Pflanze im Topf

Minimalistisch leben

Pflanze im Topf

Neuer Monat, neue Challenge. Willkommen bei "Minimalistisch leben". Im November dreht sich bei mir alles darum, (noch) minimalistischer zu leben. Also mein Leben noch mehr zu vereinfachen, zu erleichtern, zu verschönern. Natürlich hat das auch mit dem Thema Minimalismus zu tun.

MEIN JAHR IN CHALLENGES

Somit also nun willkommen zu meiner 2. Challenge (von 12, die Hintergründe kannst du hier noch einmal nachlesen), begonnen habe ich ja mit der No Buy Challenge im Oktober, die natürlich auch weiterhin noch läuft. Ich will mich hier nicht festlegen auf ein Jahr oder einen anderen Zeitraum, aber der Grundstock ist gelegt. Einen Erfahrungsbericht dazu wird es selbstverständlich noch geben, alle meine Learnings fließen jedenfalls mit ein und werden verinnerlicht.

WARUM NUN EINE "Minimalistisch leben" - Challenge?

Weil ich es gerne einfach mag. Ich liebe einfache, praktische und schnell umsetzbare Dinge, mag Multifunktionsgeräte, liebe es, wenn Dinge mehrere Funktionen erfüllen. Und mein Leben einfach zu leben ist etwas, das auf jeden Fall damit zu tun hat, dass komplizierte, aufwändige und nervige Dinge/Termine/Verpflichtungen ausgeschlossen werden. Ich bin ein großer Fan von Gewohnheiten (z.B. beim Putzen, Wochenplan erstellen, Aufräumen usw.), da ich da meinen inneren Schweinehund nicht jedes Mal aufs Neue überzeugen muss. Deshalb ist es mir immer ein großes Bedürfnis, hier noch mehr zu vereinfachen, zu erleichtern, um mich auf das Wesentliche in meinem Leben konzentrieren zu können. Ich mag keinen Stress, keine Eile, gehe gerne leichte Wege. Ich mag es nicht, gedanklich 25 Baustellen zu haben, bin zwar ein Fan von Listen (aktuell habe ich sehr gerne mit der Notizen-Funktion meines Google-Kontos), allerdings stressen mich zu viele. Bei diesen Notizen ist alles beinander, ich muss nicht in vielen verschiedenen Tools schauen, habe zur Zeit auch gar keine schriftliche Extra-To-Do-Liste mehr (sonst hatte ich für jedes Projekt eine; und glaube mir, ich hatte viele Projekte). Ich will noch mehr ausmisten, wirklich nur noch die Dinge in meinem Leben haben, die mir gut tun, die mich glücklich machen. Und ja, da bin ich definitiv auf meinem guten Weg. Aber eben noch nicht angekommen - und ich weiß, dass Minimalismus eine Reise ist, kein Ziel. Dennoch will ich mich hier wieder ein Stück mehr vereinfachen. Und dazu kommt #minimalistischleben eben gerade recht.

Ich habe mir dieses Mal eine Reihe von wundervollen Menschen mit ins Boot geholt (weil ich finde, dass kein Mensch das Rad neu erfinden muss: so viel zum Thema vereinfachen, grins), die mich und euch mit ihren Tipps aus der Praxis wunderbar unterstützen können. Gerade die Minimalisten und Ordnungscoaches aus meinem Netzwerk habe ich zu ihren besten Strategien befragt, davon wird es nun im kompletten November täglich einen neuen Tipp geben. Sofort umsetzbare Dinge oder Zitate, die zum Nachdenken anregen sollen es sein. Weil es uns oft nicht bewusst ist, wie wir ticken. Weil die meisten Menschen unter uns viel zu unbewusst leben und handeln, weil wir das schon immer so gemacht haben. Der Vor- und gleichzeitig der große Nachteil von Gewohnheiten (und z.T. auch von Glaubenssätzen). Außerdem gibt es ein Interview mit Jasmin Mittag von minimalismus.jetzt, die gerade eines beeindruckenden Experiments zum Thema Wohnexperimente unterwegs ist und Celine Nadolny von Book of Finance teilt ihre ganz persönlichen Minimalismus-Gedanken mit uns in einem Beitrag. Dazu nehme ich euch außerdem mit, wie es mir während der Challenge geht.

COLLECT MOMENTS, NOT THINGS

Beim Überlegen komme ich zu folgenden Vorteilen:

Vorteile der Challenge

  • Zeitersparnis
  • Einfachheit
  • Geld sparen
  • Leichter leben
  • Effizienz
  • Konzentration auf das Wesentliche

Sicher gibt es noch viele weitere Vorteile dieser Challenge, davon werde ich dann einfach im Nachgang berichten.

WIE WILL ICH VORGEHEN BEI DER MINIMALISTISCHLEBEN-CHALLENGE IM November?

Diese Kategorien stehen in meinem besonderen Fokus:

  • Putzroutinen
  • Aufräumen
  • Termine/Verpflichtungen
  • Ausmisten
  • Finanzen
  • Reduzieren von Unnötigem
  • Freizeit
  • Arbeit

Bei Christof Herrmann von einfachbewusst.de gibt es zahlreiche Artikel, wie man sofort minimalistischer leben kann, den fand ich ganz gut: 25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst (innerhalb einer Stunde)  oder auch diesen hier: 25 weitere Tipps, wie du minimalistischer leben kannst.

Auch sein Buch "Das Minimalismus-Projekt – 52 praktische Ideen für weniger Haben und mehr Sein" habe ich in diesem Zuge noch einmal genau studiert und mir wertvolle Tipps daraus geholt. Falls du seinen Blog also noch nicht kennen solltest, möchte ich dir diesen aus Überzeugung ans Herz legen!

Eigentlich geht es mir, zusammengefasst in einem Satz, darum:

Vereinfache dein Leben, um Zeit und Raum für die wichtigen Dinge (die keine Dinge sind) zu haben

Jede einzelne "Kategorie" wird beleuchtet, jeder Bereich wird "überprüft" auf Sinnhaftigkeit, auf Effizienz und Effektivität, darauf, ob ich ihn weiterhin so haben möchte. Oder ob es anders besser geht, einfacher, strukturierter, so dass ich noch weniger dafür tun muss.

Selbstläufer

Ich mag den Begriff des "Selbstläufers" sehr gerne. Lt. Wikipedia wird dieser so definiert: "Selbstläufer: etwas, das sich von selbst, ohne weitere Eingriffe in die gewünschte Richtung entwickelt". Und solche Selbstläufer baue ich mir nach und nach in mein Leben ein. Z.B. habe ich mich vor einiger Zeit mit dem Thema Finanzen/ETFs/Aktien beschäftigt. Aktien klingen cool, keine Frage. Allerdings bin ich kein Typ, der täglich über alle Unternehmen und politischen Geschehnisse en detail auf Stand ist (bzw. auch nicht unbedingt sein möchte). Da kommen mir ETFs also gerade recht. Einmal aufgesetzt, einen Sparplan erstellt und zack, läuft. Ok, ganz so einfach ist es jetzt nicht mit 2 oder 3 Sätzen, aber jede/r, der sich damit auskennt, weiß sicher, wovon ich spreche. Zu diesen Selbstläufern gibt es noch zahlreiche weitere Beispiele in meinem Leben (Routinen, Sport, Ernährung...). Vielleicht wird es mal einen Blogartikel bei Gelegenheit dazu geben.


Das ist also mein Plan für den November – alles zu überdenken, zu vereinfachen, zu reduzieren auf das Wesentliche (übrigens hat reduzieren in meinen Augen nichts mit Verzicht zu tun, im Gegenteil).

Wie ist es bei dir? Hättest du Lust, da mitzumachen? Könntest du dir vorstellen, dein Leben minimalistischer zu leben - was auch immer das für dich bedeutet?

Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen, wenn dir der Gedanke des minimalistischen Lebens ebenfalls gefällt!

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ❤


Frau mit Mütze

"Ich schrei' vor Glück, wenn es nicht mehr klingelt!"

Frau

Heute möchte ich euch die Beweggründe vorstellen, meine finale Inspiration, wie es überhaupt zu meiner No-Buy-Challenge im Oktober kam. Meine sehr gute (mit allerbeste!) Freundin Susan Flemming und ich hatten eins von vielen wunderbaren Telefonaten und in DEM einen war das Thema eben genau dieses. Dass wir die Welt und v.a. uns und das Leben positiv verändern wollen, dass wir bei vielen Dingen einfach nicht mehr mitlaufen wollen. Auch für die Kinder. Kurz davor hatte ich auch die Doku "The Earthlings" gesehen, die meinen Fleischkonsum noch einmal völlig auf den Kopf gestellt hat. Das Thema Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine große Rolle. Kurz: alles war im Umbruch. In dem Gespräch sagte mir Susan, dass sie vorhat, einfach mal nichts mehr zu kaufen, aus diesem Modekonsum auszusteigen (und wir sprechen hier von einer Frau mit einem intuitiven, wunderbaren legeren Geschmack - immer super schick und modisch gekleidet, eine Inspiration für jede Frau!). Das hat mich neugierig gemacht. Weniger bzw. keine Kleidung zu kaufen ist für mich nicht einmal ganz so schwer, aber ich habe andere "Baustellen". Das hat mich aber so inspiriert, dass ich auch eine No Buy machen wollte. Allerdings nicht wie sie für ein ganzes Jahr, damit hatte ich nach meiner Laufchallenge keine so guten Erfahrungen mehr. Ich beschloss daraufhin eine Nix-Kaufen-Phase für einen Monat - weil ein Monat ja wohl immer geht. Um ihn dann natürlich auch weiter auszudehnen, während sich schon die nächsten Challenges anschließen. Den Hintergrund dazu kannst du hier noch einmal nachlesen: Schritt für Schritt zur Veränderung

Doch nun zum Interview und zu Susans Beweggründen:

Wer bist du? Magst du dich kurz vorstellen?

Hi! Mein Name ist Susan, ich bin Mitte 30 und glücklich ;-) Mein Herz hängt an meinem Mann, meinen beiden Kindern, dem Sport, meinem
Job und an jeglicher kreativen Aktivität - ob es kochen & backen, zeichnen, nähen, oder dekorieren ist (…)

Wie kamst du auf die Idee der „No Buy Challenge“ und was sind deine Beweggründe?

Auf deutsch gesagt geht mir diese ganze Kauferei und diese Marketingmaschinerie ganz schön gegen den Strich! Obwohl ich selbst im Bereich Marketing
arbeite, bin ich ein absolutes Opfer dessen. Mich überkam in den letzten Monaten immer mehr das Gefühl, irgendwie zu viel zu besitzen. Überall im Haus liegen Dinge rum, die auch noch jeden Tag aufs Neue verräumt werden wollen/müssen. Und vom Dachboden möchte ich erst gar nicht erzählen - da habe ich schon großen Respekt davor nur die Luke zu öffnen.

Diesen Sommer hatte ich dann DEN Schlüsselmoment. Als ich darüber nachdachte, wie ich mit meinem Mann unsere kinderfreie Urlaubswoche verbringen möchte, war es mein größter Wunsch ausschließlich bepackt mit einem Rucksack, einem Zelt und Schlafsack loszuziehen und einfach mal auf alles zu verzichten. Dieser Wunsch nach Entbehrung und Einfachheit hat mir die Augen geöffnet.

Je mehr ich über die NBC nachdachte, desto mehr Gründe für die Umsetzung sind mir eingefallen. Wie zum Beispiel:

  • keinen Modetrends mehr hinterher zu rennen
  • den Wert nicht mehr in „Dingen“ zu sehen
  • auf Qualität statt auf Quantität zu setzen
  • selber machen macht glücklicher
  • Geld für etwas zu sparen, das mir weitaus wichtiger ist als spontane Klamotten- oder Dekokäufe
  • den Kindern den Wert von Dingen vermitteln

Frau mit Tasse

Was genau möchtest du nicht mehr kaufen?

Klamotten & Accessoires sowie Dekoartikel

Hast du bestimmte Regeln für dich und wie lange möchtest du deine Challenge durchziehen?

Meine einzige Regel lautet: ohne zu mogeln 365 Tage durchzuhalten ;-)
Offiziell habe ich meine NBC am 31. August 2021 begonnen - das war der Tag an dem das letzte Paket eines großen Online-Versandhauses eintraf - der vorerst letzte Tag an dem ich „Schreie vor Glück“ als der Postboote klingelte ;-) Das ist noch nicht allzu lange her und ich bin sozusagen noch in der Eingewöhnungsphase. Zu Beginn hatte ich noch keinen konkreten Zeitabschnitt mit mir vereinbart - jetzt bin ich allerdings zuversichtlich ein Jahr lang nichts von den mit mir vereinbarten Dingen zu kaufen.

Wie geht es dir bisher damit?

Ich bin sehr happy mit dieser Entscheidung und fühle mich seither tatsächlich freier. Freier - weil ich mich nicht mehr gezwungen fühle, irgendeinen Kauf zu tätigen, der mich vermeintlich glücklicher macht. Es waren vor allem die Spontankäufe und die „Abends auf der Couch-Belohnungskäufe“ die so überflüssig wie Schluckauf sind. Es gibt jedoch auch Momente in denen ich denke „oh Mist - das hätte ich mir jetzt schon gerne gegönnt“. Am meisten kribbelt es in den Händen, wenn ich tolle Dekoinspirationen bei Pinterest sehe - für die ich sonst mal schnell bei Depot gefühlt den halben Laden ins Körbchen gelegt habe. Und dann wiederum geht’s mir doch so richtig gut, wenn die Herbstdeko geglückt ist, ohne auch nur einen Euro dafür auszugeben.

Was ist deine größte Herausforderung?

Meine größte Herausforderung liegt zur Zeit noch darin, die Belohnungskäufe nicht in andere Bereiche zu steuern. Das heißt, wenn ich schon keine Klamotten
etc. kaufen kann, dann gönn ich mir eben mehr oder auch „bessere“ Produkte von dem was nicht auf meiner NBC-Liste steht. Und ganz kritisch wird’s dann, wenn meine Kinder neue Klamotten brauchen - vor allem Mädchenklamotten shoppen macht ja auch so richtig Spaß (lacht).

Frau hinter Baum

Was erhoffst du dir davon? Und wie wird es dir danach gehen?

Ich möchte mich zum einen mehr mit Alternativen für den aktuellen Bedarf beschäftigen und mir vorab immer die Fragen stellen: Kann man es selbst
machen? Gibt es da etwas Gebrauchtes? Brauch ich das wirklich? Und zum anderen sollen meine Kinder, durch mich als Vorbild lernen, öfter abzuwägen ob sie das, was sie kaufen möchten, wirklich benötigen. Sie sollen lernen, dass es nicht glücklicher macht von allem viel zu haben und lernen die Dinge zu schätzen und sie zu pflegen.
Zudem möchte ich nicht mehr Teil dieser Wegwerfgesellschaft sein, die mal schnell ein defektes Teil durch einen „Prime-Kauf“ von heute auf morgen ersetzt. An diesem Gedanken hängen natürlich noch so viele andere Aspekte. Beispielsweise das Aussterben des Einzelhandels in Städten, die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit von riesigen Online-Händlern etc. pp. - aber das würde an dieser Stelle zu weit in die Tiefe gehen.

Was mich aber insgesamt von Tag zu Tag mehr motiviert, ist die Tatsache, dass mir immer mehr Gründe für die NBC einfallen, die mir vor Augen führen, wie Profitgier, Manipulation durch Konzerne und Medien unser täglich Leben beeinflussen… Dieses Gefühl des Durchbrechens der Zwänge ist ein absolutes Freiheitsgefühl….

Frau mit Mütze

Wie reagiert dein Umfeld darauf?

Von „Ach, das mach ich schon immer“ bis hin zu „Warum sollte ich mir das antun - ist doch super sich alles und sofort bestellen zu können!“ ist alles dabei. Die meisten finden es allerdings spannend und es entstanden schon sehr schöne Gespräche zum Thema No Buy Challenge und Nachhaltigkeit.

 

 


Was sagt Ihr? Ist sie nicht eine Inspiration und ein Vorbild? Ich freue mich jedenfalls sehr, dass wir dieses tolle Gespräch hatten liebe Susan! Und durch diese Challenge konnte ich wiederum schon sehr viele tolle Menschen bei Instagram motivieren, mitzumachen und einfach mal wieder Nichts kaufen, was man eh nicht braucht!

 

Aufgeregte Grüße voller Vorfreude, was da noch so alles kommt!

Petra ❤


Strand, Frau

Schritt für Schritt zur Veränderung

Strand, Frau

Schritt für Schritt zu Veränderung? Warum das denn jetzt? Weil es oft nie mit einem großen Sprung geht sondern eben Schrittchen für Schrittchen. Einen Marathon läuft man auch nicht eben aus dem Stand heraus, normalerweise trainiert man dafür - erst eine halbe Stunde am Stück, dann einen 5-km-Lauf, dann den 10er, einen Halbmarathon und dann final den Marathon. Ich selbst bin noch keinen gelaufen, lese das aber in der gängigen (hihi, ich liebe Wortspiele) Literatur immer.

Der Körper und der Geist brauchen nun einmal Zeit, um sich umzustellen, zu gewöhnen. Veränderung wird lt. Wikipedia folgendermaßen definiert: "Der Wechsel von einem (alten) Zustand in einen anderen (neuen)". Das hat viel mit Gewohnheiten zu tun, mit unserem Alltag, mit dem, was wir also immer tun und sich oft für gut befunden hat. Gerade das, was nicht für gut befunden wird, z.B. schlechte Essgewohnheiten, wenig Schlaf, schlechte Kommunikation usw. ist oft schwer zu verändern - genau aus diesem Grund. WEIL wir es unbewusst und automatisch tun, hinterfragen wir diese für gut befundenen Gewohnheiten nicht mehr. Sie laufen im Hintergrund ab, ein sich bewusst machen deckt viel auf, macht klar, wie wir so ticken, wenn wir einfach nur funktionieren.

Jedenfalls habe ich mir überlegt, was in 1 Jahr möglich ist an Veränderungen. Wer ich denn sein möchte dann im Oktober 2022. Ein Jahr älter und reifer, um viele Momente und Erfahrungen reicher und weiser. Ich will glücklich und leicht leben, möchte ein aufgeräumtes und gemütliches Zuhause, in dem sich nur das befindet, was ich möchte und brauche. Ich will achtsam in jedem Moment leben und nur die Dinge tun, die ich möchte. Alles, was zu tun ist, ist getan oder wird getan. Ich ernähre mich gesund und lecker, habe zahlreiche leichte Rezepte im Portfolio, bin fit und beweglich und viel draußen in der Natur. Ich will anderen Menschen Gutes tun und tolle Beziehungen zu meinen Menschen haben, möchte nachhaltig leben und ein gutes Gewissen haben. Außerdem will ich Neues probieren, mich neu erfinden, meine Komfortzone verlassen und Stück für Stück erweitern: Ich will einfach glücklich leben.

Ich möchte dann zurückblicken und sagen:

Wow, was habe ich alles geschafft in diesem Jahr! Und wie gut ging es mir dabei - in jedem Moment!

Schritt für Schritt zur Veränderung statt im großen Sprung

In diesem Moment reifte der Gedanke, dieses Mal kein Jahresprojekt zu machen, sondern mir für viele Bereiche jeweils vier ganze Wochen zu nehmen, in denen ich mich dem Thema voll hingeben kann. In dieser Zeit kann ich mich darauf einlassen, wie ich darüber denke, wenn ich nachdenke und nicht nur unbewusst handle, so wie immer eben. Sondern mir Zeit nehmen für neue Ideen, Impulse und Erlebnisse. Anders leben, den Alltag anders gestalten, alte Gewohnheiten aufbrechen und neue integrieren. Und jeden Monat kommt eine weitere Challenge dazu.

Deshalb wird nun jeder Monat bis Ende September 2022 Sinnbild und Heimat für eine andere Veränderung sein, die ich im Rahmen einer Challenge in mein Leben integrieren möchte. Challenge klingt viel zu hart, so ist es gar nicht gemeint. Mehr ein sich damit auseinandersetzen, ein beschäftigen, ein intensives Erleben.

Wenn du magst, sei mit dabei. Aus jedem Monat werde ich gestärkt an Erfahrungen und Erlebnissen hervor gehen, diese Geschehnisse werden  mich selbstverständlich auch in den Folgemonaten begleiten, die guten Dinge werde ich beibehalten. Eben Schritt für Schritt, weil ich gar nicht alle Bereiche auf einmal verändern könnte und auch nicht möchte. Weil Gut Ding eben Weile braucht, weil ich mich umgewöhnen will, bewusst negative oder mir nicht mehr so gute Gewohnheiten ablegen und zu positiven Ritualen verändern möchte. Und bewusst leben heißt sich dessen bewusst zu sein, wie ich leben möchte und das auch zu tun. In der Praxis, nicht nur theoretisch zu planen.

Themenmonate

Zu jedem Themenmonat wird es zukünftig einen Blogartikel geben, zahlreiche Spezialisten auf diesem Gebiet in Form von Interviews und / oder Beiträgen, außerdem natürlich viele Impulse von meiner Seite plus ein Mitnehmen in meinen Veränderungsprozess. Plus ein Fazit mit weiterführenden Informationen.

Hier schon einmal die Challenges für 2021, die ich im Laufe der Zeit noch ergänzen möchte.

  • Oktober: #nobuychallenge
  • November: #minimalistischleben
  • Dezember: #achtsamleben

Jetzt bin ich natürlich sehr gespannt, was du dazu sagst! Spricht dich das an? Bist du dabei bei der ein oder anderen Challenge?


Vorfreudige Grüße,

deine Petra ❤


Boot

Auszeit für die Seele - Wochenende in Würzburg

Am 1. Oktoberwochenende waren wir endlich mal wieder unterwegs, unser Auszeit-für-die-Seele-Wochenende in Würzburg stand an.

An drei Wochenende pro Jahr verreisen mein Freund und ich, weil das unsere Geburtstagsgeschenke plus unser Jahrestagsgeschenk an uns sind. Im letzten Jahr waren wir in den Ammergauer Alpen, am Heindlhof (darüber wird es im nächsten Jahr einen Bericht geben) und dieses Mal eben in Würzburg. In der Stadt war ich schon einige Male, deshalb wusste ich so grob, was uns "erwartet". Was ich nicht wusste war, dass unser gebuchtes Hotel noch viel schöner ist, als auf den Fotos. Dass wir unerwartet kleine und feine Lokalitäten entdecken sollten, dass ich Bettina von "Die Alltagsfeierin" treffen sollte...

Das Hotel

Gebucht hatte ich ein Wochenende im Doppelzimmer des Hotel Melchior Park am Galgenberg, das erst 2017 eröffnet hat. Das 4-Sterne-Hotel liegt oben am Hubland-Viertel inmitten eines sehr schön gestalteten Naherholungsgebietes - in der Nähe der vor Kurzem neu eröffneten Stadtteilbibliothek, die ich unbedingt besichtigen wollte - diese war leider C-bedingt geschlossen, müssen wir wohl noch einmal nach Würzburg fahren, so ein Pech aber auch ;)

Unser Zimmer war einfach nur ein Traum! Ein toller, heller und offener Raum mit großen, bodentiefen Fenstern, der klar und modern eingerichtet war. Stilvolle Möbel, eine wunderbare Mustertapete und feine Details haben uns wirklich beeindruckt! Das Bad bestand quasi nur aus einer riesigen, begehbaren Dusche plus Spiegel (nur nicht ans Spiegelputzen denken jetzt!). Im Bad gab es wunderschöne Seifen-/Duschgel-/Shampoospender mit der Aufschrift "Safe water while using me" (passte außerdem hervorragend zu meiner Aufbrauchchallenge, die im September 2021 anstand und immer noch geht. Durch die letzten Aufenthalte in Hotels war ich nämlich mit zahlreichen Duschgelpröbchen versorgt, die ich jetzt irgendwie einmal aufbrauchen möchte).

Es gab zwei bequeme Ohrensessel, eine kleine Espressomaschine mit leckerem Kaffee und sogar Milch im Minikühlschrank (das hatte ich noch nie und hat mich deshalb so beeindruckt, weil ich meinen Kaffee und auch den Espresso immer mit Milch trinke und ohne gar nicht so richtig genießen kann!). Das Highlight des Zimmers (neben den schon genannten) war aber die riesige Dachterrasse mit Blick auf Würzburg. Wow! Die hat uns umgehauen, den ersten Kaffee haben wir deshalb auch gleich dort bei strahlendem Wetter draußen getrunken, in bequemen Korbsesseln mit unvergleichlicher Aussicht! Falls Ihr einmal dort nächtigen möchtet, unbedingt nach Zimmer 315 fragen! Ist wirklich jeden Cent wert!

 

Main und Umgebung

Am Nachmittag ging es dann erst einmal nach Würzburg in die Stadt (runter vom Berg) und gleich an den Main, die zahlreichen Kneipen, Cafés und Restaurant sind mir bei früheren Besuchen schon gut in Erinnerung geblieben. Am Main entlang bei wirklich schönstem Wetter haben wir spontan den Mainkutter gefunden, auf dem viel los und die Stimmung gut war. Obwohl "geschlossen" war, durften wir auf ein kleines Aperolchen drauf und kamen mit dem super netten Betreiber plus ein paar Gästen ins Gespräch. Bei Sonnenuntergang, guter Unterhaltung und leichtem Hunger ging es dann weiter durch die belebte Stadt! Wahnsinn, was hier los war! 1000 Gäste, v.a. auf der Mainbrücke selbst, die alle das Leben genossen und einen Schoppen Wein tranken! Urlaubsstimmung pur! Wir sind dann weiter in ein italienisches Restaurant namens La Piazetta, das uns am Kutter empfohlen wurde und haben dort leckeres Bruschetta und Pizza mit Wein genossen. Das tat gut nach dem langen Tag mit vielen Spaziergängen und Aperol plus Wein.

Samstag

Durch einige Empfehlungen von Die Alltagsfeierin auf ihrem Blog wollten wir ins Café Cosmo, das so einladend aussah. Leider war aber an diesem Samstag halb Würzburg dort, so dass wir einfach keinen Platz mehr bekommen haben. Auf meine Frage, ob die Bedienung denn eine schöne Frühstückslocation in der Nähe empfehlen könnte, gab sie uns den Tipp, es doch einmal im um die Ecke gelegenen Neubau zu versuchen, was für mich genau DER perfekte Frühstücksort war! Übrigens voll nett vom Café Cosmo, oder? Und da sieht man mal wieder, dass Fragen nix kostet! Der Neubau ist ein kleines, schnuckeliges Café mit super leckerem Frühstück - eine riesige Auswahl, genau recht bei unserem riesigen Hunger. Ich konnte mich kaum entscheiden zwischen Apple Pie Porridge, Rühreiern, Semmeln und Croissants und Co! Naja, schließlich habe ich mich dann doch entschieden ;) Und wie gut! Gute Musik, nette Bedienungen, stimmungsvolles Ambiente waren die perfekte Mischung dort!

Am Mittag ging es dann weiter in die Stadt, einfach bummeln und schauen, über die Mainbrücke spazieren am Mainufer entlang, dort gab es einen kleinen Kunsthandwerkermarkt. Wie gut, dass gerade meine #nobuychallenge läuft, sonst hätte ich dort sicher ein oder zwei handgetöpferte Tassen oder Teller mitgenommen - aber ich war eisern! Außerdem waren wir noch im großartig angelegten Residenz-Park, der wirklich sehenswert ist!

Netzwerken mit der Alltagsfeierin

2 FrauenAuf den Nachmittag hatte ich dann mein Date mit Bettina gelegt, sie hat das kleine Café Martinelli als Treffpunkt empfohlen - leckerer Kaffee, feine Kuchen und Cookies und einfach gemütliche Wohlfühlstimmung. Bettina und ich hatten uns bisher nur über Zoom getroffen, als ich sie für den Blog interviewt habe. Seitdem sind wir in gutem Kontakt und deshalb habe ich mich so gefreut, sie einmal live zu sehen! Was für eine tolle Frau! Wir hätten sicher noch stundenlang über ihr sehr interessantes Projekt Human Design quatschen können, mussten dann aber leider los, da der Wellnessbereich im Hotel für uns reserviert war. Jedenfalls hat sie mich gleich angesteckt mit ihrer Begeisterung darüber, hat gleich im Café noch meinen Freund treffsicher analysiert, mein Human Design Reading steht mir noch bevor, ich werde euch auf jeden Fall darüber berichten, was da rauskommt!

Zurück im Hotel

Abends ging es dann in den Sauna- und Poolbereich, der zwar sehr klein ist (mit 2 Saunen und einem Dampfbad plus einem Pool), aber dennoch zum Entspannen einlud. Den angrenzenden Fitnessbereich haben wir nicht einmal nutzen können, dann sind 2 Nächte einfach doch zu kurz, wir sind dafür einfach mehr gelaufen in Würzburg. Das Abendessen danach war echt ein Traum! Ich hatte Lachswürfel mit Kartoffeln und wildem (!) Brokkoli, ein Gedicht. Dazu gab es leckeren Wein und ein zufälliges Geburtstagsständchen für einen Gast am Nebentisch. Den Nachtisch mussten wir aus Platzgründen (im Magen) leider ausfallen lassen, aber wie gesagt: wir müssen einfach noch einmal kommen! Weil die Seele eben ab und zu mal eine Auszeit braucht!

Sonntag

Das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen kam dann genau zur richtigen Zeit, Platz im Magen war wieder vorhanden und deshalb stand nun die Entscheidung an, was wir davon alles auswählen bzw. was leider nicht! Schinken, Käse, Lachs, Aufstriche, Pancakes, Eier in jeder erdenklichen Form, Würstchen, Obst(-salat), Müsli in gefühlt 100 verschiedenen Variationen, frische Säfte, Kaffee und Tee bis zum Abwinken, Prosecco und noch vieles mehr standen zur Auswahl. Ich hätte den ganzen Tag nur schlemmen können, anhand des Frühstücks definiere ich unbewusst oft auch den Service in einem Hotel und das Melchior Park hat hier auf ganzer Linie gepunktet bei mir!

 

Zudem waren alle im Hotel arbeitenden Menschen super nett und zuvorkommend, keine Frage blieb offen und wir wurden wirklich sehr herzlich empfangen!

Bevor es nach Hause ging, wollten wir unbedingt noch den Campusbereich am Hubland erkunden, diese ehemalige Militärgelände erstreckt sich kilometerweit und ist mit zahlreichen Spielplätzen, Freizeitmöglichkeiten, dem Campus der Uni und der Stadtteilbibliothek einen Stadtteil für sich. Wir durften Zuschauer sein, als einige Männer mit ihren Kindern ihre riesigen ferngesteuerten, selbstgebauten Autos meterweit durch die Luft fliegen ließen, das war echt ein Spaß!

 

Danach ging es wieder nach Hause. Dieses Mal nicht über die Autobahn sondern über die kleinen Dörfer und Städtchen, die sich an die Straße schmiegen und zum Teil sehr verschlafen wirkten. Also genau richtig für einen Sonntag!

Würzburg, danke für die Auszeit für die Seele, wir kommen wieder!


Werbung von Herzen, wegen Nennung aller wunderbaren Lokalitäten!

Erholte Grüße,

Eure Petra ❤

 


Regal

Auserlesenes | Oktober

Ihr Lieben! Ich danke Euch sehr für die ganzen Nachrichten - v.a. über Instagram - zu dem letzten Blogbeitrag von Auserlesenes! Meine Tipps schienen genau richtig, was für eine Freude!

Weiter geht es mit tollen Büchern, die ich im September bzw. schon vor einiger Zeit gelesen bzw. gehört** habe und euch vorstellen möchte. Dieses Mal darf ich auch drei der vorgestellten Bücher verlosen, mehr davon erfahrt Ihr auf meinem Instagram-Profil unter dem aktuellen Post zu Auserlesenes.

Jedenfalls kamen wieder einige echt gute Bücher auf die Liste, ich bin sehr gespannt, was Ihr sagt!

Let's start!

Auserlesene Bücherliebe

"Der kleine Mönch räumt auf" von Zacharias Heyes 

Mönch

Pater Zacharias Heyes, Mönch im Benediktinerkloster Münsterschwarzach, beschreibt in diesem kleinen, sehr feinen Büchlein die Aufräumerfahrungen des "Kleinen Mönchs" in seiner Zelle. Liebevoll führt uns Heyes durch seinen Mönchsalltag (der übrigens äußerst spannend ist!) - warum er diesen Weg geht und weshalb es jetzt an der Zeit ist, sein Leben und v.a. seine Zelle aufzuräumen (das Eine geht übrigens nie ohne das Andere). Schritt für Schritt skizziert er die einzelnen Schritte, die wohl jeder kennt, der schon einmal wirklich ausmisten und aufräumen wollte. Loslassen, sich selbst erkennen, sich wehren, anerkennen, dass er Hilfe braucht und diese auch annehmen kann, zu erfahren, dass alles seinen Platz (im Leben und) in der Zelle hat, dass die Ursache meist ein Zuviel an Gegenständen ist, für die es nicht genug Plätze geben kann und seine persönliche Vorgehensweise, die viel mit Sich-Fragen-Stellen zu tun hat. Ob ihn Gegenstände glücklich machen, woher diese sind, ob er sie noch braucht und wenn nicht, wohin damit. Schön zu sehen, wie er sich auf dem Weg zu sich selbst verändert, sein eigener Weg inkl. Pilgerreise wird sehr behutsam geschildert.

Fazit: Eine sehr persönliche, kurzweilige Geschichte mit guten und praktischen Tipps, die sofort zum Ausmisten und Ordnung schaffen anregen. Im Außen aufräumen bedeutet immer auch im Innen Ordnung schaffen - man darf sich Hilfe holen und ist nie alleine.

"Millionärin von nebenan" von Stephanie Raiser

Frau, oranger Pulli

Stephanie Raiser berichtet in diesem sehr persönlichen Buch von ihrem Weg zur 1. Million. Es geht um das Gesetz der Anziehung, welche Erfahrungen sie damit gemacht hat, wie sie dazu kam (durch ein Coaching). Sie nimmt uns mit in ihr Leben als Mama, als Ehefrau, als Heilpraktikerin und schließlich als erfolgreiche Unternehmerin und wie sie es geschafft hat, ihre negativen Glaubenssätze zum Thema "Geld" über Bord zu werfen und selbstbestimmt (und v.a. finanziell frei) erfolgreich zu werden. Dies beschreibt Stephanie auf sehr sympathische und liebenswerte Weise, eben als die Frau "von nebenan", mit der man bzw. frau gerne mal einen Kaffee trinken und über ihre Erfahrungen plaudern würde. Dabei ist sie äußerst humorvoll, ehrlich und authentisch, nach dem Motto "Wenn ich das geschafft habe, schafft Ihr das erst recht".

Fazit: Das Buch macht Lust darauf, seinen eigenen Weg in diese Richtung zu gehen - geht nicht, gibt's in dem Fall echt nicht. Was du denkst, kannst du erschaffen. Danke liebe Stephanie für dieses witzige, sehr inspirierende Buch, das mich um viele Erkenntnisse zum Thema Geld, Glaubenssätze und Raus-aus-der-Komfortzone bewegen reicher gemacht hat. Und ein verbaler, liebevoller A...tritt ist, um ins Tun zu kommen und mein glücklichstes Leben zu leben!

"Man nennt uns Minimalisten" von Verena Schürmann

Stuhl, Palme

Verena beschreibt ihre sehr persönliche, bewegende Lebensgeschichte vom zu vollen Keller und Dachboden, von mehr als gut gefüllten Schränken und Schubladen (und einfach allem in ihrem Haushalt) hin zur Minimalistin. Es geht ums Ausmisten - und zwar alles in ihrem Leben wird der Prüfung unterzogen, ob es noch in ihr Leben passt. Und sehr vieles passt eben nicht mehr. Dieses Ausräumen verändert ihr ganzes Leben innerhalb von einigen Jahren. Verena nimmt uns mit in alle Bereiche, begonnen vom Ordnung schaffen, weiter mit plastikfrei leben, veganer Ernährung, ihre Pilgerreise, Digitales, die Infragestellung von Kosmetik und überhaupt ganz vielen nötigen bzw. unnötigen Dingen mehr. Dabei ist sie niemals dogmatisch oder belehrend, im Gegenteil. Ihr Weg ist ein Vorbild für mich - ich denke in sehr vielen Ansichten sehr ähnlich und bin auf meinem Weg zu einem Leben, in dem Dinge nicht mehr die bedeutende Rolle spielen, wie sie uns aber laut der Konsumgesellschaft vorgegaukelt werden. Fokus auf das Wesentliche im Leben - und das lebt sie einfach, und das im positivsten aller Sinne. Die Empfehlung der Dokumentation EARTHLINGS hat übrigens auch mich und meine Einstellung gegenüber Vielem verändert, danke liebe Verena!

Fazit: Dieses Buch hat wirklich mein Leben verändert - ein Augenöffner in so vielen Bereichen (seitdem benutze ich z.B. keine Creme mehr, weil sie nicht nötig ist und wohl nie war; vegetarische/vegane Ernährung spielt eine immer größere Rolle uvm.). Meine #nobuychallenge hat u.a. auch mit dem Lesen dieses Buches zu tun, weil auch hier das bewusste Weglassen wieder zu einem bewussten Konsum führen wird - und das ist doch letztendlich das Ziel: das Leben bewusst leben und genießen.

"Die letzten Tage von Rabbit Hayes" von Anna McPartlin

Blumen

Es geht um die junge Rabbit, die nur noch 9 Tage zu leben hat, denn sie hat Brustkrebs und zahlreiche Metastasen. Diese letzten Tage verbringt sie im Hospiz und man erfährt neben ihrer Lebens- und Leidensgeschichte sehr viel über ihre Familie. Das Buch war eine Achterbahn verschiedenster Gefühle - Spaß haben, glücklich sein, Trauer, Leid, Kummer, Liebe... Alles dabei! Ich habe selten so viel gelacht und geweint bei einem Buch.

Fazit: Durch meine persönliche Geschichte und die Familienerfahrungen mit dem Thema Krebs war dieses Buch dennoch wie eine Heilung - weil das Leben im Vordergrund steht, nicht der Tod. Weil sich wieder zeigt, auf was es ankommt - auf die Liebe, die Familie, den Zusammenhalt, das Leben.

"Der Alchimist" von Paulo Coelho

Mann, vermumt

Paulo Coelho erzählt vom jungen Santiago, der als andalusischer Hirte durch die Lande reist und davon träumt, in Ägypten einen Schatz zu finden. Auf dieser Reise begegnet er vielen Menschen, die ihn durch "lustige Zufälle" bei der Verwirklichung dieses Traumes unterstützen. Dabei lernt er die Sprache des Lebens kennen, hört immer mehr auf seine Intuition, vertraut seiner Seele und taucht in die Liebe ein. Und die "Schätze", die er dabei findet, hätte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können!

Fazit: Was für ein bezauberndes Buch (übrigens eines der wenigen Bücher, das ich mehr als einmal gelesen habe!), das einen lehrt, an Zeichen zu glauben, diese zu sehen und jeden Moment zu genießen - ganz im Hier und Jetzt, nicht gestern und nicht morgen.

 


 

Nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Lesen meiner "Auserlesen", bitte gebt mir doch gerne Feedback, falls Ihr schon etwas davon gelesen haben solltet bzw. eines der Bücher kaufen werdet! Ich bin voll neugierig, wie euch meine Blogserie hier gefällt und ob Ihr ein paar Tipps für euch mitnehmen könnt! Außerdem freue ich mich natürlich auch immer über Tipps zu Büchern, die ich "unbedingt" mal lesen muss! Meine Must-Read-List wächst stetig an!

Erlesene Grüße,

Eure Petra ❤


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Einfach mal nicht kaufen, was man nicht braucht

Bunte Tüten

Einfach mal nicht kaufen, was man nicht braucht - ab dem 1. Oktober 2021 ist es soweit! Meine #nobuychallenge steht an! Und ich freue mich drauf! Im ganzen Oktober wird nichts gekauft, was ich nicht brauche - und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: vielleicht würde ich das sogar "brauchen", will mich aber im Oktober ganz bewusst auf das bewusste Konsumieren fokussieren, indem ich nichts kaufe. Klingt das verwirrend für dich? Sicher - das ist meine pure Absicht 😉 Deine Aufmerksamkeit hab ich nun, oder?

Diese #nobuychallenge ist der Auftakt einer ganzen Reihe von Challenges, die ich mir für das nächste Jahr vorgenommen habe. Mein Laufprojekt, das ich ein ganzes Jahr am Stück durchziehen wollte, ist gescheitert, weil ich mir einfach zu viel wollte. Dieses Mal möchte ich es besser machen, verträglicher und leichter für mich. Deshalb habe ich beschlossen, die Dinge, die ich innerhalb eines Jahres erreichen und verändern möchte, auf 4-wöchige Challenges aufzuteilen - weil 4 Wochen halt einfach immer gehen. 4 Wochen nix kaufen? Sollte gut machbar sein, oder? Weil danach "dürfte" ich ja rein theoretisch wieder - wenn ich dann noch will. Ich weiß aber, dass Routinen zwischen 21 und 60 Tage brauchen, um sich zu etablieren. Also sind 4 Wochen ein guter Zeitraum, um so viel wie möglich zu lernen über mich, wie ich mich verhalte, wenn ich doch "rückfällig" werden sollte.

Mein Jahr in Challenges

Somit also nun willkommen zu meiner 1. Challenge, in den nächsten Monaten wird es also noch viele weitere geben, ich halte dich außerdem auf dem Laufenden, wie ich mit den "alten", die ich immer mehr in mein Leben integrieren möchte, vorankomme. Weil ich mich gefragt habe, wo ich in 1 Jahr stehen will, auf was ich dann stolz zürckblicken möchte... Dazu wird es mal einen extra Blogartikel geben, hat viel damit zu tun, wie ich leben will, was ich in meinem Leben erleichtern möchte.

Hier ein kleiner Vorgeschmack, was da alles noch so kommen wird

  • 1 Monat plastikfrei leben, ganz nach den Büchern von Nadine Schubert (Besser leben ohne Plastik), Anne Mäusbacher (Beachcleaner) und zahlreichen anderen Vorbildern
  • mich 1 Monat vegan ernähren
  • 1 Monat tägliche Bewegung
  • uvm. - bleibt gespannt und neugierig

Warum nun eine #nbc?

Von No-buy-Challenges (der Einfachheit halber kürze ich diese jetzt so ab: #nbc) lese ich immer wieder bei Instagram, außerdem bei zahlreichen Bloggern zum Thema Minimalismus und Frugalismus. Warum sprechen mich die so an? Weil es hier darum geht, den Kopf freizumachen vom Konsumieren, um sich bewusst anderen Themen zu widmen. Zum Beispiel dem Thema, wie ich eigentlich leben möchte - unabhängig vom Konsumieren. Wer bin ich, wenn ich nix konsumiere. Wer bin ich, WEIL ich konsumiere, warum konsumiere ich überhaupt (z.B. um etwas zu kompensieren, was mir eigentlich fehlt), was brauche ich eigentlich im Leben, um glücklich zu sein, was ist überhaupt Glück, bin ich glücklich? Fragen über Fragen stelle ich mir sehr gerne, denn die Beantwortung führen mich immer ein Stück näher an mich selbst heran.

Ja, natürlich spart man auch Geld, was v.a. aus frugalistischer Sicht ein großes Pro darstellt. Natürlich ist es auch eine Platzfrage, was die Minimalisten dafür begeistert. Neben all diesen Vorteilen hat es für mich aber noch viele weitere lohnenswerte Aspekte, die ich hier gerne mit dir teilen möchte und dich so vielleicht zum Mitmachen anstiften kann.

Weitere Vorteile einer #nbc

  • Zeitersparnis
    • für Vielshopper (v.a. das Online-Shoppen kostet viele Stunden am Smartphone, in denen man viele 1000 verlockende Angebote durchscrollen muss - wohlgemerkt bei zahlreichen verschiedenen Shops)
    • kein Vergleichen von Preisen und Shops für diverse Artikel, die man angeblich braucht und bei denen man irgendwie nur frustriert zurückbleibt, weil man doch nicht das beste Angebot gefunden hat, weil das nächste schon um die Ecke lauern kann
    • endlich Zeit für die wichtigen Dinge (nämlich für uns, für unsere Lieblingsmenschen, für Hobbys, für dein Sidebusiness oder das Ehrenamt, das du schon lange angehen wolltest)
  • Kreativität fördern durch Nutzen von Dingen, die schon da sind bzw. ein Herstellen von guten Alternativen
    • z.B. unterschiedliche Kombinationsmöglichkeit von Kleidungsstücken ausprobieren, die man eh hat und evtl. kaum getragen hat bisher
    • Testen von Weglassen (braucht man z.B. wirklich zahlreiche Cremes, Tuben, Tiegel usw., oder geht es evtl. auch ohne?)
    • Neudekorieren von Accessoires aus dem eigenen Bestand bzw. Garten
  • "Fokus Baby"
    • voller Fokus auf das, was man gerade tut, ohne abgelenkt zu sein von dem, was man als nächstes kaufen möchte oder muss, um en vogue zu sein (glaub' mir, wohl keiner schaut dich so genau an, ob du schon wieder die gleiche Hose anhast, jeder Mensch ist so mit sich selbst beschäftigt, dass man viel zu viel Wert darauf legt, was andere denken könnten und es eh nicht tun)
    • keine Konzentration auf Dinge, die man noch braucht, sondern auf die, die man schon hat
    • Nutzen und wiederentdecken der vorhandenen Dinge, die vielleicht nicht mehr beachtet wurden bzw. in Vergessenheit geraten sind
    • Überlegen, welche Sachen man zukünftig tatsächlich braucht
    • Wer bin ich, wenn ich nichts Neues kaufen kann/möchte/darf? "Bin" ich mein Style, mein Dekowahn, meine Badezimmerkosmetik? Oder wer bin ich am Ende "ohne" all das?
  • Finanzen
    • Ersparnis von einigen Euros, indem man nichts kauft (und plötzlich hat man Potential, um endlich in ETFs zu investieren oder für die Urlaubsreise zu sparen, obwohl man vorher dachte, dass da nix übrig bleibt)
    • Übersicht über meine Finanzen und Erholung des Kontos, wenn plötzlich nicht mehr zahlreiche PayPal-Abbuchungen mehr getätigt werden
  • Platz
    • tut es am Ende meinen Räumen gut, wenn nichts mehr dazu kommt? Vielleicht spornt es mich an, die vorhandenen Dinge besser zu nutzen bzw. vielleicht brauche ich auch hier weniger? So eine Challenge hat schon manch einen zum kompletten Ausmisten angeregt, weil man sieht, wie wenig man eigentlich wirklich braucht zum Glücklichsein - und genau darum geht es doch, oder? Nur die Dinge zu besitzen, die einen glücklich machen

Sicher gibt es noch viele weitere Vorteile dieser Challenge, davon werde ich dann einfach im Nachgang berichten.

Wie will ich vorgehen bei der No-buy-Challenge im Oktober?

Ich habe mir einige Kategorien überlegt, bei denen ich einen Stop-Knopf drücken möchte. Diese Kategorieren "stressen" mich am meisten, so dass ich hier einfach erst einmal nichts mehr kaufen möchte. Alles (und noch viel mehr), was ich brauche für meinen täglichen Alltag, habe ich daheim. Im Vorfeld habe ich mir endlich einen Rasierhobel gegönnt, was ich schon so lange wollte. Nun sind nämlich alle Klingen meines herkömmlichen Rasieranbieters aufgebraucht, hier war gefühlt alles aus Plastik und darauf will ich zukünftig immer mehr bewusst verzichten.

Der September stand ganz im Zeichen des Aufbrauchens (#aufbrauchenstattneukaufen), bei der ganz viele von Euch bei Instagram mitgemacht haben. Allerdings wird das weit über den September und sogar bis Ende des Jahres dauern, bis ich all die Sachen aufgebraucht habe, die ich zukünftig nicht mehr nutzen möchte. Diese Aufbrauchchallenge war quasi meine persönliche Vorbereitungszeit für die #nbc, da es eben von vielen Sachen noch viel zu viel gab (ich sag nur Duschgel-Pröbchen aus Hotelaufenthalten in rauen Mengen). Ja, man könnte vieles davon sicher auch verschenken oder weggeben, ich wollte aber da durch, damit ich diese Learnings für mich abhaken kann. Memo an mich: ich brauche keine Duschgel-/Shampoo-/Bodylotiongoodies mehr aus Hotels mitnehmen, auch wenn sie schön aussehen! Weil ich zukünftig wieder auf ein Seifenstück umstellen mag. Dieses Aufbrauchen ist in meinem Fall der unbequemere Weg, den ich aber gehen möchte.

No-buy-Challenge-Kategorien, die im Oktober eine Konsumpause erhalten:

  1. Bücher
  2. Zeitschriften
  3. Wohnaccessoires
  4. Kosmetikartikel
  5. Kleidung

Weshalb es genau diese Kategorien sind? Weil es für mich die wichtigsten sind, in denen ich am Anfälligsten bin...Ich werde diese nach Schwierigkeitsgraden absteigend auflisten:

1 Bücher

Buch

Tja, was soll ich sagen: Ich bin Bibliothekarin und liebe Bücher einfach (von Berufswegen, deshalb bin ich ja Bibliothekarin geworden). Ein tolles Cover, eine gute Rezension sprechen mich sofort an nach dem Motto: "Will ich haben, will ich lesen!". Gerade für meine neue Blogartikelserie AUSERLESENES bin ich natürlich immer auf der Suche nach guten Büchern. Jedoch habe ich mir nun einen Buchkaufstop verordnet, weil ich Bücher eigentlich nicht besitzen muss. Ich liebe sie so oder so - ob als geschenktes, geliehenes oder gekauftes Buch - die Herkunft ist eigentlich egal. Da ich in meinem Bücherschrank auch noch einige Exemplare habe, die ich noch nicht gelesen habe, will ich diesen jetzt erst einmal eine Chance geben. Zudem bin ich ja begeisterte Nutzerin der Stadtbibliothek in Nürnberg und habe da einen reichen Schatz an riesiger Auswahl (für einen geringen Jahresbeitrag erhältst du unzählig viele Medien wie Bücher, DVDs, Zeitschriften, Spiele usw.). Und viele bücherliebhabende Menschen in meinem Umfeld versorgen mich außerdem mit Literatur - dennoch wird es eine "schwere" Aufgabe, weil die Versuchung einfach sehr groß ist.

 

2 Zeitschriften

Kaffee, Zeitschrift

Mindestens genauso liebe ich neben den Büchern Zeitschriften. Während des Studiums war ich für einige Zeit im Zeitschriftenlesesaal der Bayerischen Staatsbibliothek - das war der Himmel auf Erden! Alle erdenklichen Blätter gab es da, ich mag einfach diese bunten, inspirierenden Journale, die man prima zum Kaffee genießen kann. Dort finde ich immer Impulse, die mich inspirieren. Es gab eine Zeit (vor einigen Jahren), da hatte ich mehrere Zeitschriftenabos, so dass fast jede Woche mindestens eine neue Zeitschrift in den Briefkasten flatterte und ich mich schon drauf freute, in ihr zu blättern und zu schmökern. Auch zu dieser Zeit begann ich aber mit der Aufräumerei, der Minimalismus wurde immer präsenter in meinem Leben und die Zeit auch etwas begrenzter (durch zahlreiche Coachings und To Dos für die Aufräumerei). Plötzlich machten mir die Zeitschriftenstapel ein schlechtes Gewissen, weil ich mich ihnen nicht gebührend widmen konnte - genau das wollte ich ja nicht. Ich wollte sie nicht lesen "müssen", damit sie abgearbeitet sind oder schnell-schnell durchblättern. Also kündigte ich spontan ALLE Abos und kaufe mir seitdem nur noch ausgewählte Magazine. Dennoch ist es hier genauso, die Stadtbibliothek und auch Nachbarinnen verleihen hier gerne an mich. Also keine Not eigentlich, oder? Schwierigkeitsgrad: 2 - eigentlich 1b 👌

3 Homeaccessoires
Teller, Löffel

Mit Tassen, Schüsselchen, Vasen, Kissen, Kerzen und Co. ein schönes Zuhause zaubern ist genau mein Ding. Und weißt du was? Genau das habe ich daheim - ein wunderschönes, gemütliches Reich, in dem ich mich (und auch alle meine Mitbewohner und Gäste sich) sehr wohlfühlen, ich brauche also nix mehr dazu. Hier freue ich mich tatsächlich aufs Umdekorieren, aufs Ausprobieren mit Naturmaterialien, die ich beim Spazierengehen finde, auf weniger statt auf mehr. Hier ist es einfach nur wichtig, die entsprechenden Läden zu vermeiden, zumindest am Anfang, um nicht zu leiden bzw. rückfällig zu werden (ok, so schlimm ist es auch wieder nicht, aber ich mag eben diese kleinen schönen Dinge, die sofort für Behaglichkeit sorgen, gerade jetzt, wo es draußen ungemütlicher wird). Ich seh' schon, ich werde noch zur kreativen Bastelqueen!

4 Kosmetik

Creme, Tiegel

Diese Kategorie dürfte überhaupt nicht mehr schwer werden. Vor einiger Zeit habe ich das Buch "Man nennt uns Minimalisten" von Verena Schürmann (alias minimalistic.verena, die ich auch schon einmal interviewen durfte) gelesen und ein Teil davon beschreibt u.a. den Umgang mit Kosmetik. Da ich jahrelang auf der Suche nach der immer besten Kosmetik für mich und meine Haut war (v.a. eine Augencreme habe ich immer gesucht und nie gefunden, außerdem trifft die Werbeindustrie hier scheinbar genau meinen Nerv), habe ich danach kurzerhand beschlossen, genau wie Verena die ganzen Cremes einfach einmal wegzulassen und der Haut eine Auszeit davon zu gönnen. Und überraschenderweise lebe ich noch, meine Haut ist gut und erholt sich gefühlt täglich mehr von der jahrzehntelangen Cremerei. Da ich wieder auf das Waschen mit Seife übergehen möchte, trocknet die Haut auch nicht mehr so aus und benötigt deshalb kein Schmieren. Eigentlich wollte ich ja noch alles aufbrauchen, momentan ruht das aber, weil ich es gar nicht mehr zu brauchen scheine. Hier gilt wirklich das Motto "Weglassen ohne Verzicht". Ich schminke mich dezent, hierfür habe ich alles im Haus, die "Gefahr" ist hier also nicht allzu groß, weil ich genau weiß, was ich brauche - nicht mehr und nicht weniger.

5 Kleidung

Schuhe, Hose

Kleidung habe ich genug. Punkt. Auch hier freue ich mich auf die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten, bei denen ich kreativ werden möchte. Meinen Style habe ich auch gefunden, hier hat mir u.a. die liebe Julia Provenzano geholfen, diesen zu finden. Sportlich, dennoch schick und leger soll es sein und genau diese Teile habe ich auf meiner Kleiderstange. Ausprobieren, neu stylen und kombinieren ist angesagt, Sommerkleider mit groben Strickpullis, dazu Strumpfhosen und Boots sind im Trend und den finde ich total lässig - passt es doch genau zu der minimalistischen Lebenseinstellung, die Dinge zu verwenden, die ich habe. Und etwas noch cooleres draus zu zaubern. Deshalb ist der Schwierigkeitsfaktor hier nicht allzu hoch - Stand heute, ich nehme euch mit!

 

Der Plan ist keinen Plan zu haben - außer nix zu kaufen

Das ist also mein Plan für den Oktober - dieses Mal bewusst nicht als Jahreschallenge ausgelegt, da ich einfach mal sehen möchte, wie es läuft. Es soll kein Zwang sein und strikt nach Plan gehen, sondern in mein Leben passen und mich einfach mal wieder zum bewussten Konsumieren anregen. Kaufentscheidungen zu überdenken und sie vielleicht sogar hinfällig zu machen, weil ich in meinen eigenen Sachen "shoppen" gehen kann. Meine Dinge wieder mit offenen Augen zu betrachten, mich auf wichtigeres als auf Dinge überhaupt zu konzentrieren - nämlich auf mich, das Leben, meine Menschen.

Bewusst konsumieren ist angesagt

Wenn ich auf den Kontoauszug schaue und Beträge über PayPal abgebucht werden und ich im ersten Moment gar nicht mehr weiß, wofür das überhaupt war, hat das eben nichts mit bewusst konsumieren zu tun. Aber so ein Reset tut oft gut im Leben - die #nbc ist wie das Fasten bei der Ernährung - bewusst gar nichts essen, damit es danach wieder schmeckt und ich dankbar und froh bin für das, was ich habe. Und mir zukünftige Ausgaben besser überlegen werde, ob sie tatsächlich nötig sind. Und meine eigenen Dinge wieder mehr wertzuschätzen, kreativ zu werden und neu zu erfinden, was mir gefällt.


Wie ist es bei dir? Hättest du Lust, da mitzumachen? Könntest du dir vorstellen, dich dem bewusst einmal auszusetzen, auch bzw. WEIL es evtl. wehtut? Weil uns dadurch bewusst wird, wie unbewusst wir doch oft funktionieren und handeln. Ich würde mich freuen! Ich denke außerdem, dass ich diese Challenge auf jeden Fall über den Oktober hinaus verlängern möchte. Das entscheide ich dann aber einfach spontan Ende Oktober. Und dann kommt auch schon die nächste Challenge dazu...Falls du dabei sein möchtest, schick mir gerne deine Handynummer, dann kann ich dich per WhatsApp mit Infos und Inputs versorgen - gemeinsam ist es doch immer etwas leichter, oder?

Lass' uns wieder bewusst leben - in allen Bereichen!

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ❤

 


Regal

Auserlesenes | September

Wow! Was für ein tolles Feedback zum letzten Blogbeitrag von Auserlesenes! Meine Tipps kamen super bei euch an, ich bin ganz begeistert, dass ich da den Nerv von so vielen von euch getroffen habe!

Wie schön, denn jetzt geht es weiter mit den Buchtipps! Natürlich hab ich auch im August weiterhin fleißig gelesen, ich hatte ja Urlaub und deshalb einmal so richtig viel Zeit und Muße! Außerdem sind natürlich auch Bücher dabei, die ich schon vor einiger Zeit gelesen bzw. gehört** habe und euch vorstellen möchte.

Jedenfalls kamen wieder einige echt gute Bücher auf die Liste, ich bin sehr gespannt, was Ihr sagt!

Let's start!

Bücherliebe

"Woman on Fire" von Dr. med. Sheila Liz**

FrauDieses Buch von der Gynäkologin Dr. Sheila Liz hat mein komplettes Denken über die Wechseljahre und die Zeit davor, die sogenannte Perimenopause, verändert. Es ist jetzt kein Schreckensgespenst mehr, vor dem ich Angst haben muss (weil ich wahrscheinlich mitten in der Perimenopause bin!). Sie beschreibt alle Symptome ausführlich plus mögliche Strategien, durch die man gut durch diese Zeit kommt (weil da niemand einfach durch muss, das hätten schon unsere Großmütter und Mütter nicht gemusst, wenn mal die Frauenärzte besser informiert hätten). Laut ihrer Aussage kann man sich durch einfache Mittel sogar eine tolle Zeit machen. Sie beschreibt die "fabelhaften Wechseljahre" (schon alleine diese Bezeichnung macht doch Hoffnung und Mut, oder?) als eine heiße Zeit, als den Sommer des Lebens. Sheila Liz schreibt sehr inspirierend, motivierend und sehr lustig. Die 3 Engel für Charlie kommen auch vor (so beschreibt sie die 3 wichtigsten Hormone, die in den Wechseljahren betroffen sind). Viele Symptome haben ihrer Meinung nach damit zu tun, dass man sich in diesen wichtigen Jahren einfach darauf besinnt, was wirklich wichtig ist, z.B. längere Regernationsphasen benötigt als in den 20er Jahren, nicht mehr jedem gefallen muss, in dem man überall gleich JA zu Aufgaben sagt usw.

Fazit: Mich hat das Buch inspiriert, so bald als möglich mit meinem Frauenarzt zu sprechen. Mal sehen, was der dazu sagt... Ich habe das Buch schon etlichen Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis empfohlen, weil es kein Tabuthema mehr sein sollte und weil viele in einem ähnlichen Alter sind. Lustigerweise sind "unsere" Kinder alle gerade in der Pubertät - diese Symptome ähneln übrigens denen der Wechseljahre. Absolute Leseempfehlung für alle Frauen ab Mitte/Ende 30! Coolster Satz in dem Buch: "Du kannst heute entscheiden, ob du die coole Alte sein willst, die später noch in Lederejacke im Café sitzt".

#ichwilldiecoolealtemitderlederjackesein

 

"Mein Leben in 3 Kisten" von Anne Weiss**

KisteAnne Weiss beschreibt in ihrem Hörbuch ihr Leben von der Chaotin zur Minimalistin. Ich als bekennende Minimalistin (mit noch so einigen Sachen, die sich noch mehr reduzieren dürfen) fand das Buch so ansteckend, dass ich noch während des Hörens immer wieder bestimmte Ecken und Schubladen neu ausgemistet habe. Die Autorin, die bei einem Buchverlag gearbeitet hat, schreibt sehr sympathisch, es kommt einem so vor, als ob man mit ihr zusammen an ihrem Küchentisch in ihrer WG in Köln oder dann Berlin sitzt und sie berichtet bei einer Tasse Tee, wie alles so gelaufen ist. Über die Trennung von ihrem Ex, über das Hin- und Hergerissensein, was nun bleiben darf und was nicht, von finanzieller Not, die dazwischen immer einmal da war, von einer Selbstständigkeit, die nur schleppend anläuft, von ihrer Oma, von Wohnexperimenten im Tiny House und schließlich von ihrem Glück, wie es ihr geht, nachdem alles ausgemistet ist und ihr Leben schließlich nur noch "in 3 Kisten" passt.

Fazit: Sehr lesenswertes, ansteckendes Buch, das einen sofort anpacken lässt. Ich hatte wirklich sofort Lust, Dinge auszumisten, Sachen zu verkaufen oder zu verschenken (auch hierüber erfährt man wertvolle Tipps und Plattformen). Dabei äußerst leicht und kurzweilig geschrieben, ein aboluter Hörgenuss!

#tinyhousealsziel

 

"Du bist der Hammer" von Jen Sincero**

Grossartig Super sympathische Autorin, die einem gefühlt einen verbalen A...tritt nach dem anderen gibt. Großartig ehrlich beschreibt Jen Sincero ihre Lebensgeschichte, in der sie erst einmal nichts so wirklich auf die Reihe bekommen hat (sie hat in einer Garage gewohnt!). Zufrieden war sie lange nicht, verändert hat sich aber auch erst einmal nichts. Weil es bequem war, weil man eben so lebt (naja, Garage ist schon ziemlich hart, oder?). Jedenfalls "wacht sie irgendwann auf" und verändert alles. Also vor allem ihr Mindset. Sie beliest sich, informiert sich, ist nicht länger Opfer ihrer Umstände, sondern nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Und schreibt dieses Buch, das ein Bestseller wird. Und schreibt weitere Bücher (z.B. das hier: DU bist ein Geldgenie - ebenfalls sehr empfehlenswert und amüsant zu lesen), die ebenfalls Bestseller werden. Weil sie genau weiß, wovon sie spricht, wenn sie "von ganz unten" berichtet. Das merkt man, das kommt sehr authentisch rüber. Zudem musste ich oft laut herauslachen, weil sie so herrlich ehrlich und witzig schreibt, Tipps und Tricks gibt, wie man den Allerwertesten von der Couch bekommt.

Fazit: Sehr lustiges Mindset-Buch, das einen wirklich von der Couch (oder aus der Garage) zieht. Macht Lust auf anpacken, Ärmel hochkrempeln und loslegen (und endlich das Projekt ICH angeht).

#garagegehtgarnicht

 

"Hannes" von Rita Falk*

2 Männer Dieses Buch von Rita Falk habe ich schon vor vielen Jahren gelesen und mich kürzlich im Kino erinnert - da wurde nämlich in der Preview der Filmausschnitt gezeigt und ich war gleich wieder hin und weg davon! "Hannes" beschreibt eine wunderbare Freundschaft zwischen zwei Jungs - nämlich Hannes und Uli - die sich seit ihrer Kindheit kennen und eigentlich immer alles zusammen gemacht haben. Ein gemeinsamer Motorradausflug beendet das ganze erst einmal, als Hannes schwerstverletzt im Krankenhaus landet. Er liegt im Koma und Uli ist immer an seiner Seite, er schreibt sein Tagebuch weiter, lebt sogar in Teilen sein (Hannes') Leben weiter und glaubt immer an ihn und seine Genesung. So ein ausdrucksstarkes, bewegendes Buch über Freundschaft und das Leben an sich, über Hoffnung und Vertrauen und vielleicht ein Happy End.

Fazit: Sehr lesenswert, berührend, feinfühlig und mit tollen "Bildern", die sofort im Kopf entstehen. Rita Falk ist eben nicht nur "Frau Eberhofer".

#lesenistimmernochbesseralsderfilm

 

"Der Gesang der Flusskrebse" von Delia Owens*

Himmel Delia Owens beschreibt die wunderbare Geschichte des Marschmädchens Kya Clark, das von allen Menschen nach und nach verlassen wird. Dennoch schlägt sich Kya ganz gut durch - durch ihr Leben, die Schulzeit (1 ganzen Tag besucht sie diese!), sie ist Teil der Natur, der Tiere da draußen. Sie lernt Menschen kennen, auf ganz eigene und scheue Art, sie verliebt sich, sie lernt lesen und schreiben, sie wird Autorin. Schließlich wird sie in einen Mordprozess verwickelt, erst dadurch erfährt man die ganze Geschichte über sie und die Familie. Dieses Buch beschreibt auf wundervolle Art und Weise, wie sehr wir die Natur brauchen - und nicht umgekehrt - und wie wir im Gleichklang mit dieser leben können, wenn wir sie annehmen, wie sie ist. Kya ist Teil des ganzen, sieht sich auch so und lebt das Kindsein draußen. Eigentlich immer allein, dennoch fast nie einsam.

Fazit: Mit eines der schönsten Bücher in der letzten Zeit, das ich in nur wenigen Tagen draußen (wo auch sonst!) auf der Gartenliege verschlungen habe. Ich habe gelacht und geweint, das Ende ist verblüffend und traurig zugleich. Sehr empfehlenswert!

#dasbestebuchseitlangem

 


Nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Lesen, bitte gebt mir doch gerne Feedback, falls Ihr schon eines davon gelesen haben solltet bzw. eines der Bücher kaufen werdet! Ich bin voll neugierig, wie euch meine Blogserie hier gefällt und ob Ihr ein paar Tipps für euch mitnehmen könnt! Außerdem freue ich mich natürlich auch immer über Tipps zu Büchern, die ich "unbedingt" mal lesen muss! Meine Must-Read-List wächst stetig an!

Erlesene Grüße,

Eure Petra ❤


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten! Als Bibliothekarin kann ich dir außerdem empfehlen, das Buch deiner Wahl in einer der zahlreichen öffentlichen Bibliotheken auszuleihen - das ist nachhaltig und schont alle Ressourcen - außerdem hast du hinterher kein Platzproblem und brauchst somit keinen Aufräumcoach ;) Auch Buchhandlungen am Ort freuen sich sehr über deinen Besuch!  

** = Affiliate-Link: Viele der Bücher höre ich übrigens als Hörbuch von audible an, da ich so wunderbar nebenbei putzen und / oder aufräumen kann - also WIN - WIN, oder? Ich bin seit Jahren fleißiger Hörbuch-Hörer, gehe oft spazieren und lasse mir etwas "vorlesen"! Über den Link kannst du dir einen kostenlosen Probemonat inkl. 1 Hörbuch deiner Wahl sichern! 
Hier geht's zum kostenlosen Audible-Probeabo »

 


Gegenstände

Werbung | Urlaub daheim - auf der Suche nach verlorenen Schätzen

Urlaub daheim - auf der Suche nach verlorenen Schätzen

Bald ist es wieder so weit, der Urlaub steht vor der Tür. Wie jedes Jahr - und wie jedes Jahr nötig und lange erwartet! Dieses Mal haben wir beschlossen, daheim zu bleiben. Nirgends hinzufahren, sondern einfach im schönen Deutschland - genauer gesagt im wunderschönen Nürnberg - Urlaub zu machen. Aufgrund der Umstände wollten wir einfach dieses Mal nichts buchen und uns Sorgen machen müssen, sondern wollten entspannt auf Terrassien bzw. Balkonien bleiben.

Da ich aber oft das Gefühl habe, dass ich daheim nicht so richtig entspannen kann, weil ich gefühlt immer Arbeit und mögliche Projekte um mich herum sehe, habe ich nun meine Taktik geändert und beschlossen, dass ich VOR dem Urlaub all das mache, was mich sonst beim Entspannen hindert (z.B. den Garten pflegen, mein Haus noch einmal nach ungenutzten Gegenständen durchgehen, laufende Projekte abschließen usw.). Ich pflege ja seit Jahren eine minimalistische Lebenseinstellung und bin auf meinem Weg, immer weniger Dinge - dafür aber genau die richtigen - zu haben. Deshalb stand also nun das ganze Haus Kopf, als ich jeden einzelnen Raum mit minimalistisch prüfendem Blick durchgegangen bin. Mein Plan: Die nicht mehr benötigten Schätze bei eBay verkaufen und ihnen ein zweites Leben geben - ich bekomme dafür sogar Punkte (gleich weiter unten mehr dazu) und kann mir dadurch selbst einen Wunsch erfüllen (was das sein wird, erfahrt Ihr auch noch, keine Sorge!).

Vorbereiten meiner Räume, um entspannt in den Urlaub zu starten

Die Fragen "Womit will ich mich zukünftig umgeben?" und "Was macht mich glücklich?" sind für mich seit Jahren DIE Fragen, die mich durchs Leben führen. Ich stelle sie übrigens auch meinen Kundinnen immer wieder während der Aufräumcoachings bei ihnen vor Ort. Da der Minimalismus kein Ziel, sondern eher eine Reise ist und ich mich als Lebensreisende sehe, dürfen immer wieder Dinge gehen, die ich nicht (mehr) nutze. Ich mag es sehr, das von Zeit zu Zeit zu überprüfen, da ich mich ja ständig verändere (That's Life) und ich somit manche Gegenstände nicht mehr benötige.

Das Ziel dieses Projektes "Urlaub daheim - auf der Suche nach verlorenen Schätzen" war schlicht und einfach:
Einen entspannten Urlaub daheim ohne To Dos erleben!

Also habe ich mir einen Plan erstellt, der lautete:
Ordnung schaffen und alte "Schätze" heben

Alle Räume wurden systematisch nach Gegenständen durchforstet, die mir nichts mehr bedeuten. Welche Dinge benötige/benutze ich nicht mehr? Diese wurden allesamt zusammengetragen und im Wohnzimmer gesammelt. Ich bin ein großer Fan davon, dass Gegenstände nicht einfach nur weggeschmissen werden, sondern wieder zurück in den Ressourcen-Kreislauf gelangen. Das heißt in diesem Fall für mich, dass ich sie zwar nicht mehr besitzen möchte, ein anderer Mensch aber genau über dieses Teil hocherfreut sein könnte. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, meinen "alten Schätzen" eine Möglichkeit auf ein zweites Leben zu geben. Mit dem Online-Marktplatz eBay habe ich in den letzten Jahren immer wieder gute Erfahrungen gemacht - sowohl beim Kaufen als auch beim Verkaufen. Deshalb habe ich all die ungenutzten Gegenstände bei eBay eingestellt, wo sie nun jemanden Anderen erfreuen. Win-Win für alle - ich habe wieder mehr Freiraum daheim und außerdem etwas Geld verdient. Außerdem freut sich jemand anderes über ein tolles Teil, das er von mir gebraucht gekauft hat.

Welche "verlorenen Schätze" durften denn nun gehen?

Diese Dinge habe ich alle zusammengetragen und verkaufstauglich präsentiert, so dass ich sie bei eBay einstellen konnte:

  • Ivar-Schränke
  • Armani-Damenuhr
  • Kopfhörer
  • Bücher
  • Laptop-Ständer
  • Sport-Kleidung
  • Jeans
  • Kleider
  • Milchschäumer
  • LED-Lampe
  • Obstschale
  • Handtasche

Auch bei meinem Sohn gab es einige Dinge, die er nicht mehr genutzt hat:

  • Nerfs
  • Fußballschuhe

Wie funktioniert das Bonusprogramm von eBay eigentlich?

Seit kurzer Zeit gibt es bei eBay ein neues Bonusprogramm mit dem Namen „eBay Punkte für private Verkäufer“, bei dem man pro verkauftem Teil 5 % des Verkaufspreises als Bonuspunkte erhält, durch die ich beim nächsten Einkauf Geld sparen kann. 100 Punkte entsprechen je einem Euro, den ich dann bei meinem nächsten Einkauf sparen kann.

Das Ganze funktioniert in bewährter und intuitiver eBay-Manier:

  1. Das Bonus-Programm freischalten und meine Artikel einstellen
  2. Nach erfolgreichem Verkauf die Punkte erhalten
  3. Beim nächsten Shoppen die Punkte einlösen und bares Geld sparen

Die Punkte gelten 60 Tage und werden um weitere 60 Tage verlängert, wenn eine erneute Transaktion bei eBay durchgeführt wird. Einlösen kann man die Punkte bei allen Käufen - ausgenommen du willst dir ein Flugzeug, Boot, Motorrad und dergleichen größere Anschaffung leisten. Das Einstellen bei eBay habe ich hier schon einmal detailliert beschrieben.

 

So bin ich vorgegangen:

  • Dinge, die ich nicht mehr brauche, zusammentragen
  • Fotos davon machen
  • Artikel einstellen inkl. detaillierter Beschreibung
  • Artikel verkaufen
  • Bonuspunkte erhalten

Und was kam nun heraus?

Ich bin mächtig stolz, dass ich aus meinen ungenutzten Schätzen noch einiges an Geld verdient habe. Und zwar 132,46 €, dafür gab es 816 Punkte, was ca. 8 € entspricht. Da der Geburtstag meines Sohnes ansteht und er mit seinen dann 13 Jahren noch einige materielle Wünsche hat, kann ich die gesammelten Punkte perfekt für ein Geschenk einlösen.

 

Ab in die Ferien ...

Der Garten ist nun gepflegt, die laufenden Projekte sind abgeschlossen (oder warten bis Mitte September) und ich habe alle verkauften Gegenstände an ihre neuen Besitzer verschickt - jetzt bin ich bereit, um entspannt in meinen Urlaub daheim zu starten. Es liegt nichts Ungenutztes mehr herum, andere Menschen erfreuen sich an meinen alten Schätzen, geben ihnen ein neues Zuhause und ich kann mich beruhigt und sehr zufrieden darauf einlassen, Urlaub daheim zu machen. Noch dazu habe ich ein tolles Urlaubsgeld erhalten.

Wie ist es bei dir? Hast du auch noch einige Gegenstände bei dir daheim, die dich schon längst nicht mehr glücklich machen? Worauf wartest du noch?

Dein Verkauf ist des anderen Freud'
Petra Bäumler

 

Aufgeräumte und entspannte Urlaubsgrüße,

deine Petra ❤


Frau im Weizenfeld

Umsonst und draussen

Umsonst und draußen? Was meint sie denn hiermit? Es geht um "Urlaub daheim" - das war für mich in den letzten Jahren leider nie ein Synonym für Erholung, Entspannung, coole Dinge in der Umgebung tun, lesen was das Zeug hält usw. Sondern eher all das zu tun, wozu ich über das Jahr nicht kam. Außerdem habe ich immer die Arbeit gesehen (der Rasen wollte mal wieder gemäht werden, die Garage könnte mal wieder ausgemistet und gekehrt werden, das Zeug darin will zum Wertstoffhof, die Heizungsgitter könnte man wieder mal lackieren, Fenster hätten auch dringend einen Putz nötig...). Wie du siehst, hatte Urlaub daheim für mich also eher einen negativen Beigeschmack, weshalb er nicht gerade erstrebenswert war. Außerdem hatte ich da mal in Ruhe Zeit, mir alle Mögliche zu überlegen, in Ruhe Coachings zu geben usw.

Da wir in diesem Jahr aber auf Grund der ganzen C-Umstände nicht reisen wollten (weil es einfach zu unsicher war mit Quarantäne-Maßnahmen und Co), haben wir uns entschieden, daheim zu bleiben und einfach das wunderschöne Franken bzw. Deutschland zu genießen. Ein paar Tage Berlinaufenthalt stehen schon fest, ansonsten ist NIX geplant. Einfach mal nix!

Und wieso sollte dieser Urlaub daheim denn nun - im Gegensatz zu allen anderen davor - entspannt sein?

See mit Blick auf die Wolken

Weil ich einfach alle To Dos VORHER erledigt habe. Also alle, die mir so wichtig waren, dass ich sie erledigen möchte. Dazu berichte ich nächste Woche noch etwas ausführlicher, natürlich ging es auch ums Ausmisten, um Ballast abwerfen, um einen freien Raum daheim. Ich habe wieder etliche Dinge in meinen Wohnräumen mit minimalistischem Blick begutachtet und sie durften gehen, weil ich sie nicht mehr brauche, weil sie mich nicht mehr glücklich machen. Genau um das geht es mir auch in meinen Coachings mit Kundinnen immer wieder: Macht es dich noch glücklich? Wenn ja, perfekt. Dann darf es bleiben. Wenn nicht, dann darf es gehen. Genauso gehe ich auch bei mir daheim immer und immer wieder vor.

Ich habe also ausgemistet, ja (darüber berichte ich nächste Woche noch ausführlicher). Und außerdem zahlreiche Erledigungen getätigt:

  • Ich habe meine Garage gesäubert
  • das Gartenhaus neu strukturiert
  • all das erledigt, was für meine Ausbilung zum Inner Balance Coach noch anstand (das letzte Modul findet im September statt, davor wollte ich noch einmal alle Inhalte wiederholen; darüber werde ich Ende September dann einmal ausführlicher berichten)
  • meine Unterlagen sortiert und ausgemistet
  • neue Blogartikelideen skizziert bzw. schon konzipiert
  • weitere Bücher für AUSERLESENES gelesen und schon skizziert
  • an spannenden Kooperationsdingen gearbeitet
  • neue Online-Kurse zum Thema Zeitmanagement und Ordnung im Büro überlegt, die im Oktober stattfinden
  • uvm.

Der Clou an der Geschichte? All das erledigen, das mir daheim während des Urlaub sonst die Entspannung rauben würde. Weil ich ständig beschäftigt wäre, ständig etwas zu tun hätte, mich nicht in Ruhe mit mir und meinen Lieben und all den schönen Erlebnissen zu beschäftigen. Sondern den ganzen Tag busy zu sein und kaum Erholung zu haben. Weil ich im Urlaub nicht arbeiten will, nicht am Rechner sitzen will, sondern entspannt im Liegestuhl chillen will - mit Eiskaffee und/oder Aperol Spritz, Musik hörend und Pläne schmiedend, was denn morgen so geht - oder auch nicht ;)

Was haben wir also vor im Urlaub?

Außer spontane Tagesausflüge, Freibad- bzw. Seetage in der Umgebung genießen, Kletterwald mit den Jungs, daheim grillen, viiiiiiel lesen (habe gefühlt ca. 20 Bücher aus der Stadtbibliothek ausgeliehen), auf der Terrasse frühstücken und Mittagessen und überhaupt alles einfach draußen machen. Also eigentlich doch ziemlich viel "geplant", oder?

Ich finde nicht. Da es keinen festen Termin gibt (auch so eine Sache, die ich im Urlaub einfach liebe) entscheiden wir einfach wetter- und launeabhängig sehr spontan, wonach es uns heute ist. Ich habe auf Instagram und unter meinen Freunden eine kleine Umfrage gemacht, was Ihr denn so für Tipps für Urlauber daheim habt und heraus kamen ganz wunderbare Vorschläge, wie man die Zeit daheim sehr wohl sehr gut genießen kann. Viele der Tipps sind in der Umsetzung kostenlos, was mich als bekennende Minimalistin und seit neuestem auch Frugalistin (dazu wird es bald einmal einen Blogartikel geben!) sehr freut. Ich finde nämlich, dass nicht alles immer mit (viel) Geld ausgeben zu tun haben muss, im Gegenteil sind doch die kostenlosen oder -günstigen oft die schönsten Erlebnisse ...

Umsonst und draußen

Hier nun eine dich hoffentlich inspirierende Liste, die in keinster Art und Weise eine Vollständigkeit garantieren möchte, ich glaube eher, dass sie im Laufe der Zeit immer mehr anwachsen wird ... Auf Vorschläge von Euch bin ich immer sehr gespannt! Kommentiert gerne unter dem Beitrag, dann kann ich ihn nach und nach ergänzen! Und ja, es sind nicht alle komplett kostenlos, aber ich finde, für relativ wenig Geld erhält man oft wirklich sehr viel Erlebnis und unvergessliche Momente - aber fast alle sind draußen, versprochen!

  • Ein Picknick machen
    im Garten / Balkon / im Park / am See / im Freibad / mitten in der Natur mit selbstgeschmierten Broten, Salat, Limo, Prosecco, Fingerfood und einer Kühlbox, tolle Picknickdecke und Musik, etwas zu lesen und ganz viel Zeit (allein, zu zweit oder noch mehr. Dann evtl. auch Spiele und Bälle mitnehmen)
  • Lesen
    auf der Gartenliege und den ganzen Tag nix anderes tun, dazwischen neue Getränke und leckeres Essen und ein Nickerchen (Bücher gibt es sicher im eigenen Bücherregal, in der Bibliothek, bei Freunden, im öffentlichen Bücherschrank). Einige Ideen findet Ihr vielleicht auch auf AUSERLESENES
  • Nichtstun
    einfach mal gar nichts tun (der Natur lauschen, die Wolken begutachten, Vögel / Insekten beobachten)
  • Spazieren 
    woanders als auf der üblichen Strecke - für geübtere Spazierer auch wandern in der Fränkischen
  • Zoo oder ein Walderlebniszentrum bzw. Wildpark besuchen
    und die Natur bestaunen
  • Radtouren
    am Kanal / Fluss entlang, bis man keine Lust mehr hat (dort dann mitgebrachte Sachen genießen oder einen Biergarten ansteuern) und dann wieder zurückfahren oder sogar woanders übernachten
  • Stadtrundführung
    eine außergewöhnliche Stadtführung in der eigenen (oder einer benachbarten) Stadt buchen; einen Teil der Stadt als Touri besuchen, in der man sonst nicht verkehrt und so alles einmal mit anderen Augen betrachten
  • Museum, Schlösser und Burgen besuchen
    auch hier gibt es sicher so einige tolle Sachen zu erkunden, ich war z.B. schon sehr lange nicht mehr im Museum und liebe dieses ganz besondere Flair dort.
  • Klettergarten besuchen
    So ein cooles Erlebnis, sehr empfehlenswert! Wenn man im Freiflug irgendwo runter "rutscht", steht gefühlt die Welt still!
  • Sonnenauf- und Untergänge bestaunen
    Und zwar daheim, im Garten, mit Morgentau und dem ersten Kaffee oder abends mit einem Glas Wein - unbezahlbar!
  • Schwimmen gehen
    In allen möglichen Schwimmbädern in der Umgebung (vielleicht sogar die, die du noch nicht kennst), an tollen Seen, am Fluss... Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos. Am besten hinradeln und dann den ganzen Tag im Gras liegen und von den wunderbaren Badegeräuschen in einen sanften Schlummerschlaf lullen lassen, mit Pommes-Duft in der Nase und Eis im Bauch ... (ok, ich schweife ab, sorry)
  • Draußen essen
    Und zwar jede Mahlzeit - weil es draußen einfach immer gut schmeckt, oder? Wahlweise am Balkon, im Gras, auf der Terrasse, bei offenem Fenster, im Biergarten und und und...
  • Spielen
    Brettspiele, Frisbee, Badminton, Tischtennis, alle möglichen Gartenspiele, die seit Jahren in der Gartenhütte oder im Keller verstauben

 

Weitere Tipps für einen gelungenen Urlaub daheim:

  • das Handy/ den PC/ den Laptop so oft es geht auslassen und im wirklichen Leben sein... (über Digital Detox werde ich sicher nach dem Urlaub noch einmal etwas schreiben, da mich das Thema gerade sehr inspiriert. Vorab könntest du schon einmal den Gastartikel von Dr. Daniela Otto dazu lesen)
  • Kochabende mit Freunden - jeder darf einmal sein Lieblingsrezept kochen, so bekommt man gleichzeitig mehrere Gerichte auf den Tisch und wird inspiriert
  • einfach mal kreativ sein (malen, Musik machen, spielen usw.)
  • sich einen ganzen Tag nur für sich gönnen (v.a. die Muttis unter uns). Was spricht gegen einen Tag Therme oder so? Nur für uns? Mit gutem Buch oder der Lieblingszeitschrift...Hach, ich freu mich schon so drauf!
  • uvm.

 

 

Draußen sein

 

Raus aus dem Alltag

Ich glaube, dass es am allerwichtigsten ist, einfach mal raus aus dem normalen Alltag zu kommen. Dazu gehören z.B. auch, sich einmal den Luxus zu gönnen, Essen zu bestellen bzw. zu gehen, lange schlafen, spät ins Bett, den Haushalt liegen lassen usw.

 


Was sagst du? Ich finde, das könnte ein echt entspannter Urlaub werden - frei von Verpflichtungen und allen möglichen To Dos (übrigens habe ich nicht alle geschafft, bevor es ab morgen Nachmittag dann in den Urlaub für die nächsten 3 Wochen geht). Und weißt du was? Das macht überhaupt nix! Weil es eh viel zu viele Punkte waren und ich die für mich wichtigsten erledigt habe. Und alle anderen? Warten sicher auf mich, bis ich wieder aus dem Urlaub "zurück" bin - und wenn nicht, haben sie sich vielleicht inzwischen in Luft aufgelöst, weil sie gar nicht so wichtig waren. Dann ist es doch super, dass ich ihnen keine Energie geschenkt habe :)

 

In diesem Sinne wünsche ich allen einen tollen Sommer und eine erholsame Zeit - egal, wo Ihr seid! Ob daheim oder wirklich weg - erholt euch, lasst das Handy so oft aus wie es geht, seid mit allen Sinnen genau da, wo Ihr eben gerade seid! Genießt das Leben und seid glücklich!

 

Viele Grüße,

Petra ❤


Minimalistisch

Petra, was ist Minimalismus für dich?

Im Freundes- und Bekanntenkreis werde ich immer wieder einmal gefragt: "Petra, was ist Minimalismus (für dich)? "

"Damals", als alles begann (also vor ziemlich genau 5 Jahren, nachdem meine Mama gestorben war) war Minimalismus tatsächlich nur ein Nebenprodukt des Ausmistens für mich. Ich habe das ganze Elternhaus auf den Kopf gestellt, es blieb quasi kein Stein auf dem anderen. Ausmisten, Dinge loslassen, mich von Erinnerungsstücken trennen, eine neue Ordnung und Struktur schaffen - um das ging es mir. Dass mit jedem Teil, das ich gehen lassen konnte, alles immer leichter wurde, habe ich erst später realisiert. Darüber habe ich auch schon zu Beginn des Blogs einmal geschrieben, also quasi noch mitten im Prozess. Die Beiträge dazu findest du hier: Wie Minimalismus mein Leben veränderte (Teil 1) und hier: Minimalismus Teil 2

Loslassen braucht seine Zeit

Der Prozess des Loslassens hat einige Zeit gedauert, das war auch gut und nötig so. Als ich immer mehr Dinge verschenkt, verkauft und gespendet habe, unzählige Male auf dem Wertstoffhof in Nürnberg war - fiel Stück für Stück eine riesige Last und Verantwortung von mir. Genau, das Wort Verantwortung trifft es mit am besten - ich war plötzlich nicht mehr für so viele Gegenstände verantwortlich - das gab mir ein gutes Gefühl. Ich bemerkte plötzlich, dass Besitz auch belastend sein kann - v.a. dann, wenn ich ihn nicht ausgewählt habe.

Das waren ja hauptsächlich die Gegenstände meiner Mama, die ich da weggegeben habe. Ich bin nach der Trennung von meinem Exmann bewusst mir nur wenigen Dingen nach Nürnberg zurück gezogen, wollte mit unserem Sohn ein neues Leben beginnen, mit Dingen, die nicht erinnerungsbehaftet waren. Und dann eben diese Last der fremden Dinge auf meinen Schultern, die mich förmlich zu erdrücken schienen. Da war mir klar, dass ich wirklich wenige(r) Gegenstände in meinem Leben haben wollte - und wenn, dann nur die, die ich ganz bewusst ausgesucht habe, die mich glücklich machen, die mir ein gutes Gefühl geben (wenn Gegenstände das überhaupt können, aber ich glaube Ihr wisst, was ich meine).

Alles Zufall?

So nach und nach beschäftigte ich mich immer mehr mit dem Thema Minimalismus, es begegnete mir fast überall plötzlich - Zufall? Ich glaube nicht. Ich fand es immer spannender, wie andere diese Lebenseinstellung für sich leben und praktizieren. Es gibt die wildesten Theorien um Minimalisten, was ich immer sehr erheiternd finde. Nein, wir Minimalisten laufen nicht alle spartanisch gekleidet in weißen Gewändern herum und haben nur 100 Gegenstände. Wobei es diese Menschen natürlich auch geben darf, jeder nach seinem Geschmack - das ist ja genau das schöne daran. Jede und jeder darf genau so leben, wie er und sie möchte, mit so vielen Gegenständen, die eben genau richtig ins jeweilige Leben passen.

Was ist denn nun Minimalismus für mich?

Minimalismus ist für mich genau DIE Lebensform, mit der ich ein entspanntes, leichtes und glückliches Leben führen kann -

  • weil ich von Gegenständen umgeben bin, die ich bewusst ausgesucht habe
  • mit den Verpflichtungen und Terminen, die mir und meinem Leben gut tun
  • mit lieben Menschen, die ich mag und mit denen ich gerne meine Zeit verbringe
  • in der Tätigkeit, die mich erfüllt und bei der ich andern Menschen helfen kann

Minimalistisch

Die Essenz meines minimalistischen Lebens ist die Reduzierung auf das Wesentliche - nämlich die Zeit, die ich dadurch gewinne, dass ich weniger und nur noch das für mich Richtige besitze. Zeit für mich, für meine Familie und Freude und für die Tätigkeiten, die ich liebe. Weil erfüllte Zeit für mich das Wichtigste ist.

Petra Bäumler

Auf Instagram folge ich seit längerem schon einigen sehr tollen Menschen, die sich in irgendeiner Form mit den Themen Minimalismus, Frugalismus, plastikfrei/nachhaltig leben usw. beschäftigen (diese Themen verschmelzen für mich immer mehr zu einem Thema, das mein Leben ausmacht). Sie sind eine Inspirationsquelle für mich, einige davon kenne ich auch persönlich und schätze sie alle sehr.

Was ist Minimalismus für andere?

Als ich die Idee zu diesem Blogartikel hatte, kam mir in den Sinn, dass ich gerne ihre Essenz auch hier teilen möchte, weil ich glaube, dass alle Essenzen zusammen ein wunderbares Bild ergeben, WAS Minimalismus alles ist und sein kann. Vielleicht inspirieren sie Euch ja auch?

Deshalb freue ich mich sehr, dass ich Euch hier diese bunte Auswahl an wundervollen Statements zum Thema Minimalismus präsentieren darf! Besucht auf jeden Fall einmal die Webseiten bzw. Instagram-Profile der vorgestellten Personen, Ihr werdet sehen, dass sie ein Füllhorn an Ideen und Inspirationen sind.

Beginnen möchte ich mit einem Zitat aus dem Buch Das Minimalismus-Projekt: 52 praktische Ideen für weniger Haben und mehr Sein von Christof Herrmann von einfachbewusst.de:

"Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten – aber nichts Richtiges zum Anziehen. Im Supermarkt stehen 17 verschiedene Himbeermarmeladen – nur keine aus der Region. Ein voller Terminkalender – das Leben ist trotzdem nicht erfüllt. Urlaub in Neapel oder in Nepal – oder doch lieber woanders? Immer mehr Kontakte auf Facebook & Co. – immer weniger Zeit für die echten Freunde. Zig Millionen Songs zum Streamen – aber keine Muße zum Musikhören. 

Zu viele Gegenstände, zu viele Möglichkeiten, zu viele Pläne, zu viele Kontakte – zu viel von allem. Wir leben im Übermaß. Die große Auswahl, die ständige Reizüberflutung und die wachsende Komplexität des Alltags überfordern uns. Oft so sehr, dass wir uns gestresst, ausgelaugt oder fremdgesteuert fühlen. Ein glückliches, erfülltes Leben rückt in weite Ferne. 

Die minimalistische Lebensweise setzt genau an diesem Zu-viel-von-allem an. Es geht darum, den Ballast ausfindig zu machen und diesen dann peu à peu dauerhaft loszuwerden. Jeder Mensch definiert Ballast unterschiedlich. Meist jedoch hat er mit materiellem Überfluss, unnötigen Aufgaben und negativen Beziehungen zu tun. Beim Minimalismus gibt es keine festen Regeln. Du musst nicht ausmisten, bis Du nur noch 100 Gegenstände besitzt. Du musst Dich nicht von allem und allen zurückziehen. Du schaffst einfach nur Zeit und Raum für die Dinge, Aktivitäten und Menschen, die Dir wichtig sind. Du entscheidest also wieder selbst darüber, wie Du Dein Leben gestalten möchtest." 

Florian Wagner von "Geldschnurrbart" 
"Minimalismus ist für mich das Streben nach Effizienz: mit wenig Ressourceneinsatz viel erreichen (Lebensfreude). Frugalismus beinhaltet dies und ergänzt es noch um das Thema Finanzen: Geld auch zu investieren ermöglicht Freiheiten und einen selbstbestimmteren Alltag, ein Zugewinn für die Zufriedenheit."

Denise Colquhoun von "Fräulein Ordnung"
"Für mich ist Minimalismus ein essentieller Weg zu innerer Ruhe und Gelassenheit, weil ich mich dadurch von Balast befreie. Es geht für mich aber nicht primär ums Ausmisten sondern darum, zu erkennen und zu behalten, was mir Freude bereitet. Ich wünsche mir einfach, dass mich sowohl Dinge als auch Menschen bereichern und mir ein gutes Gefühl geben, deshalb schaue ich immer wieder genau hin."

Dr. Daniela Otto - "Digital Detox"
"Minimalismus ist für mich die Reduzierung auf das Wesentliche. Die Fokussierung auf die Essenz. Die Rückkehr zum Sinn."

Anne Mäusbacher von "Beachcleaner"
"Minimalismus zu leben heisst für mich, loszulassen, mehr Space, räumlich aber auch geistiger Natur, also Platz zu schaffen für Neues und die damit einhergehende Freiheit zu erkennen und zu geniessen."

Christian Baier von "selbst-schuld.com"
"Minimalismus ist für mich eine Zeitreise in die gute Vergangenheit, in der Gegenstände noch Werte hatten und Werte nicht von Dingen abhingen. Es ist die Vereinfachung meines kurzen Lebens, in der ich es nicht zulasse, dass unnütze Dinge wertvolle Zeit fressen und gleichzeitig meinen Blick fürs Wesentliche vernebeln. Sich auf dieses Wesentliche zu konzentrieren - indem alles Unwesentliche verbannt wird - ist in der heutigen Zeit die einzige Möglichkeit aus dem Hamsterrad zu entkommen, um die guten Dinge der Vergangenheit ins JETZT zu holen."

Verena Schürmann von "minimalistic.verena"
"Minimalismus bedeutet für mich, nur noch die Dinge zu besitzen, die ich wirklich brauche und auch mag, und endlich Zeit zu haben für die wichtigen „Dinge“ im Leben!"

Minimalismus

Celine Nadolny von "Book of Finance"
"Minimalismus ist für mich die Besinnung auf die Dinge im Leben, die uns tief glücklich machen."

Birgit Fazis von "Zeit statt Zeug"
"Seit knapp 4 Jahren lebe ich ein Leben, in dem weniger wieder mehr ist. Konsequent habe ich mich von allem Überflüssigen getrennt und liebe es sehr, wie dieser Prozess meinen Blick auf das Wesentliche gelenkt hat und es immer noch tut, und zwar in allen Bereichen des Lebens. Als Minimalistin würde ich mich jedoch nicht bezeichnen, denn mir geht es nicht darum, so viel wie möglich aus meinem Leben zu entfernen. Das Leben, ganz egal wie wir es leben, sollte kein Wettlauf sein, bei dem nur der gewinnt, der so wenig wie möglich besitzt. Ich bevorzuge die Bezeichnung „Essentialistin“. Das passt viel besser zu mir und meinem Leben, weil es hier dabei geht, herauszufinden, was einem wirklich wichtig ist um Leben und das ist etwas sehr Individuelles."

Sebastian Voss von "Frugal zum Glück "
"Der Minimalismus ist für mich Werkzeug und Lebenseinstellung zugleich. Er hilft mir, meinen Besitz auf die Dinge zu reduzieren, die mir in meinem Leben einen wirklichen Mehrwert, maximale Freude und Zufriedenheit liefern. Gleichzeitig erinnert er mich immer wieder daran, dass "Größer und Mehr" eine Fehlinterpretation von Glück ist und die Antwort fast immer im Weniger liegt."

Sven Hanuschik von "Traveldichkrass"
"Minimalismus ist Freiheit. Minimalismus schärft den Blick, was wirklich wichtig ist, gibt Freude an den kleinen Dingen (die man sonst übersieht) und diszipliniert Nein zu sagen. - "Alles was Du besitzt, besitzt irgendwann Dich". Jeder der das versteht oder sogar kennt, weiß, was Minimalismus bedeutet."

Johanna Katzera von "einfachachtsam.de"
"Seit der Rückkehr aus Südamerika bedeutet Minimalismus für mich, mein hochkomplexes, stets durchgetaktetes Leben bewusst zu vereinfachen. Nur weil alles möglich ist, muss ich nicht alles Mögliche möglich machen. Es gilt, die unendlichen Optionen willentlich zu begrenzen. Minimalismus in Zeiten des Überflusses bedeutet bewusstes Entsagen und eine Zeit lang nur für die Unerreichbarkeit erreichbar zu sein."

Nadine Schubert von "Besser leben ohne Plastik"
"Für mich ist Minimalismus eine erstrebenswerte Lebenseinstellung, die ich wohl nie ganz erreichen werde. Und trotzdem hilft der Begriff dabei, sich bewusst zu machen, dass wir den Überfluss, in dem wir leben, nicht benötigen. Wir sollten unseren Blick fürs Wesentliche schärfen und dem Konsumwahnsinn entkommen. Ein „weniger ist mehr“ hilft schließlich auch dabei nachhaltiger zu leben. Weniger kaufen, weniger wegwerfen, weniger besitzen. Das klingt nicht nur schön, sondern fühlt sich auch gut an. Und letztendlich hat es nichts mit Verzicht zu tun, sondern vielmehr mit Verweigerung."

Bettina Höchsmann von "Die Alltagsfeierin"
"Minimalismus ist für mich die Bewusstheit, mir darüber klar zu sein, welche Dinge mich zufrieden und glücklich machen und mich auch nur noch mit diesen zu umgeben. Was diesen Anspruch nicht erfüllt darf gehen, so dass bei mir, ohne viel Kraftaufwand, ein großen Loslassen begonnen hat. Schritt für Schritt."

Michael Klumb von "minimalismus-leben.de"
"Minimalismus ist für mich ein Weg von Außen nach Innen. Durch ihn kann man langfristige Zufriedenheit, Achtsamkeit im Alltag und Freiheit erreichen. Ich bin gespannt was ich noch weiter entdecken werde."

Monica Albrecht von "minime.life"
"Minimalismus ist für mich zum einen die Freiheit, mich nur mit den Dingen (und Menschen) zu umgeben, die mir gut tun, die ich mag und die ich in meinem Leben wirklich haben möchte. Zum anderen ist es für mich ein unverzichtbarer Bestandteil des nachhaltigen Lebens. Eine tägliche Erinnerung, worauf es wirklich ankommt - Für unsere Umwelt, den Planeten und für alles, was darauf lebt."

Valentina Dapunt von "minimalfrugal.com"
"Minimalismus bedeutet für mich Fokus auf das Wesentliche sowie bewusster Konsum. Beides führt zu mehr Freiheit und Unabhängigkeit, sodass ich mich voll und ganz auf das konzentrieren kann, was mir wirklich wichtig ist."

 


Wow, was für eine bunte Sammlung an tollen Statements, oder? Und ich finde mich in jedem der Zitate wieder, daraus ergibt sich für mich ein allumfassendes Bild des Minimalismus - in all seinen Facetten.

Ich danke allen hier Beteiligten für ihre ganz persönlichen Definitionen und würde mich sehr darüber freuen, wenn du als Leser dieses Artikels vielleicht deine eigene Idee des Minimalismus hier mit uns teilen möchtest!

Viele Grüße,

deine Petra ❤