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Auserlesenes | September

Wow! Was für ein tolles Feedback zum letzten Blogbeitrag von Auserlesenes! Meine Tipps kamen super bei euch an, ich bin ganz begeistert, dass ich da den Nerv von so vielen von euch getroffen habe!

Wie schön, denn jetzt geht es weiter mit den Buchtipps! Natürlich hab ich auch im August weiterhin fleißig gelesen, ich hatte ja Urlaub und deshalb einmal so richtig viel Zeit und Muße! Außerdem sind natürlich auch Bücher dabei, die ich schon vor einiger Zeit gelesen bzw. gehört** habe und euch vorstellen möchte.

Jedenfalls kamen wieder einige echt gute Bücher auf die Liste, ich bin sehr gespannt, was Ihr sagt!

Let's start!

Bücherliebe

"Woman on Fire" von Dr. med. Sheila Liz**

FrauDieses Buch von der Gynäkologin Dr. Sheila Liz hat mein komplettes Denken über die Wechseljahre und die Zeit davor, die sogenannte Perimenopause, verändert. Es ist jetzt kein Schreckensgespenst mehr, vor dem ich Angst haben muss (weil ich wahrscheinlich mitten in der Perimenopause bin!). Sie beschreibt alle Symptome ausführlich plus mögliche Strategien, durch die man gut durch diese Zeit kommt (weil da niemand einfach durch muss, das hätten schon unsere Großmütter und Mütter nicht gemusst, wenn mal die Frauenärzte besser informiert hätten). Laut ihrer Aussage kann man sich durch einfache Mittel sogar eine tolle Zeit machen. Sie beschreibt die "fabelhaften Wechseljahre" (schon alleine diese Bezeichnung macht doch Hoffnung und Mut, oder?) als eine heiße Zeit, als den Sommer des Lebens. Sheila Liz schreibt sehr inspirierend, motivierend und sehr lustig. Die 3 Engel für Charlie kommen auch vor (so beschreibt sie die 3 wichtigsten Hormone, die in den Wechseljahren betroffen sind). Viele Symptome haben ihrer Meinung nach damit zu tun, dass man sich in diesen wichtigen Jahren einfach darauf besinnt, was wirklich wichtig ist, z.B. längere Regernationsphasen benötigt als in den 20er Jahren, nicht mehr jedem gefallen muss, in dem man überall gleich JA zu Aufgaben sagt usw.

Fazit: Mich hat das Buch inspiriert, so bald als möglich mit meinem Frauenarzt zu sprechen. Mal sehen, was der dazu sagt... Ich habe das Buch schon etlichen Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis empfohlen, weil es kein Tabuthema mehr sein sollte und weil viele in einem ähnlichen Alter sind. Lustigerweise sind "unsere" Kinder alle gerade in der Pubertät - diese Symptome ähneln übrigens denen der Wechseljahre. Absolute Leseempfehlung für alle Frauen ab Mitte/Ende 30! Coolster Satz in dem Buch: "Du kannst heute entscheiden, ob du die coole Alte sein willst, die später noch in Lederejacke im Café sitzt".

#ichwilldiecoolealtemitderlederjackesein

 

"Mein Leben in 3 Kisten" von Anne Weiss**

KisteAnne Weiss beschreibt in ihrem Hörbuch ihr Leben von der Chaotin zur Minimalistin. Ich als bekennende Minimalistin (mit noch so einigen Sachen, die sich noch mehr reduzieren dürfen) fand das Buch so ansteckend, dass ich noch während des Hörens immer wieder bestimmte Ecken und Schubladen neu ausgemistet habe. Die Autorin, die bei einem Buchverlag gearbeitet hat, schreibt sehr sympathisch, es kommt einem so vor, als ob man mit ihr zusammen an ihrem Küchentisch in ihrer WG in Köln oder dann Berlin sitzt und sie berichtet bei einer Tasse Tee, wie alles so gelaufen ist. Über die Trennung von ihrem Ex, über das Hin- und Hergerissensein, was nun bleiben darf und was nicht, von finanzieller Not, die dazwischen immer einmal da war, von einer Selbstständigkeit, die nur schleppend anläuft, von ihrer Oma, von Wohnexperimenten im Tiny House und schließlich von ihrem Glück, wie es ihr geht, nachdem alles ausgemistet ist und ihr Leben schließlich nur noch "in 3 Kisten" passt.

Fazit: Sehr lesenswertes, ansteckendes Buch, das einen sofort anpacken lässt. Ich hatte wirklich sofort Lust, Dinge auszumisten, Sachen zu verkaufen oder zu verschenken (auch hierüber erfährt man wertvolle Tipps und Plattformen). Dabei äußerst leicht und kurzweilig geschrieben, ein aboluter Hörgenuss!

#tinyhousealsziel

 

"Du bist der Hammer" von Jen Sincero**

Grossartig Super sympathische Autorin, die einem gefühlt einen verbalen A...tritt nach dem anderen gibt. Großartig ehrlich beschreibt Jen Sincero ihre Lebensgeschichte, in der sie erst einmal nichts so wirklich auf die Reihe bekommen hat (sie hat in einer Garage gewohnt!). Zufrieden war sie lange nicht, verändert hat sich aber auch erst einmal nichts. Weil es bequem war, weil man eben so lebt (naja, Garage ist schon ziemlich hart, oder?). Jedenfalls "wacht sie irgendwann auf" und verändert alles. Also vor allem ihr Mindset. Sie beliest sich, informiert sich, ist nicht länger Opfer ihrer Umstände, sondern nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Und schreibt dieses Buch, das ein Bestseller wird. Und schreibt weitere Bücher (z.B. das hier: DU bist ein Geldgenie - ebenfalls sehr empfehlenswert und amüsant zu lesen), die ebenfalls Bestseller werden. Weil sie genau weiß, wovon sie spricht, wenn sie "von ganz unten" berichtet. Das merkt man, das kommt sehr authentisch rüber. Zudem musste ich oft laut herauslachen, weil sie so herrlich ehrlich und witzig schreibt, Tipps und Tricks gibt, wie man den Allerwertesten von der Couch bekommt.

Fazit: Sehr lustiges Mindset-Buch, das einen wirklich von der Couch (oder aus der Garage) zieht. Macht Lust auf anpacken, Ärmel hochkrempeln und loslegen (und endlich das Projekt ICH angeht).

#garagegehtgarnicht

 

"Hannes" von Rita Falk*

2 Männer Dieses Buch von Rita Falk habe ich schon vor vielen Jahren gelesen und mich kürzlich im Kino erinnert - da wurde nämlich in der Preview der Filmausschnitt gezeigt und ich war gleich wieder hin und weg davon! "Hannes" beschreibt eine wunderbare Freundschaft zwischen zwei Jungs - nämlich Hannes und Uli - die sich seit ihrer Kindheit kennen und eigentlich immer alles zusammen gemacht haben. Ein gemeinsamer Motorradausflug beendet das ganze erst einmal, als Hannes schwerstverletzt im Krankenhaus landet. Er liegt im Koma und Uli ist immer an seiner Seite, er schreibt sein Tagebuch weiter, lebt sogar in Teilen sein (Hannes') Leben weiter und glaubt immer an ihn und seine Genesung. So ein ausdrucksstarkes, bewegendes Buch über Freundschaft und das Leben an sich, über Hoffnung und Vertrauen und vielleicht ein Happy End.

Fazit: Sehr lesenswert, berührend, feinfühlig und mit tollen "Bildern", die sofort im Kopf entstehen. Rita Falk ist eben nicht nur "Frau Eberhofer".

#lesenistimmernochbesseralsderfilm

 

"Der Gesang der Flusskrebse" von Delia Owens*

Himmel Delia Owens beschreibt die wunderbare Geschichte des Marschmädchens Kya Clark, das von allen Menschen nach und nach verlassen wird. Dennoch schlägt sich Kya ganz gut durch - durch ihr Leben, die Schulzeit (1 ganzen Tag besucht sie diese!), sie ist Teil der Natur, der Tiere da draußen. Sie lernt Menschen kennen, auf ganz eigene und scheue Art, sie verliebt sich, sie lernt lesen und schreiben, sie wird Autorin. Schließlich wird sie in einen Mordprozess verwickelt, erst dadurch erfährt man die ganze Geschichte über sie und die Familie. Dieses Buch beschreibt auf wundervolle Art und Weise, wie sehr wir die Natur brauchen - und nicht umgekehrt - und wie wir im Gleichklang mit dieser leben können, wenn wir sie annehmen, wie sie ist. Kya ist Teil des ganzen, sieht sich auch so und lebt das Kindsein draußen. Eigentlich immer allein, dennoch fast nie einsam.

Fazit: Mit eines der schönsten Bücher in der letzten Zeit, das ich in nur wenigen Tagen draußen (wo auch sonst!) auf der Gartenliege verschlungen habe. Ich habe gelacht und geweint, das Ende ist verblüffend und traurig zugleich. Sehr empfehlenswert!

#dasbestebuchseitlangem

 


Nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Lesen, bitte gebt mir doch gerne Feedback, falls Ihr schon eines davon gelesen haben solltet bzw. eines der Bücher kaufen werdet! Ich bin voll neugierig, wie euch meine Blogserie hier gefällt und ob Ihr ein paar Tipps für euch mitnehmen könnt! Außerdem freue ich mich natürlich auch immer über Tipps zu Büchern, die ich "unbedingt" mal lesen muss! Meine Must-Read-List wächst stetig an!

Erlesene Grüße,

Eure Petra ❤


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten! Als Bibliothekarin kann ich dir außerdem empfehlen, das Buch deiner Wahl in einer der zahlreichen öffentlichen Bibliotheken auszuleihen - das ist nachhaltig und schont alle Ressourcen - außerdem hast du hinterher kein Platzproblem und brauchst somit keinen Aufräumcoach ;) Auch Buchhandlungen am Ort freuen sich sehr über deinen Besuch!  

** = Affiliate-Link: Viele der Bücher höre ich übrigens als Hörbuch von audible an, da ich so wunderbar nebenbei putzen und / oder aufräumen kann - also WIN - WIN, oder? Ich bin seit Jahren fleißiger Hörbuch-Hörer, gehe oft spazieren und lasse mir etwas "vorlesen"! Über den Link kannst du dir einen kostenlosen Probemonat inkl. 1 Hörbuch deiner Wahl sichern! 
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Gegenstände

Werbung | Urlaub daheim - auf der Suche nach verlorenen Schätzen

Urlaub daheim - auf der Suche nach verlorenen Schätzen

Bald ist es wieder so weit, der Urlaub steht vor der Tür. Wie jedes Jahr - und wie jedes Jahr nötig und lange erwartet! Dieses Mal haben wir beschlossen, daheim zu bleiben. Nirgends hinzufahren, sondern einfach im schönen Deutschland - genauer gesagt im wunderschönen Nürnberg - Urlaub zu machen. Aufgrund der Umstände wollten wir einfach dieses Mal nichts buchen und uns Sorgen machen müssen, sondern wollten entspannt auf Terrassien bzw. Balkonien bleiben.

Da ich aber oft das Gefühl habe, dass ich daheim nicht so richtig entspannen kann, weil ich gefühlt immer Arbeit und mögliche Projekte um mich herum sehe, habe ich nun meine Taktik geändert und beschlossen, dass ich VOR dem Urlaub all das mache, was mich sonst beim Entspannen hindert (z.B. den Garten pflegen, mein Haus noch einmal nach ungenutzten Gegenständen durchgehen, laufende Projekte abschließen usw.). Ich pflege ja seit Jahren eine minimalistische Lebenseinstellung und bin auf meinem Weg, immer weniger Dinge - dafür aber genau die richtigen - zu haben. Deshalb stand also nun das ganze Haus Kopf, als ich jeden einzelnen Raum mit minimalistisch prüfendem Blick durchgegangen bin. Mein Plan: Die nicht mehr benötigten Schätze bei eBay verkaufen und ihnen ein zweites Leben geben - ich bekomme dafür sogar Punkte (gleich weiter unten mehr dazu) und kann mir dadurch selbst einen Wunsch erfüllen (was das sein wird, erfahrt Ihr auch noch, keine Sorge!).

Vorbereiten meiner Räume, um entspannt in den Urlaub zu starten

Die Fragen "Womit will ich mich zukünftig umgeben?" und "Was macht mich glücklich?" sind für mich seit Jahren DIE Fragen, die mich durchs Leben führen. Ich stelle sie übrigens auch meinen Kundinnen immer wieder während der Aufräumcoachings bei ihnen vor Ort. Da der Minimalismus kein Ziel, sondern eher eine Reise ist und ich mich als Lebensreisende sehe, dürfen immer wieder Dinge gehen, die ich nicht (mehr) nutze. Ich mag es sehr, das von Zeit zu Zeit zu überprüfen, da ich mich ja ständig verändere (That's Life) und ich somit manche Gegenstände nicht mehr benötige.

Das Ziel dieses Projektes "Urlaub daheim - auf der Suche nach verlorenen Schätzen" war schlicht und einfach:
Einen entspannten Urlaub daheim ohne To Dos erleben!

Also habe ich mir einen Plan erstellt, der lautete:
Ordnung schaffen und alte "Schätze" heben

Alle Räume wurden systematisch nach Gegenständen durchforstet, die mir nichts mehr bedeuten. Welche Dinge benötige/benutze ich nicht mehr? Diese wurden allesamt zusammengetragen und im Wohnzimmer gesammelt. Ich bin ein großer Fan davon, dass Gegenstände nicht einfach nur weggeschmissen werden, sondern wieder zurück in den Ressourcen-Kreislauf gelangen. Das heißt in diesem Fall für mich, dass ich sie zwar nicht mehr besitzen möchte, ein anderer Mensch aber genau über dieses Teil hocherfreut sein könnte. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, meinen "alten Schätzen" eine Möglichkeit auf ein zweites Leben zu geben. Mit dem Online-Marktplatz eBay habe ich in den letzten Jahren immer wieder gute Erfahrungen gemacht - sowohl beim Kaufen als auch beim Verkaufen. Deshalb habe ich all die ungenutzten Gegenstände bei eBay eingestellt, wo sie nun jemanden Anderen erfreuen. Win-Win für alle - ich habe wieder mehr Freiraum daheim und außerdem etwas Geld verdient. Außerdem freut sich jemand anderes über ein tolles Teil, das er von mir gebraucht gekauft hat.

Welche "verlorenen Schätze" durften denn nun gehen?

Diese Dinge habe ich alle zusammengetragen und verkaufstauglich präsentiert, so dass ich sie bei eBay einstellen konnte:

  • Ivar-Schränke
  • Armani-Damenuhr
  • Kopfhörer
  • Bücher
  • Laptop-Ständer
  • Sport-Kleidung
  • Jeans
  • Kleider
  • Milchschäumer
  • LED-Lampe
  • Obstschale
  • Handtasche

Auch bei meinem Sohn gab es einige Dinge, die er nicht mehr genutzt hat:

  • Nerfs
  • Fußballschuhe

Wie funktioniert das Bonusprogramm von eBay eigentlich?

Seit kurzer Zeit gibt es bei eBay ein neues Bonusprogramm mit dem Namen „eBay Punkte für private Verkäufer“, bei dem man pro verkauftem Teil 5 % des Verkaufspreises als Bonuspunkte erhält, durch die ich beim nächsten Einkauf Geld sparen kann. 100 Punkte entsprechen je einem Euro, den ich dann bei meinem nächsten Einkauf sparen kann.

Das Ganze funktioniert in bewährter und intuitiver eBay-Manier:

  1. Das Bonus-Programm freischalten und meine Artikel einstellen
  2. Nach erfolgreichem Verkauf die Punkte erhalten
  3. Beim nächsten Shoppen die Punkte einlösen und bares Geld sparen

Die Punkte gelten 60 Tage und werden um weitere 60 Tage verlängert, wenn eine erneute Transaktion bei eBay durchgeführt wird. Einlösen kann man die Punkte bei allen Käufen - ausgenommen du willst dir ein Flugzeug, Boot, Motorrad und dergleichen größere Anschaffung leisten. Das Einstellen bei eBay habe ich hier schon einmal detailliert beschrieben.

 

So bin ich vorgegangen:

  • Dinge, die ich nicht mehr brauche, zusammentragen
  • Fotos davon machen
  • Artikel einstellen inkl. detaillierter Beschreibung
  • Artikel verkaufen
  • Bonuspunkte erhalten

Und was kam nun heraus?

Ich bin mächtig stolz, dass ich aus meinen ungenutzten Schätzen noch einiges an Geld verdient habe. Und zwar 132,46 €, dafür gab es 816 Punkte, was ca. 8 € entspricht. Da der Geburtstag meines Sohnes ansteht und er mit seinen dann 13 Jahren noch einige materielle Wünsche hat, kann ich die gesammelten Punkte perfekt für ein Geschenk einlösen.

 

Ab in die Ferien ...

Der Garten ist nun gepflegt, die laufenden Projekte sind abgeschlossen (oder warten bis Mitte September) und ich habe alle verkauften Gegenstände an ihre neuen Besitzer verschickt - jetzt bin ich bereit, um entspannt in meinen Urlaub daheim zu starten. Es liegt nichts Ungenutztes mehr herum, andere Menschen erfreuen sich an meinen alten Schätzen, geben ihnen ein neues Zuhause und ich kann mich beruhigt und sehr zufrieden darauf einlassen, Urlaub daheim zu machen. Noch dazu habe ich ein tolles Urlaubsgeld erhalten.

Wie ist es bei dir? Hast du auch noch einige Gegenstände bei dir daheim, die dich schon längst nicht mehr glücklich machen? Worauf wartest du noch?

Dein Verkauf ist des anderen Freud'
Petra Bäumler

 

Aufgeräumte und entspannte Urlaubsgrüße,

deine Petra ❤


Frau im Weizenfeld

Umsonst und draussen

Umsonst und draußen? Was meint sie denn hiermit? Es geht um "Urlaub daheim" - das war für mich in den letzten Jahren leider nie ein Synonym für Erholung, Entspannung, coole Dinge in der Umgebung tun, lesen was das Zeug hält usw. Sondern eher all das zu tun, wozu ich über das Jahr nicht kam. Außerdem habe ich immer die Arbeit gesehen (der Rasen wollte mal wieder gemäht werden, die Garage könnte mal wieder ausgemistet und gekehrt werden, das Zeug darin will zum Wertstoffhof, die Heizungsgitter könnte man wieder mal lackieren, Fenster hätten auch dringend einen Putz nötig...). Wie du siehst, hatte Urlaub daheim für mich also eher einen negativen Beigeschmack, weshalb er nicht gerade erstrebenswert war. Außerdem hatte ich da mal in Ruhe Zeit, mir alle Mögliche zu überlegen, in Ruhe Coachings zu geben usw.

Da wir in diesem Jahr aber auf Grund der ganzen C-Umstände nicht reisen wollten (weil es einfach zu unsicher war mit Quarantäne-Maßnahmen und Co), haben wir uns entschieden, daheim zu bleiben und einfach das wunderschöne Franken bzw. Deutschland zu genießen. Ein paar Tage Berlinaufenthalt stehen schon fest, ansonsten ist NIX geplant. Einfach mal nix!

Und wieso sollte dieser Urlaub daheim denn nun - im Gegensatz zu allen anderen davor - entspannt sein?

See mit Blick auf die Wolken

Weil ich einfach alle To Dos VORHER erledigt habe. Also alle, die mir so wichtig waren, dass ich sie erledigen möchte. Dazu berichte ich nächste Woche noch etwas ausführlicher, natürlich ging es auch ums Ausmisten, um Ballast abwerfen, um einen freien Raum daheim. Ich habe wieder etliche Dinge in meinen Wohnräumen mit minimalistischem Blick begutachtet und sie durften gehen, weil ich sie nicht mehr brauche, weil sie mich nicht mehr glücklich machen. Genau um das geht es mir auch in meinen Coachings mit Kundinnen immer wieder: Macht es dich noch glücklich? Wenn ja, perfekt. Dann darf es bleiben. Wenn nicht, dann darf es gehen. Genauso gehe ich auch bei mir daheim immer und immer wieder vor.

Ich habe also ausgemistet, ja (darüber berichte ich nächste Woche noch ausführlicher). Und außerdem zahlreiche Erledigungen getätigt:

  • Ich habe meine Garage gesäubert
  • das Gartenhaus neu strukturiert
  • all das erledigt, was für meine Ausbilung zum Inner Balance Coach noch anstand (das letzte Modul findet im September statt, davor wollte ich noch einmal alle Inhalte wiederholen; darüber werde ich Ende September dann einmal ausführlicher berichten)
  • meine Unterlagen sortiert und ausgemistet
  • neue Blogartikelideen skizziert bzw. schon konzipiert
  • weitere Bücher für AUSERLESENES gelesen und schon skizziert
  • an spannenden Kooperationsdingen gearbeitet
  • neue Online-Kurse zum Thema Zeitmanagement und Ordnung im Büro überlegt, die im Oktober stattfinden
  • uvm.

Der Clou an der Geschichte? All das erledigen, das mir daheim während des Urlaub sonst die Entspannung rauben würde. Weil ich ständig beschäftigt wäre, ständig etwas zu tun hätte, mich nicht in Ruhe mit mir und meinen Lieben und all den schönen Erlebnissen zu beschäftigen. Sondern den ganzen Tag busy zu sein und kaum Erholung zu haben. Weil ich im Urlaub nicht arbeiten will, nicht am Rechner sitzen will, sondern entspannt im Liegestuhl chillen will - mit Eiskaffee und/oder Aperol Spritz, Musik hörend und Pläne schmiedend, was denn morgen so geht - oder auch nicht ;)

Was haben wir also vor im Urlaub?

Außer spontane Tagesausflüge, Freibad- bzw. Seetage in der Umgebung genießen, Kletterwald mit den Jungs, daheim grillen, viiiiiiel lesen (habe gefühlt ca. 20 Bücher aus der Stadtbibliothek ausgeliehen), auf der Terrasse frühstücken und Mittagessen und überhaupt alles einfach draußen machen. Also eigentlich doch ziemlich viel "geplant", oder?

Ich finde nicht. Da es keinen festen Termin gibt (auch so eine Sache, die ich im Urlaub einfach liebe) entscheiden wir einfach wetter- und launeabhängig sehr spontan, wonach es uns heute ist. Ich habe auf Instagram und unter meinen Freunden eine kleine Umfrage gemacht, was Ihr denn so für Tipps für Urlauber daheim habt und heraus kamen ganz wunderbare Vorschläge, wie man die Zeit daheim sehr wohl sehr gut genießen kann. Viele der Tipps sind in der Umsetzung kostenlos, was mich als bekennende Minimalistin und seit neuestem auch Frugalistin (dazu wird es bald einmal einen Blogartikel geben!) sehr freut. Ich finde nämlich, dass nicht alles immer mit (viel) Geld ausgeben zu tun haben muss, im Gegenteil sind doch die kostenlosen oder -günstigen oft die schönsten Erlebnisse ...

Umsonst und draußen

Hier nun eine dich hoffentlich inspirierende Liste, die in keinster Art und Weise eine Vollständigkeit garantieren möchte, ich glaube eher, dass sie im Laufe der Zeit immer mehr anwachsen wird ... Auf Vorschläge von Euch bin ich immer sehr gespannt! Kommentiert gerne unter dem Beitrag, dann kann ich ihn nach und nach ergänzen! Und ja, es sind nicht alle komplett kostenlos, aber ich finde, für relativ wenig Geld erhält man oft wirklich sehr viel Erlebnis und unvergessliche Momente - aber fast alle sind draußen, versprochen!

  • Ein Picknick machen
    im Garten / Balkon / im Park / am See / im Freibad / mitten in der Natur mit selbstgeschmierten Broten, Salat, Limo, Prosecco, Fingerfood und einer Kühlbox, tolle Picknickdecke und Musik, etwas zu lesen und ganz viel Zeit (allein, zu zweit oder noch mehr. Dann evtl. auch Spiele und Bälle mitnehmen)
  • Lesen
    auf der Gartenliege und den ganzen Tag nix anderes tun, dazwischen neue Getränke und leckeres Essen und ein Nickerchen (Bücher gibt es sicher im eigenen Bücherregal, in der Bibliothek, bei Freunden, im öffentlichen Bücherschrank). Einige Ideen findet Ihr vielleicht auch auf AUSERLESENES
  • Nichtstun
    einfach mal gar nichts tun (der Natur lauschen, die Wolken begutachten, Vögel / Insekten beobachten)
  • Spazieren 
    woanders als auf der üblichen Strecke - für geübtere Spazierer auch wandern in der Fränkischen
  • Zoo oder ein Walderlebniszentrum bzw. Wildpark besuchen
    und die Natur bestaunen
  • Radtouren
    am Kanal / Fluss entlang, bis man keine Lust mehr hat (dort dann mitgebrachte Sachen genießen oder einen Biergarten ansteuern) und dann wieder zurückfahren oder sogar woanders übernachten
  • Stadtrundführung
    eine außergewöhnliche Stadtführung in der eigenen (oder einer benachbarten) Stadt buchen; einen Teil der Stadt als Touri besuchen, in der man sonst nicht verkehrt und so alles einmal mit anderen Augen betrachten
  • Museum, Schlösser und Burgen besuchen
    auch hier gibt es sicher so einige tolle Sachen zu erkunden, ich war z.B. schon sehr lange nicht mehr im Museum und liebe dieses ganz besondere Flair dort.
  • Klettergarten besuchen
    So ein cooles Erlebnis, sehr empfehlenswert! Wenn man im Freiflug irgendwo runter "rutscht", steht gefühlt die Welt still!
  • Sonnenauf- und Untergänge bestaunen
    Und zwar daheim, im Garten, mit Morgentau und dem ersten Kaffee oder abends mit einem Glas Wein - unbezahlbar!
  • Schwimmen gehen
    In allen möglichen Schwimmbädern in der Umgebung (vielleicht sogar die, die du noch nicht kennst), an tollen Seen, am Fluss... Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos. Am besten hinradeln und dann den ganzen Tag im Gras liegen und von den wunderbaren Badegeräuschen in einen sanften Schlummerschlaf lullen lassen, mit Pommes-Duft in der Nase und Eis im Bauch ... (ok, ich schweife ab, sorry)
  • Draußen essen
    Und zwar jede Mahlzeit - weil es draußen einfach immer gut schmeckt, oder? Wahlweise am Balkon, im Gras, auf der Terrasse, bei offenem Fenster, im Biergarten und und und...
  • Spielen
    Brettspiele, Frisbee, Badminton, Tischtennis, alle möglichen Gartenspiele, die seit Jahren in der Gartenhütte oder im Keller verstauben

 

Weitere Tipps für einen gelungenen Urlaub daheim:

  • das Handy/ den PC/ den Laptop so oft es geht auslassen und im wirklichen Leben sein... (über Digital Detox werde ich sicher nach dem Urlaub noch einmal etwas schreiben, da mich das Thema gerade sehr inspiriert. Vorab könntest du schon einmal den Gastartikel von Dr. Daniela Otto dazu lesen)
  • Kochabende mit Freunden - jeder darf einmal sein Lieblingsrezept kochen, so bekommt man gleichzeitig mehrere Gerichte auf den Tisch und wird inspiriert
  • einfach mal kreativ sein (malen, Musik machen, spielen usw.)
  • sich einen ganzen Tag nur für sich gönnen (v.a. die Muttis unter uns). Was spricht gegen einen Tag Therme oder so? Nur für uns? Mit gutem Buch oder der Lieblingszeitschrift...Hach, ich freu mich schon so drauf!
  • uvm.

 

 

Draußen sein

 

Raus aus dem Alltag

Ich glaube, dass es am allerwichtigsten ist, einfach mal raus aus dem normalen Alltag zu kommen. Dazu gehören z.B. auch, sich einmal den Luxus zu gönnen, Essen zu bestellen bzw. zu gehen, lange schlafen, spät ins Bett, den Haushalt liegen lassen usw.

 


Was sagst du? Ich finde, das könnte ein echt entspannter Urlaub werden - frei von Verpflichtungen und allen möglichen To Dos (übrigens habe ich nicht alle geschafft, bevor es ab morgen Nachmittag dann in den Urlaub für die nächsten 3 Wochen geht). Und weißt du was? Das macht überhaupt nix! Weil es eh viel zu viele Punkte waren und ich die für mich wichtigsten erledigt habe. Und alle anderen? Warten sicher auf mich, bis ich wieder aus dem Urlaub "zurück" bin - und wenn nicht, haben sie sich vielleicht inzwischen in Luft aufgelöst, weil sie gar nicht so wichtig waren. Dann ist es doch super, dass ich ihnen keine Energie geschenkt habe :)

 

In diesem Sinne wünsche ich allen einen tollen Sommer und eine erholsame Zeit - egal, wo Ihr seid! Ob daheim oder wirklich weg - erholt euch, lasst das Handy so oft aus wie es geht, seid mit allen Sinnen genau da, wo Ihr eben gerade seid! Genießt das Leben und seid glücklich!

 

Viele Grüße,

Petra ❤


Minimalistisch

Petra, was ist Minimalismus für dich?

Im Freundes- und Bekanntenkreis werde ich immer wieder einmal gefragt: "Petra, was ist Minimalismus (für dich)? "

"Damals", als alles begann (also vor ziemlich genau 5 Jahren, nachdem meine Mama gestorben war) war Minimalismus tatsächlich nur ein Nebenprodukt des Ausmistens für mich. Ich habe das ganze Elternhaus auf den Kopf gestellt, es blieb quasi kein Stein auf dem anderen. Ausmisten, Dinge loslassen, mich von Erinnerungsstücken trennen, eine neue Ordnung und Struktur schaffen - um das ging es mir. Dass mit jedem Teil, das ich gehen lassen konnte, alles immer leichter wurde, habe ich erst später realisiert. Darüber habe ich auch schon zu Beginn des Blogs einmal geschrieben, also quasi noch mitten im Prozess. Die Beiträge dazu findest du hier: Wie Minimalismus mein Leben veränderte (Teil 1) und hier: Minimalismus Teil 2

Loslassen braucht seine Zeit

Der Prozess des Loslassens hat einige Zeit gedauert, das war auch gut und nötig so. Als ich immer mehr Dinge verschenkt, verkauft und gespendet habe, unzählige Male auf dem Wertstoffhof in Nürnberg war - fiel Stück für Stück eine riesige Last und Verantwortung von mir. Genau, das Wort Verantwortung trifft es mit am besten - ich war plötzlich nicht mehr für so viele Gegenstände verantwortlich - das gab mir ein gutes Gefühl. Ich bemerkte plötzlich, dass Besitz auch belastend sein kann - v.a. dann, wenn ich ihn nicht ausgewählt habe.

Das waren ja hauptsächlich die Gegenstände meiner Mama, die ich da weggegeben habe. Ich bin nach der Trennung von meinem Exmann bewusst mir nur wenigen Dingen nach Nürnberg zurück gezogen, wollte mit unserem Sohn ein neues Leben beginnen, mit Dingen, die nicht erinnerungsbehaftet waren. Und dann eben diese Last der fremden Dinge auf meinen Schultern, die mich förmlich zu erdrücken schienen. Da war mir klar, dass ich wirklich wenige(r) Gegenstände in meinem Leben haben wollte - und wenn, dann nur die, die ich ganz bewusst ausgesucht habe, die mich glücklich machen, die mir ein gutes Gefühl geben (wenn Gegenstände das überhaupt können, aber ich glaube Ihr wisst, was ich meine).

Alles Zufall?

So nach und nach beschäftigte ich mich immer mehr mit dem Thema Minimalismus, es begegnete mir fast überall plötzlich - Zufall? Ich glaube nicht. Ich fand es immer spannender, wie andere diese Lebenseinstellung für sich leben und praktizieren. Es gibt die wildesten Theorien um Minimalisten, was ich immer sehr erheiternd finde. Nein, wir Minimalisten laufen nicht alle spartanisch gekleidet in weißen Gewändern herum und haben nur 100 Gegenstände. Wobei es diese Menschen natürlich auch geben darf, jeder nach seinem Geschmack - das ist ja genau das schöne daran. Jede und jeder darf genau so leben, wie er und sie möchte, mit so vielen Gegenständen, die eben genau richtig ins jeweilige Leben passen.

Was ist denn nun Minimalismus für mich?

Minimalismus ist für mich genau DIE Lebensform, mit der ich ein entspanntes, leichtes und glückliches Leben führen kann -

  • weil ich von Gegenständen umgeben bin, die ich bewusst ausgesucht habe
  • mit den Verpflichtungen und Terminen, die mir und meinem Leben gut tun
  • mit lieben Menschen, die ich mag und mit denen ich gerne meine Zeit verbringe
  • in der Tätigkeit, die mich erfüllt und bei der ich andern Menschen helfen kann

Minimalistisch

Die Essenz meines minimalistischen Lebens ist die Reduzierung auf das Wesentliche - nämlich die Zeit, die ich dadurch gewinne, dass ich weniger und nur noch das für mich Richtige besitze. Zeit für mich, für meine Familie und Freude und für die Tätigkeiten, die ich liebe. Weil erfüllte Zeit für mich das Wichtigste ist.

Petra Bäumler

Auf Instagram folge ich seit längerem schon einigen sehr tollen Menschen, die sich in irgendeiner Form mit den Themen Minimalismus, Frugalismus, plastikfrei/nachhaltig leben usw. beschäftigen (diese Themen verschmelzen für mich immer mehr zu einem Thema, das mein Leben ausmacht). Sie sind eine Inspirationsquelle für mich, einige davon kenne ich auch persönlich und schätze sie alle sehr.

Was ist Minimalismus für andere?

Als ich die Idee zu diesem Blogartikel hatte, kam mir in den Sinn, dass ich gerne ihre Essenz auch hier teilen möchte, weil ich glaube, dass alle Essenzen zusammen ein wunderbares Bild ergeben, WAS Minimalismus alles ist und sein kann. Vielleicht inspirieren sie Euch ja auch?

Deshalb freue ich mich sehr, dass ich Euch hier diese bunte Auswahl an wundervollen Statements zum Thema Minimalismus präsentieren darf! Besucht auf jeden Fall einmal die Webseiten bzw. Instagram-Profile der vorgestellten Personen, Ihr werdet sehen, dass sie ein Füllhorn an Ideen und Inspirationen sind.

Beginnen möchte ich mit einem Zitat aus dem Buch Das Minimalismus-Projekt: 52 praktische Ideen für weniger Haben und mehr Sein von Christof Herrmann von einfachbewusst.de:

"Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten – aber nichts Richtiges zum Anziehen. Im Supermarkt stehen 17 verschiedene Himbeermarmeladen – nur keine aus der Region. Ein voller Terminkalender – das Leben ist trotzdem nicht erfüllt. Urlaub in Neapel oder in Nepal – oder doch lieber woanders? Immer mehr Kontakte auf Facebook & Co. – immer weniger Zeit für die echten Freunde. Zig Millionen Songs zum Streamen – aber keine Muße zum Musikhören. 

Zu viele Gegenstände, zu viele Möglichkeiten, zu viele Pläne, zu viele Kontakte – zu viel von allem. Wir leben im Übermaß. Die große Auswahl, die ständige Reizüberflutung und die wachsende Komplexität des Alltags überfordern uns. Oft so sehr, dass wir uns gestresst, ausgelaugt oder fremdgesteuert fühlen. Ein glückliches, erfülltes Leben rückt in weite Ferne. 

Die minimalistische Lebensweise setzt genau an diesem Zu-viel-von-allem an. Es geht darum, den Ballast ausfindig zu machen und diesen dann peu à peu dauerhaft loszuwerden. Jeder Mensch definiert Ballast unterschiedlich. Meist jedoch hat er mit materiellem Überfluss, unnötigen Aufgaben und negativen Beziehungen zu tun. Beim Minimalismus gibt es keine festen Regeln. Du musst nicht ausmisten, bis Du nur noch 100 Gegenstände besitzt. Du musst Dich nicht von allem und allen zurückziehen. Du schaffst einfach nur Zeit und Raum für die Dinge, Aktivitäten und Menschen, die Dir wichtig sind. Du entscheidest also wieder selbst darüber, wie Du Dein Leben gestalten möchtest." 

Florian Wagner von "Geldschnurrbart" 
"Minimalismus ist für mich das Streben nach Effizienz: mit wenig Ressourceneinsatz viel erreichen (Lebensfreude). Frugalismus beinhaltet dies und ergänzt es noch um das Thema Finanzen: Geld auch zu investieren ermöglicht Freiheiten und einen selbstbestimmteren Alltag, ein Zugewinn für die Zufriedenheit."

Denise Colquhoun von "Fräulein Ordnung"
"Für mich ist Minimalismus ein essentieller Weg zu innerer Ruhe und Gelassenheit, weil ich mich dadurch von Balast befreie. Es geht für mich aber nicht primär ums Ausmisten sondern darum, zu erkennen und zu behalten, was mir Freude bereitet. Ich wünsche mir einfach, dass mich sowohl Dinge als auch Menschen bereichern und mir ein gutes Gefühl geben, deshalb schaue ich immer wieder genau hin."

Dr. Daniela Otto - "Digital Detox"
"Minimalismus ist für mich die Reduzierung auf das Wesentliche. Die Fokussierung auf die Essenz. Die Rückkehr zum Sinn."

Anne Mäusbacher von "Beachcleaner"
"Minimalismus zu leben heisst für mich, loszulassen, mehr Space, räumlich aber auch geistiger Natur, also Platz zu schaffen für Neues und die damit einhergehende Freiheit zu erkennen und zu geniessen."

Christian Baier von "selbst-schuld.com"
"Minimalismus ist für mich eine Zeitreise in die gute Vergangenheit, in der Gegenstände noch Werte hatten und Werte nicht von Dingen abhingen. Es ist die Vereinfachung meines kurzen Lebens, in der ich es nicht zulasse, dass unnütze Dinge wertvolle Zeit fressen und gleichzeitig meinen Blick fürs Wesentliche vernebeln. Sich auf dieses Wesentliche zu konzentrieren - indem alles Unwesentliche verbannt wird - ist in der heutigen Zeit die einzige Möglichkeit aus dem Hamsterrad zu entkommen, um die guten Dinge der Vergangenheit ins JETZT zu holen."

Verena Schürmann von "minimalistic.verena"
"Minimalismus bedeutet für mich, nur noch die Dinge zu besitzen, die ich wirklich brauche und auch mag, und endlich Zeit zu haben für die wichtigen „Dinge“ im Leben!"

Minimalismus

Celine Nadolny von "Book of Finance"
"Minimalismus ist für mich die Besinnung auf die Dinge im Leben, die uns tief glücklich machen."

Birgit Fazis von "Zeit statt Zeug"
"Seit knapp 4 Jahren lebe ich ein Leben, in dem weniger wieder mehr ist. Konsequent habe ich mich von allem Überflüssigen getrennt und liebe es sehr, wie dieser Prozess meinen Blick auf das Wesentliche gelenkt hat und es immer noch tut, und zwar in allen Bereichen des Lebens. Als Minimalistin würde ich mich jedoch nicht bezeichnen, denn mir geht es nicht darum, so viel wie möglich aus meinem Leben zu entfernen. Das Leben, ganz egal wie wir es leben, sollte kein Wettlauf sein, bei dem nur der gewinnt, der so wenig wie möglich besitzt. Ich bevorzuge die Bezeichnung „Essentialistin“. Das passt viel besser zu mir und meinem Leben, weil es hier dabei geht, herauszufinden, was einem wirklich wichtig ist um Leben und das ist etwas sehr Individuelles."

Sebastian Voss von "Frugal zum Glück "
"Der Minimalismus ist für mich Werkzeug und Lebenseinstellung zugleich. Er hilft mir, meinen Besitz auf die Dinge zu reduzieren, die mir in meinem Leben einen wirklichen Mehrwert, maximale Freude und Zufriedenheit liefern. Gleichzeitig erinnert er mich immer wieder daran, dass "Größer und Mehr" eine Fehlinterpretation von Glück ist und die Antwort fast immer im Weniger liegt."

Sven Hanuschik von "Traveldichkrass"
"Minimalismus ist Freiheit. Minimalismus schärft den Blick, was wirklich wichtig ist, gibt Freude an den kleinen Dingen (die man sonst übersieht) und diszipliniert Nein zu sagen. - "Alles was Du besitzt, besitzt irgendwann Dich". Jeder der das versteht oder sogar kennt, weiß, was Minimalismus bedeutet."

Johanna Katzera von "einfachachtsam.de"
"Seit der Rückkehr aus Südamerika bedeutet Minimalismus für mich, mein hochkomplexes, stets durchgetaktetes Leben bewusst zu vereinfachen. Nur weil alles möglich ist, muss ich nicht alles Mögliche möglich machen. Es gilt, die unendlichen Optionen willentlich zu begrenzen. Minimalismus in Zeiten des Überflusses bedeutet bewusstes Entsagen und eine Zeit lang nur für die Unerreichbarkeit erreichbar zu sein."

Nadine Schubert von "Besser leben ohne Plastik"
"Für mich ist Minimalismus eine erstrebenswerte Lebenseinstellung, die ich wohl nie ganz erreichen werde. Und trotzdem hilft der Begriff dabei, sich bewusst zu machen, dass wir den Überfluss, in dem wir leben, nicht benötigen. Wir sollten unseren Blick fürs Wesentliche schärfen und dem Konsumwahnsinn entkommen. Ein „weniger ist mehr“ hilft schließlich auch dabei nachhaltiger zu leben. Weniger kaufen, weniger wegwerfen, weniger besitzen. Das klingt nicht nur schön, sondern fühlt sich auch gut an. Und letztendlich hat es nichts mit Verzicht zu tun, sondern vielmehr mit Verweigerung."

Bettina Höchsmann von "Die Alltagsfeierin"
"Minimalismus ist für mich die Bewusstheit, mir darüber klar zu sein, welche Dinge mich zufrieden und glücklich machen und mich auch nur noch mit diesen zu umgeben. Was diesen Anspruch nicht erfüllt darf gehen, so dass bei mir, ohne viel Kraftaufwand, ein großen Loslassen begonnen hat. Schritt für Schritt."

Michael Klumb von "minimalismus-leben.de"
"Minimalismus ist für mich ein Weg von Außen nach Innen. Durch ihn kann man langfristige Zufriedenheit, Achtsamkeit im Alltag und Freiheit erreichen. Ich bin gespannt was ich noch weiter entdecken werde."

Monica Albrecht von "minime.life"
"Minimalismus ist für mich zum einen die Freiheit, mich nur mit den Dingen (und Menschen) zu umgeben, die mir gut tun, die ich mag und die ich in meinem Leben wirklich haben möchte. Zum anderen ist es für mich ein unverzichtbarer Bestandteil des nachhaltigen Lebens. Eine tägliche Erinnerung, worauf es wirklich ankommt - Für unsere Umwelt, den Planeten und für alles, was darauf lebt."

Valentina Dapunt von "minimalfrugal.com"
"Minimalismus bedeutet für mich Fokus auf das Wesentliche sowie bewusster Konsum. Beides führt zu mehr Freiheit und Unabhängigkeit, sodass ich mich voll und ganz auf das konzentrieren kann, was mir wirklich wichtig ist."

 


Wow, was für eine bunte Sammlung an tollen Statements, oder? Und ich finde mich in jedem der Zitate wieder, daraus ergibt sich für mich ein allumfassendes Bild des Minimalismus - in all seinen Facetten.

Ich danke allen hier Beteiligten für ihre ganz persönlichen Definitionen und würde mich sehr darüber freuen, wenn du als Leser dieses Artikels vielleicht deine eigene Idee des Minimalismus hier mit uns teilen möchtest!

Viele Grüße,

deine Petra ❤


Regal

Auserlesenes | August

Auserlesenes? Was soll das denn bitte sein?

Eigentlich wollte ich hier auf dem Blog ja in regelmäßigen Abständen Bücher rezensieren, die ich gelesen und v.a. für so gut befunden habe, dass ich sie mit Euch teilen wollte. Meine ganz persönlichen auserlesenen Schätze für euch sozusagen.

Eigentlich... Denn ich lese gerade (und eigentlich immer schon) sehr viele Bücher, so dass mich das Lesen für eine gute Rezension total stressen würde. Für eine ausführliche Bewertung lese ich nämlich mit Marker, Notizzetteln, Stift und viel Papier, um die wichtigen Passagen und Zitate gleich anzustreichen oder herauszuschreiben, dazu forme ich die einzelnen Kapitel immer gleich in Zusammenfassungen und lese insgesamt weniger entspannt, weil ich nichts Wichtiges weglassen möchte. Ich schrieb ja "eigentlich".

Eigentlich

Denn "eigentlich" will ich mich überhaupt nicht stressen beim Lesen, hier geht es mir nämlich um den puren Lesegenuss und die Inspiration der Texte, die sich zu Bildern im Kopf formen, aber wem schreibe ich das ;) Ihr Leser wisst ja, wovon ich spreche. Außerdem gibt es so viele tolle Rezensionsblogs (z.B. von der lieben Celine (die ich schon einmal interviewen durfte) von Book of Finance, die wunderbare Bücher zu den Themen Finanzen, Mindset, Persönlichkeit, Wissen usw. rezensiert) so dass ich auf diesen Zug nicht auch noch aufspringen möchte (Schuster, bleib bei deinen Leisten!). Zudem verschenke/verkaufe ich die Bücher nach einmaligem Lesen oft noch oder ich stelle sie in den öffentlichen Bücherschrank, so dass mir mein Gekritzel innerhalb von Büchern gar nicht lieb ist (zumal ich ja eine bibliophile Bibliothekarin bin und das mein buchliebhabendes Herz wirklich bluten lässt!)

Deshalb habe ich mich entschieden, mit Euch sehr wohl (wie schon oft gewünscht) meine auserlesenen Buchempfehlungen zu teilen, allerdings wird es jeweils nur kurze Inhaltsangaben und mein Fazit zum Buch geben.

Let's start!

Bücherliebe

Für den August habe ich 5 Bücher zusammengesucht, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Sie haben mein Leben z.T. auf positive Weise verändert! Gerade für die Urlaubszeit hast du vielleicht auch genug Zeit und Ruhe, um dich den wichtigen Fragen und Themen des Lebens zu stellen.

  • Ratgeber / Sachbücher

"Rente mit 40 - Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus" von Florian Wagner

Finanzielle Freiheit

Dieses Buch zum Thema "Finanzielle Freiheit" ist eines DER Bücher in der letzten Zeit, das mein komplettes Denken über die Finanzielle Freiheit und passives Einkommen sehr positiv auf den Kopf gestellt hat und in greifbare Nähe rücken lässt. Der Autor, der sehr sympathisch und authentisch schreibt, berichtet aus seinem Leben und interviewt viele andere Frugalisten über ihre Erfahrungen. Das Thema Frugalismus ergänzt den Miniamalismus um den Bereich Finanzen, was meiner Meinung nach sehr logisch ist und quasi die Folge eines gelebten Minimalimus. Florian Wagner (bloggt als Geldschnurrbart) zeigt komplett nachvollziehbare, einfache Strategien auf, die jedem ein sofortiges Anfangen ermöglichen. Die Bereiche Konsum, Schuldenabbau, Notgroschenaufbau, Investitionen uvm. werden thematisiert und mit vielen praktischen Tipps gespickt, die Steigerung der Lebensqualität spielt eine große Rolle in diesem Buch. Bewusster Konsum ist nämlich kein Verzicht, sondern eine Entscheidung, die langfristig zu viel mehr Lebensqualität führt - und eben auch zu einem früheren Renteneintritt.

Fazit: Ich schaffe die "40" nicht mehr ganz, finde aber eine Vorstellung auf ein entspanntes In-Rente-gehen-wann-ich-das-möchte sehr beruhigend. Und auch das ist nie das komplette Ziel der Frugalisten: ab 40 nichts mehr zu arbeiten - sondern vielmehr die Option zu haben, in Rente gehen zu können, weil man es sich leisten kann, weil man so viel passives Einkommen generiert, dass alle Ausgaben und Fixkosten mehr als gedeckt sind. Klingt das nicht phantastisch? Sehr empfehlenswert für alle, die sich (endlich) mit dem Thema Finanzen beschäftigen wollen und eine andere Sicht auf passives Einkommen gewinnen möchten - weil dann so viele Ausgaben wegfallen, die wir jetzt glauben, unbedingt tätigen zu müssen.

"The Big Five for Life - was wirklich zählt im Leben" von John Strelecky

Philosophie

Joe, unzufrieden mit sich, seinem Leben und seinem Job lernt durch "Zufall" (ich persönlich glaube ja nicht an Zufälle, was sich in diesem Buch wieder einmal bestätigt) einen sehr interessanten Mann namens Thomas kennen. Thomas scheint all das zu haben, was sich Joe wünscht und nach einiger Zeit wird Thomas zu Joes Mentor. In zahlreichen Gesprächen lernt Joe von ihm seine "Geheimnisse", nämlich seine "Big Five for Life" oder auch den Zweck der Existenz und wie ihm das hilft, ein glückliches Leben zu führen. Auch Joe erkennt für sich, was für ihn im Leben fortan zählt, so dass er danach leben und handeln kann.

Fazit: Schon im "Café am Rande der Welt" war ich total begeistert von John Streleckys Schreibweise. Er nimmt mich mit, fesselt, erklärt auf so anschauliche Art und Weise, auf was es ankommt im Leben - und das alles in tolle (seine?!) Geschichten verpackte Lebensweisheiten. Diese vom Autor benannten 5 Dinge im Leben, die wir unbedingt sehen, erleben, erreichen möchten, sind seiner Meinung nach DAS WARUM im Leben. Wenn wir die einmal erkannt haben, handeln wir nach einem Plan, der uns glücklich durchs Leben führt! Das Ganze ist zudem auch auf Firmen bezogen, deshalb sollten es meiner Meinung nach viel mehr Menschen in Führungspositionen lesen ;) Kann nur gut für die Unternehmen sein!

"Essentialismus - Die konsequente Suche nach Weniger" von Greg McKeown

Suche nach weniger

In diesem Buch geht es um "Weniger, aber besser". Um eine neue Art von Minimalismus, in der man sich noch mehr auf genau das fokussiert, was man wirklich will. Und darum, zu allem anderen dann konsequent NEIN zu sagen. Auch, wenn man evtl. aneckt und denkt, dann nicht mehr Teil der harmonischen Gesellschaft zu sein (was übrigens genau nicht der Fall ist, weil man überraschenderweise viel mehr Respekt erntet, wenn man zu seinen eigenen Bedürfnissen steht und diese auch nach außen vertritt). Außerdem wird die fälschliche Annahme, dass man alles einfach noch viel besser organisieren und managen sollte, komplett über Bord geworfen - dadurch, dass man nur noch DIESE EINE SACHE tut, die wirklich zählt, fallen alle anderen Aufgaben oft weg oder werden so unwichtig, dass es nach einem sehr entspannten Leben klingt. Es geht auch um aussortieren (Wichtiges von Unwichtigem trennen), sich die richtigen Fragen zu stellen (deshalb mochte ich das Buch wahrscheinlich auch so sehr, weil die richtigen Fragen und v.a. die Beantwortung in meinen Augen alles verändern können), den Fokus auf seine Lebenszeit zu richten und v.a. immer wieder Entscheidungen zu treffen: nämlich die Entscheidung, genau das zu tun, was jetzt und für diese Sache wichtig ist.

Fazit: Geniales, lebensveränderndes Buch, um noch mehr im JETZT zu leben und sich auf das zu fokussieren, was man wirklich will. Sich aus dem Hamsterrad der Alltagsbelanglosigkeiten befreien und das zu tun, was einen glücklich macht und weiter bringt.

  • Romane

"Alte Sorten" von Ewald Arenz

Roman

In diesem Roman von Ewald Arenz (übrigens ein Lehrer an einer Nürnberger Schule, auf die auch mein Sohn geht) geht es um die 17-jährige Sally, die aus einer Klinik flieht und zufällig die Bäuerin Liss kennenlernt. Sally darf bei ihr auf dem Hof unterschlupfen, lange bleibt geheim, wovor bzw. vor wem sie sich versteckt. Beide Frauen sind geheimnisvoll und sich irgendwie ähnlich - Außenseiterinnen, die sich scheinbar wortlos verstehen. Das Hofleben in Unterfranken wird so fein beschrieben, als wäre man dabei bei der Kartoffelernte, beim Honig schaben, beim Wein lesen. Sehr feinfühlig beschreibt Arenz die zarten Freundschaftsbande, die sich zwischen den beiden ungleichen und doch ähnlichen Frauen entsteht. Nach und nach erfährt man mehr und taucht immer tiefer ein in die Geheimnisse und die beiden Geschichten.

Fazit: Ein Buch zum Zurücklegen und genießen auf der Hängematte oder am Strand, ein sehr entspannter und doch tiefsinniger Lesegenuss! Mein "erster" Arenz und sicher nicht der letzte!

"Achtsam morden" von Karsten Dusse

RomanEs geht um den Anwalt Björn Diemel, der ein Achtsamkeitsseminar besuchen muss, um seine Work-Life-Balance wieder herzustellen. Das ist quasi die Bedingung seiner Frau, um die Ehe zu retten. Während er das Seminar besucht, kommen die Tipps wie gerufen - aus "Achtsamkeit" ermordert er versehentlich den nervigsten Mandanten. Auf sehr witzige und absolut überzeugende Art sympatisiert man mit dem Hauptdarsteller, der eigentlich nur so handeln kann, wie er es eben tut.

Fazit: Absoluter Lesegenuss, innerhalb kürzester Zeit durchgelesen und viel gelacht. Im Vorbeigehen erhält man zahlreiche Tipps zum Thema Achtsamkeit, die wirklich Sinn machen und gut tun.

Den 2. Teil Das Kind in mir will achtsam morden habe ich gleich nach wenigen Tagen danach gelesen, ist ebenfalls sehr zu empfehlen ist, weil er das Thema Inneres Kind sehr gut beleuchtet, mit dem ich mich persönlich noch nicht wirklich befasst habe. Der 3. Teil (Achtsam morden am Rande der Welt) steht schon auf meiner Must-Read-Liste...

 

 


Nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen dieser auserlesenen Titel, bitte gib' mir doch gerne Feedback, falls du eines der Bücher kaufen solltest. Ich bin voll neugierig, wie dir meine neue Blogserie "Auserlesenes" hier gefällt und ob du Tipps für dich mitnehmen kannst! Außerdem freue ich mich natürlich auch immer über Tipps  zu Büchern, die ich "unbedingt" mal lesen muss!

Erlesene Grüße,

Deine Petra ❤

 

 


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten! Als Bibliothekarin kann ich dir außerdem empfehlen, das Buch deiner Wahl in einer der zahlreichen öffentlichen Bibliotheken auszuleihen - das ist nachhaltig und schont alle Ressourcen - außerdem hast du hinterher kein Platzproblem und brauchst somit keinen Aufräumcoach ;) Auch Buchhandlungen am Ort freuen sich sehr über deinen Besuch!  

** = Affiliate-Link: Viele der Bücher höre ich übrigens als Hörbuch von audible an, da ich so wunderbar nebenbei putzen und / oder aufräumen kann - also WIN - WIN, oder? Ich bin seit Jahren fleißiger Hörbuch-Hörer, gehe oft spazieren und lasse mir etwas "vorlesen"! Über den Link kannst du dir einen kostenlosen Probemonat inkl. 1 Hörbuch deiner Wahl sichern! 
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Darf es mit in deinen Urlaubskoffer?

Bald beginnt sie wieder, die lang ersehnte Urlaubszeit. Und wieder stellt man sich die Frage, was denn genau mit darf in den Urlaubskoffer. Was packen wir ein, was muss unbedingt mit, was darf getrost daheim bleiben?

Inspiriert zu diesem Blogartikel wurde ich durch einen Post der lieben Verena Schürmann, vielleicht besser bekannt als minimalistic.verena.

Verena ist Minimalistin und inspiriert andere Menschen auf sympathische Art und Weise, wie befreiend der minimalistische Lebensstil ist (darüber berichtet sie auch in ihrem Buch: Man nennt uns Minimalisten*. Ich habe Verena vor kurzem auch interviewt, das ganze Interview findest du hier: Im Interview: Minimalistin Verena Schürmann

Kleidung

Darf es mit in deinen Urlaubskoffer

Der besagte, mich inspirierende Post von der lieben Verena hat mich sehr berührt. Seit fast 3 Jahren helfe ich nun als Aufräumcoach v.a. Frauen dabei, ihr Leben auszumisten. Natürlich habe ich vorher mein Leben selbst so ziemlich von allem befreit, was mich nicht mehr glücklich macht. Habe zahlreiche Klamotten aus meinem Leben gemistet; außerdem durften Geschirr, CDs, Kissen, Deko, Bücher, Schreibkram, Erinnerungsstücke und so viele Dinge mehr gehen... Dennoch gibt es immer wieder Phasen in meinem Leben, in denen ich das Gefühl habe, dass wieder etwas gehen darf. Und das ist ja auch total klar - Gegenstände, die mir gestern noch am Herzen lagen, die mir wichtig waren und bleiben mussten, sind es vielleicht inzwischen nicht mehr. Gerade in der letzten Zeit habe ich viel an mir gearbeitet, befinde mich seit Anfang 2021 in der Ausbildung zum Inner Balance Coach, habe seitdem einige Learnings durchgemacht. Und ich merke immer mehr, wie wenig mir Dinge eigentlich bedeuten. Dass ich immer weniger brauche, um noch glücklicher zu sein. Deshalb ist man also wohl nie fertig (und das soll auf keine Fall entmutigen, im Gegenteil. Was du heute noch nicht gehen lassen kannst, fällt dir morgen oder übermorgen schon nicht mehr so schwer, du wirst sehen...). Und dass es genau auf die Balance im Leben ankommt zwischen "genau richtig" und zu viel bzw. zu wenig. Bei allem!

Das Ausmisten von Dingen befreit

Ich habe also Vieles gehen lassen können aus meinem Haushalt, dennoch gibt es manchmal gefühlt immer noch zu viel von allem, ich will es noch einfacher haben, will mich noch weniger entscheiden müssen, z.B. wenn ich vor meiner Kleiderstange stehe und mich für den Tag anziehe. Seit einiger Zeit - genauer gesagt nach einem Stil-Coaching mit der lieben Julia Provencano (die Seite befindet sich gerade noch im Aufbau - darüber erzähle ich euch bei Gelegenheit etwas mehr) bin ich ein totaler Kleider-Fan geworden. Ein Kleid ist für mich DAS Symbol für einfach:

  • einfach schick
  • einfach schnell
  • einfach weiblich
  • einfach einfach

Mit Kleid fühle ich mich so weiblich wie nie, es geht super schnell und ist einfach immer schick. Also wirklich DIE perfekte minimalistische Garderobe für mich. Einmal mit Sneaker (ich trage total gerne diese hier in der Farbe "Rosewater" von Puma*), einmal mit Sandalen oder etwas höheren Schuhen, schon ist man perfekt für echt jede Gelegenheit gekleidet. Na und in diesem Zuge habe ich gemerkt, wie viele Hosen ich noch habe und überhaupt nicht mehr gerne trage (wir sprechen hier von Sommerkleidung!).

blaues Kleid

In Verenas Post ging es nun um leichtes Gepäck, v.a. im Sommerurlaub. Wenn man mit so wenigen Dingen eine so gute Zeit verbringt - weil man die Dinge daheim ganz bewusst ausgewählt hat. Ich habe im letzten Jahr auch schon einmal darüber geschrieben, wie sehr mich der Urlaub in unserem Mobile-Home in Kroatien inspiriert hat: Wie wenig es doch braucht, um glücklich zu sein.

Mit wenigen Dingen auskommen, nur das Wichtigste dabeihaben. Und wenn man nun zum ersten Mal diese frischen Räume betritt - leere Schränke und Oberflächen, bevor man sie mit seinen wenigen mitgebrachten Schätzen füllt. Dann fühlt es sich an, als wäre das die große Freiheit. Man packt das aus, was man daheim als mitnehmenswert erachtet hat.

Was nehme ich mit in den Urlaub

Die "guten" Schuhe, die "schönsten" Kleider, in denen wir uns wohlfühlen, die uns schmeicheln, die gut sitzen und in tollem Zustand sind. Die Accessoires, die zu jedem Outfit passen, das Lieblingsparfum... Also wenige und bewusst ausgewählte tolle Sachen, die uns glücklich machen.

 

Der beste Weg, um herauszufinden, was wir wirklich brauchen, ist, das loszuwerden, was wir nicht brauchen.

Marie Kondo

Was nehme ich sicher nicht mit in den Urlaub

All' das, was man gemeinhin "für daheim", zum "Rumlümmeln", für Gartenarbeit usw. anzieht, würden wir sicher nie mit in den Urlaub nehmen, stimmt's? Du würdest nie die Ziel-Hose (ein Ausdruck von der lieben Stilfrage, die ich schon einmal interviewt habe) mitnehmen, weil du da vielleicht im Urlaub wieder reinpassen würdest (gerade da sicher nicht!), du würdest nicht die ausgewaschenen, ausgeleierten, zu engen oder zu weiten Klamotten mitnehmen, in denen du dich nicht wohlfühlst, oder? Weil du doch gerade im Urlaub die schönste Zeit des Jahres erleben willst - und das geht eben am besten mit deinen schönsten Dingen - die nicht nur für "gut" oder für "besonders" aufgehoben werden sollten.

Dazu kann ich dir leider eine kleine traurige Geschichte erzählen. Meine Eltern hatten jahrelang 2 große Kaffee- und Geschirrsammlungen (für je 12 Personen), die eben nur für solche "guten" und "besonderen" Anlässe bestimmt waren. Gefühlt kann ich mich eigentlich an keine wirkliche Veranstaltung erinnern, zu der dieses Geschirr mal auf den Tisch kam. Weißt du, wann wir sie benutzt haben? Das erste Mal so richtig an der Beerdigung von meinem Papa 2007, da hatten wir viele Gäste im Anschluss an die Trauerfeier bei uns. Wirklich eine "gute" und "besondere" Situation, oder? Seitdem trage ich jeden Tag meine Lieblingskleider und trinke jeden Kaffee in meinen Lieblingstassen! Wenn doch einmal etwas zu Bruch gehen sollte (was eigentlich noch nie vorkam, obwohl ich ein Kind habe) dann ist das wohl einfach das Leben - besser im tägliche Leben genutzt als erst bei der Trauerfeier im Einsatz. Und außerdem habe ich ohnehin nur noch Lieblingsdinge daheim, alle anderen durften eh schon gehen.

Kleidung

Urlaubskleidung als Sinnbild für die Alltagskleidung?

Im Urlaub ist es also völlig klar, wie wir uns fühlen wollen:

  • wohl
  • hübsch
  • zufrieden
  • gut gekleidet
  • schnell fertig
  • ohne viel Aufwand fertig für den Strand/die Bar/den Ausflug usw.

Weshalb scheint uns dies nicht für den Alltag zu gelingen? Warum machen wir es uns da viel komplizierter, tragen unnötigen Ballast herum bzw. lagern diesen in Kellern, auf Dachböden, in Schubladen und Schränken? Für den Fall, dass wir diese Dinge evtl. und vielleicht und wahrscheinlich sicher nicht brauchen könnten...

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

Pearl S. Buck

Ist der Alltag denn nicht auch etwas Besonderes? Ist er es nicht wert, dass wir ihn schön verleben, er ist im Verhältnis so viel mehr Zeit als "das bisschen Urlaub im Jahr" - wieso sollten wir uns also nur die schönsten Sachen für die relativ kurze Zeit im Jahr reservieren? Das klingt ja schon fast nach einer Bestrafung, einer Kasteiung uns selbst gegenüber. Als ob wir die Sachen, die uns nicht gefallen oder die uns nicht (mehr) passen "auftragen" müssten.

Also treffe diese Entscheidung FÜR die Dinge, die du liebst. Gib ihnen den Raum und den nötigen Platz in deinem Leben, dafür dürfen die anderen (ungeliebten, so Naja-Gegenstände) weichen. Verschenke sie, verkaufe sie, sie verstopfen deine Räume und letztendlich dein Leben. Ein ganz klares JA für deine Lieblingssachen ist ein ganz klares NEIN für die Sachen, die du nicht liebst. Eigentlich ziemlich einfach, oder?

Ein JA für besondere, schöne, liebenswerte Dinge ist ein NEIN gegen alles andere. Sei es dir wert, dass du dich in deinem Leben nur mit diesen Gegenständen umgibst - das tut gut, ist wertschätzend und macht glücklich!

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ❤

 


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten!


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Gastbeitrag für Fräulein Ordnung: Zeitmanagement für Mamas

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Ich durfte einen Gastbeitrag zum Thema "Zeitmanagement für Mamas" für meine liebe Ordnungskollegin Denise von Fräulein Ordnung schreiben. Denise durfte ich schon einmal interviewen, das komplette Gespräch findest du hier: Heute im Interview: Fräulein Ordnung

Als es um die Themenauswahl ging, wusste ich gleich, um was es gehen soll - nämlich um Zeitmanagement für Mamas. Da ich in letzter Zeit immer wieder Anfragen von jungen Müttern erhalte, wie sie es denn schaffen könnten, trotz Kindern irgendwie Ordnung zu halten, eine gute Struktur in ihr Leben und ihren Alltag zu bekommen und das Ganze bitte auch "in entspannt", wollte ich sie mitnehmen in meine aktuelle Situation. Ich bin alleinerziehende Mama eines wunderbaren 12-Jährigen und bekomme also hautnah mit, wie das Leben mit Kind so ziemlich alles durcheinander wirbelt, obwohl es sich bei uns natürlich nach inzwischen fast 13 Jahren eingespielt hat. Dennoch ist auch bei mir als Ordnungscoach nicht alles perfekt - aber das strebe ich ohnehin schon lange nicht mehr an!

In dem Gastartikel für Denise handelt es sich deshalb um ein möglichst gutes Management der kostbaren Zeit und wie wir Mütter es schaffen können, alles geregelt zu bekommen.

Zeitmanagement - Tipps

Ich bin deshalb auf folgende mir wichtige Punkte näher eingegangen:

  • Zielsetzung
  • Priorisierung
  • Erstellung eines Plans
  • Fokus auf das Wesentliche
  • Aufbau von Gewohnheiten
  • und einige mehr

Weshalb das Wörtchen könnte eine große Rolle spielt, liest du am besten selbst in dem Artikel auf dem Blog von Fräulein Ordnung hier:

 

Du wirst überrascht sein, zu welchem Ergebnis ich kam. Die letzten Jahre haben mich gelehrt, wie wichtig Zeit insgesamt und im Besonderen mit der Familie geworden ist. Diese gut zu nutzen ist mit meine höchste Priorität im Leben, dementsprechend fällt auch mein Fazit aus. Ich hoffe doch sehr, dass ich dich ein bisschen neugierig gemacht habe?! Dann hüpfe gleich zum vollständigen Blogbeitrag rüber zu Denise' Blog!

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ❤

 

 


Lachende Frau mit Hund

Im Interview: Minimalistin Verena Schürmann

Heute darf ich euch eine bewunderswerte Frau vorstellen: Verena Schürmann, eine Minimalistin aus Leidenschaft.

Verena kenne ich über Instagram, dort folge ich ihrem Profil minimalistic.verena schon seit einiger Zeit. Sie gibt dort Einblicke in ihr minimalistisches Leben, außerdem findet man dort zahlreiche Challenges (z.B. Kleidung ausmisten, Datenmüll entsorgen, ungenutzte Lebensmittel aufbrauchen usw.), sie berichtet über ihre Wohnung und den Weg zum Minimalismus. Sehr spannend und inspirierend! Deshalb möchte ich euch Verena nun vorstellen, weil ich selbst sehr viele Inspirationen aus ihren Beiträgen und ihrem YouTube-Kanal ziehe. Im Interview verrät uns Verena, wie jede/r sofort starten kann.

 

Hier hat sich Verena nun meinen Fragen gestellt:

  • Wer bist du?

Ich bin Verena Schürmann, 40 Jahre alt und lebe mit meiner kleinen Familie und unserer Hündin im schönen Münsterland. Wir leben seit einigen Jahren minimalistisch und haben dadurch sehr viel in unserem Leben zum Positiven verändert.

  • Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Mein Herzensprojekt ist es, den Minimalismus von Vorurteilen und Klischees zu befreien, den Menschen zu zeigen, dass Minimalismus alle Bereiche des Lebens vereinfachen und somit leichter machen kann und dass jeder nach seinen persönlichen Vorlieben Minimalismus als Werkzeug nutzen kann. Minimalismus hilft dabei herauszufinden, was wir wirklich wollen im Leben und was uns glücklich macht. Dabei möchte ich die Menschen inspirieren, Möglichkeiten aufzeigen und zum Nachdenken anregen, ihre Gewohnheiten und fest gefahrenen Glaubenssätze vielleicht einmal zu hinterfragen. Mache ich das so, weil es mich glücklich macht oder weil es alle so machen? Das ist ein großer Unterschied.

  • Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Vor 6 Jahren wollten wir eigentlich nur den Keller ausmisten, doch dabei sollte es nicht bleiben. Mit jedem Teil das ging, fühlten wir uns freier, wir bekamen mehr Platz und Raum in unserer Wohnung. Das war für uns etwas ganz Neues, da wir unsere Wohnung immer als zu klein empfunden hatten. Nach einigen Jahren Minimalismus Erfahrung und unserer Reise auf dem Jakobsweg, wollte ich dieses Wissen gerne an Menschen weitergeben, die ihr Leben ebenfalls vereinfachen möchten.

Sitzende Frau

  • Was war der ausschlaggebende Faktor?

Der ausschlaggebene Faktor kam beim Schreiben meines Buches. Mir wurde beim Aufschreiben unserer eigenen Geschichte bewusst, dass ich dieses befreiende Lebensgefühl an andere Menschen weitergeben möchte.

  • Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Hindernisse gab es bei unserer Minimalismus - Reise eher selten. Manchmal fühlten wir uns erschöpft vom Ausmisten, es war kein Ende in Sicht, wir stellten unsere Ernährung um, was uns anfangs ganz schön forderte und mein Mann und ich wechselten die Jobs. Das waren für uns aber keine Hindernisse, sondern eher Herausforderungen, an denen wir gewachsen sind.

  • Was unterscheidet dich von anderen Minimalismus-Bloggern?

Was mich von anderen Minimalismus YouTubern und Instagramern unterscheidet, finde ich sehr schwierig, weil ich Vergleiche einfach nicht mag. Jeder Mensch steht an einem anderen Punkt in seinem Leben, hat ein anderes Umfeld, andere Vorlieben und Gewohnheiten. Wir leben als kleine Familie in einer ganz normalen Wohnung, mit einem festen Wohnsitz, gehen beide unseren Jobs nach, unser Sohn zur Schule. Ich denke, dass sich viele Menschen damit identifizieren können. Einige Minimalisten leben aus dem Rucksack, als digitale Nomaden oder mit der Familie im Van. Das sind unglaublich tolle Lebenseinstellungen und Inspirationen, doch die meisten werden sich darin nicht wiederfinden. Das erscheint dann schnell als unerreichbar, weil diese Lebensformen eher ungewöhnlich sind.

  • Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die minimalistischer leben wollen?

Mein 1. Tipp: Einfach anfangen! Es gibt kein richtig oder falsch. Wenn du nicht anfängst, kann sich nichts ändern.

Tipp 2: Immer auf das eigene Bauchgefühl hören. Es gibt viele tolle Anleitungen die helfen können, wie man zum Beispiel ausmistet. Aber stell dir vor, in der Anleitung steht, dass Hobbies die zu viele Dinge benötigen nicht minimalistisch sind, du daraufhin alles wegwirfst und somit dein geliebtes Hobby aufgibst. Du wärst unglücklich, weil du nach dieser Anleitung gehandelt hast. Minimalismus soll schließlich glücklich machen!

Tipp 3: Miste zuerst Dinge aus, die dir nichts bedeuten. Ein gutes Beispiel ist der Keller. Wenn etwas erstmal im Keller liegt, ist es oft selten genutzt, nicht wichtig genug um in der Wohnung zu bleiben und im Keller ohnehin schnell vergessen. Aus den Augen, aus dem Sinn! Das gilt nicht nur für Keller, sondern auch für Dachböden und die hinterste Ecke im Kleider-oder Küchenschrank.

  • Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Pläne für die Zukunft werden nicht verraten, sonst gehen sie erfahrungsgemäß nicht in Erfüllung. Auf jeden Fall möchte ich den Minimalismus als Lebensstil bekannter machen und mit Vorurteilen aufräumen.

  • Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Man findet mich in Suchmaschinen unter "Minimalistic Verena Schürmann", meine Website unter minimalistic.jimdosite.com, auf Instagram und YouTube unter minimalistic.verena.

Lächelnde Frau
  • Gibt es bei all den Büchern, die du gelesen hast, das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

Ich habe im Laufe der letzten Jahre sehr viele Bücher gelesen zum Thema Minimalismus und Nachhaltigkeit, wirklich verändert hat mich eigentlich nur mein eigenes (Man nennt uns Minimalisten*), weil mir durch das Schreiben bewusst wurde, welche Reise ich hinter mir habe und was sich alles in meinem Leben verändert hat.

  • Welchen Podcast kannst du empfehlen?

Den Podcast von Michael von Minimalismus Leben höre ich total gerne. Michael hat eine sehr angenehme Stimme und immer verschiedene Gäste mit tollen Geschichten zum Thema Minimalismus zu Gast (P.S.: ich selbst durfte auch schon einmal zu Gast bei Michael sein, die Folge findest du hier)

  • Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Es gibt einige tägliche Routinen in meinem Leben. Angefangen vom Müsli mit frischen Obst, die Spaziergänge mit dem Hund, jeden Tag eine kleine Meditation, frisch kochen und regelmäßiger Sport.

  • Hast du ein Lebensmotto?

Neben dem Motto: "Weniger ist mehr!" auch das Motto "Einfach mal machen, könnte ja gut werden!"

Liebe Verena, ich danke dir sehr für das Interview, für deine offenen Antworten, für Einblicke in dein Leben, die Lust darauf machen, ebenso frei und leicht zu leben wie du mit deiner Familie - und dass dies mit Kind und Hund geht, machst du vor!

 

Alles Liebe und viel Inspiration,

Eure Petra ❤

 

Da ich mich selbst als Minimalistin bezeichne, habe ich schon einige andere interessante Minimalist:Innen interviewt, hier ist eine kleine Auswahl zum Weiterlesen:

Außerdem meine persönliche Reise zum Minimalismus:

Und wenn du Einstiegsliteratur brauchst, kann ich dir das Buch von Christof Herrman empfehlen, das ich hier schon einmal rezensiert habe: Einfach bewusst zum Minimalismus-Projekt – Rezension

 

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Frau im Tüllrock

Im Interview: Personlstylistin Bianca Stäglich von STILFRAGE

Frau mit Rock

Bianca Stäglich, Gründerin von "Stilfrage" im Interview

Seit einiger Zeit folge ich Bianca Stäglich, sicher den meisten besser bekannt als "Stilfrage" bei Instagram. Vor allem ihre witzigen Stories und die mutigen Looks haben es mir angetan. Mutig im Sinne von "Wow, das würde ich auch gerne tragen können!". Spontan habe ich sie um ein Interview gebeten und voilà: Hier ist es!

Wer bist du?

Ich bin Bianca Stäglich, Personal Stylistin und Impulsgeberin. Charmant ehrlich, unkompliziert, Inspirationsquelle, Schneiderin - die Tüllrockträgerin. Seit 28 Jahren in einer glücklichen Beziehung in München, mit zwei wundervollen Katzen lebend.

lachende Frau

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

STILFRAGE steht für Frauen, die keinen Trends folgen. Sondern welche setzen. Ich zeige Frauen wer sie sind, dass sie mit jeder Figur gut aussehen können und was sie ausdrücken dürfen. Selbstbewusst ihre Weiblichkeit unterstreichen. Ich möchte bei jeder Frau das Innere mit dem Äußeren verbinden und sie ermutigen es zum Ausdruck zu bringen.

Nach meiner Ausbildung zur Schneiderin und meinen Jobs bei namenhaften Modemagazinen, sprach ich mit meiner Freundin eines Abends über die Schönheit der Frau und das Phänomen der Kommunikation mit der eigenen Kleidung. An diesem Novemberabend 2009 war STILFRAGE geboren und alles nahm seinen Lauf. Im Oktober 2010 ging ich mit meinem Unternehmen und meiner Homepage online und berate seitdem Frauen und Männer.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Es war ein Gefühl. Inspiration und die Liebe zur Mode gaben mir den Mut. Und manchmal ist es gut, nicht lang nachzudenken. Einfach losgehen.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Wenn die vielen Erkenntnis-Momente die Augen meiner Kundinnen leuchten lassen, ist das meine größte Motivation.

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Hindernisse in dem Sinne gab es keine. Ich bin einfach losgelaufen und habe intuitiv gehandelt.

Was unterscheidet dich von anderen Personal Stylisten?

Als Personal Stylist ist es mir wichtig, individuell auf jede Persönlichkeit einzugehen und zuzuhören. Das ist mir möglich, weil ich selbst wandelbar und experimentierfreudig bin und immer mal wieder etwas riskiere. Das kann man deutlich an meinen Frisuren erkennen. Ich spreche nicht nur über Mode, sondern ich verkörpere das, was ich meinen Kundinnen vermittle. Mein Stil und ich, wir sind zu 100 % authentisch.

Ganz klar konnte man mich - als Inspirationsquelle und Impulsgeber - in meinem Kleiderschrank Experiment: „Was wäre wenn du nur 30 Teile in deinem Schrank hättest?“, sehen. Damit sensibilisiere ich für einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit dem eigenen Kleiderschrank und zeige damit auf, dass nicht immer permanent geshoppt werden muss.

Meine Fähigkeit, wie Kleidung das Denken, Fühlen, das gesamte Auftreten und damit die Attraktivität und Außenwirkung beeinflusst.

Zusätzlich kommt mir mein fundiertes Wissen als Schneiderin sehr zu Gute, denn dadurch kann ich einen nachhaltigen Umgang mit Materialien und Stoffen lehren.

In diesem Interview erfährst du, wie ich über Mode denke und was sie mir bedeutet: https://stilfrage.net/was-bedeutet-fuer-mich-mode/

Stehende Frau im Rock

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die sich noch schöner fühlen möchten?

  1. „Try something new!“
  2. „Bleib dir treu, egal was die anderen sagen!“
  3. „Was liebst du an dir und deinem Körper?“


Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

2019 gründete ich meine STILFRAGE-Akademie und bilde seitdem zur Farb- und Stilberaterin aus. Auf diesem Wege gebe ich mein Wissen weiter, um noch mehr Frauen zu erreichen. Ich möchte das Bewusstsein schärfen, dass alle Frauen - mit den unterschiedlichsten Figuren - toll aussehen können.

Des Weiteren schreibe ich an meinem Buch „Nachhaltigkeit beginnt im Kleiderschrank“. Seit Jahren träume ich davon, ein eigenes Buch zu veröffentlichen.

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Auf meiner Website unter: www.stilfrage.net

Hier kann man sich für den Newsletter anmelden: https://stilfrage.net/dies-das/newsletter/

Hier geht es zum Instagramprofil: https://www.instagram.com/stilfrage_official/

Und dann noch mein Profil bei LinkdIn: https://www.linkedin.com/in/bianca-stäglich-3978408b/

Am aktivsten erlebt man mich auf Instagram. Hier zeige ich immer wieder neue Outfit-Ideen und nachhaltige Styling-Experimente. Mit meinem Newsletter verpasst man nichts mehr. Und auf LinkedIn geht:s um Dresscode - Themen im Business.


Gibt es das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

„Die vier Einsichten“ von Alberto Villoldo - In diesem Buch geht es darum, wie wir emotionale Wunden der Vergangenheit schließen können.

Welchen Podcast kannst du empfehlen?

Meine Freundinnen Katrin und Tina (eine Kundin von mir) haben vor zwei Jahren einen eigenen Podcast ins Leben gerufen. Es geht um Bücher und da ich gern lese, möchte ich dir diesen Podcast von Herzen gern empfehlen: https://heybooklovers.podigee.io

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Mit meinen Katzen kuscheln. Sie geben mir die innere Ruhe, die ich manchmal vergesse.

Hast du ein Lebensmotto?

Zufriedenheit, denn daraus entwickelt sich ein glückliches und erfülltes Leben.

Sitzende Frau


Liebe Bianca, was bist du für eine tolle, wandelbare Frau! Sich immer wieder neu zu erfinden und sich dabei treu zu bleiben ist wohl die Kunst im Leben, oder? Fakt ist, dass du scheinbar alles tragen kannst. Sowohl frisurentechnisch als auch auf deinen Kleidungsstil bezogen, Hut ab! Ich bleibe auf jeden Fall an dir dran, bin schon sehr gespannt auf dein Buch - auch ich lese bekanntlich sehr gerne ;)

Danke für dieses wunderbare Interview, für die Einblicke in deinen Werdegang und in dein WARUM.

 

Alles Liebe,

Petra ❤


Celine Nadolny

Im Interview: Buch- und Finanzbloggerin Celine Nadolny von Book of Finance

Celine Nadolny - Frau - Finanzbloggerin - hübsch

Buch- und Finanzbloggerin Celine Nadolny von Book of Finance im Interview

Heute darf ich euch die interessante und junge Buch- und Finanzbloggerin Celine Nadolny vorstellen (mein bisher jüngster Interviewgast, den ich bisher interviewt habe). Celine habe ich bei Instagram kennengelernt, ich folge ihr dort schon seit einiger Zeit, weil sie unzähle Bücher liest und dazu wunderbar ehrliche Rezensionen schreibt.

Bücher begeistern mich schon mein ganzes Leben, gefühlt gibt es aber nie genug Zeit, um alle zu lesen. Aber "alle" muss man ja auch gar nicht lesen. Deshalb mag ich Buchblogs wahrscheinlich so gerne, weil Bücher sozusagen für "mich" gelesen werden und ich kann danach entscheiden, ob ich das rezensierte Buch jetzt erst recht lesen mag oder ob ich es mir vielleicht sparen kann. So kleine Appetithäppchen, die Lust auf's Lesen machen. Celine Nadolny hat sich auch noch genau die Themen ausgesucht, die mich ebenfalls interessieren - nämlich Finanzen, Karriere, Persönlichkeitsentwicklung, Wissen, Gesundheit und Mindset - sie veröffentlicht jede Woche 2 Rezensionen hierzu (bei insgesamt über 500 gelesenen Büchern betreibt sie DEN Finanzblog der Jahre 2020 UND 2021 - gekürt mit dem BlackBullAward)! So eine Powerfrau musste ich einfach kennenlernen, ihre Intention dahinter interessiert mich einfach! Außerdem verbindet uns die Leidenschaft zu 2 Lieblingsbüchern, doch lest selbst, welche das sind ;)

Hier geht's nun zum Interview

Buch- und Finanzbloggerin - Frau liest Buch

Wer bist du?

Mein Name ist Celine Nadolny und ich bin eine 23-jährige Buch- und Finanzbloggerin aus dem schönen Ruhrgebiet. Ursprünglich komme ich vom Niederrhein und bin dann für mein duales Studium in Business Administration mit entsprechender IHK-Ausbildung in einem Industriekonzern und vor allem der Liebe wegen umgezogen. Seit ich 16 Jahre alt bin lese ich darüber hinaus unzählige Sach- und Fachbücher in den Bereichen Finanzen, Karriere, Steuern, Persönlichkeitsentwicklung und Unternehmertum. Mittlerweile sind es über 500 gewesen. Das ist wohl die Leidenschaft, die mich am nachhaltigsten geprägt hat und mit der ich heute den Menschen helfen kann.

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Mein Herzensprojekt ist „Book of Finance“, mein Buch- und Finanzblog, den ich vor 21 Monaten auf Instagram gegründet habe. Er resultierte direkt aus meiner Leidenschaft für gute Literatur und den immer häufigeren Nachfragen von Freundinnen, ob ich ihnen bei ihren Finanzen helfen oder ein Buch empfehlen könnte. Das Projekt ist mit der Zeit rasant gewachsen und neben Instagram kamen nun noch LinkedIn, Pinterest, Facebook, Twitter und eine Homepage dazu. Allein auf letzterer kann man heute mehr als 150 ausführliche Rezensionen sortiert nach Kategorien und Bewertung finden.

Seit knapp 2 Jahren veröffentliche ich nun jede Woche zwei neue Buchrezension und teile meine Erkenntnisse und meine Leidenschaft mit der Community. Insgesamt sind wir nun bereits über 50.000 Lese- und vor allem Wissensbegeisterte. Dabei machen zwei Komponenten Book of Finance einmalig: 1) aufgrund meiner Erfahrung aus bereits über 500 gelesenen Büchern kann ich annähernd objektiv beurteilen, wie gut ein Buch wirklich ist 2) dabei bin und bleibe ich 100% ehrlich und unabhängig, scheue mich auch nicht davor, von Autoren im Nachgang bedroht oder beleidigt zu werden.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Es war irgendwie ein kleiner Impuls in mir. Ich hatte bereits über Monate mit meinem Freund darüber gesprochen – der im Übrigen die Idee zu Book of Finance hatte, nachdem er von meinem Wissensdurst und meiner Leidenschaft so begeistert war und immer wieder meinte, weshalb ich da nicht mehr draus machen – als ich dann in einem Kurzurlaub zu meinem 21. Geburtstag den Entschluss gefasst habe, einfach loszulegen. Ich hatte schlicht einfach nichts zu verlieren. Also schossen wir an meinem 21. Geburtstag in einem Café in Konstanz am Bodensee die ersten Bilder passend zur Location vom Café am Rande der Welt von John Strelecky. Keine Woche später ging der erste Post auf meinem Instagram Kanal online und die Reise nahm ihren Lauf. ​

Die ersten interessante Kooperationen und Aufträge für Content Creation ließen nicht lange auf sich warten und zum 01.01.2020 meldete ich dann auch offiziell mein Gewerbe an.

Celine Nadolny - Frau liest Buch entspannt investieren

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Vielleicht, dass ich irgendwann realisiert habe, dass ich nichts zu verlieren habe und es eigentlich keinen Grund gibt, nicht bereits jetzt loszulegen. Ich wusste, dass ich das Wissen hatte. Ich kannte die Plattform Instagram bereits recht gut, war in meinem Themenfeld bewandert und habe offen gestanden in meinem dualen Studium recht schnell gemerkt, dass ich nicht mein ganzes Leben lang in starren Konzernstrukturen unterwegs sein möchte.
Damals hatte ich bereits den Social Media Account von meinem Unternehmen übernommen, aber ich durfte nicht schalten und walten, wie ich wollte, musste jede Kleinigkeit absegnen lassen, super viele Details ändern, obwohl sie enorm wichtig gewesen wären und das, obwohl ich die Best-Kennerin zum Thema Instagram war und die Leute, die die Entscheidungen getroffen haben, nicht einmal einen privaten Account hatten. Es war also eine Mischung aus, „warum eigentlich nicht“ und „wenn ich was erreichen möchte, dann muss ich selbst aktiv werden!“

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Oh ja, davon gab es eine ganze Menge. Am Anfang wurde ich mit wenigen hundert Followern und keinen 20 Rezensionen auf meinem Blog von den meisten noch belächelt. Wahrscheinlich haben sie sich insgeheim gedacht, „die hält das ohnehin nicht durch“. Als aber klar wurde, dass ich immer weiter machen würde, veränderte sich das Bild von Lachen bei einigen in Unterstützung und bei wieder anderen in Hass. „Die hat doch eh keine Ahnung“, „was will mir die kleine Blondine schon erzählen“, „die ist doch sowieso nur eine Quoten-Frau.“ Das ging so weit, dass ich von etlichen Personen sogar E-Mails bekommen habe, in denen sie mir schrieben, dass man schon nach zwei Sätzen merken würde, dass ich gar keinen Plan von Finanzen hätte und meinen Account löschen sollte.
Zeitweise tat das echt weh und im Grunde war diese Hetze meine erste Feuertaufe. Insbesondere bei Facebook war es sehr schlimm, denn dort hatte ich schon früh Kooperationen mit RTL, dem Frühstücks Fernsehen und Co. und das Publikum auf Facebook ist nicht mit dem auf Instagram und erst recht nicht mit dem auf LinkedIn zu vergleichen. Vieles war deutlich unter der Gürtellinie. Geholfen hat mir damals der Zuspruch von wirklichen Experten und Koryphäen der Branche. Es kamen namhafte Autoren, Unternehmen und Verlage auf mich zu und unterstützten mich, gaben Rat, schenkten Zuspruch und bestärkten mich darin, dass es auf keinen Fall die Qualität meiner Inhalte, sondern vor allem das Bild ist, was ich darstelle, was andere triggert und dazu bringt, mich beleidigen zu wollen. Denn im Grunde richtet sich deren Entrüstung nicht gegen mich, sondern gegen sich selbst. In ihrer eigenen Unzufriedenheit versuchen sie mich zu verletzten, um sich wenigstens für einen Moment selbst besser zu fühlen.
Celine Nadolny - Frau liegt in Wiese und liest Buch

Was unterscheidet dich von anderen Unternehmern/Buch- und Finanzbloggern (wie nennst du dich selbst?)?

Ich nenne mich selbst Buch- und Finanzbloggerin. Und das soll auch schon signalisieren, was bei mir anders ist. Denn im Mittelpunkt steht für mich das Wissen und der Wissensaufbau und erst in zweiter Instanz die Wissensvermittlung. Mir ist es so enorm wichtig meiner Community die richtigen Quellen zu bieten, um sich fundiertes Wissen in den Bereichen aufzubauen. Meine Philosophie ist dabei „lerne von den Besten“ und die verfolge ich ganz stringent. Wenn ich also z.B. verstehen möchte, wie man Wertpapiere analysiert, dann beobachte und lese ich von Benjamin Graham, Warren Buffett und Co. Und wenn ich wissen möchte, wie man sich persönlich weiterentwickelt, dann lausche ich Bodo Schäfer und Dale Carnegie. Und wenn ich tief in mich hineinhören möchte, dann doch eher Marc Aurel und Paulo Coelho. Oder wenn ich verstehen möchte, was für ein wahnsinniger Irrsinn da draußen breitgetreten wird Gustave Le Bon. Bücher sind seit Jahrtausenden der Ort, an dem wir unser wertvollstes Wissen konserviert haben. Selbstverständlich sind die Mittel und Wege heute leichter, ein Buch zu veröffentlichen und durch den Absatzdruck sinkt auch das Niveau einiger Publikationen, aber es gibt immer noch Perlen da draußen und manches Mal ist ein Buch von 200 n.Chr. dann doch die beste Wahl.

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die sich mit ihren Finanzen beschäftigen wollen?

Der wichtigste Tipp vorneweg ist es, die richtigen Quellen zu finden. In der Finanzbranche lässt sich unglaublich viel Geld verdienen und das nutzen viele da draußen tagtäglich schamlos aus. Die Wenigsten da draußen meinen es wirklich gut mit euch, meist sind sie nur an eurem Geld interessiert. Es gibt zu jedem Thema aber mindestens eine Person, die ehrlich, rational und wissenschaftlich fundiert ihr Wissen weitergibt. Findet diese Menschen!

Der zweite Tipp richtet sich an eure Glaubenssätze. Im Grunde sind es zwei ganz zentrale, die ihr verinnerlichen solltet: 1) Geld ist nur ein Mittel zum Zweck. Es ist neutral und nicht böse. Ihr selbst entscheidet, wofür ihr es einsetzt und wozu es nutzen soll. Am Ende ist es vor allem eines: Zeit. Denn jeder Cent in eurer Tasche ist ein Cent weniger, den ihr euch mit eurer Lebenszeit erarbeiten müsst. Gibt ihn nicht leichtfertig her. 2) Der Weg zu schnellem Reichtum ist der schnellste Weg in den Bankrott. Lasst auch bitte nicht von eurer Gier verleiten und habt gleichzeitig im Kopf, dass es rationale und vor allem wissenschaftlich fundierte Ansätze gibt, wie ihr euer Geld mehren könnt.

Der dritte Tipp geht an die Zielsetzung dahinter. Es bringt in allen Lebensbereichen – so auch beim Thema Finanzen – überhaupt nichts loszurennen, ohne zu wissen wozu. Die größte Motivation zum Start und vor allem fürs Durchhalten ist immer die Gewissheit etwas zu tun, was auf die eigenen Ziele einzahlt. Und bitte, das sind keine 08/15 Ziele wie ein größeres Auto, ein größerer Fernseher oder der nächste Urlaub. Es sind Ziele, die euch nachts nicht schlafen lassen vor Euphorie. Es sind Träume, die euch tief glücklich machen, wo bereits die Erkenntnis auf dem Weg zu sein euch erfüllt. Wenn ihr diese Nordsterne eures Lebens gefunden habt, dann ist das schon die halbe Miete!

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Wow, eine ganze Menge. Und das Schöne ist, dass ich schon beim Lesen dieser Frage Gänsehaut bekommen habe, weil in mir meine Träume hochkamen. Mein primäres Ziel ist es weiterhin die Sachbücher aus der trockenen und langweiligen Ecke hervorzuholen und insbesondere mehr Frauen dazu zu motivieren, aktiv an ihrer Unabhängigkeit durch Bildung zu arbeiten. Denn nur Wissen schützt uns langfristig. Es ist nicht nur unser größter Vermögenswert ist es auch unser schützendes Schild und unsere stärkste Waffe.
Darüber hinaus befinde ich mich selbstverständlich selbst noch auf meinem Weg zur finanziellen Freiheit und mal schauen, wann ich diese erreicht habe. Ich hatte mal in einem Interview von meinem 35. Lebensjahr geschrieben. Heute würde ich sagen, wird es wahrscheinlich nochmal deutlich eher sein. Die Freiheit, die ich daraus Tag für Tag gewinne, möchte ich vor allem für meine Lebensziele einsetzen. Meine Big Five for Life stehen und bleiben immer der Fokus meines Leben.

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Heute findet man mich am besten auf Instagram unter @bookoffinance oder auf meiner Homepage www.bookoffinance.de. Aber auch auf LinkedIn sind wir schon mehr als 4.000. Dort findet man mich unter Celine Nadolny genauso wie auf Xing. Auf Facebook und Twitter ist es wieder beide Male Book of Finance, was man suchen sollte.

Gibt es bei all den Büchern, die du gelesen hast, das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

Wenn ich mich für nur ein einziges Buch entscheiden müsste, dass ich bis ans Ende meines Lebens lesen müsste, dann wäre es Der Alchimist* von Paulo Coelho. Dabei handelt es sich zwar um einen Roman, aber meiner Meinung nach ist es auch eines der besten und vor allem Einsteiger freundlichsten Bücher im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung. Dieses Buch bietet alles, eine wundervolle Geschichte, unglaublich tiefgründige Botschaften und vor allem die Qualität des Nachhalls. Denn man wird noch lange darüber nachdenken.
Am nachhaltigsten mein Leben verändert hat aber The Big Five for Life* von John Strelecky. Die Idee dahinter prägt seither mein gesamtes Handeln.

Welchen Podcast – kannst du empfehlen?

Ich bin offen gestanden nicht so die Podcast Hörerin, weil mir dabei häufig die Tiefe fehlt. Ich möchte in Themen eintauchen, wie in eigenständige Welten, dort Dinge entdecken und verknüpfen und das fehlt mir bei diesem Medium. Welchen Podcast ich aber dennoch lange Zeit sehr gerne gehört habe ist „Off the Path“ - ein Reisepodcast mit unglaublich wundervollen Geschichten.

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Nein und ich bin auch keine Freundin von so einem Ansatz. Denn eine Morgenroutine sollte immer mehrere Komponenten beinhalten.
1) Fitness & Gesundheit: Ziel sollte es sein, den Körper wachzurütteln und auf die kommenden Belastungen vorzubereiten.
2) Fokus & Vorbereitung: Schon früh am Morgen macht es Sinn, zunächst den eigenen Kompass wieder auszurichten, bevor man fremdgesteuert wird.
3) Bildung & Wachstum: Jeden Tag ein Stückchen besser zu werden sollte das Ziel von uns allen sein. Denn Stillstand ist Rückschritt.
Wie man diese drei Komponenten dann ausgestaltet, das kann jeder individuell für sich entscheiden. Aber meiner Meinung nach sollten sie alle vertreten sein.

Hast du ein Lebensmotto?

Definitiv: „Gib' und dir wird gegeben.“ Das ist der Schlüssel zu allem!


Liebe Celine, ich bin schwer beeindruckt! Was du in deinen jungen Jahren schon alles erreicht hast, wie viele Bücher du gelesen hast, die deine Persönlichkeit so wunderbar geformt haben! Wahnsinn, ich bleibe an dir dran! Lesen bildet, das was mir immer klar (als Bibliothekarin möchte ich auch immer, dass alle anderen Menschen genauso lesebegeistert sind wie ich und teile deshalb auch meine Lieblingsbücher mit ihnen, z.B. Die 1%-Methode oder Einfach bewusst zum Minimalismus!) - aber du bist wirklich der lebendige Beweis dafür - lesen macht schlau und deine Leidenschaft als Buch- und Finanzbloggerin bringt dir jetzt schon so großen Erfolg!

Viele Grüße und lieben Dank für das tolle Interview,

Petra ❤


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