Silver

Als ich Greta um ein Interview bat, hat sie spontan JA gesagt! Wie ich mich gefreut habe, sie persönlich kennenzulernen! Wow! Mit ihren 72 Jahren ist sie lebendiger als manche 40-Jährige, sie hat mit 66 Jahren - wenn andere in Rente gehen, einen YouTube-Kanal eröffnet. Und der kann sich wirklich sehen lassen: mit 2,7 Mio. Aufrufen zeigt sich doch, dass sie hier genau die richtige Message rüberbringt.

Sie ist eine Mutmacherin, sie beweist, dass wir unser Leben selbst in der Hand haben - unabhängig vom Alter! Sogar die UNO hat einen Film mit ihr gedreht, wie andere Länder mit dem Alter umgehen. Sie ist Podcasterin des Podcasts "Glücklich sein ist eine Entscheidung" - schon alleine der Titel spricht mir so aus dem Herzen - die Inhalte tun ihr Übriges. Selbstbestimmt zu leben, die Verantwortung für sein Glück zu übernehmen und nicht an andere abzuwälzen - was gibt es für eine bessere Lebenseinstellung? Die auf jeden Fall belohnt wird - wie man an Greta ganz deutlich sieht! Sie ist so authentisch und natürlich, macht einfach das, worauf sie Lust hat - und das ist jede Menge: Videos drehen, Bücher schreiben, die jeweils in der ersten Woche auf die Spiegelbestsellerliste schossen, sie ist Gast im TV und Interview-Gast in namhaften Zeitungen und Zeitschriften. Alle sind voll des Lobes, was ich absolut verstehen kann. Sie sprüht vor Energie und Lebensfreude, rockt ihr Leben und sieht einfach blendend aus!

Doch nun zum Interview:

Wer bist du?

Mein Name ist Greta Silver, ich habe Abitur, sonst gar nichts. Ich war 17 Jahre lang Hausfrau mit 3 Kindern, Hund und Marmelade kochen, das war alles Teil meines Lebens und ich wusste und weiß es sehr zu schätzen. Ich liebte meinen Alltag! Und ließ mir immer wieder neue Dinge einfallen, damit mir die Decke nicht auf den Kopf gefallen ist. Diese Kreativität hat sich zum Glück bis heute fest verankert - auch heute in dieser Krisenzeit konnte ich davon profitieren.

Mit 48 Jahren, wenn andere schon denken, dass es sich nicht mehr lohnt, habe ich mich dann mit Einrichtungsprojekten selbstständig gemacht. Ich durfte Hausboote einrichten, Ferienhausanlagen und schließlich sogar 4 Sterne-Hotels. Später war ich dann u.a. als freie Journalistin unterwegs, ich hatte mein eigenes PR-Büro für große Konzerne und war außerdem Projektentwickler für Kongresse...

Mit 60 Jahren durfte ich dann Model werden, weil meine Tochter bei einem Mutter-Tochter-Shooting mitgemacht hat. Was für eine tolle Erfahrung! Man hat nichts zu verlieren, lernt nur dazu! Anfangs war es mir fast peinlich, was könnten wohl die anderen sagen, aber zum Glück konnte ich das bald hinter mir lassen.

Mit 66 Jahren machte ich dann einen YouTube-Kanal auf, nach ca. 3 Jahren veröffentlichte ich meine Bücher, die sofort auf die Spiegelbestsellerliste schossen! Dann kam eine Anfrage aus Chile: man wollte ein Porträt über mich drehen! Dieser Film steht heute auf der UNO-Plattform als Beispiel dafür, wie andere Länder mit dem Alter umgehen!

Früher war ich durchaus zufrieden, war nicht unglücklich, dachte aber immer daran, wie es den Familienmitgliedern geht. Nicht ich stand in meinem Fokus, sondern die anderen. Daran hat aber tatsächlich mein YouTube-Kanal etwas verändert, plötzlich merkte ich, dass ich immer mehr auf meine Bedürfnisse hören möchte.

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Ich bin Mutmacherin! Durch meinen YouTube-Kanal, meinen Podcast und die Bücher möchte ich zeigen, dass man mit kleinen Stellschrauben sein Leben zum Besseren verändern kann. Ich motiviere andere dadurch, dass ich meinen Werkzeugkoffer an hilfreichen Tools öffne, durch die man glücklicher, motivierter, angstfreier leben kann. Wie man alte Verletzungen loswerden kann und vor allem, wie entspannt es ist, älter zu werden. Dass das Leben noch so viel zu bieten hat - wenn wir uns dafür entscheiden und die Verantwortung für uns übernehmen. Ich zeige, dass es nicht die anderen sind, die uns glücklich machen.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Ich war jahrelang der Überzeugung, dass die Menschen in meinem Umfeld für mein Glück und meine Erfüllung verantwortlich sind, ich habe sogenannte Geheimverträge abgeschlossen - wenn sie mich doch lieben, müssen sie das doch tun - was natürlich niemand jemals gut erfüllen kann. Als ich das erkannt habe, hat es einfach ALLES verändert. Genau deshalb weiß ich, wovon ich spreche - weil ich dort war. Als das klar war, musste ich einfach selbst für mein Glück losgehen. Zuerst war da Enttäuschung, die sich aber nach einigen Wochen in ein unglaubliches Freiheitsgefühl gewandelt hat.

Heute fülle ich meinen "Glückstank" selbst - das ist überhaupt nicht egoistisch, sondern lebensnotwendig! Wie Sauerstoff! Ich brauche meine Auszeiten im Alltag, in denen ich Glück und Energie tanke, z.B. wenn ich ins Museum gehe oder ins Kino mit einer Freundin. Ich sehe das mittlerweile als Verpflichtung, dass ich selbst für mein Glück verantwortlich bin - DAMIT ich für andere da sein kann. Seit ich das erkannt habe, akzeptiere ich auch die Auszeiten von anderen, die sehr individuell sein können - um deren Glückstanks aufzufüllen.

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Die Hindernisse gab und gibt es z.T. immer noch in den Köpfen der "Alten", die denken, dass es das jetzt war. Jetzt sind sie alt, jetzt ist das Leben vorbei, was sollen sie denn noch bewirken in ihrem Alter. Doch genau das ist meine Mission - die Menschen davon zu überzeugen, dass es doch jetzt erst losgehen kann. Ich selbst will 120 Jahre alt werden, ich habe noch so viel Zeit, um mich auszuprobieren, um Dinge zu tun, für die ich früher keine Zeit hatte. Weil ich schlaflose Nächte hatte, als die Kinder klein waren, als Kollegen an einem vorbei befördert wurden, als das Leben zu planen war. Ich möchte mir später nicht vorwerfen müssen, "hätte ich das doch bloß probiert". Ich will das Bild vom Alter revolutionieren, das geht nun langsam in die Köpfe der Menschen, die ich anspreche. Wahrscheinlich auch, weil ich es vorlebe, dass es möglich ist, wenn man das will. D.h. nicht, dass es jeder so machen muss wie ich. Ich zeige nur auf, dass die Grenzen in den Köpfen der Menschen sind, die sie sich selbst auferlegen. Dass es die Gedanken und Entscheidungen sind, die wir jeden Tag treffen, ob wir glücklich sind oder nicht.

Was unterscheidet dich von anderen Frauen deines Alters?

Ich erwarte das Beste - meine Erwartungshaltung ist eine andere als die von anderen. Ich weiß an jedem Geburtstag, dass dieses kommende Jahr noch besser wird als das letzte. Ich bin eine Fahnenträgerin, die voraus geht. Die zeigen möchte, dass das Alter noch so viel zu bieten hat. Ich lebe mit einem Gottvertrauen, fühle mich beschützt. Was aber sehr schön ist: es kommt gerade eine große Welle an Menschen, die sich dessen auch bewusst werden. Die auch das Beste vom Leben erwarten und alles haben dürfen. Ich will so viel ausprobieren. Mit 62 Jahren habe ich mich getrennt von meinem Ehemann - seitdem will ich nicht mehr mit angezogener Handbremse fahren. Ich will leben!

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Mit 17 Jahren habe ich entschieden, dass ich 120 Jahre alt werden will. Und laut der Forschung ist das sicher auch möglich ;)Ich habe keine konkrete Vision von der Zukunft, ich will zugreifen, schauen, was kommt. Es kommt eh toller, als ich mir das vorstellen kann, weil es das Leben gut mit mir meint. Diesen Blick auf das Leben will ich anderen Menschen eröffnen, das ist für mich ein Geschenk, dass ich andere inspirieren darf.

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Webseite https://www.greta-silver.de/
youTube-Kanal: https://www.youtube.com/user/zujungfuersAlter
Podcast Spotify: https://open.spotify.com/show/1vfXvo5gOIybOvhJG5RGYY?si=altugKgTQamepVmbdEotBw
Instagram: https://www.instagram.com/silver.greta/linkedin: 
https://de.linkedin.com/in/greta-silver-3bb8a518a
Facebook: https://www.facebook.com/GretaSilver/
SPIEGEL-Bestseller: https://www.greta-silver.de/bestsellerautorin


Liebe Greta, ich danke dir von ganzem Herzen für dein Sein, für dein Tun, für dein Vorausgehen. Du bist ein Vorbild für mich! Auf dass die nächsten 70 Jahre noch besser werden, als die letzten!

Aufgeräumte Grüße,
Petra


Heute im Interview: Fräulein Ordnung

https://youtu.be/gbKMqxGi11I

Ich freu mich so, dass ich euch heute Denise Colquhoun alias "Fräulein Ordnung" vorstellen darf. Denise ist für mich DIE Inspiration und DAS Vorbild als Ordnungscoach und Bloggerin.

Ich folge ihr schon einige Zeit, ich weiß gar nicht genau, wie lange schon. Ihr Blog hat mich quasi durch meine letzten Jahre begleitet - er hat mich inspiriert, mich schmunzeln und nachdenken lassen.

Durch Denises Blog war ich also immer nah dran an ihr. Über Instagram und die dort geposteten Stories hatte ich tatsächlich das Gefühl, sie schon ewig und auch ziemlich gut zu kennen. Im letzten Jahr hat Denise dann in unserer Ordnungscoach-Gruppe (ja, es gibt noch viele weitere tolle Ordnungskolleginnen in D-A-CH, die ich hier verlinkt habe) zu einem Gastbeitrag aufgerufen und ich durfte - welch ein Glück - den Beitrag Wenn Eltern gehen … bleiben die Dinge! schreiben.

Im letzten Jahr haben wir uns dann außerdem in Nürnberg, meiner Heimatstadt, live und in Farbe getroffen, da Denise "zufällig" in der Stadt war. Was für eine Begegnung! Viele Gemeinsamkeiten und ähnliche Ansichten, ähnliche Beziehungshintergründe und die Liebe zum Aufräumen und Schreiben haben uns einen sehr schönen Abend im Biergarten mit leckerem Salat beschert ;)

Als ich Denise dann um ein Videointerview für meinen Blog bat, hat sie zum Glück gleich zugesagt!

Und nun zum Interview:

Wer bist du?

Ich bin Denise, bald 42 Jahre alt, Mutter von drei Kindern (13, 15 und 19). Ich lebe in Münster und bin halbe Schottin.

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Oh - eigentlich habe ich ja mehrere Herzensprojekte. Aber das, worüber wir heute sprechen, ist wohl das wichtigste: Mein Projekt  ‚Fräulein Ordnung‘. Man könnte Fräulein Ordnung auch mein ‚alter Ego‘ nennen. Ich helfe Menschen, schöner zu wohnen und sich von unnötigem Ballast zu befreien. Durch meinen gleichnamigen Blog darf ich aber noch so vielen andere Leidenschaften nachgehen - Texte schreiben, Menschen inspirieren und Sachen entdecken.Als Kind wollte ich immer Schauspielerin werden und ins Fernsehen kommen. Sogar der Traum ist in Erfüllung gegangen. Erst diese Woche war ich noch im ARD Morgenmagazin zu sehen - allerdings spiele ich immer dieselbe Rolle - die der Ordnungsexpertin :-)

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Ich bin da fast ein bisschen rein geschlittert, denn gegen die Eigendynamik konnte ich fast nichts machen. Im Januar 2011 hatte ich die Idee im Kopf, zwei Wochen später war ich selbständig.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Schon einige Wochen und Monate vorher habe ich immer wieder darüber nachgedacht, wie es weiter gehen soll. Meine jüngste Tochter war gerade im Kindergarten und ich wusste, dass ich irgendwann wieder arbeiten gehen möchte. Aber wo? Und was? Was lässt sich mit meiner Rolle als Mutter vereinbaren, die ich unbedingt weiter in dem Rahmen ausleben wollte wie bisher? Mir war klar, ich wollte einen Job finden, der sich an mein Leben anpasst. Nicht anders herum. Allerdings habe ich nie mit dem Gedanken gespielt, mich selbständig zu machen. Bis ich dann meine Profession gefunden habe und darin wachsen konnte.

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Mein größtes Hindernis war mein damaliger Mann. Er fand meine Idee albern und wollte mich nicht unterstützen. Geld für eine Homepage? Konnte ich mir abschminken. Gott sei Dank! Denn so habe ich in meiner Not einfach mit meinem Blog angefangen. Als wir uns vor 4 Jahren getrennt haben, war eben dieser Blog meine sichere Einnahmequelle und finanziert mir und meinen Kindern heute das Leben. 

Was denkst du, was dich von anderen Bloggerinnen und Coaches unterscheidet?

Als Bloggerin habe ich ein sehr wertvolles Mantra gefunden:"Du kannst nicht immer motiviert sein. Also musst Du lernen, diszipliniert zu sein!“ Das Geheimnis meines Blogs ist, dass ich sehr diszipliniert seit vielen Jahren jeden Donnerstag meinen Ordnungstag schreibe. Jede Woche gibt es Inspiration, Ideen, Anregungen. Oft genug habe ich Mittwochs Abends verzweifelt am Laptop gesessen, völlig ratlos, weil mich die Muse einfach nicht küssen wollte. Erstaunlicherweise sind genau dann oft meine besten Texte entstanden. Ansonsten bin ich einfach so, wie ich bin. Ich kann gut bei mir selber bleiben und sehe Kolleginnen nicht als Konkurrenz an. Ich bin mir sicher, dass es für jeden den richtigen Blog und auch den richtigen Coach gibt.

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Meine Pläne für die Zukunft habe ich mit meiner Ausbildung zum „Inner Balance Coach“ in die Wege geleitet. Nachdem ich nun seit 9 Jahren Menschen dabei helfe, schöner zu wohnen und sich von unnötigem Ballast zu befreien, möchte ich mich jetzt vermehrt um die innere Ordnung kümmern. Die Nachfrage ist enorm! Wenn ich noch weiter in die Zukunft blicke … Just am Wochenende habe ich mit meinem Freund darüber phantasiert, in 10 Jahren unsere Sachen zu packen und nach Hawaii zu ziehen. Ob das was wird, sei mal dahin gestellt, aber in die Richtung würde ich mir mein Leben wünschen. Auf jeden Fall möchte ich mich räumlich verkleinern, mich frei und ungebunden fühlen. Von unterwegs schreiben, das Leben genießen und meinen Beitrag zu einer glücklicheren Welt leisten. 

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

https://fraeulein-ordnung.de
https://www.instagram.com/frlordnung/
https://www.facebook.com/FrlOrdnung/

Gibt es ein Buch, das dein Leben verändert hat?

Feng Shui gegen das Gerümpel im Alltag*. Damit fing bei mir alles an. Bis dahin habe ich immer nur gesammelt und schön sortiert. Seit dem Buch habe ich verstanden, wie wichtig LOSLASSEN ist.Danach folgten viele weitere Bücher, die mein Leben verändert haben. Die aufzulisten würde den Rahmen sprengen …

Welchen Podcast kannst du empfehlen?

Um ehrlich zu sein, höre ich keine Podcasts. Ich war schon bei einigen zu Gast, aber auch die habe ich mir nicht angehört. Allerdings war ich im November und Dezember viel mit dem Auto unterwegs, da habe ich die ersten 20 Folgen von Paardiologie verschlungen.  

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Ich liebe Routine und so habe ich schon am Morgens eine lange Aneinanderreihung von Dingen, die mir ein gutes Gefühl geben: Öl ziehen, Betten machen, Tee trinken, meditieren. Am liebsten ist es mir aber, wenn ich bei meinem Freund übernachte und ich meine gesamte Routine gegen einen Kaffee mit ihm im Bett eintausche.

Hast du ein Lebensmotto?

„Wenn Du die Ruhe nicht in Dir selbst findest, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.“
Oder aus Bambi: „Wenn Du nichts Nettes zu sagen hast, dann sag lieber gar nichts!“


Liebe Denise, ich danke dir so für dieses herzliche und offene Interview, in dem ich noch ganz viel Neues über dich erfahren durfte! Du bist eine tolle, inspirierende Frau, die im wirklichen Leben genauso authentisch ist wie es auf dem Video rüberkommt. Das macht dich so sympathisch und nahbar, du bist ein großes Vorbild für mich und ich hoffe, dass sich noch viele weitere Gespräche und Treffen ergeben werden!

Alles Liebe und aufgeräumte Grüße,
Petra

* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten!


Bereit für etwas Neues?

Ich bin ein großer Fan von Routinen! Alle, die mir schon etwas länger folgen, haben das sicher schon mitbekommen. Sie erleichtern das Leben und den Alltag. Ich muss nicht ständig über Dinge, die zu erledigen sind, nachdenken. Das entspannt mich total.

Aaaaaaber: was ich mindestens genauso mag, ist das Gefühl, etwas zum ersten Mal zu tun. Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst...(Uuups, ich schweife ab!). Dieses Kribbeln, wenn du etwas Neues tust, das du vorher noch nie gewagt hast. Etwas mutiges, abenteuerliches, was dir sofort das Gefühl gibt, dass du lebst. Und zwar jetzt gerade!

Kennst du das Gefühl noch? Als Kind war es an der Tagesordnung, täglich über seine Komfortzone hinauszugehen (nur nannte das niemand je Komfortzone). Es war mehr das Heranwachsen, das unseren Spielradius immer mehr erweiterte. Neue Leute, neue Orte, neue Dinge probieren. Das war völlig normal. Ein Austesten, wie man denn gerne leben möchte.

Wann hat das denn bitte nachgelassen? Als wir dachten, alles entdeckt zu haben und uns für die besten Dinge entschieden haben. Was ja auch bestimmt nicht falsch ist.

Viele Menschen haben auch einfach Angst vor Veränderung, vor Neuem. Weil es Unbekanntes im Gepäck hat, weil ich eben nicht weiß, was auf mich zukommt. Weil das beängstigend sein kann, weil man lieber auf Nummer "sicher" gehen möchte. Aber was ist schon sicher? Die Langeweile vielleicht? Oder der gleiche Trott. Das Problem an diesen beiden Vettern: Sie ersticken DURCH Routine und Gewohnheiten, jegliche Dopaminproduktion wird eingeschränkt.

Auf Veränderungen muss man sich einlassen, das stimmt. Das schöne an Veränderungen ist ja in diesem Fall, dass man sie selbst wohldosieren kann. Dass ich selbst entscheiden kann, wann ich welche ungewohnten Dinge machen möchte. Wann ich mich in Neues stürzen will. Was hier in jedem Fall sicher ist: durch das körpereigene Belohnungssystem wird hier bald "Blut geleckt". Der Körper und der Geist merken, dass die kleinen Veränderungen keine Bedrohung für das System sind sondern - im Gegenteil - größte Freude, von der man mehr möchte!

Deshalb möchte ich eine Ode auf die neuen und mutigen Dinge im Leben aussprechen. Wir brauchen neue Impulse, da sonst immer alles beim Alten bleiben wird. Wir handeln zu ca. 90 % unbewusst (einige Studien behaupten sogar, dass es 95 % wären). D.h. es bleibt scheinbar nicht allzu viel Spielraum für Spontaneität und Abenteuer. Doch hier hörst du mich nun ganz laut STOP rufen! Stop - weil wir sehr wohl etwas tun können. Weil wir uns jeden Tag und jeden Moment dafür entscheiden können, wieder mehr Bauchkribbeln in unser Leben zu holen. Weil es immer eine Wahl gibt.

Es gibt immer eine Wahl

  • Gehe ich den bekannten Weg zur Arbeit oder wähle ich einen anderen (vielleicht nehme ich sogar einen Umweg in Kauf, der sich aber lohnt). Weil ich in andere Gärten blicken kann, weil andere Geschäfte auf dem Weg liegen, weil hier andere Menschen wohnen...
  • Koche ich die gleichen Gerichte wie immer oder teste ich einfach einmal ein anderes Rezept? Weil es ganz andere Zutaten beinhaltet, die ich evtl. sogar in einem neuen Laden besorgen muss. Dadurch gewinne ich wieder ganz andere Eindrücke, erweitere meine Geschmacksnerven, weil ich nötige Gewürzmischungen vorher noch nie getestet habe.
  • Gehe ich am Wochenende nicht wie immer die gewohnte Laufrunde joggen sondern teste einfach einmal eine neue Strecke, die am anderen Ende der Stadt ist. Hier ist die Natur komplett anders, ich weiß nicht, was sich hinter der nächsten Abbiegung versteckt, bleibe dadurch neugierig und offen.
  • Lese ich vielleicht einmal ein anderes Genre als sonst. Wage mich in der Bibliothek oder Buchhandlung auch einmal in entgegengesetzte Winkel und finde somit andere Schätze.
  • ...

Was ist denn so toll an Neuem und an ersten Malen?

Erste Male sind neu, noch nie dagewesen, du kannst auf kein Muster zurückgreifen, wirst dadurch gefordert, deinen Geist anzustrengen, dir Strategien zu überlegen. Das schöne daran ist, dass du dich davor, währenddessen und danach einfach gut fühlst. Und das hat einen ganz simplen Grund: Bestimmte Regionen im Gehirn senden Dopamin aus, was dich sofort glücklich macht. Dein eigenes Belohnungssystem springt v.a. dann an, wenn du Neues erlebst. Und hier ist es nun ganz egal, was es ist.

Was du auch tust, auf keinen Fall darfst du mit 65 aufwachen und darüber nachdenken, was du versäumt hast.
George Clooney

Wie kann ich denn nun Neues in mein Leben bringen?

Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. In jedem Lebensbereich gibt es Möglichkeiten, sich immer wieder neu zu erfinden. Und das soll auf gar keinen Fall in Stress ausarten, keine Angst. Es ist vielmehr eine Aufforderung, mal von ausgetretenen Pfaden abzubiegen und dir zu überlegen, wo es Spielraum gibt und du gerne glücklicher wärst. Schaue dir doch einfach einmal folgende Bereiche an:

  • Beziehung / Familie
  • Beruf
  • Freizeit
  • Ernährung

Bei welchem Bereich hast du spontan Lust, etwas Abwechslung reinzubringen? Beginne einfach hier, ich rate dir, nicht gleich in jedem Bereich loszupreschen. Gewöhne dich vielmehr daran, dass du ab sofort experimentierfreudiger bist. Das was du in einem Bereich ausprobierst strahlt oft auch auf andere Bereiche ab. Ich möchte dir nun einfach zahlreiche Anregungen geben, die vielleicht nicht ganz so willkürlich und aus der Luft gegriffen sind, sondern evtl. sogar in Zusammenhang mit der Autorin dieses Blogartikels stehen ;)

Beziehung / Familie

  • Picknick im Freien statt Abendessen daheim
  • Nachtwanderung statt TV-Abend
  • Spaziergang statt Essen gehen
  • Radtour zum nächsten See
  • Kanutour
  • Kletterpark
  • GoKart-Fahren
  • Stadtbummel in fremder Stadt
  • in einem Hotel in der eigenen Stadt schlafen
  • Inlineskates fahren

Beruf

  • früher anfangen und dafür den Nachmittag freihaben
  • bewegte Mittagspause mit den Kollegen einführen
  • neue Kollegen besuchen statt E-Mail oder Anruf
  • Escape-Room besuchen statt Betriebsausflug in den Tiergarten
  • freiwillig eine neue Aufgabe übernehmen
  • verschiedene Wege zur Arbeit ausprobieren
  • ein Fernstudium machen, weil man schon immer Psychologie studieren wollte
  • eröffne ein Café oder jobbe in deinem Lieblingscafé, um es zu testen

Freizeit

  • neue Sportart ausprobieren (Segeln, Klettern usw.)
  • ArtNight/BakeNight usw. ausprobieren
  • Theaterstück/Oper/Ballett anschauen
  • einen VHS-Kurs besuchen (nähen, Goldschmiedekurs, singen, neue Sprache usw.)
  • Wandertour übers Wochenende
  • ehrenamtlich engagieren
  • Nachbarhund zum Gassi ausführen
  • Straßenfest organisieren
  • einen Malkurs besuchen
  • fremde Menschen ansprechen und Komplimente verschenken
  • meditieren (lernen)
  • Yoga
  • eine Sommerparty schmeißen
  • einen Stammtisch / ein Netzwerk organisieren

Körper / Gesundheit

  • probiere neue vegane / vegetarische Rezepte aus
  • einen Kochkurs besuchen
  • eine Fastenkur machen
  • einem Sportverein beitreten
  • eine Pilgerreise mache und sich darauf vorbereiten

Wir können nur dann wachsen, wenn wir Neues ausprobieren

Angst beginnt im Kopf - Mut aber auch

Mein persönliches Fazit

Ein Hoch auf Routinen und Gewohnheiten, genau in den Bereichen, in denen sie sinnvoll und entspannend sind - z.B. beim Thema Haushalt und Ordnung halten. Hier musst du nicht groß nachdenken und weißt, was wann zu tun ist.

Aber bei allem anderen sei frei und offen für Neues, sei neugierig, was das Leben noch bereit hält, wage Abenteuer, mach' verrückte Dinge, stürze dich ins Leben, seit mutig, übermütig und teste, was dir Spaß macht.

Was willst du nun am Liebsten gleich einmal Neues machen?

Aufgeräumte Grüße,
deine Petra


Die Alltagsfeierin: Interview mit Bettina Höchsmann

Heute darf ich euch Bettina Höchsmann - die Alltagsfeierin - aus Würzburg vorstellen. Bettina ist Fotodesignerin und Bloggerin aus Leidenschaft - das sieht man an ihren tollen Fotos (die Kaffeebilder sind ein Traum, da bekomme ich direkt immer Lust auf einen leckeren Kaffee!) und man liest es in ihren ehrlichen und offenen Blogartikeln und Posts auf Social Media.

Ich habe Bettina - wie soll es anders sein - bei Instagram entdeckt und folge ihr schon einige Zeit. Ihre Freitagsfragerei hat mich schon oft zu Ideen angeregt, weshalb ich sie spontan um ein Interview gebeten habe, zu dem sie zum Glück auch JA gesagt hat.

Aber seht bzw. lest einfach selbst, weshalb ich euch Bettina vorstellen möchte. Ihre Idee der "Alltagsfeierei" entspricht genau meiner Lebenseinstellung, weshalb sie mir wahrscheinlich auch so sympathisch ist. Das Leben und den Alltag an sich zu feiern, finde ich so toll. Weil wenn wir das nicht feiern, auf was wollen wir denn dann warten? Auf das Wochenende? Oder den Urlaub? Das sind mir persönlich viel zu wenige Tage! Es ist doch die Kunst des Lebens, aus jedem Augenblick ein Fest zu machen, jeden Augenblick zu zelebrieren und das Besondere darin zu sehen - genau wie Bettina es mit ihrem Blog und ihrer Arbeit tut.

Doch nun zum Interview:

Wer bist du?

Ich bin Bettina, Alltagsfeierin, zusätzlich Mama dreier Pubertinchen und lebe in der Nähe von Würzburg. Außerdem arbeite ich als Fotografin und Bloggerin. Auf meinem Blog schreibe ich für alle, die das Besondere im Alltäglichen entdecken und die kleinen Momente zelebrieren möchten. Mit meinen Artikeln unterstütze ich dabei, dass genug Freiraum geschaffen werden kann, um diese Auszeiten zu feiern. Ich teile dort Rezepte, einen wöchentlichen Speiseplan, schreibe Seelensachen, stelle Produkte vor, die mir das Leben erleichtern und nehme meine Leserinnen einfach mit in meinen ganz persönlichen Alltags-Rock’n‘Roll.

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt "Die Alltagsfeiern" vor und wie es dazu kam!

Mein Herzensprojekt ist es, Frauen zu zeigen, dass sie sich um sich kümmern dürfen und dass sie eben noch so viel mehr sind als z.B. Mama, Angestellte, Partnerin und, und, und….. Viele Frauen verlieren sich in dieser Phase und vergessen die wichtigste Person in ihrem Leben: sich selbst! Ich weiß das so gut, weil es mir so ergangen ist. Ich war ein sehr durchstrukturierter Mensch und mein Leben war durch meinen Teilzeitjob, den Haushalt, die Ehrenämter und durch die drei kleinen Mädchen so stark durchgetaktet, dass ich nur noch funktioniert habe. Die Quittung dafür kam im Jahr 2012. Ich hatte einen Zusammenbruch und mein Körper und meine Seele haben mir mit der Holzhammermethode deutlich gemacht, dass ich so nicht mehr weitermachen kann. Ich war an einer schweren Depression erkrankt, und ein langer Weg begann, der davon gekennzeichnet war, diese dunkle Lebensphase zu überwinden und mit dieser, inzwischen chronischen Erkrankung, leben zu lernen. Mitte 2015 habe ich mich bei Instagram angemeldet, um zu recherchieren ob meine Mädels diese App nutzen dürfen. So habe ich angefangen, Fotos von kleinen Glücklichmachern zu posten, um dieses „Social Media“ kennenzulernen und mir selbst durch die dunklen, hoffnungslosen Tage zu helfen, also mir selbst bewusst zu machen, dass es noch so viel Schönes auf dieser Welt gibt, was ich zwar gerade nicht richtig spüren konnte, das aber trotzdem da war. 

So hat ein Austausch mit Gleichgesinnten begonnen und ich habe immer mehr Routinen und Hilfen für mich entdeckt, die mir geholfen haben, wieder Schritt für Schritt aus dem schwarzen Loch hervorzukriechen, das mich verschlungen hatte. Durch das regelmäßige Fotografieren und Posten habe ich dann meine Liebe zur Spiegelreflex-Fotografie entdeckt, 2016 meinen Blog gegründet und von 2017 – 2019 ein Fernstudium zur geprüften Fotodesignerin absolviert und abgeschlossen. Inzwischen sind das Bloggen und Fotografieren mein Beruf.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Ein erster Zeitpunkt war wohl, als mich das Wort „Alltagsfeierei“ gefunden hat. Irgendwann Ende 2015 war diese Begrifflichkeit plötzlich in meinem Kopf und ohne, dass ich viel darüber nachgedacht habe, habe ich die Chancen ergriffen, die mir quasi auf dem Silbertablett angeboten wurden: Erste Anfragen wurden mir bezüglich meiner Fotos gestellt und meine Community auf Instagram hat mir dann vorgeschlagen, dass meine Themenvielfalt doch super für einen Blog wäre. Der begrenzte Platz zum Schreiben auf Instagram tat sein Übriges, so dass auch für meine „Seelensachen“ ein neuer Ort geschaffen werden durfte. Eine richtige bewusste Entscheidung war es gar nicht, ich habe eher die Chancen ergriffen, die mir so in mein Leben gepurzelt sind.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Als ich gesundheitlich wieder stabiler wurde, habe ich gespürt, dass ich nicht mehr in meinen alten Job als Buchhalterin zurückgehen kann. Außerdem ist mir klar geworden, dass ich eine Berufung leben möchte, bei der ich gut steuern kann, wie viel ich mir zumute, da meine Gesundheit noch immer ein zerbrechliches Gut ist. Darüber hinaus wurden die Anfragen von Kunden, die mit mir arbeiten wollten, immer mehr und das hat mich dann auch ermutigt, über eine Selbständigkeit nachzudenken. So ließ ich mich beraten und habe erkannt, dass ich nichts zu verlieren habe und somit angefangen, diesen Weg weiterzugehen.

 

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Hindernisse? Eher Mutausbrüche, die nötig waren, damit ich mir z.B. das Einrichten eines Blogs überhaupt zugetraut habe, sowie einen langen Atem z.B. beim Überwinden technischer Hindernisse und datenschutzrechtlicher Vorschriften. Zwischendurch vielleicht eher Umwege, denn nicht alle Projekte, die während dieser Zeit entstanden sind, konnten weiterverfolgt werden. Auch, dass mein Vater vor gut einem Jahr schwer erkrankt und nach kurzer, schwerer Zeit verstorben ist, hat mich schon kurz wieder gesundheitlich ins Straucheln gebracht. Aber inzwischen weiß ich mit solchen Herausforderungen umzugehen und mir auch die Zeit zuzugestehen, die ich persönlich brauche, damit ich meine Gesundheit nicht gefährde und meine liebgewonnene Alltagsfeierei weiter zelebrieren kann.

 

 

Was denkst du, was dich von anderen Bloggerinnen unterscheidet?

Ich denke, der Unterschied hat mit meiner persönlichen Geschichte zu tun. Ich weiß, wie schwierig und herausfordernd das Leben sein kann und möchte aber dennoch zeigen, dass frau ganz viel (für sich) tun kann, dass eben noch genügend Platz zum Leben, Spüren, Feiern und Lernen bleibt. Meine Community kennt meine Vergangenheit, es gibt sogar ganz viele, die diesen Weg von 2015 mit mir gemeinsam gegangen sind. Ich schätze die Liebe zum Detail und ich stehe im direkten, ungefilterten Austausch mit meinen Leserinnen, so dass ich genau weiß, für wen ich schreibe und wie ich mein Gegenüber unterstützen kann. Ich komme inzwischen leicht mit den Menschen ins Gespräch und kann diese gut dort abholen, wo sie stehen, oft auch hilfreiche Unterstützung anbieten und so die Kunst, den Alltag zu feiern, in die Leben anderer tragen. Bei meinen Workshops versuche ich gerade die technische Seite des Fotografierens auf ein Minimum zu reduzieren und das Maximum auf den fotografischen Blick zu lenken, umso mit wenig Aufwand einfach schöne Fotos machen zu lernen.

 

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Ich habe es oben schon kurz erwähnt, neben dem Bloggen möchte ich auch noch vermehrt Fotoworkshops für Frauen anbieten. Außerdem bin ich am Ausbau eines Frauennetzwerkes und plane mit zwei weiteren Bloggerinnen noch so einige schöne Aktionen. Durch Corona ist das aber alles noch nicht wirklich spruchreif, deshalb möchte ich da auch noch nicht zu viel verraten und wer weiß, was mein Leben sonst noch so für mich bereithält?

 

 

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Da ist erstmal mein Blog www.diealltagsfeierin.de, auf Instagram bin ich unter die_alltagsfeierin zu finden und auch auf Facebook, Twitter und Pinterest bin ich vertreten.

Gibt es ein Buch, das dein Leben verändert hat?

Kein einzelnes, aber generell Bücher, die sich mit innerer und äußerer Ordnung beschäftigen, haben mich auf meinem Weg gut unterstützt.

Welchen Podcast kannst du empfehlen?

Podcasts höre ich gar nicht so viele, aber „Um 180 Grad“ und „PodCarsta“ gefallen mir sehr gut.

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Mein erster und oft einziger Kaffee des Tages ist mir heilig. Dieses Milchschaumträumchen mit Vanillesirup und Blütenhäubchen genieße ich, wenn im Haus noch alles schläft oder wenn meine la Familia das Haus verlassen hat (das findet nur gerade dank Corona nicht wirklich statt ;-))))). Danach kann der Tag beginnen. Auch mein Morgenposting auf Instagram auf meinem Kanal @die_alltagsfeierin ist mir ein treuer Begleiter geworden, denn hier teile ich einfach das, was gerade so in mir vorgeht. Außerdem begleiten mich positive Affirmationen durch den Tag und ich schreibe auch ein 6-Minuten-Tagebuch.

Hast du ein Lebensmotto?

Das sind sogar mindestens zwei. Wie z.B. mein #druckrauslebensfreuderein, der mich schon ziemlich lange begleitet oder der Leitsatz „Einfach mal machen, könnte ja gut werden!“


Vielen Dank liebe Bettina für dieses tolle ehrliche Interview, in dem du uns von dir, deiner Krankheit und vor allem deinem Herzensprojekt erzählt hast. Ich mag deinen offenen Umgang mit deiner Geschichte so, weil du das absolut Beste aus dieser Situation gemacht hast - eine Krankheit als Wendepunkt für dein Schicksal zu sehen und dein Leben komplett umzukrempeln, so wie du es haben möchtest. Ich freue mich sehr, dass wir in Kontakt bleiben und ich weiter an deiner Alltagsfeierei teilhaben darf, um mir daraus etwas für meine ganz persönliche Feierei in meinen Alltag zu holen!

Aufgeräumte Grüße,
Petra


Daily Routine: Tagebuch schreiben

Eine meiner Morgenroutinen seit vielen Jahren ist das Journalen, auf gut deutsch: Tagebuch führen. Aber es ist so viel mehr als "nur" etwas in mein Tagebuch zu schreiben.

Ich lese viele Biographien von glücklichen und erfolgreichen Menschen, bin immer auf der Suche nach DER Routine, die alle gemeinsam haben: neben meditieren und Dankbarkeitsübungen praktizieren ist das tägliche Schreiben eine weitere. Das wundert mich überhaupt nicht.

Hier möchte ich dir meine Gründe für das tägliche Schreiben aufzeigen, vorsichtig, es sind viele ;) Nachahmung ist ausdrücklich erwünscht.

Um eine (tägliche) Routine einzuführen, braucht man laut verschiedenster Studien übrigens zwischen 21 und 100 Tagen, an anderer Stelle finde ich immer wieder auch die Zahl 66. Ganz gleich, wie lange man dafür braucht: diese Routine wirst du schon nach wenigen Tagen lieben. Warum? Das wirst du gleich selbst lesen. Vorher möchte ich aber beschreiben, warum sie für mich DIE Routine überhaupt ist.

Wann und wo

Ich bin ein großer Fan des 5 a.m.-Clubs, durch Homeofficezeiten ist diese frühe Morgenstunde leider etwas aus der Ordnung geraten, deshalb ist die Uhrzeit auch nicht ausschlaggebend. Wichtig ist aber, dass ich gleich schreibe, nachdem ich aufgestanden bin. An meinem Schreibtisch zünde ich mir eine Kerze an und schlage mein schönes Notizbuch auf, dann geht es los.

Was

Ich schreibe täglich zwei Seiten in meinem wunderschönen Notizbuch (Journal). Auf der einen Seite schreibe ich, wofür ich dankbar bin. Das kann so ziemlich alles sein, was mir gerade durch den Kopf geht. Das Zwitschern der Vögel am Morgen, die entspannte Nacht, die Vorfreude auf den neuen Tag, meine Lieblingsmenschen, meine Arbeit, meine Katzen (die sich während des Schreibens gerne auf meinen Schoß legen, wahrscheinlich spüren sie meine Seligkeit), mein Zuhause, mein Garten, dass ich gesund bin... Du siehst schon, es gibt echt gefühlt 1000 Dinge jeden Tag, die ich dankenswert finde. Das schöne an der Dankbarkeit ist außerdem, dass sie dich sofort glücklich macht - weil du dich auf die guten Dinge in deinem Leben konzentrierst und dadurch meines Erachtens automatisch mehr davon anziehst. jedenfalls bin ich durch diese Dankbarkeitsübung schon in einer absolut positiven Stimmung.

Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind

Die zweite Seite befasst sich mit meinen Zielen, die ich habe. Sei es für diesen Tag oder für die Woche, den Monat oder überhaupt. Mich mit meinen Zielen zu beschäftigen finde ich sehr wichtig. Ich denke schließlich täglich über sie nach, gehe kleine oder auch große Schritte, um sie zu erreichen. Und das täglich darüber Schreiben macht sie mir immer wieder bewusst. Natürlich verändern sich diese auch im Laufe der Zeit, weil ich ja täglich weiter voran schreite. Wusstest du übrigens, dass ich Ziele so formuliere, als ob sie jetzt schon erreicht und ich dankbar darüber schreibe?

Kleine Beispiele gefällig:

  • Ich bin so glücklich und dankbar für meinen wunderschön gestalteten Garten. Darin zu sitzen und ihn zu betrachten macht mich soooo glücklich (der übrigens gerade überhaupt noch nicht wunderschön gestaltet ist!)
  • Ich bin so glücklich und dankbar für meinen 1. Halbmarathon. Wie cool, ich bin gesund und lächelnd nach 1:45 Stunden im Ziel (den laufe ich erst im Oktober 2020)
  • ...

Warum

Du wirst dein Leben niemals verändern, solang du nicht etwas veränderst, das du täglich tust. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in deiner täglichen Routine
John C. Maxwell

Vielleicht konntest du an meinem WAS schon erkennen, dass es mich einfach glücklich macht. Dass ich dankbar bin, voller Vorfreude auf die erreichten Ziele, voller Vorfreude auf jeden einzelnen Schritt dahin. Wichtig ist nicht das Erreichen des Ziels, sondern die Person, die ich auf dem Weg dorthin werden.

  • Ich habe das Gefühl, dass ich im Moment des Schreibens absolut achtsam bin - mit mir, mit meiner Umwelt, im Einklang mit meinen Zielen und meiner Gegenwart. Mit der Vergangenheit sowieso, weil sie keine Rolle mehr spielt. Ich bin entspannt und ruhig. Ein Außen existiert in diesem Moment nicht, es gibt nur mich und meine Dankbarkeit und die Ziele (und vielleicht noch eine schnurrende Katze auf meinem Schoß, die stört aber nicht). Durch das Aufschreiben meiner Ziele habe ich übrigens das Gefühl, aus einem bloßen Wunsch ein realistisches Ziel zu erschaffen.
  • Meine Ziele ergeben im Anschluss eigentlich immer eine kleine To-Do-List für den Tag. Weil mir in diesem Moment Impulse kommen, wie ich wieder einen kleinen Schritt weiter kommen kann, was heute ansteht, um dem Ziel näher zu kommen. Diese Impulse nenne ich mein "Bauchgefühl", das schon ganz genau weiß, was als nächstes zu tun ist.
  • An manchen Tagen blättere ich mein Buch durch und bin immer wieder erstaunt, was für Fortschritte bzgl. meiner Ziele ich schon erreicht habe, wie ich mich verändert habe, wie sich die Umstände verändert haben, was ich geleistet habe.
  • Ich merke durch das Schreiben, was mir wichtig ist. In meinen Dankbarkeitsübungen sind eigentlich immer meine Menschen vertreten, kaum irgendwelche Dinge. Das zu erkennen macht mich immer wieder glücklich und zufrieden, weil es mir schon so gut geht. Außerdem merke ich, wie ich schon nach glücklich machenden Situationen Ausschau halte, um sie gerne in mein Büchlein zu schreiben. Und: positives (in diesem Fall meine Einstellung) zieht positives an (in diesem Fall mehr positive Ereignisse).
  • Ich kreiere bewusst positive Situationen für andere (Komplimente, Geschenke usw.), weil ich weiß, dass es andere glücklich macht. Das macht wiederum mich glücklich. So werde ich gefühlt ein besserer Mensch, weil ich darauf bedacht bin, mehr Gutes zu tun.
  • Das tägliche Schreiben gibt mir ein Gefühl von Disziplin, dass ich an etwas dranbleibe, für das ich losgehe. Das bestärkt mich in meinem Weg, dass regelmäßige Schritte kontinuierlich zum Ziel führen.
  • Beim Schreiben kommen oft ganz neue Ideen für Ziele, die ich so bewusst nie hatte (das Schreiben geschieht scheinbar auf unbewusster Ebene)
  • Durch das positive Formulieren meiner Ziele fokussiere ich mich auf die guten Dinge, stelle mir das erreichte Ziel schon bildlich vor, dadurch entstehen positive Gefühle, weshalb ich noch mehr Lust darauf habe, dass ich alles in Bewegung setze, das Ziel zu erreichen. Also quasi ein Teufelskreis im positiven Sinne!
  • Diese Zeit ist meine absolute Me-Time, ungestört, ungefiltert. Nur ich und meine Ziele. Diese Zeit ist mir heilig. Und so fühlt sie sich auch an.
  • Kleine Dinge werden mir wertvoller und wichtiger, weil ich sie als besondere Momente in mein Büchlein schreibe, dadurch gewinnen sie für mich an Bedeutung.

Wie

Wie kannst du nun eine tägliche Gewohnheit daraus machen?Mir ist es mittlerweile so wichtig, täglich zu schreiben, dass es mir fehlen würde zu meinem Glück. D.h. ich habe diese Routine so etabliert, dass ich mich nicht mehr zwingen oder überwinden muss. Das ist ja das schöne an Gewohnheiten, dass sie gut tun und du sie tun möchtest. Weil alles in mir danach verlangt.

Das Wie ist also durch folgende Methoden in deinen Alltag zu integrieren (und das gilt übrigens nicht nur fürs Journalen, sondern für jede neue Gewohnheit):

Du brauchst das Verlangen, diese Gewohnheit auszuführen, in dem

  • du die Gewohnheit an eine bestimmte Handlung bzw. einen bestimmten Ort knüpfst (Trigger). Bei mir ist das z.B. gleich der Zeitraum nach dem Aufstehen in meinem Büro. Du könntest auch nach dem Duschen, vor dem Schlafen gehen, nach dem Frühstück oder wann auch immer nehmen. Wann es bei dir eben gut passt. Es muss immer für dich persönlich passen, sonst kostet es dich zu viel Überwindung.
  • du ganz klein anfängst. Überlege dir am Anfang vielleicht, zumindest täglich nur 5 Dinge aufzuschreiben, für die du heute dankbar bist. Oder dein Ziel mehrmals aufzuschreiben. Oder einfach nur 5 Minuten zu schreiben, mit Wecker. Auf gar keinen Fall zu viel auf einmal. Dass es mit der Zeit vielleicht mehr oder länger wird ist total normal, aber es geht darum, das Schreiben in dein Leben zu integrieren - nach und nach, wenn sich die Routine etabliert hat.
  • Gönne dir eine Belohnung, die du dir nur dann gönnst, wenn du geschrieben hast. Vielleicht einen schönen Tee, oder der erste Kaffee auf der Terrasse. Bei mir ist das die Duftkerze, die ich währenddessen anzünde, außerdem die Dusche danach (ok, die gönne ich mir auch noch zu anderen Zeiten ;) )

Ich kann jedenfalls sagen, dass das Journalen mein Leben zum Positiven verändert hat. Wie ist es bei dir? Führst du auch ein "Tagebuch"? Wenn ja, was schreibst du da hinein?

Aufgeräumte Grüße,
deine Petra


Heute im Interview: Rebecca Maria Reise von der "Side Business Couch"

https://youtu.be/X7TOZDv9PiE

Heute darf ich Euch Rebecca Maria Reise vorstellen. Rebecca ist Mentorin für nebenberuflich Selbstständige, so habe ich sie über Instagram entdeckt - schließlich ist das ja genau mein Thema. Außerdem ist sie die Mitgründerin von "Blossy Event", da hätte ich sie im März persönlich kennengelernt, wenn uns Corona nicht dazwischen gekommen wäre - aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Wer bist du?

Ich bin Rebecca, 26 Jahre alt und wohne derzeit im schönen München. Von Anfang 2017 war ich drei Jahre lang neben meinem Job als Marketing Managerin zusätzlich als Online Unternehmerin tätig. Ende April 2020 habe ich endlich den Sprung gewagt und bin in die hauptberufliche Selbstständigkeit gegangen. In meinem Business gehe ich vor allem beim Schreiben meiner Texte als auch bei der Ausarbeitung verschiedener Marketing-Konzepte meiner Mentees für ihre erfolgreiche Nebenberufliche Selbstständigkeit auf.

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Ich habe mich als Mentor für Nebenberuflich Selbstständige und mit dem Online und Event Business Blossy Event selbstständig gemacht und bin sehr dankbar dafür, diese Unternehmen als meine Herzensprojekte bezeichnen zu dürfen. Bereits 2011 habe ich meinen ersten Blog gestartet und bin so (ohne es zu wissen) in die Welt der Online Unternehmer eingetaucht. Meinen neuen Blog "INYOURTWENTIES" habe ich 2017 gestartet. Damit ging alles richtig los. Ich schrieb hier mehrmals wöchentlich Artikel zu den Themen Karriere, Motivation und Selbstverwirklichung. Durch eine Business Veranstaltung in München habe ich meine spätere Geschäftspartnerin Nadja kennengelernt und mit ihr Blossy Event gegründet. Neben dem Hauptjob beide Projekte weiterzuführen hat bei vielen Menschen aus meinem Umfeld ein großes Fragezeichen hinterlassen und ich wurde immer wieder gefragt wie ich das denn mache. So bin ich auf die Idee gekommen, mich mit meiner Personal Brand auf die Nebenberufliche Selbstständigkeit zu konzentrieren.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Ich musste mich nie wirklich für einen Start meines Online Business entscheiden, da ich durch mein Blog Business nahezu "reingerutscht" bin - wofür ich sehr dankbar bin. Die Entscheidung, meiner Selbstständigkeit nun hauptberuflich nachzugehen, hat ehrlicherweise mehrere Anläufe gebraucht. Ich habe mir im Jahr 2019 eine dreimonatige Auszeit von meinem Hauptjob genommen, um mein Business aufzubauen. Im Herbst des Jahres habe ich meine Stunden im Hauptjob dann von 40 auf 32 reduziert, um einen zusätzlichen Tag pro Woche für mein Business zu haben. Im Januar diesen Jahres habe ich dann die Entscheidung getroffen: Wenn ich meiner Selbstständigkeit die Ernsthaftigkeit bieten möchte, die sie verdient hat, dann muss ich meinen Job kündigen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt keine 100.000 Euro auf dem Konto oder keine monatlichen Rechnungen zu bezahlen, aber ich habe mich in einer Entscheidung trotzdem noch nie so sicher gefühlt. Den (rational gesehen) perfekten Zeitpunkt gibt es nicht. Den perfekten Zeitpunkt erschaffen wir uns durch unser Mindset selbst.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Der ausschlaggebende Faktor war, dass mir klar wurde, dass ich selbst nicht wusste auf welche Bestätigung und auf welches Zeichen ich noch wartete bevor ich meinen Sprung wagen würde. Ich hatte mir ein bisschen was angespart (was ich früher nie wirklich geschafft habe) und wusste, dass mein Business-Modell funktioniert. Also bin ich einfach losgegangen.

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Ganz am Anfang hatte ich keine Ahnung von der Nebenberuflichen Selbstständigkeit. Als ich mich nebenberuflich selbstständig machte, wusste ich das gar nicht. Ich schrieb ja nur einen Blog. Ich hatte diesen natürlich beim Gewerbeamt angemeldet, aber um viel mehr habe ich mich tatsächlich nicht gekümmert. Obwohl ich durch mein Studium und meinen Hauptjob im Marketing schon sehr gut ausgebildet war, musste ich mir trotzdem noch viel Wissen aneignen und habe auch lange gebraucht, bis ich mir eine Struktur erarbeitet hatte und wusste wie meine nächsten Schritte aussehen würden. Das war auch der Grund, warum ich mich dafür entschieden habe, meine Mentorings anzubieten: Ich wollte anderen diese Zeit ersparen und ihnen direkt mitgeben was sie brauchen, um ihre Nebenberufliche Selbstständigkeit auf- und auszubauen.

Was denkst du, was dich von anderen Coaches unterscheidet?

Ich habe als Side Business Coach angefangen und habe mich in Richtung Side Business Mentor entwickelt. Mir ist es wichtig, dass meine Klientinnen und Klienten etwas von mir lernen können und ich ihnen mein Wissen vermitteln darf - das macht mir extrem viel Spaß und bringt sie auch enorm weiter. Ich bediene mich da zum Großteil nicht den klassischen Coaching-Tools, sondern setze viel mehr meine Kenntnisse zu Organisation, Marketing & Sales und Unternehmensführung ein. Natürlich arbeite ich mit meinen Klienten aber auch an deren Mindset - das meist ganz am Anfang der Zusammenarbeit. So schaffen wir die Basis bevor es richtig mit dem Business-Aufbau losgeht.

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Ich will noch viel mehr Menschen dazu ermutigen, ein nebenberufliches Herzensprojekt zu starten. Es bietet nicht nur viel Freiraum für die persönliche, sondern auch für die finanzielle Weiterentwicklung. Gerade in Situationen wie aktuell (durch Corona) merke ich wieder, wie viele vermeintlich "sichere" Jobs doch nicht so sicher sind. Da ist es super, ein zweites Standbein zu haben und sich mit etwas über Wasser halten zu können, für das man sich zu 100% begeistern kann. In den nächsten Monaten sind einige weitere Inhalte geplant, die ich nach und nach herausbringen werde. Unter anderem wird es bald einen Online Kurs für Side Business-Begeisterte geben - auf dieses neue Projekt freue ich mich schon sehr! 

Wo findet man dich?

Man findet mich auf meiner Website unter https://www.rebeccamariareise.com, auf Instagram unter https://instagram.com/rebeccamariarese/, auf Facebook unter https://facebook.com/rebeccamariareise/ und auf LinkedIn unter https://de.linkedin.com/in/rebecca-deinzer-59a750198.  Außerdem gibt es seit Ende 2019 meinen Podcast "Side Business Couch" auf Spotify und iTunes.

Gibt es ein Buch, das dein Leben verändert hat?

Jeder Unternehmer - egal ob hauptberuflich oder nebenberuflich - sollte meiner Meinung nach auf jeden Fall zwei Bücher gelesen haben: How to get from where you are to where you want to be* von Jack Canfield und Big Magic*von Elizabeth Gilbert. Diese beiden Bücher haben mich in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung extrem weitergebracht.

Welchen Podcast kannst du empfehlen?

Ich habe drei Favoriten, die ich super gerne höre. Das sind die Podcasts "Baby got Business" von Ann-Kathrin Schmitz, "Dein Online Unternehmen" von Julia Burget und der "Female Leadership Podcast" von Vera Strauch. Die Ladies bringen regelmäßig (meist sogar wöchentlich) tolle Folgen mit Mehrwert heraus. Natürlich würde ich mich aber auch freuen, wenn mein eigener Podcast zur Nebenberuflichen Selbstständigkeit, "Side Business Couch", ein paar neue Hörerinnen und Hörer begrüßen darf :)

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Jeden Tag nach dem Aufstehen und Fertigmachen mache ich mir eine heiße Zitrone für den täglichen Vitaminboost und trinke diese aus während ich für 30 Minuten ein gutes Buch lese. Zum Lesen bin ich so lange nicht mehr gekommen. Durch die neue Routine schaffe ich meistens ein ganzes Buch pro Woche und fühle mich so viel leichter und gewinne zusätzliches Wissen für mein Business.

Hast du ein Lebensmotto?

Auf meiner neuen Website habe ich einen Spruch stehen, den ich erst kürzlich entdeckt, aber sofort verinnerlicht habe: "When someone tells you it can't be done, it's more a reflection of their limitations, not yours". Nach diesem Motto habe ich eigentlich schon immer unterbewusst gelebt, aber nun habe ich endlich den passenden Spruch dazu gefunden. Für mich bedeutet dieses Motto folgendes: Wenn du eine Idee hast und dich diese nicht mehr loslässt, dann setze alles daran diese zu verwirklichen. Solltest du die Idee irgendwann verwerfen, dann ausschließlich aus dem Grund, dass DU sie nicht mehr weiter verwirklichen willst, aber niemals weil jemand anderes gesagt hast, dass du das nicht machen solltest oder nicht machen kannst. Denk immer daran: Bill Gates wurde für seine Vision, jeder Haushalt sollte einen eigenen Computer haben, auch einst belächelt.

Vielen Dank für dieses tolle Interview liebe Rebecca! Wahnsinn, wie tough du in deinen jungen Jahren bist, wie selbstbestimmt und straight du deinen Weg gehst - ich freue mich sehr, dich weiterhin begleiten zu dürfen und zu sehen, wie weit du es noch bringen wirst. Du beweist, dass mutig für seinen Traum vorangehen belohnt wird.

Aufgeräumte Grüße,
Eure Petra

* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten!


Heute im Interview: Franziska Zepf

https://youtu.be/KzMRWjkoI34

Heute darf ich Euch Franziska Zepf vorstellen. Franziska und ich haben uns über Instagram "kennengelernt", ich verfolge da schon seit längerer Zeit ihre Posts und ihre authentischen Stories. Da sie mir da von Anfang an sympathisch war, habe ich sie kurzerhand um ein Videointerview gebeten - wozu sie auch sofort JA gesagt hat. Zum Glück! Doch seht selbst, dann wisst Ihr, was ich meine!

Franziska ist Versicherungsmaklerin in der Nähe von München - doch keine Angst, sie ist nicht die typische Maklerin. Im Gegenteil. Sie definiert diese Branche für mich ganz neu. Spontan habe ich das Angebot ihrer Versicherungsagentur selbst in Anspruch genommen, um meine Versicherungen einmal checken zu lassen. Und ich bin echt zufrieden. Das erste Mal habe ich nicht das Gefühl, dass mir jemand etwas andrehen möchte. Sondern dass ich und meine individuellen Bedürfnisse im Vordergrund stehen! Ich kann es also wärmstens empfehlen - von Herzen.

Doch nun zum Interview:

Wer bist du?

Ich bin Franziska, 28 Jahre alt , Hundemama und Gründerin & Inhaberin von PremiusMakler.

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Mein Herzensprojekt ist die finanzielle Bildung und absolut ehrliche und faire Beratung zum Thema Versicherungen und Finanzen. Deshalb habe ich 2014 mein unabhängiges Maklerbüro PremiusMakler gegründet.
Dort kümmern wir uns um alle Finanz- und Versicherungsfragen unserer Kunden. Das Kernstück unseres Unternehmens ist unser PremiusCheck. Hierbei prüfen wir den Bedarf unserer Kunden, analysieren bestehende Versicherungen und konzipieren individuelle Absicherungspläne.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um das zu verwirklichen?

2013, nachdem ich eine führende Position in der Versicherungsabteilung einer Bank hatte und sehen durfte, wie es nicht geht. Ich bin schon immer ein Mensch, der großen Wert auf Ehrlichkeit, ein reines Gewissen und Karmapunkte legt. Deshalb ging Bankenvertrieb für mich leider nicht. Obwohl die Bank ein toller Arbeitgeber war! Ich habe es einfach keine Sekunde länger ausgehalten und wusste, ich kann das nicht weiter machen. Damals habe ich einfach gekündigt bevor ein genauer Plan stand, wie es weitergehen soll.
Deshalb bin ich zunächst einige Monate nach Mittelamerika um mir klar zu werden, was ich machen möchte. Da entstand mein Unternehmensplan von PremiusMakler. Ehrlich – fair – unabhängig und nachhaltig.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Damals war Riester sehr modern. Ich sollte allen Beratern auftragen, so viele Riesterversicherungen wie möglich zu verkaufen. Auch ich selbst hatte hohe Stückziele. Ich hatte damals einen Termin mit einer Kundin, die aufgrund Ihrer Zukunftsplanung nicht geeignet für Altersvorsorge über Riester war. Deshalb habe ich ihr davon auch abgeraten und eine andere Möglichkeit für die Kundin erläutert, die besser zu Ihr gepasst hat.Das hat aber eben nicht in die Politik der Bank gepasst. Ich musste damals bis vor dem Vorstandsvorsitzenden rechtfertigen, warum ich der Kundin keinen Riestervertrag verkauft habe, obwohl die Bank doch meinen Lohn zahlt - da wusste ich: "Ich muss weg hier!"

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Ich hatte in den ersten Jahren oft mit Selbstzweifeln und Existenzängsten zu kämpfen. Da ich mich dafür entschieden habe, keine Kunden zu kaufen sondern „organisch und nachhaltig“ zu wachsen, war der Umsatz zu beginn seeeehr überschaubar. Das lies mich oft zweifeln. Auch meine Mitbewerber sagten mir, mein Projekt sei zum Scheitern verurteilt.Ich habe mich einfach jeden Tag auf´s neue motiviert und weitergemacht. Der Erfolg war dann die Bestätigung, dass ich alles richtig gemacht habe.

Was denkst du, was dich von anderen Versicherungsmaklern unterscheidet?

Ich denke diese Frage könnten unsere Kunden besser beantworten! Wir arbeiten streng nach unseren Werten und nach dem Bedarf des Kunden. Wir verstehen uns als Vertreter der Kunden.Bei uns gibt’s nur, was der Kunde wirklich braucht. Außerdem beginnt bei uns die Betreuung erst nach der Beauftragung durch den Kunden. Dadurch, dass wir uns unseren PremiusCheck bezahlen lassen, ist das Ziel kein Produktverkauf an den Kunden. Sondern Klarheit über die eigenen Finanzen für unsere Kunden.

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Wir sind zwar schon zu fünft bei PremiusMakler, aber ich möchte weiter wachsen. Ich möchte allen Kunden und Interessenten da draußen die Chance auf faire Beratung und erstklassigen Service geben.Außerdem möchte ich das von mir geschaffene System duplizieren und für andere Makler erwerbbar machen. Es gibt so tolle Menschen in meiner Branche, die aber nicht davon leben können, weil Ihnen System und Vision fehlt.Zusätzlich launche ich gerade meinen ersten Videokurs rund um´s Thema Finanzen – Versicherungen in der Gründungsphase. Eine Zielgruppe, die mir aufgrund meiner eigenen Geschichte sehr am Herzen liegt.

Gibt es ein Buch, das dein Leben verändert hat?

The Secret* von Rhonda Byrne

Welchen Podcast kannst du empfehlen?

"Gedankentanken" höre ich persönlich sehr gerne

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Gassi gehen und währenddessen Hörbuch hören.Außerdem schreibe ich täglich auf, für was ich heute dankbar bin.

Hast du ein Lebensmotto?

"Strahle selbst aus, was du gerne in dein Leben „ziehen“ möchtest".

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Instagram ist mein Lieblingsmedium. Daher findet Ihr mich da gleich 2 Mal:
Franziska_zepf
Premiusmakler

Auf Facebook findet Ihr mich unter:
Premiusmakler

Und natürlich haben wir auch eine Website:
www.premiusmakler.de

Vielen Dank für dieses inspirierende Interview liebe Franziska! Wahnsinn, mit was für einer Energie du losgegangen bist und weiterhin gehst. Zum Wohl deiner Kundinnen und Kunden - auf Augenhöhe, das kann ich wirklich aus eigener Erfahrung bestätigen! Alles Gute für die Zukunft und all deine Pläne!


Ich glaube, Ihr habt selbst gesehen, wie sehr Franziska für das, was sie tut, brennt und lebt. Ich glaube, dass dieses Interview wieder einmal beweist, dass man losgehen muss und darauf vertrauen darf, dass alles gut wird, wenn man seinen Weg zielstrebig geht. Wenn Zweifel hochkommen, ist das ganz normal - wichtig ist aber, dass man auf sich und seine Stärken vertraut und weitermacht. Zweifel sind oft Bremsklötze, die uns am Wachsen hindern wollen. Raus aus der Komfortzone ist eben erst einmal unbequem! Aber es lohnt sich immer!

Aufgeräumte Grüße,
Petra

* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten!