Frau im Tüllrock

Im Interview: Personlstylistin Bianca Stäglich von STILFRAGE

Frau mit Rock

Bianca Stäglich, Gründerin von "Stilfrage" im Interview

Seit einiger Zeit folge ich Bianca Stäglich, sicher den meisten besser bekannt als "Stilfrage" bei Instagram. Vor allem ihre witzigen Stories und die mutigen Looks haben es mir angetan. Mutig im Sinne von "Wow, das würde ich auch gerne tragen können!". Spontan habe ich sie um ein Interview gebeten und voilà: Hier ist es!

Wer bist du?

Ich bin Bianca Stäglich, Personal Stylistin und Impulsgeberin. Charmant ehrlich, unkompliziert, Inspirationsquelle, Schneiderin - die Tüllrockträgerin. Seit 28 Jahren in einer glücklichen Beziehung in München, mit zwei wundervollen Katzen lebend.

lachende Frau

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

STILFRAGE steht für Frauen, die keinen Trends folgen. Sondern welche setzen. Ich zeige Frauen wer sie sind, dass sie mit jeder Figur gut aussehen können und was sie ausdrücken dürfen. Selbstbewusst ihre Weiblichkeit unterstreichen. Ich möchte bei jeder Frau das Innere mit dem Äußeren verbinden und sie ermutigen es zum Ausdruck zu bringen.

Nach meiner Ausbildung zur Schneiderin und meinen Jobs bei namenhaften Modemagazinen, sprach ich mit meiner Freundin eines Abends über die Schönheit der Frau und das Phänomen der Kommunikation mit der eigenen Kleidung. An diesem Novemberabend 2009 war STILFRAGE geboren und alles nahm seinen Lauf. Im Oktober 2010 ging ich mit meinem Unternehmen und meiner Homepage online und berate seitdem Frauen und Männer.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Es war ein Gefühl. Inspiration und die Liebe zur Mode gaben mir den Mut. Und manchmal ist es gut, nicht lang nachzudenken. Einfach losgehen.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Wenn die vielen Erkenntnis-Momente die Augen meiner Kundinnen leuchten lassen, ist das meine größte Motivation.

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Hindernisse in dem Sinne gab es keine. Ich bin einfach losgelaufen und habe intuitiv gehandelt.

Was unterscheidet dich von anderen Personal Stylisten?

Als Personal Stylist ist es mir wichtig, individuell auf jede Persönlichkeit einzugehen und zuzuhören. Das ist mir möglich, weil ich selbst wandelbar und experimentierfreudig bin und immer mal wieder etwas riskiere. Das kann man deutlich an meinen Frisuren erkennen. Ich spreche nicht nur über Mode, sondern ich verkörpere das, was ich meinen Kundinnen vermittle. Mein Stil und ich, wir sind zu 100 % authentisch.

Ganz klar konnte man mich - als Inspirationsquelle und Impulsgeber - in meinem Kleiderschrank Experiment: „Was wäre wenn du nur 30 Teile in deinem Schrank hättest?“, sehen. Damit sensibilisiere ich für einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit dem eigenen Kleiderschrank und zeige damit auf, dass nicht immer permanent geshoppt werden muss.

Meine Fähigkeit, wie Kleidung das Denken, Fühlen, das gesamte Auftreten und damit die Attraktivität und Außenwirkung beeinflusst.

Zusätzlich kommt mir mein fundiertes Wissen als Schneiderin sehr zu Gute, denn dadurch kann ich einen nachhaltigen Umgang mit Materialien und Stoffen lehren.

In diesem Interview erfährst du, wie ich über Mode denke und was sie mir bedeutet: https://stilfrage.net/was-bedeutet-fuer-mich-mode/

Stehende Frau im Rock

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die sich noch schöner fühlen möchten?

  1. „Try something new!“
  2. „Bleib dir treu, egal was die anderen sagen!“
  3. „Was liebst du an dir und deinem Körper?“


Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

2019 gründete ich meine STILFRAGE-Akademie und bilde seitdem zur Farb- und Stilberaterin aus. Auf diesem Wege gebe ich mein Wissen weiter, um noch mehr Frauen zu erreichen. Ich möchte das Bewusstsein schärfen, dass alle Frauen - mit den unterschiedlichsten Figuren - toll aussehen können.

Des Weiteren schreibe ich an meinem Buch „Nachhaltigkeit beginnt im Kleiderschrank“. Seit Jahren träume ich davon, ein eigenes Buch zu veröffentlichen.

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Auf meiner Website unter: www.stilfrage.net

Hier kann man sich für den Newsletter anmelden: https://stilfrage.net/dies-das/newsletter/

Hier geht es zum Instagramprofil: https://www.instagram.com/stilfrage_official/

Und dann noch mein Profil bei LinkdIn: https://www.linkedin.com/in/bianca-stäglich-3978408b/

Am aktivsten erlebt man mich auf Instagram. Hier zeige ich immer wieder neue Outfit-Ideen und nachhaltige Styling-Experimente. Mit meinem Newsletter verpasst man nichts mehr. Und auf LinkedIn geht:s um Dresscode - Themen im Business.


Gibt es das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

„Die vier Einsichten“ von Alberto Villoldo - In diesem Buch geht es darum, wie wir emotionale Wunden der Vergangenheit schließen können.

Welchen Podcast kannst du empfehlen?

Meine Freundinnen Katrin und Tina (eine Kundin von mir) haben vor zwei Jahren einen eigenen Podcast ins Leben gerufen. Es geht um Bücher und da ich gern lese, möchte ich dir diesen Podcast von Herzen gern empfehlen: https://heybooklovers.podigee.io

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Mit meinen Katzen kuscheln. Sie geben mir die innere Ruhe, die ich manchmal vergesse.

Hast du ein Lebensmotto?

Zufriedenheit, denn daraus entwickelt sich ein glückliches und erfülltes Leben.

Sitzende Frau


Liebe Bianca, was bist du für eine tolle, wandelbare Frau! Sich immer wieder neu zu erfinden und sich dabei treu zu bleiben ist wohl die Kunst im Leben, oder? Fakt ist, dass du scheinbar alles tragen kannst. Sowohl frisurentechnisch als auch auf deinen Kleidungsstil bezogen, Hut ab! Ich bleibe auf jeden Fall an dir dran, bin schon sehr gespannt auf dein Buch - auch ich lese bekanntlich sehr gerne ;)

Danke für dieses wunderbare Interview, für die Einblicke in deinen Werdegang und in dein WARUM.

 

Alles Liebe,

Petra ❤


Celine Nadolny

Im Interview: Buch- und Finanzbloggerin Celine Nadolny von Book of Finance

Celine Nadolny - Frau - Finanzbloggerin - hübsch

Buch- und Finanzbloggerin Celine Nadolny von Book of Finance im Interview

Heute darf ich euch die interessante und junge Buch- und Finanzbloggerin Celine Nadolny vorstellen (mein bisher jüngster Interviewgast, den ich bisher interviewt habe). Celine habe ich bei Instagram kennengelernt, ich folge ihr dort schon seit einiger Zeit, weil sie unzähle Bücher liest und dazu wunderbar ehrliche Rezensionen schreibt.

Bücher begeistern mich schon mein ganzes Leben, gefühlt gibt es aber nie genug Zeit, um alle zu lesen. Aber "alle" muss man ja auch gar nicht lesen. Deshalb mag ich Buchblogs wahrscheinlich so gerne, weil Bücher sozusagen für "mich" gelesen werden und ich kann danach entscheiden, ob ich das rezensierte Buch jetzt erst recht lesen mag oder ob ich es mir vielleicht sparen kann. So kleine Appetithäppchen, die Lust auf's Lesen machen. Celine Nadolny hat sich auch noch genau die Themen ausgesucht, die mich ebenfalls interessieren - nämlich Finanzen, Karriere, Persönlichkeitsentwicklung, Wissen, Gesundheit und Mindset - sie veröffentlicht jede Woche 2 Rezensionen hierzu (bei insgesamt über 500 gelesenen Büchern betreibt sie DEN Finanzblog der Jahre 2020 UND 2021 - gekürt mit dem BlackBullAward)! So eine Powerfrau musste ich einfach kennenlernen, ihre Intention dahinter interessiert mich einfach! Außerdem verbindet uns die Leidenschaft zu 2 Lieblingsbüchern, doch lest selbst, welche das sind ;)

Hier geht's nun zum Interview

Buch- und Finanzbloggerin - Frau liest Buch

Wer bist du?

Mein Name ist Celine Nadolny und ich bin eine 23-jährige Buch- und Finanzbloggerin aus dem schönen Ruhrgebiet. Ursprünglich komme ich vom Niederrhein und bin dann für mein duales Studium in Business Administration mit entsprechender IHK-Ausbildung in einem Industriekonzern und vor allem der Liebe wegen umgezogen. Seit ich 16 Jahre alt bin lese ich darüber hinaus unzählige Sach- und Fachbücher in den Bereichen Finanzen, Karriere, Steuern, Persönlichkeitsentwicklung und Unternehmertum. Mittlerweile sind es über 500 gewesen. Das ist wohl die Leidenschaft, die mich am nachhaltigsten geprägt hat und mit der ich heute den Menschen helfen kann.

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Mein Herzensprojekt ist „Book of Finance“, mein Buch- und Finanzblog, den ich vor 21 Monaten auf Instagram gegründet habe. Er resultierte direkt aus meiner Leidenschaft für gute Literatur und den immer häufigeren Nachfragen von Freundinnen, ob ich ihnen bei ihren Finanzen helfen oder ein Buch empfehlen könnte. Das Projekt ist mit der Zeit rasant gewachsen und neben Instagram kamen nun noch LinkedIn, Pinterest, Facebook, Twitter und eine Homepage dazu. Allein auf letzterer kann man heute mehr als 150 ausführliche Rezensionen sortiert nach Kategorien und Bewertung finden.

Seit knapp 2 Jahren veröffentliche ich nun jede Woche zwei neue Buchrezension und teile meine Erkenntnisse und meine Leidenschaft mit der Community. Insgesamt sind wir nun bereits über 50.000 Lese- und vor allem Wissensbegeisterte. Dabei machen zwei Komponenten Book of Finance einmalig: 1) aufgrund meiner Erfahrung aus bereits über 500 gelesenen Büchern kann ich annähernd objektiv beurteilen, wie gut ein Buch wirklich ist 2) dabei bin und bleibe ich 100% ehrlich und unabhängig, scheue mich auch nicht davor, von Autoren im Nachgang bedroht oder beleidigt zu werden.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Es war irgendwie ein kleiner Impuls in mir. Ich hatte bereits über Monate mit meinem Freund darüber gesprochen – der im Übrigen die Idee zu Book of Finance hatte, nachdem er von meinem Wissensdurst und meiner Leidenschaft so begeistert war und immer wieder meinte, weshalb ich da nicht mehr draus machen – als ich dann in einem Kurzurlaub zu meinem 21. Geburtstag den Entschluss gefasst habe, einfach loszulegen. Ich hatte schlicht einfach nichts zu verlieren. Also schossen wir an meinem 21. Geburtstag in einem Café in Konstanz am Bodensee die ersten Bilder passend zur Location vom Café am Rande der Welt von John Strelecky. Keine Woche später ging der erste Post auf meinem Instagram Kanal online und die Reise nahm ihren Lauf. ​

Die ersten interessante Kooperationen und Aufträge für Content Creation ließen nicht lange auf sich warten und zum 01.01.2020 meldete ich dann auch offiziell mein Gewerbe an.

Celine Nadolny - Frau liest Buch entspannt investieren

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Vielleicht, dass ich irgendwann realisiert habe, dass ich nichts zu verlieren habe und es eigentlich keinen Grund gibt, nicht bereits jetzt loszulegen. Ich wusste, dass ich das Wissen hatte. Ich kannte die Plattform Instagram bereits recht gut, war in meinem Themenfeld bewandert und habe offen gestanden in meinem dualen Studium recht schnell gemerkt, dass ich nicht mein ganzes Leben lang in starren Konzernstrukturen unterwegs sein möchte.
Damals hatte ich bereits den Social Media Account von meinem Unternehmen übernommen, aber ich durfte nicht schalten und walten, wie ich wollte, musste jede Kleinigkeit absegnen lassen, super viele Details ändern, obwohl sie enorm wichtig gewesen wären und das, obwohl ich die Best-Kennerin zum Thema Instagram war und die Leute, die die Entscheidungen getroffen haben, nicht einmal einen privaten Account hatten. Es war also eine Mischung aus, „warum eigentlich nicht“ und „wenn ich was erreichen möchte, dann muss ich selbst aktiv werden!“

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Oh ja, davon gab es eine ganze Menge. Am Anfang wurde ich mit wenigen hundert Followern und keinen 20 Rezensionen auf meinem Blog von den meisten noch belächelt. Wahrscheinlich haben sie sich insgeheim gedacht, „die hält das ohnehin nicht durch“. Als aber klar wurde, dass ich immer weiter machen würde, veränderte sich das Bild von Lachen bei einigen in Unterstützung und bei wieder anderen in Hass. „Die hat doch eh keine Ahnung“, „was will mir die kleine Blondine schon erzählen“, „die ist doch sowieso nur eine Quoten-Frau.“ Das ging so weit, dass ich von etlichen Personen sogar E-Mails bekommen habe, in denen sie mir schrieben, dass man schon nach zwei Sätzen merken würde, dass ich gar keinen Plan von Finanzen hätte und meinen Account löschen sollte.
Zeitweise tat das echt weh und im Grunde war diese Hetze meine erste Feuertaufe. Insbesondere bei Facebook war es sehr schlimm, denn dort hatte ich schon früh Kooperationen mit RTL, dem Frühstücks Fernsehen und Co. und das Publikum auf Facebook ist nicht mit dem auf Instagram und erst recht nicht mit dem auf LinkedIn zu vergleichen. Vieles war deutlich unter der Gürtellinie. Geholfen hat mir damals der Zuspruch von wirklichen Experten und Koryphäen der Branche. Es kamen namhafte Autoren, Unternehmen und Verlage auf mich zu und unterstützten mich, gaben Rat, schenkten Zuspruch und bestärkten mich darin, dass es auf keinen Fall die Qualität meiner Inhalte, sondern vor allem das Bild ist, was ich darstelle, was andere triggert und dazu bringt, mich beleidigen zu wollen. Denn im Grunde richtet sich deren Entrüstung nicht gegen mich, sondern gegen sich selbst. In ihrer eigenen Unzufriedenheit versuchen sie mich zu verletzten, um sich wenigstens für einen Moment selbst besser zu fühlen.
Celine Nadolny - Frau liegt in Wiese und liest Buch

Was unterscheidet dich von anderen Unternehmern/Buch- und Finanzbloggern (wie nennst du dich selbst?)?

Ich nenne mich selbst Buch- und Finanzbloggerin. Und das soll auch schon signalisieren, was bei mir anders ist. Denn im Mittelpunkt steht für mich das Wissen und der Wissensaufbau und erst in zweiter Instanz die Wissensvermittlung. Mir ist es so enorm wichtig meiner Community die richtigen Quellen zu bieten, um sich fundiertes Wissen in den Bereichen aufzubauen. Meine Philosophie ist dabei „lerne von den Besten“ und die verfolge ich ganz stringent. Wenn ich also z.B. verstehen möchte, wie man Wertpapiere analysiert, dann beobachte und lese ich von Benjamin Graham, Warren Buffett und Co. Und wenn ich wissen möchte, wie man sich persönlich weiterentwickelt, dann lausche ich Bodo Schäfer und Dale Carnegie. Und wenn ich tief in mich hineinhören möchte, dann doch eher Marc Aurel und Paulo Coelho. Oder wenn ich verstehen möchte, was für ein wahnsinniger Irrsinn da draußen breitgetreten wird Gustave Le Bon. Bücher sind seit Jahrtausenden der Ort, an dem wir unser wertvollstes Wissen konserviert haben. Selbstverständlich sind die Mittel und Wege heute leichter, ein Buch zu veröffentlichen und durch den Absatzdruck sinkt auch das Niveau einiger Publikationen, aber es gibt immer noch Perlen da draußen und manches Mal ist ein Buch von 200 n.Chr. dann doch die beste Wahl.

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die sich mit ihren Finanzen beschäftigen wollen?

Der wichtigste Tipp vorneweg ist es, die richtigen Quellen zu finden. In der Finanzbranche lässt sich unglaublich viel Geld verdienen und das nutzen viele da draußen tagtäglich schamlos aus. Die Wenigsten da draußen meinen es wirklich gut mit euch, meist sind sie nur an eurem Geld interessiert. Es gibt zu jedem Thema aber mindestens eine Person, die ehrlich, rational und wissenschaftlich fundiert ihr Wissen weitergibt. Findet diese Menschen!

Der zweite Tipp richtet sich an eure Glaubenssätze. Im Grunde sind es zwei ganz zentrale, die ihr verinnerlichen solltet: 1) Geld ist nur ein Mittel zum Zweck. Es ist neutral und nicht böse. Ihr selbst entscheidet, wofür ihr es einsetzt und wozu es nutzen soll. Am Ende ist es vor allem eines: Zeit. Denn jeder Cent in eurer Tasche ist ein Cent weniger, den ihr euch mit eurer Lebenszeit erarbeiten müsst. Gibt ihn nicht leichtfertig her. 2) Der Weg zu schnellem Reichtum ist der schnellste Weg in den Bankrott. Lasst auch bitte nicht von eurer Gier verleiten und habt gleichzeitig im Kopf, dass es rationale und vor allem wissenschaftlich fundierte Ansätze gibt, wie ihr euer Geld mehren könnt.

Der dritte Tipp geht an die Zielsetzung dahinter. Es bringt in allen Lebensbereichen – so auch beim Thema Finanzen – überhaupt nichts loszurennen, ohne zu wissen wozu. Die größte Motivation zum Start und vor allem fürs Durchhalten ist immer die Gewissheit etwas zu tun, was auf die eigenen Ziele einzahlt. Und bitte, das sind keine 08/15 Ziele wie ein größeres Auto, ein größerer Fernseher oder der nächste Urlaub. Es sind Ziele, die euch nachts nicht schlafen lassen vor Euphorie. Es sind Träume, die euch tief glücklich machen, wo bereits die Erkenntnis auf dem Weg zu sein euch erfüllt. Wenn ihr diese Nordsterne eures Lebens gefunden habt, dann ist das schon die halbe Miete!

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Wow, eine ganze Menge. Und das Schöne ist, dass ich schon beim Lesen dieser Frage Gänsehaut bekommen habe, weil in mir meine Träume hochkamen. Mein primäres Ziel ist es weiterhin die Sachbücher aus der trockenen und langweiligen Ecke hervorzuholen und insbesondere mehr Frauen dazu zu motivieren, aktiv an ihrer Unabhängigkeit durch Bildung zu arbeiten. Denn nur Wissen schützt uns langfristig. Es ist nicht nur unser größter Vermögenswert ist es auch unser schützendes Schild und unsere stärkste Waffe.
Darüber hinaus befinde ich mich selbstverständlich selbst noch auf meinem Weg zur finanziellen Freiheit und mal schauen, wann ich diese erreicht habe. Ich hatte mal in einem Interview von meinem 35. Lebensjahr geschrieben. Heute würde ich sagen, wird es wahrscheinlich nochmal deutlich eher sein. Die Freiheit, die ich daraus Tag für Tag gewinne, möchte ich vor allem für meine Lebensziele einsetzen. Meine Big Five for Life stehen und bleiben immer der Fokus meines Leben.

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Heute findet man mich am besten auf Instagram unter @bookoffinance oder auf meiner Homepage www.bookoffinance.de. Aber auch auf LinkedIn sind wir schon mehr als 4.000. Dort findet man mich unter Celine Nadolny genauso wie auf Xing. Auf Facebook und Twitter ist es wieder beide Male Book of Finance, was man suchen sollte.

Gibt es bei all den Büchern, die du gelesen hast, das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

Wenn ich mich für nur ein einziges Buch entscheiden müsste, dass ich bis ans Ende meines Lebens lesen müsste, dann wäre es Der Alchimist* von Paulo Coelho. Dabei handelt es sich zwar um einen Roman, aber meiner Meinung nach ist es auch eines der besten und vor allem Einsteiger freundlichsten Bücher im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung. Dieses Buch bietet alles, eine wundervolle Geschichte, unglaublich tiefgründige Botschaften und vor allem die Qualität des Nachhalls. Denn man wird noch lange darüber nachdenken.
Am nachhaltigsten mein Leben verändert hat aber The Big Five for Life* von John Strelecky. Die Idee dahinter prägt seither mein gesamtes Handeln.

Welchen Podcast – kannst du empfehlen?

Ich bin offen gestanden nicht so die Podcast Hörerin, weil mir dabei häufig die Tiefe fehlt. Ich möchte in Themen eintauchen, wie in eigenständige Welten, dort Dinge entdecken und verknüpfen und das fehlt mir bei diesem Medium. Welchen Podcast ich aber dennoch lange Zeit sehr gerne gehört habe ist „Off the Path“ - ein Reisepodcast mit unglaublich wundervollen Geschichten.

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Nein und ich bin auch keine Freundin von so einem Ansatz. Denn eine Morgenroutine sollte immer mehrere Komponenten beinhalten.
1) Fitness & Gesundheit: Ziel sollte es sein, den Körper wachzurütteln und auf die kommenden Belastungen vorzubereiten.
2) Fokus & Vorbereitung: Schon früh am Morgen macht es Sinn, zunächst den eigenen Kompass wieder auszurichten, bevor man fremdgesteuert wird.
3) Bildung & Wachstum: Jeden Tag ein Stückchen besser zu werden sollte das Ziel von uns allen sein. Denn Stillstand ist Rückschritt.
Wie man diese drei Komponenten dann ausgestaltet, das kann jeder individuell für sich entscheiden. Aber meiner Meinung nach sollten sie alle vertreten sein.

Hast du ein Lebensmotto?

Definitiv: „Gib' und dir wird gegeben.“ Das ist der Schlüssel zu allem!


Liebe Celine, ich bin schwer beeindruckt! Was du in deinen jungen Jahren schon alles erreicht hast, wie viele Bücher du gelesen hast, die deine Persönlichkeit so wunderbar geformt haben! Wahnsinn, ich bleibe an dir dran! Lesen bildet, das was mir immer klar (als Bibliothekarin möchte ich auch immer, dass alle anderen Menschen genauso lesebegeistert sind wie ich und teile deshalb auch meine Lieblingsbücher mit ihnen, z.B. Die 1%-Methode oder Einfach bewusst zum Minimalismus!) - aber du bist wirklich der lebendige Beweis dafür - lesen macht schlau und deine Leidenschaft als Buch- und Finanzbloggerin bringt dir jetzt schon so großen Erfolg!

Viele Grüße und lieben Dank für das tolle Interview,

Petra ❤


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten!


Glücklich leben: Frau schaukelt bei Sonnenuntergang

Glücklich leben - Tipps to go

Wünschen wir uns nicht alle ein paar handfeste Tipps zum Glücklichsein, die man jederzeit aus dem Hut zaubern kann? V.a. dann, wenn es uns gerade nicht ganz so gut geht? Wenn du jetzt JA sagst, dann lies' unbedingt weiter, ich hab' da was ;)


Glücklichsein ist eine Entscheidung

In einer meiner Lieblingszeitschriften habe ich vor einiger Zeit einen schönen Artikel zum Thema Leben statt grübeln gelesen. Dadurch und durch meinen Online-Kurs Happy Routines kam mir die Idee, einfach nach Glückstipps zum Mitnehmen zu suchen und dir einen bunten Strauß an Möglichkeiten zu schenken - an Tipps, die sofort im Alltag umsetzbar sind um (noch) glücklicher zu werden.

Im letzten Jahr habe ich zu sogenannten Stimmungsumschaltern auch schon einmal einen Blogartikel dazu geschrieben, du findest ihn hier: Stimmung umschalten von 0 auf 100

Über meinen WhatsApp-Status, bei Instagram und Facebook habe ich eine kleine Umfrage dazu gestartet, vielleicht hast du ja sogar mitgemacht? Jedenfalls habe ich in der Umfrage die persönlichen Glückstipps von den unterschiedlichsten Menschen gesammelt und heute darf ich dir die Sammlung - inkl. meiner persönlichen Tipps - präsentieren! Weil ich ja finde, dass das Glück sich vermehrt, wenn man es teilt. Und da sind so wunderbare Tipps dabei, die einfach jede/r von uns kennen sollte:

Tipps to go

  • Katze streicheln (der könnte von mir kommen)
  • in der Sonne sitzen
  • jemandem mit meinem Lachen anstecken
  • jemandem eine Freude/ein Kompliment machen
  • das Lachen von (eigenen) Kindern hören
  • jemanden motivieren
  • Musik hören und tanzen
  • Sport machen und das Gefühl danach genießen (ich behaupte sogar: das Gefühl DABEI)
  • in ein frisch bezogenes Bett legen
  • an den letzten (Bulli-) Urlaub denken (oh ja, Urlaub hebt doch sofort die Stimmung, oder?)
  • eine Kerze anzünden
  • ein gutes Buch lesen
  • ausschlafen
  • frisch aufgebrühten Tee genießen
  • staubsaugen (echt? Ok...;) )
  • Meditieren
  • frische Luft in die Räume lassen
  • ein (noch warmes) Stück Kuchen essen
  • Pizza essen
  • Zeit bewusst genießen, ohne Termindruck sein
  • von lieben Menschen umarmt werden (gerade viel zu selten)
  • Quality-Time mit lieben Menschen
  • Zeit zum Lesen haben (wirklich viel Zeit!)
  • etwas leckeres kochen/backen und dann genießen
  • an einem tollen ätherischen Öl riechen
  • eine Zeitschrift lesen
  • am Meer sitzen
  • einen Aperol Spritzz im Café genießen
  • den Partner küssen
  • ein Mittagsschläfchen machen und erfrischt aufwachen
  • Wein auf der Terrasse trinken
  • ausgiebig brunchen
  • in der Sauna schwitzen
  • wandern gehen
  • ausmisten (ja wirklich!)
  • nichts vorhaben
  • Freunde treffen und herrlich albern sein
  • ins (Open Air) Kino gehen
  • Umsonst und draußen Festivals besuchen
  • eine Radtour machen
  • ein Picknick am See machen
  • eine Städtetour veranstalten
  • mit dem E-Roller durch die eigenen Stadt düsen
  • lecker Essen gehen
  • das erste (und zweite und dritte usw.) Eis im Frühling essen
  • Bilder von früher anschauen
  • ein persönliches Geschenk bekommen, bei dem sich jemand wirklich Gedanken gemacht hat
  • eine Postkarte/einen Brief schreiben bzw. bekommen
  • ein Zimmer neu streichen und umgestalten
  • Samen, die aufgehen und zu kleinen Pflänzchen werden
  • Schokolade essen
  • Sex (sorry, aber den Punkt kann ich einfach nicht weglassen!)
  • ...

Das schöne an all diesen Tipps ist meiner Meinung nach, dass sie kaum etwas kosten. Glücklichsein hat also in der Regel nichts mit Geld oder Reichtum zu tun, sondern einfach damit, den Moment bewusst zu genießen und sich so viele schöne Momente wie es geht zu gönnen.


Ich bin nun sehr gespannt, ob der ein oder andere Tipp für dich dabei ist, der dich inspiriert - das wäre mein größtes Glück! Die Liste könnte noch unendlich verlängert werden und garantiert somit keine Vollständigkeit - ich freue mich über Kommentare von dir, was dir hier noch fehlt bzw. DICH glücklich macht!)

 

Viele Grüße,
Petra ❤

 


Anja Frankenhäuser

Heute im Interview: Schminktante Anja Frankenhäuser

 

Heute darf ich euch Anja Frankenhäuser vorstellen, den meisten sicher besser bekannt als "Schminktante". Auf Anja wurde ich durch meine Ordnungskollegin Denise aka "Fräulein Ordnung" aufmerksam (hier findest du das Interview mit Denise), weil die beiden befreundet sind und öfter gemeinsame gute Sache machen. Auf Anjas Instagram-Profil und ihrer Website fühlte ich mich sofort wohl. Eine natürliche, schöne Frau die einfach nur sympatisch ist und so erfrischend über die Themen Beauty, Make Up, Mode uvm. spricht, so wie ihr der Schnabel gewachsen ist... Das fand ich so anziehend, dass ich Anja spontan um ein Interview gebeten habe. Und dann sagt sie einfach so zu ;) Im Gespräch über Zoom durfte ich sie dann besser kennenlernen und sie ist so witzig, dass sie auch gut als Comedian durchgehen würde. Liebe Anja, wenn das mit der Schminktante nichts mehr sein sollte für dich, dann weißt du Bescheid!

Im Interview habe ich ihr dann diese Fragen gestellt, schaut euch aber auf jeden Fall das Video an, sonst entgeht euch etwas!

HIER NUN DAS INTERVIEW MIT ANJA:

WER BIST DU?

Ich bin Anja, fast 50. Lebe mit meinem Mann in Karlsruhe, bin aber gebürtige Thüringerin. Und mittlerweile seit fast 20 Jahren Make up Artist von Beruf. Außerdem schreibe ich fast genauso lange meinen Blog SCHMINKTANTE – ALL ABOUT BEAUTY.

STELLE BITTE KURZ DEIN HERZENSPROJEKT VOR UND WIE ES DAZU KAM!

Stell Dir vor: kommt ’n Arzt auf ne Party und erwähnt, dass er Arzt ist. Was passiert? Genau: jeder braucht nen Rat oder Tipp. Mit Make up Artists ist es ähnlich – plötzlich will jeder einen Tipp für seine Make up Routine oder eine Empfehlung für DIE EINE Wundercreme. Als ich meinem Mann mal sehr genervt erzählte, was ich immer davon hielt, sagte er: schreib doch drüber. Das war quasi die Geburtsstunde der SCHMINKTANTE.

Schminktante Anja Frankehäuser

WANN WUSSTEST DU, DASS DU JETZT LOSGEHEN WILLST, UM ES ZU VERWIRKLICHEN?

Ich habe meinen Blog fast zeitgleich mit meiner Selbstständigkeit gestartet. 11 Jahre lang hatte ich für eine Eventagentur mit Schwerpunkt Mode und Beauty gearbeitet. Dann wurde allen Mitarbeitern von jetzt auf gleich gekündigt. Meine Mutti war damals schwer krank und starb im gleichen Jahr an Krebs. Zwei einschneidende Ereignisse, die mir Eines zeigten: Mach Dein eigenes Ding und achte auf Dich!

WAS WAR DER AUSSCHLAGGEBENDE FAKTOR?

Ich wollte lange vorher schon einmal Maskenbildnerin werden. In der DDR mit einem Elternhaus, das kirchlich stark engagiert war, war mit der Weg zum Abitur und damit zu einem Studienplatz versperrt. Hab ich erstmal eine Friseurausbildiung gemacht und mir gesagt: ‚Euch krieg ich schon!‘ . An diese Zeit habe ich mich erinnert, als ich aus genannten Gründen körperlich und seelisch richtig unten war. Und mit dem Rückenhalt der Familie bin ich aufgestanden und losgegangen. Bis heute habe ich diesen Schritt nie bereut!

Anja Frankenhäuser

GAB ES ANFANGS HINDERNISSE? WENN JA, WIE HAST DU DIESE ÜBERWUNDEN?

Klar, die gibt es überall. Als es in Thüringen gerade anfing zu laufen, sind wir nach Potsdam umgezogen und ich startete quasi bei NULL. Dort war es sehr schwer Fuß zu fassen. Ich konnte mich immer auf die Unterstützung meines Mannes verlassen – sonst hätte ich wahrscheinlich nicht durchgehalten. Wir haben beide immer an meine Hingabe für den Beruf und an meine Fähigkeiten geglaubt. Das war glaube ich das Wichtigste, um sich durchzusetzen.

WAS UNTERSCHEIDET DICH VON ANDEREN MAKEUP-ARTISTS/UNTERNEHMERINNEN/BLOGGERINNEN?

Ich schaue nicht so sehr, was in Nachbars Garten passiert. Heißt: ich vergleiche mich ungern mit anderen. Wir sind Kolleg*innen und jede*r hat ihre/seine eigene Handschrift. Ich versuche immer sehr bei mir selbst zu bleiben und verbiege mich nicht mehr so sehr, dass es sich am Endenicht mehr gut anfühlt. Dabei habe ich immer meine Community im Blick. Authentizität ist mir wichtiger als der schnelle Euro, der aktuell wie die Pest durch die sozialen Netze weht, weil zu viele Marken das große Geld mit schneller und billiger Werbung wittern. Insofern hat sich zu früher nicht viel geändert. Leider.

WELCHE 3 TIPPS KANNST DU FRAUEN GEBEN, DIE SICH NOCH SCHÖNER FÜHLEN MÖCHTEN?

Genau in den Spiegel zu schauen. Denn jeder Mensch ist schön. Es findet sich in jedem Gesicht, an jedem Körper etwas, das richtig richtig schön ist. Und im Gesicht kann man das betonen. Außerdem ganz wichtig: nicht immer auf alle anderen hören sondern dem eigenen Gefühl folgen und mehr auf die innere Stimme hören. Wer mit sich zufrieden ist, wird gelassener und fühlt das Glück – und Glück ist kein Zustand, Glück strahlst Du aus.

Schminktante

WELCHE PLÄNE FÜR DIE ZUKUNFT HAST DU NOCH?

Mein Weg ist mein Ziel. Ich bin keine gute Planerin, die jetzt schon genau weiß, wie der 5-Jahres-Plan aussieht. Denn mit einem starren Fokus auf ein Ziel verpasst man viele Nuancen am Rande des Weges.

WO FINDET MAN DICH? (WEBSITE, INSTAGRAM, FACEBOOK USW.)

Als Schminktante bin ich natürlich auf der eigenen Website (hier) zu finden und unter gleichem Namen auf Instagram, Facebook und Pinterest.

GIBT ES DAS EINE BUCH, DAS DEIN LEBEN VERÄNDERT HAT?

Nein.

WELCHEN PODCAST KANNST DU EMPFEHLEN?

Ich abonniere immer welche und höre sie dann aber nicht. Bin leider kein Fangirl von diesem oder jenem…

GIBT ES DIE EINE ROUTINE, DIE DU TÄGLICH ANWENDEST?

Gute Hautpflege mit sauberen Inhaltsstoffen. Morgens und abends.

HAST DU EIN LEBENSMOTTO?

Na klar! Es ist ein Zitat, das ich irgendwann irgendwo las und das gut beschreibt, wie ich durchs Leben gehe:
Bedenke, dass eine Wolke – so schwarz sie auch sei- dem Himmel zugewandt auch ihre Sonnenseite hat.


Liebe Anja, vielen Dank für dieses tolle Gespräch mit dir! Was bist du für eine Wahnsinns-Frau! Ich bin sehr auf euere Kommentare gespannt!

Alles Liebe,

eure Petra ❤


Fotos by Saja Seus und Katja Heil


Die 1%-Methode

Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung - Buchrezension

Minimale Veränderung

Wenig tun, viel Wirkung

Heute möchte ich euch von einem meiner Lieblingsbücher der letzten Zeit berichten: Die 1%-Methode - Minimale Veränderung, maximale Wirkung* von James Clear.

Gewohnheiten mag ich sehr, wer mir hier schon länger folgt, weiß das. Als ich dieses (Hör-)Buch in die Hände bzw. auf die Ohren bekam, hat es mein ganzes Weltbild zu dem Thema verändert, gar revolutioniert. Warum? Das wirst du im Laufe des Blogartikels feststellen. Aus diesem Buch heraus sind gleich zwei Online-Kurse in kurzer Zeit entstanden.

Zum einen Ordentliche Routinen für dein Zuhause - in 33 Tagen zu dauerhafter Ordnung, der im April 2021 in die zweite Runde startet. Zum anderen Happy Routines - in 33 Tagen zu deinem positiven Mindset, der am 1. März 2021 begonnen hat und sicherlich auch noch einmal stattfinden wird in diesem Jahr. Die Energie in der Gruppe ist unglaublich motivierend und inspirierend.

Warum musste ich einfach einen bzw. zwei Online-Kurse daraus entwickeln? Weil ich denke, dass - v.a. wir Frauen - uns zu sehr mit unserem Perfektionismus selbst im Wege stehen und das Gefühl haben, dass wir es einfach nicht schaffen, all das zu tun, was wir uns vornehmen (was wahrscheinlich eh immer viel zu viel ist und überhaupt nicht schaffbar ist).

Dadurch machen wir uns selbst ein schlechtes Gewissen, weil wir denken, dass

  • wir versagen
  • wir es einfach nicht drauf haben
  • die anderen einfach besser sind
  • wir selbst nicht gut genug sind
  • wir zu dünn/zu dick/zu alt/zu jung/zu reich/zu arm zu .... sind
  • usw.

Ertappt? Sicher!

Gewohnheiten erleichtern das Leben

Warum es bisher nicht mit festen Gewohnheiten geklappt hat

Das Problem ist, dass wir uns zu viel auf einmal vornehmen und aus den "falschen" Intentionen. Wir wollen Resulat X und wenden dafür Handlung Y an. Dass die Handlung Y aber viel zu groß, zu schwer, zu unattraktiv ist, bemerken wir gar nicht. Weil es uns ja letztendlich um das Resualtat X geht. Die Handlung Y wird also nur ausgeübt, UM X ZU erreichen. Wenn die Handlung aber nicht zu unserer Identität passt (die hier noch nicht im Spiel ist), werden wir sie früher oder später (eher früher!) einstellen. Und sagen, das war halt nix für mich, ich bin halt zu schwach/schlecht usw. (setze hier gerne den Satz ein, den du dir in solchen Momenten gerne sagst).

Wie es mit guten Gewohnheiten klappt - oder: wie müssen Gewohnheiten sein, damit wir sie regelmäßig gerne tun

Was ist also der Unterschied zwischen:

Ich mache Handlung Y UM das Resultat X ZU erhalten 

und

Ich habe Spaß an Handlung Y und das Resultat X ergibt sich scheinbar wie von selbst so nebenbei

Dazwischen bzw. über allem steht die Identität. Die Identität, wie man sein will. Was man sein will, wie man leben möchte, wie man sich fühlen möchte, wie man einfach ist.

Ich bin

ICH BIN ist die kraftvollste Aussage überhaupt, die ein Mensch über sich selbst sagen kann. Beginnt schon bei unserem Namen:

Ich bin Petra, ich bin eine Frau, ich bin Mama, ich bin Partnerin, ich bin Freundin, ich bin Tochter, ich bin Schwester, ich bin Bibliothekarin, ich bin Aufräumcoach, ich bin eine Läuferin, ich bin Katzenmama....

Es gibt also ziemlich viele Identitäten, die jede/r von uns so hat. Und nein: Das hat nichts mit einer gespaltenen Persönlichkeit zu tun. Sondern u.a. auch mit den unterschiedlichen Rollen, die man inne hat. Und jede dieser Identitäten beinhaltet nötige und logische Handlungen, die innerhalb dieser Identität täglich/wöchentlich/jährlich getan werden. Durch das ständige Ausüben dieser Handlungen werden wir wiederum in unserer Identität bestärkt. Wir wissen, dass wir Y tun und deshalb X sind. Weil wir X sind, tun wir Y.

Ich seh schon, ich werde mal ein paar Beispiele auflisten, damit es etwas konkreter wird: zum Verdeutlichen bringe ich nun noch das Z ins Spiel, was für die Identität steht.

Beispiel-Identität: Ich bin Mama (Z)

welche logischen Handlungen Y ergeben sich daraus

  • ich mache täglich das Frühstück/Mittagessen/Abendessen für meinen Sohn
  • ich wasche die Wäsche, damit er etwas ordentliches/sauberes zum Anziehen hat
  • ich bringe ihn ins Bett am Abend
  • usw.

Beispiel-Identität: Ich bin eine Läuferin (Z)

welche logischen Handlungen Y ergeben sich daraus

  • ich gehe jeden Tag laufen
  • ich überlege, wann ich den Lauf am besten in den Tagesablauf einbaue
  • ich wasche regelmäßig meine Laufkleidung
  • ich kaufe regelmäßig neue Laufschuhe, um gut laufen zu können
  • usw. Hierüber berichtete ich übrigens auch in dem Blogartikel: MEIN PERSÖNLICHES #PROJEKT365 - LAUFEND GLÜCKLICH!

Maximale Veränderung

Wie sollen Gewohnheiten denn sein, damit wir sie regelmäßig durchführen?

  • einfach
  • attraktiv
  • befriedigend
  • offensichtlich

 

Fazit

Zusammengefasst könnte man sagen, dass Gewohnheiten so einfach und niederschwellig wie möglich sein sollten. Sie dürfen gerne Spaß machen (wenn sie das nicht per se tun, dann suche dir etwas, womit du die Gewohnheit attraktiver für dich machst - z.B. durch Tracken). Außerdem ist ein fester Zeitpunkt bzw. -raum in meinen Augen v.a. für den Start sehr wichtig. Die "richtige Gewohnheit" zum "falschen Zeitpunkt" taugt einfach nichts, weil sie nicht alltagskompatibel ist. Und das ist mit das Wichtigste überhaupt: Sie muss in deinen Alltag passen(d gemacht werden). Sonst musst du jedes Mal überlegen, OB du sie nun ausführst. Und dieses Buch hat mich und meinen Schweinehund gelehrt, dass das OB irgendwann nicht mehr zur Debatte steht sondern oft nur noch das WANN. Und das auch nur, wenn es außerplanmäßig nicht zum gleichen Zeitpunkt stattfindet.

Lustigerweise klagen nur die Menschen darüber, dass es nicht so richtig klappt mit den Gewohnheiten, die auf einen flexiblen Zeitpunkt bestehen ;) Ein fester, möglichst früher Zeitpunkt im Tagesablauf lässt diese Bedenken dann oft schmilzen wie ein Eis in der Sonne.

Dieses Buch hat mein Leben verändert, ich bezeichne mich seitdem als "Die Schweinehundflüsterin" (auch noch durch das Lesen bzw. Hören von anderen Büchern zu diesem Thema "Schweinehund", weitere Rezensionen folgen auf jeden Fall). Der Schweinehund hat allerlei Ausreden parat, die sich als die unterschiedlichsten Aussagen und Handlungen tarnen, dass es tatsächlich eines extra Blogartikels (bzw. Buches) bedarf...

 

Vorerst kann ich dir dieses Buch zu 1000 % empfehlen! Schluss mit Ausreden, schluss mit lustig für den Schweinehund!

 

Aufgeräumte und glückliche Grüße,

deine Petra ❤

 


* = Affiliate-Link: Für jeden Kauf oder jede Anmeldung über einen Affiliate-Link erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dabei KEINE zusätzlichen Kosten! Danke, dass du meine Arbeit hierdurch unterstützt!


Laufend glücklich

Mein persönliches #projekt365 - Laufend glücklich!

Laufend glücklich

1 ganzes Jahr lang täglich laufen

Jahresprojekte finde ich total spannend. Weil man sich ein ganzes Jahr lang auf etwas konzentriert und fokussiert, das Ziel des Ganzen somit schlecht aus den Augen verliert (wie es sonst so manches Mal passiert). An meinem letzten Geburtstag im Dezember 2020 habe ich mir ein solches Jahresprojekt auserkoren, das kam sozusagen "zufällig". Ich glaube ja nicht an Zufälle und somit sollte es wohl so sein. Ich hatte mir die neueste Runners World - Zeitschrift angeschaut und einen interessanten Artikel über einen Streakrunner durchgelesen. Jan (genauer gesagt: StreakJan) lief seit über 500 (!!!!) Tagen täglich die Alsterrunde, die über 7 km lang ist. JEDEN TAG über 7 km, weil es ihm gut tut, weil er da nicht groß überlegen muss, er macht es einfach. Das faszinierte mich! Auch noch aus zwei anderen Gründen:

  1. Ende Dezember wollte ich ja meinen Online-Kurs "Ordentliche Routinen" das erste Mal durchführen, in dem es - du ahnst es schon - um Routinen ging. Neben Gewohnheiten, die zum Ordnung machen bzw. halten gedacht sind, ging es für jede der Teilnehmerinnen auch um ein ganz persönliches Projekt, das ich #projekt33 genannt habe. 33 wegen des 33 tägigen andauernden Kurses. Man sagt, dass es einige Zeit dauert, bis sich Gewohnheiten etablieren, bis sich der Schweinehund dran gewöhnt und nicht mehr 1000 Ausreden findet und sich gegen die Tätigkeit windet.
  2. Da ich das Laufen seit Jahren praktiziere (mal mehr, eher früher - mal weniger, eher jetzt) und irgendwie nicht mehr so richtig reinkam (mit dem Vorsatz 2-3 mal pro Woche laufen zu gehen, WEIL der Schweinehund eben immer an diesen Tagen gejammert hat (das Wetter ist zu kalt, zu heiß, zu nass, zu trocken, zu dies, zu das) und ich ihm leider nachgegeben habe) dachte ich, dass es etwas sein muss, über das ich NICHT nachdenke, sondern einfach mache.

Da ich natürlich mit gutem Beispiel vorauslaufen wollte (sorry, der Wortwitz musste sein), kam es nun, dass diese Faktoren (StreakJan PLUS Ordentliche Routinen PLUS wieder dem Laufen nachgehen) mich diesen Plan fassen ließen, fortan täglich mindestens meine Pflichtmeile zu laufen. Ein Streak ist erreicht, wenn 1 Meile (1,6 km) gelaufen werden. Damit kam sogar mein Schweinehund gut zurecht. Was ist schon eine Meile? Meine früheren Bedenken (für 2 km brauche ich mich ja nicht mal umziehen, da komme ich doch nicht einmal ins Schwitzen, was soll das bringen und soweiter) wischte ich beiseite.

Vom Plan zur Handlung

Der Plan war gefasst: Bis zum nächsten Geburtstag im Dezember 2021 laufe ich jeden Tag mindestens 1 Meile. Punkt.

Gewohnheiten sollen einfach sein

Was war nun anders als vorher? Im Vergleich zu den "Versuchen" in den Monaten zuvor, das Laufen wieder in meinen vollen Alltag zu bringen, gab es nun keine Diskussion mehr um das OB. Es was klar, DASS ich laufen gehe. Täglich. Jetzt galt es zu organisieren, WANN ich es in meinen Tag einbaue, so dass es zeitlich gut passt.

Ein wichtiger Punkt beim Etablieren von Routinen ist, dass Gewohnheiten einfach sein müssen (zumindest anfangs, bis man sie sich angewöhnt hat). Einfach war es, weil es wirklich nur um die Pflichtmeile ging. Einfach machte es auch, anfangs immer etwa zur selben Uhrzeit zu laufen. Warum? Weil es nicht nur um das Laufen an sich geht, sondern weil ich diese neue Routine an bestehende Gewohnheiten knüpfen konnte.

Laufen

Wann war es also günstig für mich und mein Leben?

In meinem Fall laufe ich sehr gerne früh, weil ich ein absoluter Morgenmensch bin und es kaum etwas Schöneres gibt, als früh, wenn alle noch schlafen und die Stadt gerade so erwacht, durch die Gegend zu traben, frische Luft einzuatmen, wenn die Vögel schon zwitschern und ich längst pfeifend unter der Dusche stehe, wenn sich alle anderen nach dem dritten Mal auf die Snooze-Taste-schlagen endlich aus dem Bett quälen. Außerdem dusche ich gerne morgens, was nun eben nach dem Laufen stattfindet.

Ich habe also das Laufen in meine bestehende Routine:
Aufstehen, meditieren, mich waschen, Zähne putzen, duschen
eingebaut.
Die neue Routine ist also:
Aufstehen, meditieren, mich waschen, Zähne putzen, laufen gehen, duschen.

Klingt doch ziemlich logisch, oder? Der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier und jeder von uns hat feste Abläufe, ob er dies nun will oder nicht. Wir können es also neuen Gewohnheiten am einfachsten machen, wenn wir sie an normale Alltagssituationen anknüpfen. Weil für den Schweinehund dann fast alles beim Alten ist - leider hasst er nämlich Veränderungen erst einmal. Eigentlich will er uns damit ja schützen, dadurch macht er uns aber manchmal das Leben (und v.a. gute Vorätze) extrem schwer.

Deshalb gibt es ein paar tolle Taktiken, mit dem wir uns Gewohnheiten aneignen und den Schweinehund sogar mitnehmen können. Aus diesem Grund heißt mein extra dafür kreiertes Instagram-Profil übrigens auch: Laufen mit dem Schweinehund 

Gewohnheiten sollen befriedigend sein

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Etablieren von Gewohnheiten ist, dass es befriedigend sein sollte. Das Tracken von getanen Handlungen ist schon eine wohltuende und glücklich machende Handlung an sich. Man sieht die täglichen Fortschritte, kann abhaken/ankreuzen/durchstreichen oder was auch immer und sieht deutlich, wie viel man schon geschafft hat. Um diesen Prozess für mich zu dokumentieren und das Ganze öffentlich zu machen (noch ein Faktor, den man nicht unterschätzen darf) habe ich mir ein Profil auf Instagram erstellt, quasi mein Lauftagebuch.

Tracken als befriedigende Gewohnheit?

Hier poste ich jeden Tag ein Bild von mir plus der Laufrunde, außerdem die gelaufenen Kilometer. Weißt du, wie sehr es mich ärgern würde und mein ästhetisches Wohlbefinden stören würde, wenn ein Tag fehlen würde? GENAU! Außerdem folgen mir hier etliche Menschen (vermutlich auch Laufverrückte plus liebe Menschen aus meinem Umfeld, bei denen ich groß posaunt habe, dass ich ab sofort TÄGLICH laufe und dies poste). Macht schon einen gewissen Druck ;) Den ich mir natürlich selbst aus Forschungszwecken auferlegt habe, UM dieses Hintertürchen des Schweinehundes von Vorherein zu verbarrikadieren.

Das finde ich so spannend an diesem Projekt: Ich kenne mich und zahlreiche Ausreden meines Laufkumpels und habe mir für jede Ausrede eine Strategie überlegt:

Laufen

Mögliche Ausreden (Schweinehund) und Strategien (mein Verstand)

  • Es ist zu kalt - zieh dich warm an (übrigens bin ich sogar bei -16 Grad gelaufen und NICHT erfroren, im Gegenteil ist das Gefühl danach echt unbeschreiblich, spätestens unter der Dusche)
  • Es ist zu früh - du stehst doch eh gerne früh auf, dann kannst du auch laufen gehen
  • Ich war zu spät im Bett und bin noch müde - machs trotzdem, dann gehst du halt heute Abend früher ins Bett oder findest am Nachmittag Zeit für einen Powernap. Außerdem bist du nach dem Laufen viel fitter als nach weiteren 30 Minuten Schlaf mit schlechtem Gewissen
  • Ich habe früh einen Termin - dann musst du eben früher aufstehen, duschen willst du doch eh noch
  • Mein Freund übernachtet doch hier und sonntags darf ja wohl jeder einmal ausschlafen - dann gehe am Nachmittag oder frühen Abend laufen (Sonntag sind tatsächlich die einzigen Tage, an denen ich meist nicht früh laufen gehe)
  • Es regnet - die paar Minuten (für die nötige Pflichtmeile) wirst du wohl überleben und unter der Dusche wirst du später eh nass bzw. wieder warm
  • Ich habe keine Lust - machs trotzdem! (Das hilft übrigens immer)
  • usw.

Ich laufe nun täglich seit über 77 Tagen

Macht es jeden Tag Spaß? Ehrlich gesagt: nicht immer. In 99 % der Tage aber schon, nur an wenigen Tagen war es eine Qual (weil es echt sehr kalt oder rutschig war). Hier auf dem Foto bin ich tatsächlich einmal NUR die Pflichtmeile gelaufen und war echt froh, dass es danach vorbei war. Warum ich mir das dennoch "antue"? Weil es eben in 99 % aller Fälle großen Spaß macht. Am Anfang noch nicht immer, aber spätestens wenn ich um die Ecke unseres Weges gebogen bin, wenn die Vögel zwitschern und ich einfach nur happy bin, draußen zu sein. Manchmal muss man sich bzw. den Schweinehund eben zu seinem Glück zwingen, oder?

Laufend glücklich

 

Ideensprüher

Eines Tages beim Laufen kam mir übrigens eine sehr gute Idee. Ach ja, das passiert momentan ständig, ich glaube einfach, dass ich beim Laufen total bei mir selbst bin. Meine Gedanken sind frei und durch die Weite der Landschaft können sie schweifen. Auch Gedankenblitze schießen nur so rein - genau das ist es ja, was ich mir für dieses Jahr u.a. vorgenommen habe - noch mehr auf meine Intuition und die Impulse zu vertrauen. Aber zurück zur Idee: Mir kam der Gedanke, dass ich für jeden gelaufenen Kilometer 1 € spenden könnte. An eine tolle Organisation, die vielleicht sogar etwas mit Laufen oder so zu tun hat. Fällt dir da spontan etwas ein?

Und wann? Zu meinem Geburtstag, also nach genau einem Jahr, am Ende meines #projekt365. Passend, oder? Ich habe Geburtstag und werde über Facebook meine Freunde bitten, statt mir etwas zu schenken (was ich ohnehin vor Jahren schon abgeschafft habe) lieber dieser Organisation etwas zu spenden.

Ich bin schon sehr gespannt, wie viele Hundert oder gar Tausend Euro da zusammen kommen 😊

 

Ordentliche Routinen - Zwischenbericht

Übrigens lief der Online-Kurs "Ordentliche Routinen" so gut, dass sich daraus eine kleine Spaziergeh-Challenge entwickelt hat. Die Teilnehmerinnen tracken mittels einer auf ihrem Smartphone installierten Apps die tägliche Schrittezahl und posten sie am Abend in einer von mir gegründeten Gruppe. Jede hat ihr eigenes Tagesziel (meins ist bei 8500 Schritten), das es täglich zu erreichen gilt. So ist jede für sich täglich beschäftigt, bestimmte Schritte zu gehen, um ihr Ziel zu erreichen (genau das ist so sinnbildlich, weil man für alle Ziele im Leben bestimmte Schritte gehen darf! Und hier passt es so bildlich, oder?).

Wenn wir dann abends posten, ist es wirklich eine wahre Freude. Die Damen überbieten sich z.T. mit ihren Zielen (wohlgemerkt geht es nicht um einen Wettkampf untereinander sondern nur um den eigenen Schweinehund). Wenn es eine einmal nicht geschafft haben sollte, weil einfach das Leben manchmal dazwischen kommt, dann wird sie durch die wohlwollende Gruppe so aufgebaut, dass sie am nächsten Tag frohen Mutes wieder dabei ist! Anfangs war es nur für den Februar 2021 gedacht, doch alle sind so begeistert, dass sie weitermachen wollten. Weil man eben nicht alleine mit sich und seinem Thema ist sondern weil es Mitstreiterinnen gibt, die das Gleiche wollen - genau aus diesem Grund mag ich mittlerweile auch Online-Coachings im Gruppenformat so gerne, weil sich hier eine ganz besondere Energie entwickeln kann. Falls Du also Lust haben solltest, Teil unserer motivierenden "Schritt-für Schritt"-WhatsApp-Gruppe zu werden, melde dich bei mir! Den nächsten Kurs "Ordentliche Routinen" gibt es übrigens Ende April, die Anmeldepforten sind schon geöffnet.


Ich laufe jedenfalls weiter, auf meinem Instagram-Profil (Laufen mit dem Schweinehund) kannst du mir sehr gerne folgen, am besten läufst du einfach "mit".

 

Laufend glückliche Grüße,

deine Petra ❤


CATT

Heute im Interview: Catharina Schorling (CATT)

Vor kurzem habe ich in einer meiner Lieblingszeitschriften HYGGE Magazin einen Albumtipp gelesen, der das neue Album von CATT beschrieb. Kurzer Hand habe ich mir die CD "Why, Why" runtergeladen und bin seitdem schockveliebt. Die zarte Stimme von Catharina Schorling (so lautet der bürgerliche Name von CATT) hat mich sofort verzaubert, so dass ich sie gleich am selben Abend noch über Instagram angeschrieben und um ein Interview gebeten habe. Zum Glück war sie gleich voll positiv gestimmt und hat zugesagt! Wie schön, denn dadurch durfte ich sie kennenlernen und ihr all meine Fragen stellen, wie du im Interview sehen und hören kannst!

CATT

Wer ist Catharina Schorling

Cathaina ist Mitte 20 und eine beeindruckende junge Frau. Ich kenne kaum jemanden, der so früh wusste, was er in seinem Leben beruflich machen wollte - für CATT war das eben die Musik. Sie spielt mehrere Instrumente und Musik war schon als kleines Kind Teil ihres Lebens. Ursprünglich kommt sie vom Land (wohl eher Dorf, wie sie selbst sagte) und ist nach dem Abitur nach Berlin und Hamburg gegangen, um "richtig" Musik zu machen. Nicht nur klassische Musik, sondern die nach ihrem Geschmack, was vorher gar nicht möglich war. Plötzlich eröffneten sich unzählige Möglichkeiten um ihren Traum zu leben (kleiner Exkurs: ich komme aus Nürnberg und war im letzten Jahr wieder mal in Berlin: selbst mir als Großstadtpflanze war und ist Berlin riesig in seinen Möglichkeiten und Facetten! Wie muss es dann erst für eine junge Frau aus einer kleinen Gemeinde gewesen sein?).

In Berlin studierte sie Musikproduktion, lernte die dortige Künstlerszene kennen, schrieb Musik - erst für andere, dann für sich selbst. Sie trat z.B. mit Judith Holofernes oder Sarah Connor gemeinsam auf. 2018 hat sie schließlich ihr erstes Lied "Moon" veröffentlicht. Das war der Start in die große Musikwelt! Das Album "Why, Why" erschien im November 2020 - wo es mich erreichte!

CATT

Hört und seht euch das Interview mit CATT an - lasst euch inspirieren und motivieren, um für eure Ziele loszugehen bzw. herauszufinden, welche das sind, sollten sie noch nicht ganz so klar sein wie bei ihr!

Auf ihrer Website CATT-music.com habe ich das hier gefunden und fand es überaus passend und schön:
"CATTs Musik ist immer ein Erlebnis. Ihre reine Stimme fühlt sich wie Hoffnung an, ihre spielerischen Arrangements umfassen die Reise, auf die sie Sie nimmt. Sie singt über die Fragen des Lebens, über Angst, Neugier und Veränderung. Ihre Worte sind einfach und klar wie ein Spaziergang durch den Wald. CATT wuchs nirgendwo "vielleicht im Nirgendwo?" in den Wäldern Norddeutschlands auf. Irgendwo zwischen dem dünn besiedelten Ackerland, der klassischen Klavier - und Posaunenmusik und dem Wunsch, der Enge des Landlebens zu entkommen ..." 

CATT

Nun lasst euch bitte selbst verzaubern von dieser tollen Frau!

 

Alles Liebe,

Petra ❤


Leichtigkeit

Happy Routines - Gewohnheiten, die glücklich machen!

Leichtigkeit

Bist du glücklich? So richtig zufrieden mit dir und deinem Leben?

Ich hatte Momente in meinem Leben, in denen ich überhaupt nicht mehr glücklich war, das waren die Zeiten vor meinem 40. Geburtstag. Damals habe ich mir geschworen, dass ich wieder glücklich sein möchte, ich habe darüber auch einen Blogartikel geschrieben, wie mir das damals gelungen ist: Wunsch erfüllt: Wieder glücklich sein vor dem 40. Geburtstag!

Seitdem tue ich aktiv jeden Tag genau dafür etwas. Um glücklich zu bleiben. Es ist in meinen Augen nämlich kein Zufall, ob wir diese Gefühle fühlen können oder nicht. Sondern "Arbeit". Ich habe viele Biographien gelesen, habe Rituale erfolgreicher Menschen "studiert", habe meine persönliche Glücksstrategie definiert.

 

Meine persönliche Glücksstrategie

Aus meinem gesammeltem Wissen und den Erfahrungen von mittlerweile über 40 Jahren habe ich mir also meine persönlichen Happy Routines kreiert, die ich hier mit dir teilen möchte. Weil das Thema so komplex (nicht kompliziert) ist und ich genau weiß, dass noch mehr Stoff zum Lesen NICHT der Schlüssel dafür ist, habe ich einen Online-Kurs konzipiert, der neben etwas Theorie (sorry, das muss sein, um Routinen besser zu verstehen und sie dir zu Nutze zu machen) vor allem sofort in die Umsetzung geht.

Denn genau das ist für mich DER GAMECHANGER gewesen: all das, was wir theoretisch wissen, in die Praxis umzusetzen. Nicht noch ein weiteres Buch kaufen, den nächsten Online-Artikel lesen (außer diesen hier natürlich ;) ) oder dich noch mehr informieren bringt die Lösung. Sondern all das endlich umzusetzen. Und nicht einmal alles auf einmal umsetzen ist es, sondern Stück für Stück, Schritt für Schritt ins Handeln kommen, dir glücklichmachende Gewohnheiten somit in deinen Alltag und in dein Denken zu integrieren. Weil es das Handeln ist, das die Unglücklichen von den Glücklichen unterscheidet. Ich habe einmal einen tollen Satz hierzu gelesen, der in etwas so lautete:

Wenn es danach geht, was wir alles "wissen", wären wir alle sixpack-bepackte Multimilionäre mit super Beziehungen und erfolgreichen Jobs

Du ahnst es also schon - am Wissen bzw. Nicht-Wissen scheitert es nicht. Deshalb ging es mir bei der Kurserstellung immer v.a. um die Praxis, das Ins-Handeln-Kommen. Sofort beginnen mit all den Tipps und Tricks, die funktionieren.

Und hier kommen wieder meine geliebten Routinen ins Spiel! Routinen machen es dem Gehirn einfach einfacher. Gewohnheiten sind Abkürzungen, die viel Energie sparen. Das Gehirn denkt nur in "Problem" oder "Lösung". Wenn es also kein Problem mehr ist, kann es sich wieder anderen wichtigen Dingen zuwenden, für die wir vielleicht vorher keine Energie (mehr) hatten. Perfekt, oder? Diese Strategie des wichtigsten Organs zwischen unseren Ohren zu kennen, verschafft uns viele Vorteile. Wir wissen, wie wir ticken.

Falls du bisher zur Kategorie Neujahrsvorsätze gehört hast, die du am 4. Januar schon wieder nicht mehr eingehalten hast (so war es bei mir voher übrigens auch immer, du kannst dich also entspannen), bist du hier richtig. Wir haben Handlungen aus den falschen Beweggründen ausgeübt - nämlich UM ein bestimmtes Ergebnis ZU erzielen. Erwischt?

  • Oder hast du die Kohlsuppendiät wirklich durchgezogen, weil dir das geschmeckt hat? Oder UM ein paar Kilos ZU verlieren?
  • Bist du joggen gegangen, weil es das schönste Hobby der Welt ist, oder UM abZUnehmen?
  • usw.

Dieses UM / ZU ist kein wirklich guter Antreiber, weil er nichts mit dir und deiner Identität zu tun hat. Du tust nur bestimmte Dinge, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Sobald es aber schwierig, aufwändig, anstrengend usw. wird (was es automatisch wird!), ist das WARUM nicht groß genug, um dauerhaft am Ball zu bleiben. Eine wirkliche Veränderung kann nur stattfinden, wenn es unsere Identiät betrifft. Wusstest du, dass Identität aus dem Lateinischen kommt und soviel bedeutet wie: wiederholtes Sein!? Also sind wir das, was wir wiederholt tun (nichts anderes definiert Gewohnheiten). Gewohnheiten machen uns zu jemandem.

Wenn du Raucher bist, wirst du dir jeden Tag mehrmals eine Zigarette anzünden, dafür gibt es bestimmte Auslösereize (z.B. zum Kaffee, nach dem Essen, in der Mittagspause, mit den Kollegen draußen usw.). Durch das Ausführen der immer gleichen Tätigkeit WIRST du zum Raucher und das lässt dich wiederum diese Tätigkeiten ausführen. Ein perfekter Gewohnheitszyklus. Du bist, was du tust und tust, was du bist.

Um diese Gewohnheiten nun zu durchbrechen (und ja, es gibt unzählig viele Menschen, die Nichtraucher werden) musst du deine Identität von einem Raucher in die eines Nichtrauchers verändern. Klingt kompliziert? Aber nur, wenn man nicht weiß, wie das mit der Identitätsveränderung so vor sich geht.

Kleines Beispiel gefällig:

Zwei Männern, die das Rauchen aufhören wollten, wurde jeweils eine Zigarette angeboten.

Mann 1 lehnte ab mit den Worten: "Äh, nein, danke. Ich versuche gerade aufzuhören."

Mann 2 lehnte mit diesen Worten ab: "Nein danke, ich bin Nichtraucher."

Ich bin

Dieses ICH BIN macht den Unterschied. Ich bin ist der Innbegriff deiner Identität. Ich bin Petra, ich bin Mama, ich bin Partnerin, ich bin Schwester, ich bin Tochter, ich bin eine Läuferin, ich bin....

Wir alle sind so vieles, und nichts davon muss sich beißen. Über ICH BIN definieren wir uns, aus ICH BIN definieren sich bestimmte Handlungen, die wiederum bestimmte Ergebnisse kreieren. Vorher ist es allerdings wichtig, ein ICH BIN zu definieren. Wer willst du sein? Wie willst du leben?

Wenn du deine Identität definiert hast (keine Angst, das machen wir in dem Online-Kurs zusammen) ergeben sich daraus bestimmte Handlungen. Sie ergeben sich, sind logische Folgen deines Seins. Wie der Nichtraucher, der KEINE Zigaretten annimmt. Wie ein Sportler, der regelmäßig Sport treibt, weil es ihm gefällt und es ihn weiterbringt. Wie die Mama, die ihre Kinder vom Kindergarten abholt usw.

Handlungen vs. gute Vorsätze

Du siehst: diese Handlungen sind keine guten Vorsätze, die mit: ich sollte mal wieder, ich müsste dringend, ich darf nicht vergessen zu... beginnen. Sondern Handlungen, die sich aus deiner Identität ergeben und beginnen mit: ich will unbedint, das ... tut mir gut, ich möchte heute noch... usw.

Glücklichsein

 

Glücklichsein ist Gewohnheitssache

Je mehr Dinge wir täglich tun, die uns glücklich machen, desto höher ist unser Glückslevel. Außerdem verstärkt es unsere Identität einer glücklichen Person.

Welche Dinge tun denn nun glückliche und zufriedene Menschen?

  • sie üben sich in Dankbarkeit
  • sie nehmen sich Zeit für sich und genießen sie
  • sie tun anderen Menschen Gutes
  • sie haben für fast jede Situation ein "Werkzeug" im Gepäck
  • sie haben feste Rituale, die sie glücklich machen (für die sie sogar früher aufstehen)
  • sie haben Ziele, die sie schriftlich festhalten
  • sie gehen jeden Tag (Mini-) Schritte zum Erreichen der festgesetzten Tages-/Wochen-/Jahresziele
  • sie haben ein gut funktionierendes Zeitmanagementsystem
  • sie agieren statt zu reagieren
  • uvm.

 

Glück ist planbar

Du entscheidest!

Die Entscheidung für Glücklichsein musst bzw. darfst DU treffen! Niemand anderes kann dies für dich tun! Du musst losgehen für dein Glück, musst es zulassen, es einfordern, es aktiv angehen das Glücklichsein! Ja, das geht! Wenn man diese Entscheidung getroffen hat, gibt es kein Zurück mehr. Dann öffnen sich plötzlich Türen, von denen du nie geglaubt hast, dass es sie überhaupt gibt. Und dahinter liegen Räume, von denen du nie zu träumen gewagt hast. NUR weil du entschieden hast, ab sofort loszugehen und alles dafür zu tun, dass dieses Leben zu deinem besten Leben wird!


Falls du nun neugierig geworden bist, wie du ab sofort auch ein selbstbestimmtes und glückliches Leben führen kannst, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ich dein Interesse für meinen neuen Online-Kurs HAPPY ROUTINES geweckt habe 💪 . Der Kurs beginnt ab dem 1. März und geht 33 Tage. Warum es 33 Tage sind? Weil sich Routinen einspielen müssen, weil es einige Zeit (zwischen 21 und 60 Tagen) dauert, bis man alte Gewohnheiten überschreibt und neue etabliert und weil ich einfach die Zahl 33 sehr gerne mag!

Hier kannst du dich für den 5-wöchigen Online-Kurs "Happy Routines - in 33 Tagen zu deinem positiven Mindset" anmelden: https://elopage.com/s/aufraeumerei/happy-routines

Alle Details zum Kurs erfährst du unter dem Link! Sei schnell! Ich habe ihn auf wenige Teilnehmerinnen begrenzt, um intensiver mit einer kleinen und feinen Gruppe arbeiten zu können! Eine Gruppe voller motivierter und inspirierender Frauen, die das gleiche Ziel haben: Glücklichsein und selbst alles dafür zu tun!

Glückliche Grüße,

deine Petra ❤


Lebensfreude

Mehr Lebensfreude durch "Digital Decluttering" - Gastartikel von Dr. Daniela Otto

Lebensfreude

Digital Decluttering - Warum du an Lebensfreude gewinnst, wenn du dein Smartphone entrümpelst

Wie sieht eigentlich dein Desktop aus? Und dein Screen am Smartphone? Und dein E-Mail-Postfach? Genau.
Während analoges Aufräumen im Trend ist, vernachlässigen wir leider die digitale Ordnung noch viel zu oft. Die aber ist wichtig, damit wir uns rundum wohlfühlen. Denn es ist ja derzeit so: Wir alle sind viel daheim. Super viel und das auch noch unfreiwillig! Immer mehr Menschen erkennen daher, dass sich besser anfühlt, wenn zuhause aufgeräumt ist. Sie misten aus, schaffen Ordnung, dekorieren, renovieren. Das ist spitze. Aber während die neue
Tapete an der Wand trocknet, sind längst schon wieder 50 Mails reingerauscht, man hat zehn Anrufe verpasst und muss noch zwanzig SMS beantworten. Mindestens.
Kurz: Es lohnt sich, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auch der virtuellen Ordnung zuwenden und nicht zum digitalen Messie werden. Das gelingt ganz einfach mit Digital Decluttering!
Online

Was ist Digital Decluttering?

Digital Decluttering, also digitales Ausmisten, ist ein wichtiger Bestandteil von Digital Detox. Diese „digitale Entgiftung“ ist wichtiger denn je: Seit Corona sind wir täglich bis zu acht Stunden online. Und auch was den Medienkonsum angeht, gilt: Die Dosis macht das Gift.

Die Dosis macht das Gift

Wir wissen längst aus immer mehr Studien, dass eine intensive Smartphonenutzung gesundheitsschädlich ist. Handys verändern unser Gehirn: Wir aktivieren die neuronalen Netzwerke, die für Stress zuständig sind, bilden zugleich die neuronalen Netzwerke, die für Entspannung und auch Empathie zuständig sind, zurück. Der permanente Vergleich auf Social Media macht unglücklich, die Depressionsraten steigen, sogar die Suizidalität nimmt zu. Immer mehr Menschen verlieren sich im digitalen Chaos. Das Internet ist ein Labyrinth, Digital Detox ist der rettende Faden. Und um aus diesem virtuellen Irrgarten herauszufinden, ist das Entrümpeln ein perfekter Anfang.

Mit diesen Tipps kannst du sofort damit anfangen:

  • Deaktiviere Push-Benachrichtigungen, denn diese locken dich nur sofort wieder zu deinen Apps.
  • Checke diese fortan nur noch selbstbestimmt und zu festgelegten Zeiten.
  • Melde dich von allen Newslettern ab, die du nicht bewusst abonniert hast.
  • Lösche Apps, die du nicht brauchst.
  • Lösche alte E-Mails und Chats, die du nicht mehr brauchst.
  • Deaktiviere Eilmeldungen: Das Wichtigste erfährst du dann, wenn du selbst entscheidest, dass du die Nachrichten checken willst.
  • Schaffe Ordnung auf deinem Bildschirm: Lege dafür Ordner an und lösche alte Dateien, die nur Platz verbrauchen.
Entwickle ein Bewusstsein hierfür und sei fortan achtsam online. Den Unterschied wirst du unmittelbar spüren. Du hast mehr Zeit für das Wesentliche: für dich, deine Freunde, deine Familie, das echte Leben. Du siehst klarer, bleibst fokussierter. Du lässt dich weniger ablenken und arbeitest dadurch effektiver und erfolgreicher. Dein Geist kommt zur Ruhe.
Zen Garten
Stell dir vor, du verwandelst das digitale Chaos in einen Zen-Garten. Fühlst sich das nicht gut an? Digital Detox macht Spaß, du gewinnst an Lebensfreude. Es ist ein Akt der liebevollen Selbstfürsorge. Digital Detox ist gut für die Seele!
Zeit ist Leben!
Denn vergiss nicht:
All die digitale Unordnung raubt dir so viel wertvolle Zeit. Zeit aber ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen, nicht im Handy.
Deine Daniela

Dr. Daniela Otto ist Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Expertin für Digital Detox. Sie promovierte an der LMU München über "Vernetzung" und veröffentlichte "Digital Detox. Wie Sie entspannt mit Handy & Co. leben", das erste deutschsprachige Werk zu diesem Thema. Dieses gibt es auch als Online-Tutorial. Sie lebt und arbeitet als Texterin und Lehrbeauftragte in München und schreibt derzeit an ihrem neuen Buch.

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Dr. Daniela Otto

Heute im Interview: Dr. Daniela Otto - Expertin für Digital Detox

Heute darf ich euch eine sehr inspirierende Frau vorstellen, die ich über Instagram kennengelernt habe. Daniela und ich waren beide Autorinnen in den Glücksimpulsen von Christof Herrmann. Daraufhin habe ich Daniela angeschrieben, ob sie nicht Lust auf ein Interview mit mir hätte. Das Thema "Digital Detox" interessiert mich seit einiger Zeit - merke ich doch (wie viele andere vermutlich auch), dass ein Ankommen bei mir selbst, in meiner inneren Mitte nur ohne Störquellen von außen möglich ist. Und die Themen 1. auf meine Intuition hören und 2. es mir noch leichter zu machen sind genau DIE Themen für 2021. Dazu passt die wunderbare Daniela also gerade wie gerufen ;)

 

Hier nun das Interview mit Daniela

Wer bist du?

Ich bin die Daniela. Professionell würde ich natürlich sagen: Mein Name ist Dr. Daniela Otto, ich bin Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Expertin für Digital Detox.

Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Seit meiner Doktorarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema „Vernetzung“. Woher kommt unsere Sehnsucht nach Vernetzung? Das war meine Forschungsfrage – und es ist eine wundervolle Frage, weil sie so tief greift und so allumfassend ist. Verbundenheit ist eine menschliche Ursehnsucht. Wir Menschen sind soziale Wesen, wir brauchen einander. Babies sterben ohne emotionale Zuwendung. Unser ganzes Wesen ist auf Verbundenheit ausgerichtet. Nun ist es so, dass wir uns seit der Moderne aus alten, Halt gebenden, ursprünglichen sozialen Netzwerken herausgelöst haben.
Nur zwei Beispiele: Die generationenübergreifende Großfamilie, die unter einem Dach lebt, gibt es heute so kaum mehr, auch Glaubensgemeinschaften spielen eine immer geringere Rolle. Die Moderne ist soziologisch betrachtet gleichzusetzen mit einer zunehmenden Vereinzelung. Der große Schmerz unserer Zeit ist die Einsamkeit! Seit
Corona natürlich noch viel mehr, die Isolation hat eine ganz neue Dimension erfahren.

Warum hängen wir alle am Handy

Tja, und jetzt kommt mein großes Thema: Digitale Medien versprechen die Überwindung der Einsamkeit. Warum hängen wir alle am Handy? Weil Smartphones uns ein unwiderstehliches Versprechen geben. Es heißt: Du bist nicht allein. Die verlorengegangenen Verbundsysteme werden durch Social Media ersetzt, es kommt – scheinbar – zur Renaissance der Gemeinschaft.
Aber – ein großes ABER: Leider bleibt dieses Versprechen meist ein leeres. Fakt ist: Wir vereinsamen immer mehr. Die vielen Stunden alleine vorm Bildschirm machen uns nachweislich unglücklicher, wir verlieren den Bezug zum echten Leben. Unser Gehirn verändert sich: Wir aktivieren die Stressneuronen, verlieren nicht nur unsere Konzentrationsfähigkeit, sondern zusehends auch unsere Empathiefähigkeit. Das ist traurig. Mein Anliegen ist daher, dass wir uns wieder wirklich – von Herz zu Herz, Seele zu Seele - miteinander verbinden. Digital Detox, also digitale Entgiftung, macht das möglich und dafür setze ich mich ein.
Dr. Daniela Otto

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Mein Sachbuch „Digital Detox“ habe ich unmittelbar nach der Doktorarbeit geschrieben. Das war bereits 2016. In den letzten vier Jahren hat sich enorm viel getan, das Thema wird immer brennender. 2020 habe ich mich ​dann dazu entschieden, auf Instagram Tipps zu geben, wie ein entspannter und gesunder Umgang mit dem Smartphone aussehen kann. Derzeit schreibe ich an meinem neuen Buch zu diesem Thema, das noch dieses Jahr erscheinen wird.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Corona hat die Bildschirmzeit explodieren lassen und ich habe den damit verbundenen Leidensdruck gespürt. Niemandem tut das gut! Für mich war das ein Zeichen: Hilf Menschen und zwar jetzt und zwar auf dem schnellsten Weg. Denn es geht sehr vielen sehr schlecht deswegen. Auch die Studienlage ist alarmierend: Die Depressionsraten steigen, sogar die Suizidalität nimmt zu. Mit Corona geht noch eine ganz andere globale Pandemie einher, nämlich die Smartphonesucht. Wir brauchen daher Quarantäne vom Handy.

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Sagen wir so: Ich habe zunächst schon etwas mit Instagram gefremdelt. Immerhin stehe ich eigentlich ja für das Gegenteil. Ich bin auch nur beruflich, nicht privat dort. Aber meine Motivation ist, dort Menschen zu erreichen, die wirklich von Digital Detox profitieren. Natürlich sind Menschen mit Handysucht auf Social Media. Sie spüren oft, dass es ihnen schadet, wissen aber keinen Ausweg. Diesen Menschen möchte ich sagen: Hey, du kannst wieder eine gesunde Balance zwischen online und offline finden und es ist gar nicht so schwer. Werde dir bewusst, wie viel du online bist und nutze dein Smartphone selbstbestimmt. Das fühlt sich für jeden sofort besser an. Mit Digital Detox hat man schnell Erfolgserlebnisse. Schon kleine Schritte, wie das Handy nachts ganz auszumachen, bewirken enorm viel. Ich möchte ein Bewusstsein dafür wecken, dass wir nicht auf der Welt sind, um unser Leben am Handy zu verbringen. Wir müssen aufwachen und erkennen, dass wir viel zu viel wertvolle Lebenszeit vor Bildschirmen verschwenden. Am Ende werden wir uns nicht an die vielen
Stunden am Handy erinnern, sondern an Momente der echten, seelischen Berührung.

Was unterscheidet dich von anderen Autoren?

Dr. Daniela Otto

Ich bin selbst Millenial und weiß, wie meine Generation tickt. Ich argumentiere nicht mit erhobenem Zeigefinger und verurteile Smartphones nicht als  ausschließlich schlecht. Vieles daran ist ja auch gut – nur unsere unbewusste Nutzungsweise ist destruktiv. Ich weiß, dass Handys zum modernen Leben dazugehören – aber möchte dafür sensibilisieren, dass es auf eine achtsame und bewusste Nutzungsweise ankommt. Mir ist es wichtig, den Zeitgeist zu spüren und den Ton zu treffen.

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die sich mit dem Thema Digital Detox beschäftigen wollen?

  1. Digital Detox ist super easy und soll so selbstverständlich sein wie Zähneputzen: Also unbedingt fest in den Alltag integrieren, z.B. offline in den Tag starten und den Tag offline beenden.
  2. Digital Detox fördert die Empathie: Nur wenn man das Handy weglegt und sich ganz auf sein Gegenüber konzentriert, trainiert man sein Mitgefühl und empfindet echte Verbundenheit. Daher: Handys außer Sichtweite, wenn ein gutes Gespräch entstehen soll.
  3. Digital Detox ist gut für die Seele: Wer sich vom digitalen Außen abwendet, kann sich dem Inneren zuwenden und die Bedürfnisse seiner Seele wieder wahrnehmen. Meditation ist das Gegenteil der wahllosen digitalen Vernetzung – ich empfehle es jeden Tag.

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Viele Bücher schreiben!

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Mein Buch gibt es auch als Video-Tutorial, für alle, die lieber anschauen anstatt lesen: https://iversity.org/de/courses/digital-detox
Dr. Daniela Otto

Gibt es das EINE Buch, das dein Leben verändert hat?

Meine „ästhetische Bibel“ ist der „Great Gatsby“: Die Stimmung, das Flirren, der Stil – große Literatur. Ein schonungsloses Gesellschaftsbild. Ein Abgesang auf die Liebe, eine Hommage an die Romantik. Das Buch verzaubert mich immer wieder, vor allem der letzte Satz hallt lange nach: „So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom - und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu.“ Nachdem die Vergangenheit uns auch in der Zukunft beschäftigen wird – ob wir wollen oder nicht – sollten wir achtsam die Gegenwart nutzen.

Welchen Podcast - kannst du empfehlen?

​Ich bin ein großer Fan von Goop. Von Lifestyle über Spiritualität bis hin zu Detox, die Themen sind sehr cutting edge.

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Ja: Ein Morgen ohne Matcha, Meditaion und Yoga fiele mir schwer.

Hast du ein Lebensmotto?

Es kommt auf die ganz kleinen Dinge an.

Liebe Daniela,

vielen lieben Dank für das tolle Gespräch mit dir! Du hast mich inspiriert, das Handy tatsächlich noch öfter einfach wegzulegen - das mache ich schon immer bewusster, da ist aber definitiv noch viel Luft nach oben.

Wie geht es euch nun nach dem Interview? Lust auf mehr Handy-freie-Zeiten in eurem Leben?

Aufgeräumte Grüße,

Petra ❤


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