Anja Frankenhäuser

Heute im Interview: Schminktante Anja Frankenhäuser

 

Heute darf ich euch Anja Frankenhäuser vorstellen, den meisten sicher besser bekannt als "Schminktante". Auf Anja wurde ich durch meine Ordnungskollegin Denise aka "Fräulein Ordnung" aufmerksam (hier findest du das Interview mit Denise), weil die beiden befreundet sind und öfter gemeinsame gute Sache machen. Auf Anjas Instagram-Profil und ihrer Website fühlte ich mich sofort wohl. Eine natürliche, schöne Frau die einfach nur sympatisch ist und so erfrischend über die Themen Beauty, Make Up, Mode uvm. spricht, so wie ihr der Schnabel gewachsen ist... Das fand ich so anziehend, dass ich Anja spontan um ein Interview gebeten habe. Und dann sagt sie einfach so zu ;) Im Gespräch über Zoom durfte ich sie dann besser kennenlernen und sie ist so witzig, dass sie auch gut als Comedian durchgehen würde. Liebe Anja, wenn das mit der Schminktante nichts mehr sein sollte für dich, dann weißt du Bescheid!

Im Interview habe ich ihr dann diese Fragen gestellt, schaut euch aber auf jeden Fall das Video an, sonst entgeht euch etwas!

HIER NUN DAS INTERVIEW MIT ANJA:

WER BIST DU?

Ich bin Anja, fast 50. Lebe mit meinem Mann in Karlsruhe, bin aber gebürtige Thüringerin. Und mittlerweile seit fast 20 Jahren Make up Artist von Beruf. Außerdem schreibe ich fast genauso lange meinen Blog SCHMINKTANTE – ALL ABOUT BEAUTY.

STELLE BITTE KURZ DEIN HERZENSPROJEKT VOR UND WIE ES DAZU KAM!

Stell Dir vor: kommt ’n Arzt auf ne Party und erwähnt, dass er Arzt ist. Was passiert? Genau: jeder braucht nen Rat oder Tipp. Mit Make up Artists ist es ähnlich – plötzlich will jeder einen Tipp für seine Make up Routine oder eine Empfehlung für DIE EINE Wundercreme. Als ich meinem Mann mal sehr genervt erzählte, was ich immer davon hielt, sagte er: schreib doch drüber. Das war quasi die Geburtsstunde der SCHMINKTANTE.

Schminktante Anja Frankehäuser

WANN WUSSTEST DU, DASS DU JETZT LOSGEHEN WILLST, UM ES ZU VERWIRKLICHEN?

Ich habe meinen Blog fast zeitgleich mit meiner Selbstständigkeit gestartet. 11 Jahre lang hatte ich für eine Eventagentur mit Schwerpunkt Mode und Beauty gearbeitet. Dann wurde allen Mitarbeitern von jetzt auf gleich gekündigt. Meine Mutti war damals schwer krank und starb im gleichen Jahr an Krebs. Zwei einschneidende Ereignisse, die mir Eines zeigten: Mach Dein eigenes Ding und achte auf Dich!

WAS WAR DER AUSSCHLAGGEBENDE FAKTOR?

Ich wollte lange vorher schon einmal Maskenbildnerin werden. In der DDR mit einem Elternhaus, das kirchlich stark engagiert war, war mit der Weg zum Abitur und damit zu einem Studienplatz versperrt. Hab ich erstmal eine Friseurausbildiung gemacht und mir gesagt: ‚Euch krieg ich schon!‘ . An diese Zeit habe ich mich erinnert, als ich aus genannten Gründen körperlich und seelisch richtig unten war. Und mit dem Rückenhalt der Familie bin ich aufgestanden und losgegangen. Bis heute habe ich diesen Schritt nie bereut!

Anja Frankenhäuser

GAB ES ANFANGS HINDERNISSE? WENN JA, WIE HAST DU DIESE ÜBERWUNDEN?

Klar, die gibt es überall. Als es in Thüringen gerade anfing zu laufen, sind wir nach Potsdam umgezogen und ich startete quasi bei NULL. Dort war es sehr schwer Fuß zu fassen. Ich konnte mich immer auf die Unterstützung meines Mannes verlassen – sonst hätte ich wahrscheinlich nicht durchgehalten. Wir haben beide immer an meine Hingabe für den Beruf und an meine Fähigkeiten geglaubt. Das war glaube ich das Wichtigste, um sich durchzusetzen.

WAS UNTERSCHEIDET DICH VON ANDEREN MAKEUP-ARTISTS/UNTERNEHMERINNEN/BLOGGERINNEN?

Ich schaue nicht so sehr, was in Nachbars Garten passiert. Heißt: ich vergleiche mich ungern mit anderen. Wir sind Kolleg*innen und jede*r hat ihre/seine eigene Handschrift. Ich versuche immer sehr bei mir selbst zu bleiben und verbiege mich nicht mehr so sehr, dass es sich am Endenicht mehr gut anfühlt. Dabei habe ich immer meine Community im Blick. Authentizität ist mir wichtiger als der schnelle Euro, der aktuell wie die Pest durch die sozialen Netze weht, weil zu viele Marken das große Geld mit schneller und billiger Werbung wittern. Insofern hat sich zu früher nicht viel geändert. Leider.

WELCHE 3 TIPPS KANNST DU FRAUEN GEBEN, DIE SICH NOCH SCHÖNER FÜHLEN MÖCHTEN?

Genau in den Spiegel zu schauen. Denn jeder Mensch ist schön. Es findet sich in jedem Gesicht, an jedem Körper etwas, das richtig richtig schön ist. Und im Gesicht kann man das betonen. Außerdem ganz wichtig: nicht immer auf alle anderen hören sondern dem eigenen Gefühl folgen und mehr auf die innere Stimme hören. Wer mit sich zufrieden ist, wird gelassener und fühlt das Glück – und Glück ist kein Zustand, Glück strahlst Du aus.

Schminktante

WELCHE PLÄNE FÜR DIE ZUKUNFT HAST DU NOCH?

Mein Weg ist mein Ziel. Ich bin keine gute Planerin, die jetzt schon genau weiß, wie der 5-Jahres-Plan aussieht. Denn mit einem starren Fokus auf ein Ziel verpasst man viele Nuancen am Rande des Weges.

WO FINDET MAN DICH? (WEBSITE, INSTAGRAM, FACEBOOK USW.)

Als Schminktante bin ich natürlich auf der eigenen Website (hier) zu finden und unter gleichem Namen auf Instagram, Facebook und Pinterest.

GIBT ES DAS EINE BUCH, DAS DEIN LEBEN VERÄNDERT HAT?

Nein.

WELCHEN PODCAST KANNST DU EMPFEHLEN?

Ich abonniere immer welche und höre sie dann aber nicht. Bin leider kein Fangirl von diesem oder jenem…

GIBT ES DIE EINE ROUTINE, DIE DU TÄGLICH ANWENDEST?

Gute Hautpflege mit sauberen Inhaltsstoffen. Morgens und abends.

HAST DU EIN LEBENSMOTTO?

Na klar! Es ist ein Zitat, das ich irgendwann irgendwo las und das gut beschreibt, wie ich durchs Leben gehe:
Bedenke, dass eine Wolke – so schwarz sie auch sei- dem Himmel zugewandt auch ihre Sonnenseite hat.


Liebe Anja, vielen Dank für dieses tolle Gespräch mit dir! Was bist du für eine Wahnsinns-Frau! Ich bin sehr auf euere Kommentare gespannt!

Alles Liebe,

eure Petra ❤


Fotos by Saja Seus und Katja Heil


Die 1%-Methode

Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung - Buchrezension

Minimale Veränderung

Wenig tun, viel Wirkung

Heute möchte ich euch von einem meiner Lieblingsbücher der letzten Zeit berichten: Die 1%-Methode - Minimale Veränderung, maximale Wirkung* von James Clear.

Gewohnheiten mag ich sehr, wer mir hier schon länger folgt, weiß das. Als ich dieses (Hör-)Buch in die Hände bzw. auf die Ohren bekam, hat es mein ganzes Weltbild zu dem Thema verändert, gar revolutioniert. Warum? Das wirst du im Laufe des Blogartikels feststellen. Aus diesem Buch heraus sind gleich zwei Online-Kurse in kurzer Zeit entstanden.

Zum einen Ordentliche Routinen für dein Zuhause - in 33 Tagen zu dauerhafter Ordnung, der im April 2021 in die zweite Runde startet. Zum anderen Happy Routines - in 33 Tagen zu deinem positiven Mindset, der am 1. März 2021 begonnen hat und sicherlich auch noch einmal stattfinden wird in diesem Jahr. Die Energie in der Gruppe ist unglaublich motivierend und inspirierend.

Warum musste ich einfach einen bzw. zwei Online-Kurse daraus entwickeln? Weil ich denke, dass - v.a. wir Frauen - uns zu sehr mit unserem Perfektionismus selbst im Wege stehen und das Gefühl haben, dass wir es einfach nicht schaffen, all das zu tun, was wir uns vornehmen (was wahrscheinlich eh immer viel zu viel ist und überhaupt nicht schaffbar ist).

Dadurch machen wir uns selbst ein schlechtes Gewissen, weil wir denken, dass

  • wir versagen
  • wir es einfach nicht drauf haben
  • die anderen einfach besser sind
  • wir selbst nicht gut genug sind
  • wir zu dünn/zu dick/zu alt/zu jung/zu reich/zu arm zu .... sind
  • usw.

Ertappt? Sicher!

Gewohnheiten erleichtern das Leben

Warum es bisher nicht mit festen Gewohnheiten geklappt hat

Das Problem ist, dass wir uns zu viel auf einmal vornehmen und aus den "falschen" Intentionen. Wir wollen Resulat X und wenden dafür Handlung Y an. Dass die Handlung Y aber viel zu groß, zu schwer, zu unattraktiv ist, bemerken wir gar nicht. Weil es uns ja letztendlich um das Resualtat X geht. Die Handlung Y wird also nur ausgeübt, UM X ZU erreichen. Wenn die Handlung aber nicht zu unserer Identität passt (die hier noch nicht im Spiel ist), werden wir sie früher oder später (eher früher!) einstellen. Und sagen, das war halt nix für mich, ich bin halt zu schwach/schlecht usw. (setze hier gerne den Satz ein, den du dir in solchen Momenten gerne sagst).

Wie es mit guten Gewohnheiten klappt - oder: wie müssen Gewohnheiten sein, damit wir sie regelmäßig gerne tun

Was ist also der Unterschied zwischen:

Ich mache Handlung Y UM das Resultat X ZU erhalten 

und

Ich habe Spaß an Handlung Y und das Resultat X ergibt sich scheinbar wie von selbst so nebenbei

Dazwischen bzw. über allem steht die Identität. Die Identität, wie man sein will. Was man sein will, wie man leben möchte, wie man sich fühlen möchte, wie man einfach ist.

Ich bin

ICH BIN ist die kraftvollste Aussage überhaupt, die ein Mensch über sich selbst sagen kann. Beginnt schon bei unserem Namen:

Ich bin Petra, ich bin eine Frau, ich bin Mama, ich bin Partnerin, ich bin Freundin, ich bin Tochter, ich bin Schwester, ich bin Bibliothekarin, ich bin Aufräumcoach, ich bin eine Läuferin, ich bin Katzenmama....

Es gibt also ziemlich viele Identitäten, die jede/r von uns so hat. Und nein: Das hat nichts mit einer gespaltenen Persönlichkeit zu tun. Sondern u.a. auch mit den unterschiedlichen Rollen, die man inne hat. Und jede dieser Identitäten beinhaltet nötige und logische Handlungen, die innerhalb dieser Identität täglich/wöchentlich/jährlich getan werden. Durch das ständige Ausüben dieser Handlungen werden wir wiederum in unserer Identität bestärkt. Wir wissen, dass wir Y tun und deshalb X sind. Weil wir X sind, tun wir Y.

Ich seh schon, ich werde mal ein paar Beispiele auflisten, damit es etwas konkreter wird: zum Verdeutlichen bringe ich nun noch das Z ins Spiel, was für die Identität steht.

Beispiel-Identität: Ich bin Mama (Z)

welche logischen Handlungen Y ergeben sich daraus

  • ich mache täglich das Frühstück/Mittagessen/Abendessen für meinen Sohn
  • ich wasche die Wäsche, damit er etwas ordentliches/sauberes zum Anziehen hat
  • ich bringe ihn ins Bett am Abend
  • usw.

Beispiel-Identität: Ich bin eine Läuferin (Z)

welche logischen Handlungen Y ergeben sich daraus

  • ich gehe jeden Tag laufen
  • ich überlege, wann ich den Lauf am besten in den Tagesablauf einbaue
  • ich wasche regelmäßig meine Laufkleidung
  • ich kaufe regelmäßig neue Laufschuhe, um gut laufen zu können
  • usw. Hierüber berichtete ich übrigens auch in dem Blogartikel: MEIN PERSÖNLICHES #PROJEKT365 - LAUFEND GLÜCKLICH!

Maximale Veränderung

Wie sollen Gewohnheiten denn sein, damit wir sie regelmäßig durchführen?

  • einfach
  • attraktiv
  • befriedigend
  • offensichtlich

 

Fazit

Zusammengefasst könnte man sagen, dass Gewohnheiten so einfach und niederschwellig wie möglich sein sollten. Sie dürfen gerne Spaß machen (wenn sie das nicht per se tun, dann suche dir etwas, womit du die Gewohnheit attraktiver für dich machst - z.B. durch Tracken). Außerdem ist ein fester Zeitpunkt bzw. -raum in meinen Augen v.a. für den Start sehr wichtig. Die "richtige Gewohnheit" zum "falschen Zeitpunkt" taugt einfach nichts, weil sie nicht alltagskompatibel ist. Und das ist mit das Wichtigste überhaupt: Sie muss in deinen Alltag passen(d gemacht werden). Sonst musst du jedes Mal überlegen, OB du sie nun ausführst. Und dieses Buch hat mich und meinen Schweinehund gelehrt, dass das OB irgendwann nicht mehr zur Debatte steht sondern oft nur noch das WANN. Und das auch nur, wenn es außerplanmäßig nicht zum gleichen Zeitpunkt stattfindet.

Lustigerweise klagen nur die Menschen darüber, dass es nicht so richtig klappt mit den Gewohnheiten, die auf einen flexiblen Zeitpunkt bestehen ;) Ein fester, möglichst früher Zeitpunkt im Tagesablauf lässt diese Bedenken dann oft schmilzen wie ein Eis in der Sonne.

Dieses Buch hat mein Leben verändert, ich bezeichne mich seitdem als "Die Schweinehundflüsterin" (auch noch durch das Lesen bzw. Hören von anderen Büchern zu diesem Thema "Schweinehund", weitere Rezensionen folgen auf jeden Fall). Der Schweinehund hat allerlei Ausreden parat, die sich als die unterschiedlichsten Aussagen und Handlungen tarnen, dass es tatsächlich eines extra Blogartikels (bzw. Buches) bedarf...

 

Vorerst kann ich dir dieses Buch zu 1000 % empfehlen! Schluss mit Ausreden, schluss mit lustig für den Schweinehund!

 

Aufgeräumte und glückliche Grüße,

deine Petra ❤

 


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten! Danke, dass du meine Arbeit hierdurch unterstützt!


Laufend glücklich

Mein persönliches #projekt365 - Laufend glücklich!

Laufend glücklich

1 ganzes Jahr lang täglich laufen

Jahresprojekte finde ich total spannend. Weil man sich ein ganzes Jahr lang auf etwas konzentriert und fokussiert, das Ziel des Ganzen somit schlecht aus den Augen verliert (wie es sonst so manches Mal passiert). An meinem letzten Geburtstag im Dezember 2020 habe ich mir ein solches Jahresprojekt auserkoren, das kam sozusagen "zufällig". Ich glaube ja nicht an Zufälle und somit sollte es wohl so sein. Ich hatte mir die neueste Runners World - Zeitschrift angeschaut und einen interessanten Artikel über einen Streakrunner durchgelesen. Jan (genauer gesagt: StreakJan) lief seit über 500 (!!!!) Tagen täglich die Alsterrunde, die über 7 km lang ist. JEDEN TAG über 7 km, weil es ihm gut tut, weil er da nicht groß überlegen muss, er macht es einfach. Das faszinierte mich! Auch noch aus zwei anderen Gründen:

  1. Ende Dezember wollte ich ja meinen Online-Kurs "Ordentliche Routinen" das erste Mal durchführen, in dem es - du ahnst es schon - um Routinen ging. Neben Gewohnheiten, die zum Ordnung machen bzw. halten gedacht sind, ging es für jede der Teilnehmerinnen auch um ein ganz persönliches Projekt, das ich #projekt33 genannt habe. 33 wegen des 33 tägigen andauernden Kurses. Man sagt, dass es einige Zeit dauert, bis sich Gewohnheiten etablieren, bis sich der Schweinehund dran gewöhnt und nicht mehr 1000 Ausreden findet und sich gegen die Tätigkeit windet.
  2. Da ich das Laufen seit Jahren praktiziere (mal mehr, eher früher - mal weniger, eher jetzt) und irgendwie nicht mehr so richtig reinkam (mit dem Vorsatz 2-3 mal pro Woche laufen zu gehen, WEIL der Schweinehund eben immer an diesen Tagen gejammert hat (das Wetter ist zu kalt, zu heiß, zu nass, zu trocken, zu dies, zu das) und ich ihm leider nachgegeben habe) dachte ich, dass es etwas sein muss, über das ich NICHT nachdenke, sondern einfach mache.

Da ich natürlich mit gutem Beispiel vorauslaufen wollte (sorry, der Wortwitz musste sein), kam es nun, dass diese Faktoren (StreakJan PLUS Ordentliche Routinen PLUS wieder dem Laufen nachgehen) mich diesen Plan fassen ließen, fortan täglich mindestens meine Pflichtmeile zu laufen. Ein Streak ist erreicht, wenn 1 Meile (1,6 km) gelaufen werden. Damit kam sogar mein Schweinehund gut zurecht. Was ist schon eine Meile? Meine früheren Bedenken (für 2 km brauche ich mich ja nicht mal umziehen, da komme ich doch nicht einmal ins Schwitzen, was soll das bringen und soweiter) wischte ich beiseite.

Vom Plan zur Handlung

Der Plan war gefasst: Bis zum nächsten Geburtstag im Dezember 2021 laufe ich jeden Tag mindestens 1 Meile. Punkt.

Gewohnheiten sollen einfach sein

Was war nun anders als vorher? Im Vergleich zu den "Versuchen" in den Monaten zuvor, das Laufen wieder in meinen vollen Alltag zu bringen, gab es nun keine Diskussion mehr um das OB. Es was klar, DASS ich laufen gehe. Täglich. Jetzt galt es zu organisieren, WANN ich es in meinen Tag einbaue, so dass es zeitlich gut passt.

Ein wichtiger Punkt beim Etablieren von Routinen ist, dass Gewohnheiten einfach sein müssen (zumindest anfangs, bis man sie sich angewöhnt hat). Einfach war es, weil es wirklich nur um die Pflichtmeile ging. Einfach machte es auch, anfangs immer etwa zur selben Uhrzeit zu laufen. Warum? Weil es nicht nur um das Laufen an sich geht, sondern weil ich diese neue Routine an bestehende Gewohnheiten knüpfen konnte.

Laufen

Wann war es also günstig für mich und mein Leben?

In meinem Fall laufe ich sehr gerne früh, weil ich ein absoluter Morgenmensch bin und es kaum etwas Schöneres gibt, als früh, wenn alle noch schlafen und die Stadt gerade so erwacht, durch die Gegend zu traben, frische Luft einzuatmen, wenn die Vögel schon zwitschern und ich längst pfeifend unter der Dusche stehe, wenn sich alle anderen nach dem dritten Mal auf die Snooze-Taste-schlagen endlich aus dem Bett quälen. Außerdem dusche ich gerne morgens, was nun eben nach dem Laufen stattfindet.

Ich habe also das Laufen in meine bestehende Routine:
Aufstehen, meditieren, mich waschen, Zähne putzen, duschen
eingebaut.
Die neue Routine ist also:
Aufstehen, meditieren, mich waschen, Zähne putzen, laufen gehen, duschen.

Klingt doch ziemlich logisch, oder? Der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier und jeder von uns hat feste Abläufe, ob er dies nun will oder nicht. Wir können es also neuen Gewohnheiten am einfachsten machen, wenn wir sie an normale Alltagssituationen anknüpfen. Weil für den Schweinehund dann fast alles beim Alten ist - leider hasst er nämlich Veränderungen erst einmal. Eigentlich will er uns damit ja schützen, dadurch macht er uns aber manchmal das Leben (und v.a. gute Vorätze) extrem schwer.

Deshalb gibt es ein paar tolle Taktiken, mit dem wir uns Gewohnheiten aneignen und den Schweinehund sogar mitnehmen können. Aus diesem Grund heißt mein extra dafür kreiertes Instagram-Profil übrigens auch: Laufen mit dem Schweinehund 

Gewohnheiten sollen befriedigend sein

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Etablieren von Gewohnheiten ist, dass es befriedigend sein sollte. Das Tracken von getanen Handlungen ist schon eine wohltuende und glücklich machende Handlung an sich. Man sieht die täglichen Fortschritte, kann abhaken/ankreuzen/durchstreichen oder was auch immer und sieht deutlich, wie viel man schon geschafft hat. Um diesen Prozess für mich zu dokumentieren und das Ganze öffentlich zu machen (noch ein Faktor, den man nicht unterschätzen darf) habe ich mir ein Profil auf Instagram erstellt, quasi mein Lauftagebuch.

Tracken als befriedigende Gewohnheit?

Hier poste ich jeden Tag ein Bild von mir plus der Laufrunde, außerdem die gelaufenen Kilometer. Weißt du, wie sehr es mich ärgern würde und mein ästhetisches Wohlbefinden stören würde, wenn ein Tag fehlen würde? GENAU! Außerdem folgen mir hier etliche Menschen (vermutlich auch Laufverrückte plus liebe Menschen aus meinem Umfeld, bei denen ich groß posaunt habe, dass ich ab sofort TÄGLICH laufe und dies poste). Macht schon einen gewissen Druck ;) Den ich mir natürlich selbst aus Forschungszwecken auferlegt habe, UM dieses Hintertürchen des Schweinehundes von Vorherein zu verbarrikadieren.

Das finde ich so spannend an diesem Projekt: Ich kenne mich und zahlreiche Ausreden meines Laufkumpels und habe mir für jede Ausrede eine Strategie überlegt:

Laufen

Mögliche Ausreden (Schweinehund) und Strategien (mein Verstand)

  • Es ist zu kalt - zieh dich warm an (übrigens bin ich sogar bei -16 Grad gelaufen und NICHT erfroren, im Gegenteil ist das Gefühl danach echt unbeschreiblich, spätestens unter der Dusche)
  • Es ist zu früh - du stehst doch eh gerne früh auf, dann kannst du auch laufen gehen
  • Ich war zu spät im Bett und bin noch müde - machs trotzdem, dann gehst du halt heute Abend früher ins Bett oder findest am Nachmittag Zeit für einen Powernap. Außerdem bist du nach dem Laufen viel fitter als nach weiteren 30 Minuten Schlaf mit schlechtem Gewissen
  • Ich habe früh einen Termin - dann musst du eben früher aufstehen, duschen willst du doch eh noch
  • Mein Freund übernachtet doch hier und sonntags darf ja wohl jeder einmal ausschlafen - dann gehe am Nachmittag oder frühen Abend laufen (Sonntag sind tatsächlich die einzigen Tage, an denen ich meist nicht früh laufen gehe)
  • Es regnet - die paar Minuten (für die nötige Pflichtmeile) wirst du wohl überleben und unter der Dusche wirst du später eh nass bzw. wieder warm
  • Ich habe keine Lust - machs trotzdem! (Das hilft übrigens immer)
  • usw.

Ich laufe nun täglich seit über 77 Tagen

Macht es jeden Tag Spaß? Ehrlich gesagt: nicht immer. In 99 % der Tage aber schon, nur an wenigen Tagen war es eine Qual (weil es echt sehr kalt oder rutschig war). Hier auf dem Foto bin ich tatsächlich einmal NUR die Pflichtmeile gelaufen und war echt froh, dass es danach vorbei war. Warum ich mir das dennoch "antue"? Weil es eben in 99 % aller Fälle großen Spaß macht. Am Anfang noch nicht immer, aber spätestens wenn ich um die Ecke unseres Weges gebogen bin, wenn die Vögel zwitschern und ich einfach nur happy bin, draußen zu sein. Manchmal muss man sich bzw. den Schweinehund eben zu seinem Glück zwingen, oder?

Laufend glücklich

 

Ideensprüher

Eines Tages beim Laufen kam mir übrigens eine sehr gute Idee. Ach ja, das passiert momentan ständig, ich glaube einfach, dass ich beim Laufen total bei mir selbst bin. Meine Gedanken sind frei und durch die Weite der Landschaft können sie schweifen. Auch Gedankenblitze schießen nur so rein - genau das ist es ja, was ich mir für dieses Jahr u.a. vorgenommen habe - noch mehr auf meine Intuition und die Impulse zu vertrauen. Aber zurück zur Idee: Mir kam der Gedanke, dass ich für jeden gelaufenen Kilometer 1 € spenden könnte. An eine tolle Organisation, die vielleicht sogar etwas mit Laufen oder so zu tun hat. Fällt dir da spontan etwas ein?

Und wann? Zu meinem Geburtstag, also nach genau einem Jahr, am Ende meines #projekt365. Passend, oder? Ich habe Geburtstag und werde über Facebook meine Freunde bitten, statt mir etwas zu schenken (was ich ohnehin vor Jahren schon abgeschafft habe) lieber dieser Organisation etwas zu spenden.

Ich bin schon sehr gespannt, wie viele Hundert oder gar Tausend Euro da zusammen kommen 😊

 

Ordentliche Routinen - Zwischenbericht

Übrigens lief der Online-Kurs "Ordentliche Routinen" so gut, dass sich daraus eine kleine Spaziergeh-Challenge entwickelt hat. Die Teilnehmerinnen tracken mittels einer auf ihrem Smartphone installierten Apps die tägliche Schrittezahl und posten sie am Abend in einer von mir gegründeten Gruppe. Jede hat ihr eigenes Tagesziel (meins ist bei 8500 Schritten), das es täglich zu erreichen gilt. So ist jede für sich täglich beschäftigt, bestimmte Schritte zu gehen, um ihr Ziel zu erreichen (genau das ist so sinnbildlich, weil man für alle Ziele im Leben bestimmte Schritte gehen darf! Und hier passt es so bildlich, oder?).

Wenn wir dann abends posten, ist es wirklich eine wahre Freude. Die Damen überbieten sich z.T. mit ihren Zielen (wohlgemerkt geht es nicht um einen Wettkampf untereinander sondern nur um den eigenen Schweinehund). Wenn es eine einmal nicht geschafft haben sollte, weil einfach das Leben manchmal dazwischen kommt, dann wird sie durch die wohlwollende Gruppe so aufgebaut, dass sie am nächsten Tag frohen Mutes wieder dabei ist! Anfangs war es nur für den Februar 2021 gedacht, doch alle sind so begeistert, dass sie weitermachen wollten. Weil man eben nicht alleine mit sich und seinem Thema ist sondern weil es Mitstreiterinnen gibt, die das Gleiche wollen - genau aus diesem Grund mag ich mittlerweile auch Online-Coachings im Gruppenformat so gerne, weil sich hier eine ganz besondere Energie entwickeln kann. Falls Du also Lust haben solltest, Teil unserer motivierenden "Schritt-für Schritt"-WhatsApp-Gruppe zu werden, melde dich bei mir! Den nächsten Kurs "Ordentliche Routinen" gibt es übrigens Ende April, die Anmeldepforten sind schon geöffnet.


Ich laufe jedenfalls weiter, auf meinem Instagram-Profil (Laufen mit dem Schweinehund) kannst du mir sehr gerne folgen, am besten läufst du einfach "mit".

 

Laufend glückliche Grüße,

deine Petra ❤


CATT

Heute im Interview: Catharina Schorling (CATT)

Vor kurzem habe ich in einer meiner Lieblingszeitschriften HYGGE Magazin einen Albumtipp gelesen, der das neue Album von CATT beschrieb. Kurzer Hand habe ich mir die CD "Why, Why" runtergeladen und bin seitdem schockveliebt. Die zarte Stimme von Catharina Schorling (so lautet der bürgerliche Name von CATT) hat mich sofort verzaubert, so dass ich sie gleich am selben Abend noch über Instagram angeschrieben und um ein Interview gebeten habe. Zum Glück war sie gleich voll positiv gestimmt und hat zugesagt! Wie schön, denn dadurch durfte ich sie kennenlernen und ihr all meine Fragen stellen, wie du im Interview sehen und hören kannst!

CATT

Wer ist Catharina Schorling

Cathaina ist Mitte 20 und eine beeindruckende junge Frau. Ich kenne kaum jemanden, der so früh wusste, was er in seinem Leben beruflich machen wollte - für CATT war das eben die Musik. Sie spielt mehrere Instrumente und Musik war schon als kleines Kind Teil ihres Lebens. Ursprünglich kommt sie vom Land (wohl eher Dorf, wie sie selbst sagte) und ist nach dem Abitur nach Berlin und Hamburg gegangen, um "richtig" Musik zu machen. Nicht nur klassische Musik, sondern die nach ihrem Geschmack, was vorher gar nicht möglich war. Plötzlich eröffneten sich unzählige Möglichkeiten um ihren Traum zu leben (kleiner Exkurs: ich komme aus Nürnberg und war im letzten Jahr wieder mal in Berlin: selbst mir als Großstadtpflanze war und ist Berlin riesig in seinen Möglichkeiten und Facetten! Wie muss es dann erst für eine junge Frau aus einer kleinen Gemeinde gewesen sein?).

In Berlin studierte sie Musikproduktion, lernte die dortige Künstlerszene kennen, schrieb Musik - erst für andere, dann für sich selbst. Sie trat z.B. mit Judith Holofernes oder Sarah Connor gemeinsam auf. 2018 hat sie schließlich ihr erstes Lied "Moon" veröffentlicht. Das war der Start in die große Musikwelt! Das Album "Why, Why" erschien im November 2020 - wo es mich erreichte!

CATT

Hört und seht euch das Interview mit CATT an - lasst euch inspirieren und motivieren, um für eure Ziele loszugehen bzw. herauszufinden, welche das sind, sollten sie noch nicht ganz so klar sein wie bei ihr!

Auf ihrer Website CATT-music.com habe ich das hier gefunden und fand es überaus passend und schön:
"CATTs Musik ist immer ein Erlebnis. Ihre reine Stimme fühlt sich wie Hoffnung an, ihre spielerischen Arrangements umfassen die Reise, auf die sie Sie nimmt. Sie singt über die Fragen des Lebens, über Angst, Neugier und Veränderung. Ihre Worte sind einfach und klar wie ein Spaziergang durch den Wald. CATT wuchs nirgendwo "vielleicht im Nirgendwo?" in den Wäldern Norddeutschlands auf. Irgendwo zwischen dem dünn besiedelten Ackerland, der klassischen Klavier - und Posaunenmusik und dem Wunsch, der Enge des Landlebens zu entkommen ..." 

CATT

Nun lasst euch bitte selbst verzaubern von dieser tollen Frau!

 

Alles Liebe,

Petra ❤


Leichtigkeit

Happy Routines - Gewohnheiten, die glücklich machen!

Leichtigkeit

Bist du glücklich? So richtig zufrieden mit dir und deinem Leben?

Ich hatte Momente in meinem Leben, in denen ich überhaupt nicht mehr glücklich war, das waren die Zeiten vor meinem 40. Geburtstag. Damals habe ich mir geschworen, dass ich wieder glücklich sein möchte, ich habe darüber auch einen Blogartikel geschrieben, wie mir das damals gelungen ist: Wunsch erfüllt: Wieder glücklich sein vor dem 40. Geburtstag!

Seitdem tue ich aktiv jeden Tag genau dafür etwas. Um glücklich zu bleiben. Es ist in meinen Augen nämlich kein Zufall, ob wir diese Gefühle fühlen können oder nicht. Sondern "Arbeit". Ich habe viele Biographien gelesen, habe Rituale erfolgreicher Menschen "studiert", habe meine persönliche Glücksstrategie definiert.

 

Meine persönliche Glücksstrategie

Aus meinem gesammeltem Wissen und den Erfahrungen von mittlerweile über 40 Jahren habe ich mir also meine persönlichen Happy Routines kreiert, die ich hier mit dir teilen möchte. Weil das Thema so komplex (nicht kompliziert) ist und ich genau weiß, dass noch mehr Stoff zum Lesen NICHT der Schlüssel dafür ist, habe ich einen Online-Kurs konzipiert, der neben etwas Theorie (sorry, das muss sein, um Routinen besser zu verstehen und sie dir zu Nutze zu machen) vor allem sofort in die Umsetzung geht.

Denn genau das ist für mich DER GAMECHANGER gewesen: all das, was wir theoretisch wissen, in die Praxis umzusetzen. Nicht noch ein weiteres Buch kaufen, den nächsten Online-Artikel lesen (außer diesen hier natürlich ;) ) oder dich noch mehr informieren bringt die Lösung. Sondern all das endlich umzusetzen. Und nicht einmal alles auf einmal umsetzen ist es, sondern Stück für Stück, Schritt für Schritt ins Handeln kommen, dir glücklichmachende Gewohnheiten somit in deinen Alltag und in dein Denken zu integrieren. Weil es das Handeln ist, das die Unglücklichen von den Glücklichen unterscheidet. Ich habe einmal einen tollen Satz hierzu gelesen, der in etwas so lautete:

Wenn es danach geht, was wir alles "wissen", wären wir alle sixpack-bepackte Multimilionäre mit super Beziehungen und erfolgreichen Jobs

Du ahnst es also schon - am Wissen bzw. Nicht-Wissen scheitert es nicht. Deshalb ging es mir bei der Kurserstellung immer v.a. um die Praxis, das Ins-Handeln-Kommen. Sofort beginnen mit all den Tipps und Tricks, die funktionieren.

Und hier kommen wieder meine geliebten Routinen ins Spiel! Routinen machen es dem Gehirn einfach einfacher. Gewohnheiten sind Abkürzungen, die viel Energie sparen. Das Gehirn denkt nur in "Problem" oder "Lösung". Wenn es also kein Problem mehr ist, kann es sich wieder anderen wichtigen Dingen zuwenden, für die wir vielleicht vorher keine Energie (mehr) hatten. Perfekt, oder? Diese Strategie des wichtigsten Organs zwischen unseren Ohren zu kennen, verschafft uns viele Vorteile. Wir wissen, wie wir ticken.

Falls du bisher zur Kategorie Neujahrsvorsätze gehört hast, die du am 4. Januar schon wieder nicht mehr eingehalten hast (so war es bei mir voher übrigens auch immer, du kannst dich also entspannen), bist du hier richtig. Wir haben Handlungen aus den falschen Beweggründen ausgeübt - nämlich UM ein bestimmtes Ergebnis ZU erzielen. Erwischt?

  • Oder hast du die Kohlsuppendiät wirklich durchgezogen, weil dir das geschmeckt hat? Oder UM ein paar Kilos ZU verlieren?
  • Bist du joggen gegangen, weil es das schönste Hobby der Welt ist, oder UM abZUnehmen?
  • usw.

Dieses UM / ZU ist kein wirklich guter Antreiber, weil er nichts mit dir und deiner Identität zu tun hat. Du tust nur bestimmte Dinge, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Sobald es aber schwierig, aufwändig, anstrengend usw. wird (was es automatisch wird!), ist das WARUM nicht groß genug, um dauerhaft am Ball zu bleiben. Eine wirkliche Veränderung kann nur stattfinden, wenn es unsere Identiät betrifft. Wusstest du, dass Identität aus dem Lateinischen kommt und soviel bedeutet wie: wiederholtes Sein!? Also sind wir das, was wir wiederholt tun (nichts anderes definiert Gewohnheiten). Gewohnheiten machen uns zu jemandem.

Wenn du Raucher bist, wirst du dir jeden Tag mehrmals eine Zigarette anzünden, dafür gibt es bestimmte Auslösereize (z.B. zum Kaffee, nach dem Essen, in der Mittagspause, mit den Kollegen draußen usw.). Durch das Ausführen der immer gleichen Tätigkeit WIRST du zum Raucher und das lässt dich wiederum diese Tätigkeiten ausführen. Ein perfekter Gewohnheitszyklus. Du bist, was du tust und tust, was du bist.

Um diese Gewohnheiten nun zu durchbrechen (und ja, es gibt unzählig viele Menschen, die Nichtraucher werden) musst du deine Identität von einem Raucher in die eines Nichtrauchers verändern. Klingt kompliziert? Aber nur, wenn man nicht weiß, wie das mit der Identitätsveränderung so vor sich geht.

Kleines Beispiel gefällig:

Zwei Männern, die das Rauchen aufhören wollten, wurde jeweils eine Zigarette angeboten.

Mann 1 lehnte ab mit den Worten: "Äh, nein, danke. Ich versuche gerade aufzuhören."

Mann 2 lehnte mit diesen Worten ab: "Nein danke, ich bin Nichtraucher."

Ich bin

Dieses ICH BIN macht den Unterschied. Ich bin ist der Innbegriff deiner Identität. Ich bin Petra, ich bin Mama, ich bin Partnerin, ich bin Schwester, ich bin Tochter, ich bin eine Läuferin, ich bin....

Wir alle sind so vieles, und nichts davon muss sich beißen. Über ICH BIN definieren wir uns, aus ICH BIN definieren sich bestimmte Handlungen, die wiederum bestimmte Ergebnisse kreieren. Vorher ist es allerdings wichtig, ein ICH BIN zu definieren. Wer willst du sein? Wie willst du leben?

Wenn du deine Identität definiert hast (keine Angst, das machen wir in dem Online-Kurs zusammen) ergeben sich daraus bestimmte Handlungen. Sie ergeben sich, sind logische Folgen deines Seins. Wie der Nichtraucher, der KEINE Zigaretten annimmt. Wie ein Sportler, der regelmäßig Sport treibt, weil es ihm gefällt und es ihn weiterbringt. Wie die Mama, die ihre Kinder vom Kindergarten abholt usw.

Handlungen vs. gute Vorsätze

Du siehst: diese Handlungen sind keine guten Vorsätze, die mit: ich sollte mal wieder, ich müsste dringend, ich darf nicht vergessen zu... beginnen. Sondern Handlungen, die sich aus deiner Identität ergeben und beginnen mit: ich will unbedint, das ... tut mir gut, ich möchte heute noch... usw.

Glücklichsein

 

Glücklichsein ist Gewohnheitssache

Je mehr Dinge wir täglich tun, die uns glücklich machen, desto höher ist unser Glückslevel. Außerdem verstärkt es unsere Identität einer glücklichen Person.

Welche Dinge tun denn nun glückliche und zufriedene Menschen?

  • sie üben sich in Dankbarkeit
  • sie nehmen sich Zeit für sich und genießen sie
  • sie tun anderen Menschen Gutes
  • sie haben für fast jede Situation ein "Werkzeug" im Gepäck
  • sie haben feste Rituale, die sie glücklich machen (für die sie sogar früher aufstehen)
  • sie haben Ziele, die sie schriftlich festhalten
  • sie gehen jeden Tag (Mini-) Schritte zum Erreichen der festgesetzten Tages-/Wochen-/Jahresziele
  • sie haben ein gut funktionierendes Zeitmanagementsystem
  • sie agieren statt zu reagieren
  • uvm.

 

Glück ist planbar

Du entscheidest!

Die Entscheidung für Glücklichsein musst bzw. darfst DU treffen! Niemand anderes kann dies für dich tun! Du musst losgehen für dein Glück, musst es zulassen, es einfordern, es aktiv angehen das Glücklichsein! Ja, das geht! Wenn man diese Entscheidung getroffen hat, gibt es kein Zurück mehr. Dann öffnen sich plötzlich Türen, von denen du nie geglaubt hast, dass es sie überhaupt gibt. Und dahinter liegen Räume, von denen du nie zu träumen gewagt hast. NUR weil du entschieden hast, ab sofort loszugehen und alles dafür zu tun, dass dieses Leben zu deinem besten Leben wird!


Falls du nun neugierig geworden bist, wie du ab sofort auch ein selbstbestimmtes und glückliches Leben führen kannst, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ich dein Interesse für meinen neuen Online-Kurs HAPPY ROUTINES geweckt habe 💪 . Der Kurs beginnt ab dem 1. März und geht 33 Tage. Warum es 33 Tage sind? Weil sich Routinen einspielen müssen, weil es einige Zeit (zwischen 21 und 60 Tagen) dauert, bis man alte Gewohnheiten überschreibt und neue etabliert und weil ich einfach die Zahl 33 sehr gerne mag!

Hier kannst du dich für den 5-wöchigen Online-Kurs "Happy Routines - in 33 Tagen zu deinem positiven Mindset" anmelden: https://elopage.com/s/aufraeumerei/happy-routines

Alle Details zum Kurs erfährst du unter dem Link! Sei schnell! Ich habe ihn auf wenige Teilnehmerinnen begrenzt, um intensiver mit einer kleinen und feinen Gruppe arbeiten zu können! Eine Gruppe voller motivierter und inspirierender Frauen, die das gleiche Ziel haben: Glücklichsein und selbst alles dafür zu tun!

Glückliche Grüße,

deine Petra ❤


Lebensfreude

Mehr Lebensfreude durch "Digital Decluttering" - Gastartikel von Dr. Daniela Otto

Lebensfreude

Digital Decluttering - Warum du an Lebensfreude gewinnst, wenn du dein Smartphone entrümpelst

Wie sieht eigentlich dein Desktop aus? Und dein Screen am Smartphone? Und dein E-Mail-Postfach? Genau.
Während analoges Aufräumen im Trend ist, vernachlässigen wir leider die digitale Ordnung noch viel zu oft. Die aber ist wichtig, damit wir uns rundum wohlfühlen. Denn es ist ja derzeit so: Wir alle sind viel daheim. Super viel und das auch noch unfreiwillig! Immer mehr Menschen erkennen daher, dass sich besser anfühlt, wenn zuhause aufgeräumt ist. Sie misten aus, schaffen Ordnung, dekorieren, renovieren. Das ist spitze. Aber während die neue
Tapete an der Wand trocknet, sind längst schon wieder 50 Mails reingerauscht, man hat zehn Anrufe verpasst und muss noch zwanzig SMS beantworten. Mindestens.
Kurz: Es lohnt sich, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auch der virtuellen Ordnung zuwenden und nicht zum digitalen Messie werden. Das gelingt ganz einfach mit Digital Decluttering!
Online

Was ist Digital Decluttering?

Digital Decluttering, also digitales Ausmisten, ist ein wichtiger Bestandteil von Digital Detox. Diese „digitale Entgiftung“ ist wichtiger denn je: Seit Corona sind wir täglich bis zu acht Stunden online. Und auch was den Medienkonsum angeht, gilt: Die Dosis macht das Gift.

Die Dosis macht das Gift

Wir wissen längst aus immer mehr Studien, dass eine intensive Smartphonenutzung gesundheitsschädlich ist. Handys verändern unser Gehirn: Wir aktivieren die neuronalen Netzwerke, die für Stress zuständig sind, bilden zugleich die neuronalen Netzwerke, die für Entspannung und auch Empathie zuständig sind, zurück. Der permanente Vergleich auf Social Media macht unglücklich, die Depressionsraten steigen, sogar die Suizidalität nimmt zu. Immer mehr Menschen verlieren sich im digitalen Chaos. Das Internet ist ein Labyrinth, Digital Detox ist der rettende Faden. Und um aus diesem virtuellen Irrgarten herauszufinden, ist das Entrümpeln ein perfekter Anfang.

Mit diesen Tipps kannst du sofort damit anfangen:

  • Deaktiviere Push-Benachrichtigungen, denn diese locken dich nur sofort wieder zu deinen Apps.
  • Checke diese fortan nur noch selbstbestimmt und zu festgelegten Zeiten.
  • Melde dich von allen Newslettern ab, die du nicht bewusst abonniert hast.
  • Lösche Apps, die du nicht brauchst.
  • Lösche alte E-Mails und Chats, die du nicht mehr brauchst.
  • Deaktiviere Eilmeldungen: Das Wichtigste erfährst du dann, wenn du selbst entscheidest, dass du die Nachrichten checken willst.
  • Schaffe Ordnung auf deinem Bildschirm: Lege dafür Ordner an und lösche alte Dateien, die nur Platz verbrauchen.
Entwickle ein Bewusstsein hierfür und sei fortan achtsam online. Den Unterschied wirst du unmittelbar spüren. Du hast mehr Zeit für das Wesentliche: für dich, deine Freunde, deine Familie, das echte Leben. Du siehst klarer, bleibst fokussierter. Du lässt dich weniger ablenken und arbeitest dadurch effektiver und erfolgreicher. Dein Geist kommt zur Ruhe.
Zen Garten
Stell dir vor, du verwandelst das digitale Chaos in einen Zen-Garten. Fühlst sich das nicht gut an? Digital Detox macht Spaß, du gewinnst an Lebensfreude. Es ist ein Akt der liebevollen Selbstfürsorge. Digital Detox ist gut für die Seele!
Zeit ist Leben!
Denn vergiss nicht:
All die digitale Unordnung raubt dir so viel wertvolle Zeit. Zeit aber ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen, nicht im Handy.
Deine Daniela

Dr. Daniela Otto ist Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Expertin für Digital Detox. Sie promovierte an der LMU München über "Vernetzung" und veröffentlichte "Digital Detox. Wie Sie entspannt mit Handy & Co. leben", das erste deutschsprachige Werk zu diesem Thema. Dieses gibt es auch als Online-Tutorial. Sie lebt und arbeitet als Texterin und Lehrbeauftragte in München und schreibt derzeit an ihrem neuen Buch.

* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten!


Dr. Daniela Otto

Heute im Interview: Dr. Daniela Otto - Expertin für Digital Detox

Heute darf ich euch eine sehr inspirierende Frau vorstellen, die ich über Instagram kennengelernt habe. Daniela und ich waren beide Autorinnen in den Glücksimpulsen von Christof Herrmann. Daraufhin habe ich Daniela angeschrieben, ob sie nicht Lust auf ein Interview mit mir hätte. Das Thema "Digital Detox" interessiert mich seit einiger Zeit - merke ich doch (wie viele andere vermutlich auch), dass ein Ankommen bei mir selbst, in meiner inneren Mitte nur ohne Störquellen von außen möglich ist. Und die Themen 1. auf meine Intuition hören und 2. es mir noch leichter zu machen sind genau DIE Themen für 2021. Dazu passt die wunderbare Daniela also gerade wie gerufen ;)

 

Hier nun das Interview mit Daniela

Wer bist du?

Ich bin die Daniela. Professionell würde ich natürlich sagen: Mein Name ist Dr. Daniela Otto, ich bin Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Expertin für Digital Detox.

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Seit meiner Doktorarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema „Vernetzung“. Woher kommt unsere Sehnsucht nach Vernetzung? Das war meine Forschungsfrage – und es ist eine wundervolle Frage, weil sie so tief greift und so allumfassend ist. Verbundenheit ist eine menschliche Ursehnsucht. Wir Menschen sind soziale Wesen, wir brauchen einander. Babies sterben ohne emotionale Zuwendung. Unser ganzes Wesen ist auf Verbundenheit ausgerichtet. Nun ist es so, dass wir uns seit der Moderne aus alten, Halt gebenden, ursprünglichen sozialen Netzwerken herausgelöst haben.
Nur zwei Beispiele: Die generationenübergreifende Großfamilie, die unter einem Dach lebt, gibt es heute so kaum mehr, auch Glaubensgemeinschaften spielen eine immer geringere Rolle. Die Moderne ist soziologisch betrachtet gleichzusetzen mit einer zunehmenden Vereinzelung. Der große Schmerz unserer Zeit ist die Einsamkeit! Seit
Corona natürlich noch viel mehr, die Isolation hat eine ganz neue Dimension erfahren.

Warum hängen wir alle am Handy

Tja, und jetzt kommt mein großes Thema: Digitale Medien versprechen die Überwindung der Einsamkeit. Warum hängen wir alle am Handy? Weil Smartphones uns ein unwiderstehliches Versprechen geben. Es heißt: Du bist nicht allein. Die verlorengegangenen Verbundsysteme werden durch Social Media ersetzt, es kommt – scheinbar – zur Renaissance der Gemeinschaft.
Aber – ein großes ABER: Leider bleibt dieses Versprechen meist ein leeres. Fakt ist: Wir vereinsamen immer mehr. Die vielen Stunden alleine vorm Bildschirm machen uns nachweislich unglücklicher, wir verlieren den Bezug zum echten Leben. Unser Gehirn verändert sich: Wir aktivieren die Stressneuronen, verlieren nicht nur unsere Konzentrationsfähigkeit, sondern zusehends auch unsere Empathiefähigkeit. Das ist traurig. Mein Anliegen ist daher, dass wir uns wieder wirklich – von Herz zu Herz, Seele zu Seele - miteinander verbinden. Digital Detox, also digitale Entgiftung, macht das möglich und dafür setze ich mich ein.
Dr. Daniela Otto

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Mein Sachbuch „Digital Detox“ habe ich unmittelbar nach der Doktorarbeit geschrieben. Das war bereits 2016. In den letzten vier Jahren hat sich enorm viel getan, das Thema wird immer brennender. 2020 habe ich mich ​dann dazu entschieden, auf Instagram Tipps zu geben, wie ein entspannter und gesunder Umgang mit dem Smartphone aussehen kann. Derzeit schreibe ich an meinem neuen Buch zu diesem Thema, das noch dieses Jahr erscheinen wird.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Corona hat die Bildschirmzeit explodieren lassen und ich habe den damit verbundenen Leidensdruck gespürt. Niemandem tut das gut! Für mich war das ein Zeichen: Hilf Menschen und zwar jetzt und zwar auf dem schnellsten Weg. Denn es geht sehr vielen sehr schlecht deswegen. Auch die Studienlage ist alarmierend: Die Depressionsraten steigen, sogar die Suizidalität nimmt zu. Mit Corona geht noch eine ganz andere globale Pandemie einher, nämlich die Smartphonesucht. Wir brauchen daher Quarantäne vom Handy.

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Sagen wir so: Ich habe zunächst schon etwas mit Instagram gefremdelt. Immerhin stehe ich eigentlich ja für das Gegenteil. Ich bin auch nur beruflich, nicht privat dort. Aber meine Motivation ist, dort Menschen zu erreichen, die wirklich von Digital Detox profitieren. Natürlich sind Menschen mit Handysucht auf Social Media. Sie spüren oft, dass es ihnen schadet, wissen aber keinen Ausweg. Diesen Menschen möchte ich sagen: Hey, du kannst wieder eine gesunde Balance zwischen online und offline finden und es ist gar nicht so schwer. Werde dir bewusst, wie viel du online bist und nutze dein Smartphone selbstbestimmt. Das fühlt sich für jeden sofort besser an. Mit Digital Detox hat man schnell Erfolgserlebnisse. Schon kleine Schritte, wie das Handy nachts ganz auszumachen, bewirken enorm viel. Ich möchte ein Bewusstsein dafür wecken, dass wir nicht auf der Welt sind, um unser Leben am Handy zu verbringen. Wir müssen aufwachen und erkennen, dass wir viel zu viel wertvolle Lebenszeit vor Bildschirmen verschwenden. Am Ende werden wir uns nicht an die vielen
Stunden am Handy erinnern, sondern an Momente der echten, seelischen Berührung.

Was unterscheidet dich von anderen Autoren?

Dr. Daniela Otto

Ich bin selbst Millenial und weiß, wie meine Generation tickt. Ich argumentiere nicht mit erhobenem Zeigefinger und verurteile Smartphones nicht als  ausschließlich schlecht. Vieles daran ist ja auch gut – nur unsere unbewusste Nutzungsweise ist destruktiv. Ich weiß, dass Handys zum modernen Leben dazugehören – aber möchte dafür sensibilisieren, dass es auf eine achtsame und bewusste Nutzungsweise ankommt. Mir ist es wichtig, den Zeitgeist zu spüren und den Ton zu treffen.

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die sich mit dem Thema Digital Detox beschäftigen wollen?

  1. Digital Detox ist super easy und soll so selbstverständlich sein wie Zähneputzen: Also unbedingt fest in den Alltag integrieren, z.B. offline in den Tag starten und den Tag offline beenden.
  2. Digital Detox fördert die Empathie: Nur wenn man das Handy weglegt und sich ganz auf sein Gegenüber konzentriert, trainiert man sein Mitgefühl und empfindet echte Verbundenheit. Daher: Handys außer Sichtweite, wenn ein gutes Gespräch entstehen soll.
  3. Digital Detox ist gut für die Seele: Wer sich vom digitalen Außen abwendet, kann sich dem Inneren zuwenden und die Bedürfnisse seiner Seele wieder wahrnehmen. Meditation ist das Gegenteil der wahllosen digitalen Vernetzung – ich empfehle es jeden Tag.

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Viele Bücher schreiben!

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Mein Buch gibt es auch als Video-Tutorial, für alle, die lieber anschauen anstatt lesen: https://iversity.org/de/courses/digital-detox
Dr. Daniela Otto

Gibt es das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

Meine „ästhetische Bibel“ ist der „Great Gatsby“: Die Stimmung, das Flirren, der Stil – große Literatur. Ein schonungsloses Gesellschaftsbild. Ein Abgesang auf die Liebe, eine Hommage an die Romantik. Das Buch verzaubert mich immer wieder, vor allem der letzte Satz hallt lange nach: „So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom - und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu.“ Nachdem die Vergangenheit uns auch in der Zukunft beschäftigen wird – ob wir wollen oder nicht – sollten wir achtsam die Gegenwart nutzen.

Welchen Podcast - kannst du empfehlen?

​Ich bin ein großer Fan von Goop. Von Lifestyle über Spiritualität bis hin zu Detox, die Themen sind sehr cutting edge.

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Ja: Ein Morgen ohne Matcha, Meditaion und Yoga fiele mir schwer.

Hast du ein Lebensmotto?

Es kommt auf die ganz kleinen Dinge an.

Liebe Daniela,

vielen lieben Dank für das tolle Gespräch mit dir! Du hast mich inspiriert, das Handy tatsächlich noch öfter einfach wegzulegen - das mache ich schon immer bewusster, da ist aber definitiv noch viel Luft nach oben.

Wie geht es euch nun nach dem Interview? Lust auf mehr Handy-freie-Zeiten in eurem Leben?

Aufgeräumte Grüße,

Petra ❤


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Aufräumen

Wochenplanung: sonstige Aufgaben - Teil 3

Aufräumen

In den letzten beiden Wochen habe ich dich mit in meine ganz persönliche Wochenplanung genommen - eine Planung, die mir das Leben sehr erleichtert.

Im 1. Teil der Blogartikel-Serie ging es um die Essenplanung und das dazugehörige Einkaufen, den ganzen Beitrag findest du hier unter: Wochenplanung für deinen entspannten Alltag.

Der 2. Teil ging in die Tiefen meiner Putz- und Waschroutinen, den Artikel kannst du hier noch einmal nachlesen:
Wochenplanung - Putz- und Wäscheplan - Teil 2. 

 

Sonstige Aufgaben

Im heutigen letzten Teil möchte ich dich mitnehmen in die sogenannten sonstigen Aufgaben - also kurz all das Übrige, was noch nicht drankam.

  • gießen
  • Büro-Ablage
  • aufräumen

 

Gießen

Einblatt

 

1 mal pro Woche steht bei mir gießen auf dem Wochenplan. Die grünen-Daumen-Inhaber unter euch werden jetzt vermutlich aufschreien "Was, nur 1 mal pro Woche?". Ja, meine sehr pflegeleichten Pflanzen in allen Geschossen des Hauses (außer im Keller) brauchen tatsächlich nur ein mal in der Woche Wasser. Abhängig habe ich diese Häufigkeit von einem Einblatt gemacht, das nach 6 Tagen die Blätter und die weiße Blüte hängen ließ. Da war klar, dass sie wieder Wasser braucht. Alle anderen Pflanzen hatten sich scheinbar mit ihr abgesprochen, denn ihnen ging es ähnlich (ohne dass sie zuvor Blätter und was auch immer hängen ließen). Somit war klar, dass ich am Sonntag Abend all meine Pflanzen gieße (ich gebe zu, dass ich manchmal sogar mit ihnen spreche, das ersetzt vermutlich einen zweiten Gießvorgang pro Woche). Der Termin steht auch in meinem Kalender und erinnert mich (bzw. das Einblatt im Schlafzimmer) daran, dass heute der Tag der Tage ist.

Anders sieht es natürlich mit den Pflanzen im Garten im Sommer aus, die werden jeden Abend gewässert und dazu noch der Rasen.

 

 

 

Büro-Ablage

Freitags ist die Ablage dran! Jeden Freitag nehme ich mir Ablagefach für Ablagefach vor - ich habe 3 Stück in meiner obersten Schreibtischschublade:

  • noch erledigen
  • warten auf Rückfragen
  • abheften

Alle Briefe, Rechnungen, Formulare und was auch immer dort hinein kommt wird vorher gelocht und dann auf die verschiedenen Fächer verteilt. D.h. jedes Dokument, das vom Briefkasten aus in meine Küche wandert, wird gelesen (sofort wenn ich nach Hause komme) und entsprechend "behandelt".

Noch erledigen

Eben alles, was gleich zu tun ist.

-Ein erforderlicher Rückruf dauert meist nur 2-3 Minuten, danach ist alles geklärt.
-Eine Bestätigungs- oder Rückfragemail ist in wenigen Minuten erledigt, v.a. wenn ich eine schriftliche Antwort benötige oder bei einem Rückruf niemanden erreiche.
-Überweisungen tätigen (mache ich ohnehin online und oft schon bevor ich die Rechnung in die Ablage lege - nach dem Motto: was ich erledigt habe, habe ich erledigt). Warum sollen andere auf ihr Geld warten? Das mag ich selbst nicht, deshalb begleiche ich Rechnungen gleich sofort, dann gibt es keine "bösen Überraschungen".

Warten auf Rückfragen

Dorthin wandern Schreiben, nach denen entweder mein Gegenüber oder ich noch etwas "nachliefern" müssen. Oben rechts kommt ein Post-it-Zettel mit allen nötigen Angaben (Ansprechpartner, Rufnummer, Datum, Details...), so dass ich beim nächsten Mal nicht irgendwo suchen muss. Eigentlich bleiben Zettel hier nie bis zum nächsten Freitag, weil ich auch zwischendurch immer mal wieder in dieses zweite Ablagefach schaue und kurz mal rückrufe oder eine Erinnerungsmail schreibe.

Abheften

Dieses Fach ist selbsterklärend, oder? Eine extra Hülle habe ich für alle Steuerangelegenheiten, die gerade jetzt von allen Seiten reinflattern. So muss ich bei der Bearbeitung nicht alle Ordner durchforsten sondern habe alles beisammen. Sehr entspannend für mich!

 

Aufräumen

Das Thema aufräumen steht übrigens jeden Tag auf dem (imaginären) Plan. Imaginär in Klammern weil es eben nicht mehr auf dem Plan steht. Genauso wie atmen, das mache ich auch täglich und muss es nicht extra notieren ;) Aufräumen heißt in dem Fall

  • Dinge sofort nach Gebrauch wieder zurück an ihren Platz räumen
  • 15-Minuten-Ritual am Abend (das habe ich in dem Artikel hier schon einmal ausführlich beschrieben)

Durch diese täglichen Gewohnheiten habe ich nie das Gefühl, völlig gestresst und ewig lang aufräumen zu müssen sondern es ist mehr eine gute Angewohnheit, die mir so in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass ich sie kaum noch erwähne. Der Vollständigkeit halber habe ich sie hier aber noch mit aufgelistet, weil das für viele Menschen noch nicht ganz so selbstverständlich ist.

 

 

Wie du siehst, bin ich ein sehr strukturierter Mensch, der in Haushaltsdingen eigentlich nix dem Zufall überlässt - und ich fahre ganz gut mit meinem System. Ich kann dir nur empfehlen: Schau dir das ab, was dir gefällt, nimm dir das raus, wozu es dich spontan hinzieht. Meine Devise ist es, mir das Leben so leicht wie möglich zu machen. Dazu gehören nun einmal Routinen (übrigens habe ich eine kleine Umfrage unter Ordnungscoaches im deutschsprachigen Raum gemacht, die alle so ähnlich ticken).

Da ich ein sehr großer Fan von guten Gewohnheiten bin, habe ich einen Online-Kurs zum Thema "Ordentliche Routinen" entwickelt, der nächste Kurs beginnt Ende April. Noch gibt es einige freie Plätze dafür! Routinen verändern deine Identität zum Positiven, sie erleichtern das Leben so, dass man sich endlich wieder auf wirklich wichtige Dinge konzentrieren kann und nicht den ganzen Tag mit Ordnung-machen und -halten beschäftigt ist.

 

Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Blogserie zur Wochenplanung einige meiner Tipps & Tricks für deinen Alltag mit an die Hand geben!

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ♥


Wäsche

Wochenplanung: Putz- und Wäscheplan - Teil 2

Wäsche

Im letzten Blogartikel: Wochenplanung für deinen entspannten Alltag (Teil 1) ging es um die sinnvolle Gewohnheit einer Wochenplanung, insbesondere bin ich hier auf die Erstellung eines Essensplans inkl. Einkausfsliste eingegangen.

 

Im heutigen Teil möchte ich dich mit in meine wöchentliche Putz- und Wäscheroutine nehmen. Was diese beiden Tätigkeiten mit Kommunikation und Weiterbildung zu tun haben? Lass' dich überraschen!

Putzroutine

Früher hatte ich immer das Gefühl, dass ich überhaupt nicht fertig mit putzen werde. War man hinten fertig, konnte man vorne wieder anfangen, ich kam mir vor wie der Hamster im Laufrad. Heute sehe ich das Ganze etwas anders. Ich putze nach Plan. Klingt erst einmal nicht sehr erotisch, abgesehen davon, dass putzen ohne Plan auch nicht erotischer ist. Ich habe feste Wochentage, an denen ich bestimmte Bereiche meines Hauses putze.

Dienstag

An diesem Wochentag ist immer staubwischen und staubsaugen angesagt. IMMER. Warum? Weil es mich entspannt, weil ich dienstags oft eine Freundin zum Kaffee eingeladen habe (extra aus diesem Grund) und möchte, dass es ordentlich und sauber ist. Ab 7 Uhr, wenn der Junior aus dem Haus ist und noch bevor ich in die Arbeit fahre, wird ein Podcast oder ein schönes Hörbuch angemacht und dann geht es los. In 30 Minuten bin ich durch - alles wird mit einem Swiffer und feuchtem Lappen staubgewischt, im Anschluss wird gestaubsaugt. So "richtig" schmutzig ist es ohnehin nie, weil ich ja jede Woche dieses Ritual pflege.

Der Vorteil eines festen Tages besteht v.a. darin, meinen "inneren Schweinehund" zu überlisten (wobei er das inzwischen nicht mehr nötig hat, das ist ja das Schöne an Gewohnheiten). Er weiß einfach, dass am Dienstag immer staubwischen und -saugen dran ist. Punkt. Muckt er da manchmal auf? Nein, weil er sich dran gewöhnt hat. Wenn dienstags mal ein Feiertag sein sollte und ich einfach ausschlafen kann, zuckt er kurz, dass ich nach 7 Uhr wische und sauge. Aber er hält brav still, weil das am Dienstag einfach seine Aufgabe ist. Und die halbe Stunde hält er durch ;) Weil danach einfach wieder gut ist, weil das Thema für diese Woche abgehakt ist. Gäbe ich ihm länger Zeit (das habe ich anfangs genau ausprobiert von der Zeit), bräuchte er länger. Aber wer will denn freiwillig länger kostbare Zeit mit Hausarbeit verbringen? Eben! Keiner!

Aufgaben dauern so lange, wie man ihnen Zeit dafür gibt

Durch das Podcast-/Hörbücher hören freue ich mich zudem sogar auf das Saubermachen. Weil ich unter der Woche ansonsten relativ wenig höre (außer beim Wäsche machen, aber dazu komme ich gleich), ist das schon ein Highlight für mich. D.h. ich bilde mich in dieser Zeit sogar noch weiter, verknüpfe außerdem eine bestehende Gewohnheit mit einer schönen Gewohnheit, was die Einführung von Ritualen sehr leicht und attraktiv macht. Ich sag ja immer: Ordnung (machen) darf Spaß machen! Und je angenehmer wir uns Gewohnheiten machen, desto leichter fällt uns das Durchhalten. Ist doch perfekt, oder? Klar muss ich manchmal am Freitag oder Samstag noch einmal kurz zwischendurch staubsaugen (z.B. wenn die ganzen kleinen Streusteinchen vom Winterdienst mit in den Flur getragen werden oder die Katzen irgendwelche Äste mit ins Wohnzimmer bringen). Das ist aber eine kurze und punktuelle Nummer, die schnell von Statten geht. Und einfach bei Bedarf gemacht wird, innerhalb von 5 Minuten ist auch hier wieder alles sauber.

Donnerstag

An diesem Wochentag stehen meine Küchenspüle, das Badezimmer und das Gäste-WC auf dem Putzplan. Auch hier geht es noch vor der Arbeit gleich um 7 Uhr los. Dieser Tag ist außerdem mein "Kommunikationstag", in diesen 30 Minuten telefoniere ich immer mit meiner Namensvetterin Julia Bäumler (die ich auch schon einmal zum Videointerview hatte). Jule und ich putzen donnerstags also immer mein Bad ;) Auch hier ist die Zeit genau so bemessen, dass ich mit allem sehr gut fertig werde (alle 4 Wochen bekommt das Bad und jede Fliese persönlich noch einmal etwas mehr Zeit). Für die wöchentliche hygienische Reinigung haben sich diese 30 Minuten jedoch als völlig ausreichend bewiesen. Während ich meine Küchenspüle reinige, dürfen schon die Reiniger in den Waschbecken, im WC und auf allen Oberflächen einwirken. Die Reinigung danach ist ein Leichtes. Ein Running-Gag zwischen Jule und mir ist immer, wenn ich die WCs fertig geputzt habe und spülen muss: die Warnung, dass ich gleich spüle bringt uns immer beide zum Lachen. Wenn ich im Anschluss an die Bäderreinigung gleich die Handtücher wasche, ist dann unser Empfang kurz unterbrochen. Meine Waschmaschine steht nämlich im Keller und da ist leider der Handyempfang nicht allzu gut. Doch der Rückruf ist obligatorisch - während die Handtücher dann schon in der Maschine sind. Zum Abschluss putze ich noch alle Spiegel im Haus (WC, Flur, Bad und Schlafzimmer).

Putzen

Freitag

Am Freitag werden alle Böden und die Treppen feucht gewischt. Das Gute daran ist, dass ich nur einmal alle Utensilien zum Wischen herräumen muss. Selbstverständlich wird zwischendurch öfter das Wasser gewechselt, aber ich bleibe bei einer "Gattung" - nämlich wischen. Auch hier, du ahnst es schon, hole ich mir oft eine Freundin zum Telefonieren dazu. Oder aber meine geliebten Podcasts.

Fakt ist, dass ich durch diese Verknüpfung von Tätigkeiten, die ich ohnehin tun muss, weil sie einfach nötig sind und den schönen Dingen (telefonieren, Hörbücher oder Podcasts hören) die Zeit vergesse und sogar Spaß an den Aufgaben habe. Und ich finde, dass sich diese Lebenseinstellung echt bewährt hat. "Tue die Dinge, die du tun musst, einfach mit Liebe. Getan werden müssen sie ohnehin, dann kannst du sie auch gleich einfach gern tun." (Diesen Spruch hasst mein Sohn übrigens, meist in Verbindung mit Lernen oder nervigen Pflichten).

Das ist wie mit dem Zitat vom Regen:

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

 

Wäsche machen

Wäsche

Meine Waschtage sind fest definiert. Warum? Weil ich einfach beschlossen habe, dass die Wäsche mich nicht fest im Griff haben sollte sondern eher ich die Wäsche. Somit wasche ich am Montag, am Mittwoch und am Freitag (plus am Donnerstag die Handtücher, siehe oben). An diesen Tagen wird alle zu waschende Wäsche in den Waschkeller befördert (sofern sie da nicht ohnehin schon liegt, weil der Junior gerne statt aufräumen Wäsche via Treppenhausschacht in den Keller wirft - somit ist quasi sofort Ordnung in seinem Zimmer). Durch die festen Waschtage stelle ich außerdem sicher, dass wirklich alles gewaschen wird - gerne auch Lieblingspullover oder Hosen des Sohnes, die anfangs gerne am Nachmittag dieser fest definierten Tage im Waschkorb im Keller lagen. Wenn dann am Dienstag Früh die Frage nach einem besagten Pulli kam, war die Antwort ganz klar: "Hast du ihn gestern Früh in die Wäsche gegeben? Dann ist er inzwischen trocken und anziehbereit." Da der Pulli erst nach dem Waschen im Keller landete, hatte er seine Chance vertan ;) Lernen ist manchmal sehr schmerzhaft - hilft aber. Inzwischen wird das Zimmer des Sohnes täglich von ihm aufgeräumt, hierzu jedoch einmal in einem anderen Beitrag mehr.

Die Wäsche wird gleich in der Früh in die Maschine gesteckt, so dass sie am Nachmittag, wenn ich heimkomme, aufgehängt werden kann. Und nein, da stockt oder schimmelt nichts, ich praktiziere das seit Jahren so. Die getrocknete Wäsche auf den Wäscheständern wird vorher von den Leinen gepflückt und gleich auf der Tischtennisplatte, die daneben im Keller steht, ordentlich und schrankfertig zusammengelegt. Auch hierbei höre ich - du ahnst es schon - meine geliebten Hörbücher. Ich kann dir hierfür audible.de sehr ans Herz legen (ich muss dringend audible mal um eine hohe Empfehlungsgebühr aus den Rippen leiern!). Telefonieren funktioniert in meinem Keller leider nicht, die Audiobooks sind jedoch offline und somit kann ich sie sogar dort hören. Ich bin ein großer Fan von perfektem Aufhängen der Wäsche auf den Leinen bzw. auf Kleiderbügeln, da ich mein Bügeleisen und das dazugehörige Brett schon vor Jahren verschenkt habe.

Mein Motto lautet hier:

Bügelst du noch oder lebst du schon?

Ich habe leider keine genaue Zeitangabe für dich für die Wäscheroutine - in diesem Fall dauert sie so lange, wie sie dauert. Wäsche machen entspannt mich sehr, ich mag den Geruch von noch feuchter, frisch gewaschener Wäsche sehr (im Sommer hänge ich diese übrigens auf den Wäscheständer am Balkon), in den kalten Monaten heizt der Keller so gut, dass die Wäsche quasi am nächsten Tag abpflückbereit ist.

 

Allgemeine Tipps:

  • feste Wochentage lassen dich nicht überlegen, OB du heute putzt, sondern DASS es einfach geschieht
  • am besten "Arbeitstage" nehmen, an denen bist du ohnehin im To Do - Modus, hast also nicht allzu lange Zeit und teilst sie dir deshalb sehr gut ein (auf keinen Fall deinen freien Tag vergeuden)
  • ein aufgeräumtes Zuhause macht dir die Einhaltung der jeweils 30 Minuten viel leichter (zwischendurch noch aufräumen kostet unnötig Zeit) - siehe hierfür auch mein 15-Minuten-Ritual, durch das du jeden Abend für Ordnung sorgst
  • Handy in die hintere Hosentasche stecken, Kopfhörer aufsetzen - so hast du beide Hände frei
  • das Bündeln von Aufgaben macht es leichter, da du alle Utensilien (Reiniger, Staubsauger, Wischmopp usw.) nur einmal aus dem Putzschrank holen musst
  • Wäsche gleich knitter-/faltenfrei aufhängen hilft, dass sie nicht gebügelt werden muss (ich bin hier penibel ordentlich)
  • Blusen/Hemden/Pullover/T-Shirts knitter- und faltenfrei auf Bügel hängen, so dass sich diese im feuchten Zustand aushängen können

 

Wie du siehst, mache ich es mir so leicht wie möglich im Haushaltsleben - und ich finde das super so. Wieso denn auch nicht? Dinge, die ich tun muss, mache ich mir so angenehm wie möglich - so genieße ich die Zeit und sehe sie nicht als vertane Lebenszeit an. Das wäre nämlich ganz schön dämlich: sich über Dinge aufzuregen, die ich nicht ändern kann, und das jeden Tag aufs Neue!

 


 

Wie du siehst, habe ich an jedem Wochentag eine andere Aufgabe und meist innerhalb von 30 Minuten fertig - gut gelaunt und perfekt organisiert.

  • Montag: Wäsche (waschen, abhängen und falten, aufhängen)
  • Dienstag: Staub wischen und -saugen
  • Mittwoch: Wäsche
  • Donnerstag: Küchenspüle, WC und Bad putzen plus Handtücher waschen
  • Freitag: Wäsche; Böden und Treppe wischen

Fazit: Der Samstag, der früher mein Putztag war, gehört MIR. Ohne Verpflichtung, frei von Stress. Natürlich ist immer etwas zu tun in einem Haushalt, wem sag ich das. Aber mehr dazu im 3. Teil der Miniserie zum Thema "Wochenplanung".

 

Wie findest du die Idee, zu erledigende (nicht ganz so angenehme) Dinge mit schönen Tätigkeiten zu verknüpfen?

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ♥


Wochenplan

Wochenplanung für deinen entspannten Alltag - Teil 1

Wochenplan

 

Wie eine Wochenplanung deinen Alltag sowas von entspannt gestaltet, erfährst du in diesem und den nächsten beiden Blogartikeln.

Der Sinn einer Wochenplanung wurde mir erst als alleinerziehende Mama so richtig klar. Jede Woche zu planen - mit Essen, Einkaufen, Terminen, To Dos und sonstigen Dingen klingt ja nicht sehr spannend, ich weiß schon. Aber als Mama eines 12-Jährigen und von 2 ausgewachsenen und sehr verfressenen Katzen, Vollzeit arbeitend, nebenberuflich mit der Aufräumerei und dem Blog gut beschäftigt, sozial vernetzt und glücklich liiert ist es nicht immer einfach gewesen, alles unter einen Hut zu bekommen. Wie oft gab es abends nichts Ordentliches zum Essen, weil einfach nicht das Richtige dafür im Kühlschrank war. Ergebnis? Wieder Nudeln! Super, den Junior hat es gefreut, mich weniger. Oft musste ich nochmal (hungrig) zum Einkaufen los, was es meist nicht besser machte!

Ein Plan musste also her! Ich liebe ja Pläne und Listen, deshalb war der Schritt kein großer, als die Entscheidung gefallen war.

 

 

Planung

Was wollte ich also alles in meine Wochenplanung packen, was mir im Alltag das Leben erleichtern sollte:

  1. tägliches Abendessen (Frühstück ist immer gleich, Mittagessen bekommt der Junior in der Mensa, ich in der Arbeit)
  2. Einkaufen inkl. -liste, damit ich nicht noch einmal hungrig los muss
  3. Putzroutine
  4. Wäsche machen
  5. gießen
  6. aufräumen
  7. Büro-Ablage

Die Punkte 3 bis 7 findest du in den nächsten beiden Blogartikel-Teilen dieser kleinen Wochenplanungs-Miniserie.

 

Abendessensplanung

Brotzeit

Zuerst stand also die Essensplanung auf dem Programm. Da wir eigentlich immer die gleichen Dinge frühstücken (der Sohn gerne ein Müsli oder Toast mit einem schokoladigen Aufstrich), ich meine Haferbowl mit viel Obst und Nüssen) und das Mittagessen durch Mensa bzw. mitgenommene Brote erledigt ist, geht es hauptsächlich um die täglichen Abendessen.

Gemeinsam setzten wir uns also hin und besprachen, was es an welchem Tag zu Essen geben sollte. Warum gemeinsam? Weil es gar nicht so leicht ist, es einem 12-Jährigen essenstechnisch Recht zu machen. Deshalb habe ich ihn in die Planung mit einbezogen ;) Heraus kommt jede Woche eine bunte Mischung an Gerichten, die ihm UND mir schmecken - mal besser, mal schlechter.

 

Aber jeder darf seine Wünsche äußern, dann wird geschaut, inwiefern sie in die Tagesplanung passen und dann steht der Plan für 7 Tage. Am Montag ist meist ein "Restetag", da ich dienstags einkaufen gehe und ich seit einiger Zeit so plane, dass ich keine bzw. kaum noch Lebensmittel wegschmeißen muss. Das ergibt manchmal die lustigsten, aber auch echt schmackhafte Gerichte aus allen möglichen Dingen, die weg müssen. Gerne machen wir an dem Abend auch einfach einen Smoothie mit allerlei Obst und Gemüse, das noch übrig ist.

 

Einkaufsliste

Neben dem ausgedruckten Speiseplan, den ich übrigens einlaminiert habe, damit wir ihn jede Woche neu beschriften können, liegt mein Einkaufszettel für die Woche parat. Alle Gerichte werden also überlegt und dazu wird sofort aufgeschrieben, was ich für die Zubereitung noch brauche. Da ich einen übersichtlichen Vorratsschrank habe (weil die Läden schließlich 6 Tage pro Woche geöffnet haben und wir deshalb sicher nicht verhungern) ist schnell aufgeschrieben, was fehlt und noch nötig ist. Die Einkaufsliste hängt gleich neben dem Wochenplan am Kühlschrank, so dass dort sofort alles auf dem Zettel landet, was gerade ausgeht und eingekauft werden muss - plus eben die für die Woche nötigen Lebensmittel und anderen Sachen.

Planlos und ohne Zettel, gar hungrig und mit übler Zuckerlust-Laune war gestern!

Natürlich sind die geplanten Gerichte untereinander auch gut austauschbar, wenn doch spontan einmal eine Freundin zum Essen vorbeikommt, kann gut umdisponiert werden. Mich entspannt dieses einmal hinsetzen und für die Woche planen ungemein. Macht es mich doch in der ganzen Woche frei von Gedanken, die sich um Essen kochen und einkaufen drehen.

Wenn man es nicht schafft zu planen, plant man, es nicht zu schaffen.
Benjamin Franklin

Im nächsten Blogartikel erfährst du, was außerdem zu meiner Wochenplanung gehört (kleiner Spoiler: es hat mit putzen und Wäsche machen zu tun). Auch hier sei soviel verraten, dass es mich wahnsinnig entspannt! Haushalt ist mit einer guten Planung für mich kein Ding mehr (ich würde jetzt auch nicht lossingen wie in "Das bisschen Haushalt..."), aber durch die Strukturierung werden nötige und zu erledigende Dinge zu kleinen Aufgaben im Alltag, die ich sogar mit Spaß, Kommunikation, Entspannung und Weiterbildung verbinde. Neugierig? Dann lies unbedingt den nächsten Blogartikel ;)

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ❤