Aufräumen

Wochenplanung: sonstige Aufgaben - Teil 3

Aufräumen

In den letzten beiden Wochen habe ich dich mit in meine ganz persönliche Wochenplanung genommen - eine Planung, die mir das Leben sehr erleichtert.

Im 1. Teil der Blogartikel-Serie ging es um die Essenplanung und das dazugehörige Einkaufen, den ganzen Beitrag findest du hier unter: Wochenplanung für deinen entspannten Alltag.

Der 2. Teil ging in die Tiefen meiner Putz- und Waschroutinen, den Artikel kannst du hier noch einmal nachlesen:
Wochenplanung - Putz- und Wäscheplan - Teil 2. 

 

Sonstige Aufgaben

Im heutigen letzten Teil möchte ich dich mitnehmen in die sogenannten sonstigen Aufgaben - also kurz all das Übrige, was noch nicht drankam.

  • gießen
  • Büro-Ablage
  • aufräumen

 

Gießen

Einblatt

 

1 mal pro Woche steht bei mir gießen auf dem Wochenplan. Die grünen-Daumen-Inhaber unter euch werden jetzt vermutlich aufschreien "Was, nur 1 mal pro Woche?". Ja, meine sehr pflegeleichten Pflanzen in allen Geschossen des Hauses (außer im Keller) brauchen tatsächlich nur ein mal in der Woche Wasser. Abhängig habe ich diese Häufigkeit von einem Einblatt gemacht, das nach 6 Tagen die Blätter und die weiße Blüte hängen ließ. Da war klar, dass sie wieder Wasser braucht. Alle anderen Pflanzen hatten sich scheinbar mit ihr abgesprochen, denn ihnen ging es ähnlich (ohne dass sie zuvor Blätter und was auch immer hängen ließen). Somit war klar, dass ich am Sonntag Abend all meine Pflanzen gieße (ich gebe zu, dass ich manchmal sogar mit ihnen spreche, das ersetzt vermutlich einen zweiten Gießvorgang pro Woche). Der Termin steht auch in meinem Kalender und erinnert mich (bzw. das Einblatt im Schlafzimmer) daran, dass heute der Tag der Tage ist.

Anders sieht es natürlich mit den Pflanzen im Garten im Sommer aus, die werden jeden Abend gewässert und dazu noch der Rasen.

 

 

 

Büro-Ablage

Freitags ist die Ablage dran! Jeden Freitag nehme ich mir Ablagefach für Ablagefach vor - ich habe 3 Stück in meiner obersten Schreibtischschublade:

  • noch erledigen
  • warten auf Rückfragen
  • abheften

Alle Briefe, Rechnungen, Formulare und was auch immer dort hinein kommt wird vorher gelocht und dann auf die verschiedenen Fächer verteilt. D.h. jedes Dokument, das vom Briefkasten aus in meine Küche wandert, wird gelesen (sofort wenn ich nach Hause komme) und entsprechend "behandelt".

Noch erledigen

Eben alles, was gleich zu tun ist.

-Ein erforderlicher Rückruf dauert meist nur 2-3 Minuten, danach ist alles geklärt.
-Eine Bestätigungs- oder Rückfragemail ist in wenigen Minuten erledigt, v.a. wenn ich eine schriftliche Antwort benötige oder bei einem Rückruf niemanden erreiche.
-Überweisungen tätigen (mache ich ohnehin online und oft schon bevor ich die Rechnung in die Ablage lege - nach dem Motto: was ich erledigt habe, habe ich erledigt). Warum sollen andere auf ihr Geld warten? Das mag ich selbst nicht, deshalb begleiche ich Rechnungen gleich sofort, dann gibt es keine "bösen Überraschungen".

Warten auf Rückfragen

Dorthin wandern Schreiben, nach denen entweder mein Gegenüber oder ich noch etwas "nachliefern" müssen. Oben rechts kommt ein Post-it-Zettel mit allen nötigen Angaben (Ansprechpartner, Rufnummer, Datum, Details...), so dass ich beim nächsten Mal nicht irgendwo suchen muss. Eigentlich bleiben Zettel hier nie bis zum nächsten Freitag, weil ich auch zwischendurch immer mal wieder in dieses zweite Ablagefach schaue und kurz mal rückrufe oder eine Erinnerungsmail schreibe.

Abheften

Dieses Fach ist selbsterklärend, oder? Eine extra Hülle habe ich für alle Steuerangelegenheiten, die gerade jetzt von allen Seiten reinflattern. So muss ich bei der Bearbeitung nicht alle Ordner durchforsten sondern habe alles beisammen. Sehr entspannend für mich!

 

Aufräumen

Das Thema aufräumen steht übrigens jeden Tag auf dem (imaginären) Plan. Imaginär in Klammern weil es eben nicht mehr auf dem Plan steht. Genauso wie atmen, das mache ich auch täglich und muss es nicht extra notieren ;) Aufräumen heißt in dem Fall

  • Dinge sofort nach Gebrauch wieder zurück an ihren Platz räumen
  • 15-Minuten-Ritual am Abend (das habe ich in dem Artikel hier schon einmal ausführlich beschrieben)

Durch diese täglichen Gewohnheiten habe ich nie das Gefühl, völlig gestresst und ewig lang aufräumen zu müssen sondern es ist mehr eine gute Angewohnheit, die mir so in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass ich sie kaum noch erwähne. Der Vollständigkeit halber habe ich sie hier aber noch mit aufgelistet, weil das für viele Menschen noch nicht ganz so selbstverständlich ist.

 

 

Wie du siehst, bin ich ein sehr strukturierter Mensch, der in Haushaltsdingen eigentlich nix dem Zufall überlässt - und ich fahre ganz gut mit meinem System. Ich kann dir nur empfehlen: Schau dir das ab, was dir gefällt, nimm dir das raus, wozu es dich spontan hinzieht. Meine Devise ist es, mir das Leben so leicht wie möglich zu machen. Dazu gehören nun einmal Routinen (übrigens habe ich eine kleine Umfrage unter Ordnungscoaches im deutschsprachigen Raum gemacht, die alle so ähnlich ticken).

Da ich ein sehr großer Fan von guten Gewohnheiten bin, habe ich einen Online-Kurs zum Thema "Ordentliche Routinen" entwickelt, der nächste Kurs beginnt Ende April. Noch gibt es einige freie Plätze dafür! Routinen verändern deine Identität zum Positiven, sie erleichtern das Leben so, dass man sich endlich wieder auf wirklich wichtige Dinge konzentrieren kann und nicht den ganzen Tag mit Ordnung-machen und -halten beschäftigt ist.

 

Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Blogserie zur Wochenplanung einige meiner Tipps & Tricks für deinen Alltag mit an die Hand geben!

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ♥


Wäsche

Wochenplanung: Putz- und Wäscheplan - Teil 2

Wäsche

Im letzten Blogartikel: Wochenplanung für deinen entspannten Alltag (Teil 1) ging es um die sinnvolle Gewohnheit einer Wochenplanung, insbesondere bin ich hier auf die Erstellung eines Essensplans inkl. Einkausfsliste eingegangen.

 

Im heutigen Teil möchte ich dich mit in meine wöchentliche Putz- und Wäscheroutine nehmen. Was diese beiden Tätigkeiten mit Kommunikation und Weiterbildung zu tun haben? Lass' dich überraschen!

Putzroutine

Früher hatte ich immer das Gefühl, dass ich überhaupt nicht fertig mit putzen werde. War man hinten fertig, konnte man vorne wieder anfangen, ich kam mir vor wie der Hamster im Laufrad. Heute sehe ich das Ganze etwas anders. Ich putze nach Plan. Klingt erst einmal nicht sehr erotisch, abgesehen davon, dass putzen ohne Plan auch nicht erotischer ist. Ich habe feste Wochentage, an denen ich bestimmte Bereiche meines Hauses putze.

Dienstag

An diesem Wochentag ist immer staubwischen und staubsaugen angesagt. IMMER. Warum? Weil es mich entspannt, weil ich dienstags oft eine Freundin zum Kaffee eingeladen habe (extra aus diesem Grund) und möchte, dass es ordentlich und sauber ist. Ab 7 Uhr, wenn der Junior aus dem Haus ist und noch bevor ich in die Arbeit fahre, wird ein Podcast oder ein schönes Hörbuch angemacht und dann geht es los. In 30 Minuten bin ich durch - alles wird mit einem Swiffer und feuchtem Lappen staubgewischt, im Anschluss wird gestaubsaugt. So "richtig" schmutzig ist es ohnehin nie, weil ich ja jede Woche dieses Ritual pflege.

Der Vorteil eines festen Tages besteht v.a. darin, meinen "inneren Schweinehund" zu überlisten (wobei er das inzwischen nicht mehr nötig hat, das ist ja das Schöne an Gewohnheiten). Er weiß einfach, dass am Dienstag immer staubwischen und -saugen dran ist. Punkt. Muckt er da manchmal auf? Nein, weil er sich dran gewöhnt hat. Wenn dienstags mal ein Feiertag sein sollte und ich einfach ausschlafen kann, zuckt er kurz, dass ich nach 7 Uhr wische und sauge. Aber er hält brav still, weil das am Dienstag einfach seine Aufgabe ist. Und die halbe Stunde hält er durch ;) Weil danach einfach wieder gut ist, weil das Thema für diese Woche abgehakt ist. Gäbe ich ihm länger Zeit (das habe ich anfangs genau ausprobiert von der Zeit), bräuchte er länger. Aber wer will denn freiwillig länger kostbare Zeit mit Hausarbeit verbringen? Eben! Keiner!

Aufgaben dauern so lange, wie man ihnen Zeit dafür gibt

Durch das Podcast-/Hörbücher hören freue ich mich zudem sogar auf das Saubermachen. Weil ich unter der Woche ansonsten relativ wenig höre (außer beim Wäsche machen, aber dazu komme ich gleich), ist das schon ein Highlight für mich. D.h. ich bilde mich in dieser Zeit sogar noch weiter, verknüpfe außerdem eine bestehende Gewohnheit mit einer schönen Gewohnheit, was die Einführung von Ritualen sehr leicht und attraktiv macht. Ich sag ja immer: Ordnung (machen) darf Spaß machen! Und je angenehmer wir uns Gewohnheiten machen, desto leichter fällt uns das Durchhalten. Ist doch perfekt, oder? Klar muss ich manchmal am Freitag oder Samstag noch einmal kurz zwischendurch staubsaugen (z.B. wenn die ganzen kleinen Streusteinchen vom Winterdienst mit in den Flur getragen werden oder die Katzen irgendwelche Äste mit ins Wohnzimmer bringen). Das ist aber eine kurze und punktuelle Nummer, die schnell von Statten geht. Und einfach bei Bedarf gemacht wird, innerhalb von 5 Minuten ist auch hier wieder alles sauber.

Donnerstag

An diesem Wochentag stehen meine Küchenspüle, das Badezimmer und das Gäste-WC auf dem Putzplan. Auch hier geht es noch vor der Arbeit gleich um 7 Uhr los. Dieser Tag ist außerdem mein "Kommunikationstag", in diesen 30 Minuten telefoniere ich immer mit meiner Namensvetterin Julia Bäumler (die ich auch schon einmal zum Videointerview hatte). Jule und ich putzen donnerstags also immer mein Bad ;) Auch hier ist die Zeit genau so bemessen, dass ich mit allem sehr gut fertig werde (alle 4 Wochen bekommt das Bad und jede Fliese persönlich noch einmal etwas mehr Zeit). Für die wöchentliche hygienische Reinigung haben sich diese 30 Minuten jedoch als völlig ausreichend bewiesen. Während ich meine Küchenspüle reinige, dürfen schon die Reiniger in den Waschbecken, im WC und auf allen Oberflächen einwirken. Die Reinigung danach ist ein Leichtes. Ein Running-Gag zwischen Jule und mir ist immer, wenn ich die WCs fertig geputzt habe und spülen muss: die Warnung, dass ich gleich spüle bringt uns immer beide zum Lachen. Wenn ich im Anschluss an die Bäderreinigung gleich die Handtücher wasche, ist dann unser Empfang kurz unterbrochen. Meine Waschmaschine steht nämlich im Keller und da ist leider der Handyempfang nicht allzu gut. Doch der Rückruf ist obligatorisch - während die Handtücher dann schon in der Maschine sind. Zum Abschluss putze ich noch alle Spiegel im Haus (WC, Flur, Bad und Schlafzimmer).

Putzen

Freitag

Am Freitag werden alle Böden und die Treppen feucht gewischt. Das Gute daran ist, dass ich nur einmal alle Utensilien zum Wischen herräumen muss. Selbstverständlich wird zwischendurch öfter das Wasser gewechselt, aber ich bleibe bei einer "Gattung" - nämlich wischen. Auch hier, du ahnst es schon, hole ich mir oft eine Freundin zum Telefonieren dazu. Oder aber meine geliebten Podcasts.

Fakt ist, dass ich durch diese Verknüpfung von Tätigkeiten, die ich ohnehin tun muss, weil sie einfach nötig sind und den schönen Dingen (telefonieren, Hörbücher oder Podcasts hören) die Zeit vergesse und sogar Spaß an den Aufgaben habe. Und ich finde, dass sich diese Lebenseinstellung echt bewährt hat. "Tue die Dinge, die du tun musst, einfach mit Liebe. Getan werden müssen sie ohnehin, dann kannst du sie auch gleich einfach gern tun." (Diesen Spruch hasst mein Sohn übrigens, meist in Verbindung mit Lernen oder nervigen Pflichten).

Das ist wie mit dem Zitat vom Regen:

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

 

Wäsche machen

Wäsche

Meine Waschtage sind fest definiert. Warum? Weil ich einfach beschlossen habe, dass die Wäsche mich nicht fest im Griff haben sollte sondern eher ich die Wäsche. Somit wasche ich am Montag, am Mittwoch und am Freitag (plus am Donnerstag die Handtücher, siehe oben). An diesen Tagen wird alle zu waschende Wäsche in den Waschkeller befördert (sofern sie da nicht ohnehin schon liegt, weil der Junior gerne statt aufräumen Wäsche via Treppenhausschacht in den Keller wirft - somit ist quasi sofort Ordnung in seinem Zimmer). Durch die festen Waschtage stelle ich außerdem sicher, dass wirklich alles gewaschen wird - gerne auch Lieblingspullover oder Hosen des Sohnes, die anfangs gerne am Nachmittag dieser fest definierten Tage im Waschkorb im Keller lagen. Wenn dann am Dienstag Früh die Frage nach einem besagten Pulli kam, war die Antwort ganz klar: "Hast du ihn gestern Früh in die Wäsche gegeben? Dann ist er inzwischen trocken und anziehbereit." Da der Pulli erst nach dem Waschen im Keller landete, hatte er seine Chance vertan ;) Lernen ist manchmal sehr schmerzhaft - hilft aber. Inzwischen wird das Zimmer des Sohnes täglich von ihm aufgeräumt, hierzu jedoch einmal in einem anderen Beitrag mehr.

Die Wäsche wird gleich in der Früh in die Maschine gesteckt, so dass sie am Nachmittag, wenn ich heimkomme, aufgehängt werden kann. Und nein, da stockt oder schimmelt nichts, ich praktiziere das seit Jahren so. Die getrocknete Wäsche auf den Wäscheständern wird vorher von den Leinen gepflückt und gleich auf der Tischtennisplatte, die daneben im Keller steht, ordentlich und schrankfertig zusammengelegt. Auch hierbei höre ich - du ahnst es schon - meine geliebten Hörbücher. Ich kann dir hierfür audible.de sehr ans Herz legen (ich muss dringend audible mal um eine hohe Empfehlungsgebühr aus den Rippen leiern!). Telefonieren funktioniert in meinem Keller leider nicht, die Audiobooks sind jedoch offline und somit kann ich sie sogar dort hören. Ich bin ein großer Fan von perfektem Aufhängen der Wäsche auf den Leinen bzw. auf Kleiderbügeln, da ich mein Bügeleisen und das dazugehörige Brett schon vor Jahren verschenkt habe.

Mein Motto lautet hier:

Bügelst du noch oder lebst du schon?

Ich habe leider keine genaue Zeitangabe für dich für die Wäscheroutine - in diesem Fall dauert sie so lange, wie sie dauert. Wäsche machen entspannt mich sehr, ich mag den Geruch von noch feuchter, frisch gewaschener Wäsche sehr (im Sommer hänge ich diese übrigens auf den Wäscheständer am Balkon), in den kalten Monaten heizt der Keller so gut, dass die Wäsche quasi am nächsten Tag abpflückbereit ist.

 

Allgemeine Tipps:

  • feste Wochentage lassen dich nicht überlegen, OB du heute putzt, sondern DASS es einfach geschieht
  • am besten "Arbeitstage" nehmen, an denen bist du ohnehin im To Do - Modus, hast also nicht allzu lange Zeit und teilst sie dir deshalb sehr gut ein (auf keinen Fall deinen freien Tag vergeuden)
  • ein aufgeräumtes Zuhause macht dir die Einhaltung der jeweils 30 Minuten viel leichter (zwischendurch noch aufräumen kostet unnötig Zeit) - siehe hierfür auch mein 15-Minuten-Ritual, durch das du jeden Abend für Ordnung sorgst
  • Handy in die hintere Hosentasche stecken, Kopfhörer aufsetzen - so hast du beide Hände frei
  • das Bündeln von Aufgaben macht es leichter, da du alle Utensilien (Reiniger, Staubsauger, Wischmopp usw.) nur einmal aus dem Putzschrank holen musst
  • Wäsche gleich knitter-/faltenfrei aufhängen hilft, dass sie nicht gebügelt werden muss (ich bin hier penibel ordentlich)
  • Blusen/Hemden/Pullover/T-Shirts knitter- und faltenfrei auf Bügel hängen, so dass sich diese im feuchten Zustand aushängen können

 

Wie du siehst, mache ich es mir so leicht wie möglich im Haushaltsleben - und ich finde das super so. Wieso denn auch nicht? Dinge, die ich tun muss, mache ich mir so angenehm wie möglich - so genieße ich die Zeit und sehe sie nicht als vertane Lebenszeit an. Das wäre nämlich ganz schön dämlich: sich über Dinge aufzuregen, die ich nicht ändern kann, und das jeden Tag aufs Neue!

 


 

Wie du siehst, habe ich an jedem Wochentag eine andere Aufgabe und meist innerhalb von 30 Minuten fertig - gut gelaunt und perfekt organisiert.

  • Montag: Wäsche (waschen, abhängen und falten, aufhängen)
  • Dienstag: Staub wischen und -saugen
  • Mittwoch: Wäsche
  • Donnerstag: Küchenspüle, WC und Bad putzen plus Handtücher waschen
  • Freitag: Wäsche; Böden und Treppe wischen

Fazit: Der Samstag, der früher mein Putztag war, gehört MIR. Ohne Verpflichtung, frei von Stress. Natürlich ist immer etwas zu tun in einem Haushalt, wem sag ich das. Aber mehr dazu im 3. Teil der Miniserie zum Thema "Wochenplanung".

 

Wie findest du die Idee, zu erledigende (nicht ganz so angenehme) Dinge mit schönen Tätigkeiten zu verknüpfen?

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ♥


Wochenplan

Wochenplanung für deinen entspannten Alltag - Teil 1

Wochenplan

 

Wie eine Wochenplanung deinen Alltag sowas von entspannt gestaltet, erfährst du in diesem und den nächsten beiden Blogartikeln.

Der Sinn einer Wochenplanung wurde mir erst als alleinerziehende Mama so richtig klar. Jede Woche zu planen - mit Essen, Einkaufen, Terminen, To Dos und sonstigen Dingen klingt ja nicht sehr spannend, ich weiß schon. Aber als Mama eines 12-Jährigen und von 2 ausgewachsenen und sehr verfressenen Katzen, Vollzeit arbeitend, nebenberuflich mit der Aufräumerei und dem Blog gut beschäftigt, sozial vernetzt und glücklich liiert ist es nicht immer einfach gewesen, alles unter einen Hut zu bekommen. Wie oft gab es abends nichts Ordentliches zum Essen, weil einfach nicht das Richtige dafür im Kühlschrank war. Ergebnis? Wieder Nudeln! Super, den Junior hat es gefreut, mich weniger. Oft musste ich nochmal (hungrig) zum Einkaufen los, was es meist nicht besser machte!

Ein Plan musste also her! Ich liebe ja Pläne und Listen, deshalb war der Schritt kein großer, als die Entscheidung gefallen war.

 

 

Planung

Was wollte ich also alles in meine Wochenplanung packen, was mir im Alltag das Leben erleichtern sollte:

  1. tägliches Abendessen (Frühstück ist immer gleich, Mittagessen bekommt der Junior in der Mensa, ich in der Arbeit)
  2. Einkaufen inkl. -liste, damit ich nicht noch einmal hungrig los muss
  3. Putzroutine
  4. Wäsche machen
  5. gießen
  6. aufräumen
  7. Büro-Ablage

Die Punkte 3 bis 7 findest du in den nächsten beiden Blogartikel-Teilen dieser kleinen Wochenplanungs-Miniserie.

 

Abendessensplanung

Brotzeit

Zuerst stand also die Essensplanung auf dem Programm. Da wir eigentlich immer die gleichen Dinge frühstücken (der Sohn gerne ein Müsli oder Toast mit einem schokoladigen Aufstrich), ich meine Haferbowl mit viel Obst und Nüssen) und das Mittagessen durch Mensa bzw. mitgenommene Brote erledigt ist, geht es hauptsächlich um die täglichen Abendessen.

Gemeinsam setzten wir uns also hin und besprachen, was es an welchem Tag zu Essen geben sollte. Warum gemeinsam? Weil es gar nicht so leicht ist, es einem 12-Jährigen essenstechnisch Recht zu machen. Deshalb habe ich ihn in die Planung mit einbezogen ;) Heraus kommt jede Woche eine bunte Mischung an Gerichten, die ihm UND mir schmecken - mal besser, mal schlechter.

 

Aber jeder darf seine Wünsche äußern, dann wird geschaut, inwiefern sie in die Tagesplanung passen und dann steht der Plan für 7 Tage. Am Montag ist meist ein "Restetag", da ich dienstags einkaufen gehe und ich seit einiger Zeit so plane, dass ich keine bzw. kaum noch Lebensmittel wegschmeißen muss. Das ergibt manchmal die lustigsten, aber auch echt schmackhafte Gerichte aus allen möglichen Dingen, die weg müssen. Gerne machen wir an dem Abend auch einfach einen Smoothie mit allerlei Obst und Gemüse, das noch übrig ist.

 

Einkaufsliste

Neben dem ausgedruckten Speiseplan, den ich übrigens einlaminiert habe, damit wir ihn jede Woche neu beschriften können, liegt mein Einkaufszettel für die Woche parat. Alle Gerichte werden also überlegt und dazu wird sofort aufgeschrieben, was ich für die Zubereitung noch brauche. Da ich einen übersichtlichen Vorratsschrank habe (weil die Läden schließlich 6 Tage pro Woche geöffnet haben und wir deshalb sicher nicht verhungern) ist schnell aufgeschrieben, was fehlt und noch nötig ist. Die Einkaufsliste hängt gleich neben dem Wochenplan am Kühlschrank, so dass dort sofort alles auf dem Zettel landet, was gerade ausgeht und eingekauft werden muss - plus eben die für die Woche nötigen Lebensmittel und anderen Sachen.

Planlos und ohne Zettel, gar hungrig und mit übler Zuckerlust-Laune war gestern!

Natürlich sind die geplanten Gerichte untereinander auch gut austauschbar, wenn doch spontan einmal eine Freundin zum Essen vorbeikommt, kann gut umdisponiert werden. Mich entspannt dieses einmal hinsetzen und für die Woche planen ungemein. Macht es mich doch in der ganzen Woche frei von Gedanken, die sich um Essen kochen und einkaufen drehen.

Wenn man es nicht schafft zu planen, plant man, es nicht zu schaffen.
Benjamin Franklin

Im nächsten Blogartikel erfährst du, was außerdem zu meiner Wochenplanung gehört (kleiner Spoiler: es hat mit putzen und Wäsche machen zu tun). Auch hier sei soviel verraten, dass es mich wahnsinnig entspannt! Haushalt ist mit einer guten Planung für mich kein Ding mehr (ich würde jetzt auch nicht lossingen wie in "Das bisschen Haushalt..."), aber durch die Strukturierung werden nötige und zu erledigende Dinge zu kleinen Aufgaben im Alltag, die ich sogar mit Spaß, Kommunikation, Entspannung und Weiterbildung verbinde. Neugierig? Dann lies unbedingt den nächsten Blogartikel ;)

 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ❤


Glücksimpulse

Glücksimpulse - mein Gastartikel bei einfachbewusst.de

Glücksimpulse

Ich freue mich sehr, dass ich Teil der Glücksimpulse von Christof Herrman sein darf!

Christof ist der Verfasser des meistgelesenen deutschsprachigen Minimalismus-Newsletters Einfach bewusst.

Auf seinem Blog veröffentlichte er jetzt einen wundervollen Beitrag zum Thema Glück und Zufriedenheit. Er befragte 25 Blogger und Bloggerinnen nach ihren persönlichen Glücksimpulsen - wie sie selbst also ein Stück glücklicher werden bzw. wurden.

Gerade zum Jahresbeginn macht man sich ja genau zu diesem Thema viele Gedanken. Wie schafft man es, das neue Jahr (noch) glücklicher zu sein? Im Beitrag erfährst du nun insgesamt 26 Impulse, wie dein Alltag leichter werden kann, welche neuen Wege es sich lohnt zu gehen. Mein Beitrag hat (natürlich) etwas mit dem Thema AUSMISTEN zu tun und heißt: "Was dich nicht glücklich macht, kann weg."

https://www.einfachbewusst.de/2021/01/gluecksimpulse/

Ich kann dir den ganzen Blogartikel absolut ans Herz legen, in dem du Beiträge zu diesen Themen findest:

  • Digital Detox
  • Dankbarkeit
  • Achtsamkeit
  • kleine Erfolge feiern
  • Single- statt Multitasking
  • Nein-Sagen
  • Nichtstun
  • Neue Herausforderungen
  • Meditation für innere Ruhe
  • Rausgehen
  • Positives Mindset
  • Zeit für sich selbst nehmen
  • Konsumwahnsinn
  • Wald
  • Anderen eine Freude machen
  • Qualitätszeit
  • Bauchgefühl
  • uvm.

Ich freue mich unendlich, neben all diesen wundervollen Bloggern und Bloggerinnen meinen Beitrag zum Thema "Glücksimpulse" leisten zu dürfen! Der Blogartikel ist die Essenz so vieler wichtiger Lebensanschauungen - und da ich denke, dass man es sich im Leben leicht machen darf: lies dir einfach diese Tipps durch und schau, was du für dich mitnehmen kannst!

Glück

Alles Liebe - auf ein glückliches neues Jahr 2021!

Deine Petra

 


Gewohnheiten

Etwas, das uns vereint: Routinen

Gewohnheiten

Vor Kurzem habe ich eine kleine Umfrage unter den Ordnungscoaches gemacht. Wir Aufräumexpertinnen (und Experten) sind in einer geschlossenen Facebook-Gruppe vereint und tauschen uns hier über alles mögliche aus. Inzwischen sind wir über 140 Mitglieder, die aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen.

Da wir alle das gleiche, uns verbindende Thema "Ordnung" haben, dachte ich, dass eine kleine Umfrage über Gewohnheiten nicht schaden könnte. In allen Interviews befrage ich ja auch meine Gäste nach ihren Routinen - für mich immer äußerst spannend, da ich das Thema echt liebe. Gewohnheiten erleichtern mir das Leben ungemein - sie vereinfachen, machen alles entspannter und ich muss mir über gewisse Dinge deshalb null Gedanken im Alltag machen.

Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander.

Konfuzius 

Weshalb ist es nun so spannend für mich, die Ordnungscoaches nach ihren Gewohnheiten zu befragen? Weil ich denke, dass wir alle einige Dinge gemeinsam haben, die uns die Themen

  • Ordnung
  • Haushalt
  • Aufräumen
  • Ausmisten
  • Loslassen

so leicht machen. Jede Interessensgruppe hat ihre ganz eigenen Gewohnheiten, weil sie sich mit dieser Tätigkeit identifizieren, weil die Gewohnheiten genau DAS ausdrücken, wofür sie leben. Und bei uns sind es eben u.a. viele kleine ordentliche Gewohnheiten (in diesem Blogartikel findest du noch einmal viele meiner feinen Routinen). In der kleinen Umfrage ergaben sich aber auch noch einige witzige und interessante Gewohnheiten, die gar nichts mit dem Thema zu tun haben. Doch lest selbst!

Diese Fragen haben ich meinen Kolleginnen gestellt

  • was fällt dir spontan zum Thema "Routinen" ein?
  • hast du eine (An-)Gewohnheit, über die andere den Kopf schütteln bzw. dich belächeln?
  • was ist (neben der Erfüllung von Grundbedürfnissen und Zähneputzen etc.) die Gewohnheit, die du schon am längsten pflegst?
  • welche ordentlichen Gewohnheiten wendest du täglich/wöchentlich an? Und welche davon ist die für dich wichtigste?
  • welche Routinen im privaten Umfeld (nicht auf das Thema Ordnung/Haushalt bezogen) wendest du täglich/wöchentlich an?
  • welche Tipps zum Thema "Dranbleiben" hast du bzgl. Routinen?

Viel Spaß nun mit den Antworten, die sich zum Teil verselbstständigt haben ;) Doch lest selbst!

Ordnungscoaches aus Deutschland

  • Corinna Rose ist zertifizierter Ordnungscoach für die Methode von Marie Kondo (Certified KonMari Consultant) aus Berlin. Sie begleitet Menschen privat und im beruflichen Umfeld empathisch und mit einer Prise Humor bei ihrem ganz persönlichen Aufräumfest. Neben dem Anpacken vor Ort gibt sie Online-Workshops und schreibt auf ihrem Blog über Ordnungsthemen und Minimalismus.

    Was mir spontan zum Thema Routinen einfällt? Routinen helfen mir, meinen Alltag stressfrei zu leben und wichtige Dinge nicht zu vernachlässigen! Ich habe für alle Kleinigkeiten, selbst meine Handykopfhörer, eine Dose oder Schachtel und vor allem einen festen Platz. Mich entspannt das total, andere mögen darüber den Kopf schütteln oder das sogar ein wenig zwanghaft finden. Die Gewohnheit, die ich schon am längsten pflege, ist die Ordnung im Papierkram. Wichtige Dokumente waren bei mir schon immer an ihrem Platz. Impfpass, Bonusheft, Zeugnisse… danach musste ich in meinem Leben noch nie suchen! Das führt auch direkt zu meinen täglichen, ordentlichen Gewohnheiten: Wenn ich die Post aus dem Briefkasten hole fliegt sofort beim Betreten der Wohnung alles in den Papiermüll oder kommt in den Schredder, was ich nicht benötige: die (wenige) Werbepost, die noch kommt, alle Briefumschläge, Flyer und so weiter. Briefe, die ein To-Do enthalten kommen in meinen Briefständer. Dieser wird mehrmals wöchentlich geleert bzw. abgearbeitet. So habe ich nie Stau beim Papierkram! In meinen elektronischen Posteingängen herrscht auch strikte Ordnung. Nur To-Dos liegen im Posteingang, der Rest wird durch Regelassistenten (z. B. für Mailinglisten und Newsletter) oder durch tägliches Aussortieren in elektronischen Ordnern in Schach gehalten. Ich hasse unübersichtliche E-Mail-Postfächer! Beide Gewohnheiten sind mir sehr wichtig, weil sie meinen Alltag erleichtern und ich niemals das Gefühl habe, irgendwo hinterherzuhängen. Im Privatleben ist eine wichtige Routine die monatliche Selbstuntersuchung zum Thema „Brustkrebs“. Jeder Frau sollte sich einmal im Monat selbst abtasten, am besten ein paar Tage nach der Periode (wenn Ihr sie noch habt). Es kann ein wichtiger Baustein zur Früherkennung von Veränderungen sein und ich lege es jeder von euch ans Herz! Wenn ich heimkomme,  inspiziere ich meinen E-Tretroller immer sofort, wische ihn bei Bedarf kurz ab und lade ihn direkt wieder auf, damit er wieder einsatzbereit ist. So beuge ich größeren Verschmutzungen oder unbemerkten Schäden vor. Was die Frage des „Dranbleibens“ an Ordnungsroutinen angeht, fällt mir erneut das Thema „Ordnung beim Papierkram“ ein. Das Thema ist für viele Menschen sehr belastend und oftmals haben sich jahrelang Papierberge angehäuft. Es ist auch wirklich so, dass wir von einer papierlosen Welt weit entfernt sind. Auch ich wundere mich jede Woche, wie schnell sich unsere Papiertonne füllt! Bei kaum einem anderen Thema lohnt es sich, einmal Tabularasa zu machen, Grund reinzubringen und dann täglich dranzubleiben. Ich habe meine Routine bereits beschrieben. Alles was du nicht brauchst, darf SOFORT in den Mülleimer! Und Werbung abbestellen. Hinterher sein lohnt sich! Ich habe nur noch vier Ordner (privat und Firma zusammen) und überhaupt keinen Stress mehr mit Papierkram!

  • Sarah Köpke ist Aufräumcoach in Hamburg. Nach einer jahrelangen Tätigkeit als Studienberaterin hat die Dipl.-Sozialpädagogin den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und ihr Unternehmen „Einfach Aufräumen“ gegründet. Sie hilft Menschen dabei, alten Ballast loszuwerden und in einem klaren, befreiten Jetzt anzukommen.

    Routinen. Eigentlich sind Routinen doch langweilig - denkt man oft. Alles was sich so eingeschlichen hat und automatisch funktioniert wird oft als Routine bezeichnet und gleichgesetzt mit etwas wie: „Da herrscht kein frischer Wind mehr“ oder „ohje, Alltagstrott“. Dabei können Routinen sehr hilfreich sein und müssen nicht per se bedeuten, dass etwas langweilig oder festgefahren ist, sondern sie können im Alltag enorm hilfreich sein. Kinder lieben und brauchen Routinen, um sich sicher zu fühlen. Und auch Erwachsene profitieren davon, wenn der Alltag automatisch und einfach durch Routinen bewältigt wird, weil in bestimmten Situationen auf jahrelange Erfahrung zurückgegriffen werden kann und keine bewussten Entscheidungen getroffen werden müssen. So creme ich mir jeden morgen auf meine sehr eigene Art und Weise - weil ich es jahrzehntelang so mache - mein Gesicht ein. Sehr zur Belustigung meiner besten Freundin. Auch ist es für mich schon seit meiner Jugend eine Routine, alle möglichen Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen, auch wenn es regnet, kalt ist und das angepeilte Ziel nicht um die Ecke liegt. Um es mir ein wenig bequemer zu machen, habe ich mir vor 5 Jahren ein elektrisches Lastenrad angeschafft und pflege nun so meine tägliche Routine. Und im Job hilft mir mein Lastenrad auch noch, meine Kunden zu erreichen und  Aussortiertes direkt mitzunehmen und  zu entsorgen/spenden. Als Aufräumcoach werde ich oft gefragt, ob es bei mir zuhause denn auch immer ordentlich aussieht. Ich denke gar nicht darüber nach, dass ich jeden Tag einmal staubsauge und - was mir sehr wichtig ist, - dass abends die Küche einmal aufgeräumt ist, so dass man morgens seinen leckeren Kaffee genießen kann. Auch das ist eine Morgenroutine, dass ich mir 10 Minuten Ruhe gönne und meinen einzigen Kaffee, den ich am Tag trinke auch genießen kann. Ich mag Ordnung um mich herum, weil es mich positiv beeinflusst und glücklich macht. Möchte jemand eine neue Routine in seinen Alltag integrieren: Sehr schön! Es wird eine gewisse Zeit benötigt, diese immer wieder, jeden Tag auf’s Neue zu wiederholen bis sie fester Bestandteil ist. Das braucht Geduld und Ausdauer. Und Mitwisser. Die motivieren nämlich extra, weil sie einem Fragen stellen und am Fortschritt interessiert sind. Und wenn es geschafft ist darf man nicht gerne auch mal belohnen. Dazwischen übrigens auch. 

    Ordnung

  • Janet Schalk ist Ordnungsliebende und Aufräumcoach. Im Raum Regensburg und auch online unterstützt sie Menschen dabei, durch Loslassen und neu geschaffene Ordnung mehr Freude und Freiraum in den eigenen vier Wänden zu spüren und in ihrem Zuhause wieder mehr Luft zum Atmen zu haben. Als ehemalige Logistikerin und Lean Managerin verhilft sie mit Hilfe der 5S-Methode gleichzeitig auch anderen Selbständigen sowie kleinen Unternehmen zu freieren Schreibtischen und somit mehr Effizienz in der Büroarbeit und motivierteren Mitarbeitern. 

    Routinen sind unglaubliche Alltagshelfer. Sie erleichtern meiner Meinung nach das komplette Leben - einfach, weil man nicht mehr daran denken oder sich aufschreiben muss, etwas zu tun, sondern weil bestimmte Tätigkeiten bereits in Fleisch und Blut übergegangen sind. Das Totschlagargument "Routinen killen jede Spontaneität" zählt für mich nicht, denn es ist genau anders herum - folge ich meinen täglichen Routinen, kann ich meinen Tag zigmal spontaner gestalten als Menschen, die erst noch bestimmte Dinge erledigen müssen (z.B. aufräumen, bevor der Besuch (spontan) vorbeikommt)Natürlich kommt es öfter vor, dass ich für manche meiner Ordnungsspleens belächelt werde. Das geht von Dinge gerade rücken (Stühle, Besteck, Stifte, das volle Programm) bis hin zum Ordnen meines Essens in feinster Monk-Manier auf dem Teller, bevor ich es genieße. Aber hey - ich stehe einfach dazu und genieße weiter :-)  Am schwierigsten bin ich wohl manchmal für meinen Mann - den Koch bei uns zu Hause. Während er unser Essen zaubert, säubere ich bereits Arbeitsflächen, Schneidbretter und Messer. Seiner Meinung nach wird es ja während des Kochens sowieso gleich wieder dreckig, jedoch ist es mir wichtig, die Küche aufgeräumt zu wissen, sobald wir mit dem Essen beginnen, denn so lässt es sich besser genießen und entspannen. Routinen, die mich neben dem Zähne putzen bereits mein ganzes Leben begleiten, haben tatsächlich mit dem Thema Ordnung zu tun - allen voran, das Bett zu machen. Bereits als Kind habe ich allein und freiwillig mein Zimmer aufgeräumt - ich glaube, ich bin bereits mit dem Ordnungs- und Glattzieh-Gen auf die Welt gekommen. Neben der Ordnung schreibe ich, seit ich denken kann - und zwar To-Dos auf, damit sie aus dem Kopf raus sind, Kalendereinträge oder Notizen wie Geburtstage und Ideen. Heutzutage hat sich daran nicht so viel geändert, außer dass ich Routinen aufgrund meines Berufs bewusster wahrnehme und ausführe. In Fleisch und Blut übergegangen sind mir bereits das tägliche Arbeitsflächen abwischen, Kissen aufschütteln, Geschirrspüler ein- und wieder ausräumen, die Küchenspüle putzen sowie die Duscharmatur nach dem Duschen kurz abwischen. Die wichtigste Routine ist für mich jedoch, jeden Gegenstand nach seiner Benutzung wieder an seinen "Wohnort" zurück zu räumen. Die Aussage meines Mannes "ist schon cool, wenn man weiß, wo jedes Ding seinen Platz hat" bestärkt mich in dieser Hinsicht total. Einmal abgesehen von dem Thema Ordnung gibt es noch weitere Routinen, die ich täglich anwende - dazu gehören unter anderem Eintragungen in mein Dankbarkeitstagebuch, meine 10minütige Morgen-Meditation oder das Checken von E-Mails. Nicht zu vergessen das Hände waschen, was jetzt in der Corona-Zeit mit einem Mal zur wichtigsten aller Routinen geworden ist. Wöchentliche Gewohnheiten drehen sich bei mir um das Pflanzen gießen, das Vorkochen unseres ayurvedischen Frühstücksbreis für die kommende Woche oder den regelmäßigen Wocheneintrag in mein digitales Tagebuch. Um Routinen zu etablieren und letzten Endes auch wirklich dranzubleiben, sollte man sich nicht zu viel auf einmal vornehmen. Aus dem Stand eine Stunde joggen? Lieber erst einmal 15 min ohne Joggingklamotten eine Runde um den Block drehen, aber dafür täglich! Es benötigt nicht unbedingt Zeit und mega große Ziele, sondern einfach unglaublich viele Wiederholungen, bis die Gewohnheit automatisch durchgeführt wird. Helfen kann dabei auch ein sog. Rechenschaftspartner, mit dem man entweder gemeinsam diese neue Gewohnheit ausübt oder der einem auf die Finger schaut und einen anspornt. Aber letzten Endes läuft es meiner Meinung nach doch immer wieder auf einen einzigen Satz hinaus, den die Firma Nike wie keine andere geprägt hat - Einfach machen! 

  • Sarah Kiefer ist Ordnungscoach im Breisgau. Für sie ist Ordnung etwas ganz persönliches und individuelles, so dass ihr Ziel immer ist, gemeinsam mit ihren Kund*innen das für sie passende Ordnungssystem zu finden. Auf Ihrem kürzlich gestarteten Youtubekanal „Die kleine Schublade – Ordnungscoach“  bietet sie Hilfe, Tipps und Tricks rund ums Ordnung schaffen und Ordnung halten. 

    In den sozialen Medien beobachte ich teilweise einen immensen Druck rund um das Thema Routinen. Statt sie zur Erleichterung zu nutzen, sind sie für einige zu einem weiteren Perfektionismus-Tool geworden. Ich habe meine täglichen Routinen auf Aufgaben herunter geschrumpft, die bei Nicht-Erledigung unangenehm würden: Wäsche waschen, Geschirr waschen und verräumen, Wäsche machen, Staubsaugen und Müll runterbringen. Meine wöchentlichen Routinen sind per Definition schon keine Routinen mehr. Am Kühlschrank hängen die fünf (!) Aufgaben, die ich in jeder Woche einmal erledigen möchte. Dabei gibt es keine festen Tage für die einzelnen Aufgaben. Sind sie erledigt so schiebe ich sie am Kühlschrank von “to do” zu “done”.  Aufgaben darüber hinaus erledige ich, wenn ich sie für nötig halte und Lust dazu habe. Dazu muss ich sagen, dass es mir leicht fällt, anfallende Aufgaben zu sehen und sie dann quasi nebenher zu erledigen. Krümel in der Besteckschublade wische ich aus während die Nudeln kochen, Staubwischen erledige ich häufig während dem Telefonieren. Und ich laufe nie leer. Aber ich weiß auch, dass das nicht in jedem so verankert ist, da sind Routinen eine tolle Hilfe! Auch als Abmachung mit sich selbst sind sie klasse: So gehe ich jeden Tag mindestens einen Stunde spazieren - bei Wind und Wetter. Mir gelingt ein sauberer und ordentlicher Haushalt wesentlich besser, seit ich den Druck rausgenommen habe. Lieber wenige, aber für das eigene Wohlfühlen essentielle Aufgaben, strikt täglich erledigen, statt sich mit vielen Aufgaben zu drangsalieren, weil das irgendwer anderes so macht.

Routinen

 

  • Andrea Schäuble lebt und arbeitet als Die Freiräumerin in Berlin. Sie unterstützt veränderungsbereite, berufstätige Frauen und Männer dabei, Ordnung in ihre 4 Wände und damit Freiraum in ihr Leben zu bringen. Über ihr Motto „Rein in die Komfortzone“ erfährst du mehr auf ihrer Website.
     
    Wir alle haben Routinen in unserem Alltag, auch wenn du diese nicht direkt als solche erkennst. Beim Nachhausekommen nach der Arbeit gehst du zum Briefkasten. Das ist eine Routine, die sinnvoll ist, weil du sowieso am Briefkasten vorbeikommst. Damit sparst du Zeit und zusätzlich musst du nicht mehr daran denken, die Post später noch zu holen. Nicht mehr daran denken müssen, ist einer meiner liebsten Gründe für gute Angewohnheiten. Sobald dir etwas in „Fleisch und Blut übergegangen“ ist, entlastet du dein Gehirn. Du tust Dinge automatisch, die eh getan werden wollen. Wichtig dabei: Routinen dürfen auch überprüft und angepasst werden. Sie sollen zu deinem Leben passen. Ich hatte zum Beispiel lange eine Angewohnheit, die nicht sinnvoll war. Als Kinder haben wir beim Wäscheaufhängen geholfen, indem wir die Klammern angereicht haben. Pro Wäschestück immer zwei gleichfarbige Klammern – niemals pro Wäschestück unterschiedliche Farben. Das hat unsere Oma schon so gemacht. Damit habe ich mir den ein oder anderen Kopfschüttler eingefangen im Laufe der Jahre. Heute habe ich unlackierte  Holzklammern und das Thema hat sich erledigt. Andere Routinen aus der Kindheit habe ich jedoch beibehalten. Ich mache jeden Tag das Bett. Für mein persönliches Wohlbefinden ist es wichtig, schon morgens etwas zu tun, das mir am Abend guttun wird. Das gilt auch umgekehrt für Dinge, die ich abends tue, um morgens nicht genervt zu sein. So räume ich abends die Küche auf, damit ich am nächsten Morgen ungehindert mein Frühstück richten kann. Aber nicht nur im Haushalt oder Büro sind Routinen wichtig, sondern auch für dich selbst. Jeder sollte auch gute Routinen für sich persönlich entwickeln. Ich gönne mir zum Beispiel jeden Tag eine Mittagspause, auch wenn viel zu tun ist. Die gemütliche Tasse Kaffee ohne Rechner vor der Nase ist mir wichtig. Und wenn es sich einrichten lässt, mache ich auch ein Mittagsschläfchen. Eine halbe Stunde die Augen zuzumachen, bewirkt bei mir kleine Wunder. Manchmal ist es nicht leicht, das, was man sich vorgenommen hat, einzuhalten. Mein Tipp: Prüfe, was dich am meisten nervt und fange damit an. Suchst du zum Beispiel ständig deine Schlüssel, dann sollte eine der ersten Routinen sein, deinen Schlüssel IMMER an derselben Stelle zu deponieren, wenn du nach Hause kommst. Zettel mit Hinweis an der Haustür hilft beim Etablieren der Gewohnheit. Ich bin überzeugt davon, wenn du die größten Nerv-Faktoren im Alltag über Routinen löst und merkst, wie toll das ist, den Schlüssel jeden Tag zu finden, wirst du auch dranbleiben. Es bringt allerdings nichts, zu viel auf einmal lösen zu wollen. Gib dir Zeit. Auch mit kleinen Schritten kommt man ans Ziel.

  • Heike Eberle ist freischaffende Ordnungsfrau und leidenschaftliche Aufräumerin. Mit Ordnung4you – Aufräumen mit System! – bringt Sie das Leben der Menschen wieder in Ordnung. Beratend, mitanpackend, humorvoll und ideenreich.

    Routinen sind für mich bewährte Handgriffe oder Handlungsabläufe, die ich automatisch, ohne großartig nachzudenken, vollziehe. Sie erleichtern grundsätzlich mein Leben, dürfen allerdings nicht starr oder festgefahren sein. Es gibt bei mir zwei Angewohnheiten, über die meine Töchter manchmal den Kopf schütteln: 1) Ich drehe morgens immer die großen Stoffkissen auf dem Sofa einmal herum und 2) ich rücke quer liegende oder verschobene kleine Teppiche oder Läufer immer gerade. Eine Gewohnheit, die mir schon in Fleisch und Blut übergegangen ist. Am längsten halte ich wohl die Gewohnheit aufrecht, morgens und abends im Schlafzimmer ordentlich durchzulüften. Vor allem am Abend. Bevor ich ins Bad gehe, reiße ich alle Fenster im SZ weit auf, schüttele die Bettdecke kräftig auf und verschwinde im Bad. Komme ich dann zurück, ist es im SZ schön kalt und ich kann mich freudig in meine Decke einkuscheln. Richtig ordentlich ist mein Nach-Hause-Kommen-Ritual. Ich hänge Mantel und Schal auf, ziehe die Schuhe aus und schiebe sie direkt ins Regal. Danach stelle ich meinen Rucksack auf das Schränkchen im Flur, nehme mein Handy heraus und betrete die Wohnküche. Dort trinke ich immer als erstes 2 Gläser Wasser - jetzt bin ich angekommen! Wichtig und absichernd finde ich meine Angewohnheit, den Dingen immer einen festen Platz zu geben. Tatsächlich suche ich nie meinen Schlüssel oder mein Portemonnaie, da ich immer weiß, wo sie sich befinden. Ebenfalls wie selbstverständlich liegen bei mir Dinge auf der Treppe, die ich beim nächsten Gang mit nach oben nehme (wo sie hingehören), oder Sachen an der Kellertür, die ich mit einer Hand schnappe und mit nach unten nehme. Reine Gewohnheits- und Übungssache! Worin liegt für mich das Geheimnis guter Routinen? In überdachten und erprobten Gewohnheiten, die mich grundsätzlich unterstützen, mich aber nicht beschränken. Will ich neue Routinen einführen, dürfen diese zu Beginn gerne noch mal geändert oder gelockert werden, solange, bis ich damit rundum zufrieden bin. Dann klappt`s auch mit den lieben Gewohnheiten!

    Ordnung

  • Johanna Stüttgen ist holistic OrdnungsCoach & Organizer aus Timmendorfer Strand. Sie unterstützt am liebsten bewusste, vielbeschäftigte Frauen und ist spezialisiert auf nachhaltiges Ausmisten, Organisation, Vereinfachen, Optimieren und Verschönern zur Verbesserung der Lebens- & Arbeitsqualität. „Endlich Ordnung, Energie & Zeit fürs Wesentliche im Zuhause, Business & Leben!“ ist ihre Devise. Johanna arbeitet Online & in der gesamten Lübecker Bucht.
    Routinen sind für mich Gewohnheiten, die so automatisch ablaufen, wie das Schalten, Kuppeln und Gas geben beim Autofahren. Routinen haben eine absolut positive Wirkung auf meinen Alltag. Sie erleichtern mein Leben ungemein, weil sie es vereinfachen und mir Zeit schenken. Ich muss nicht lange über etwas nachdenken, weil es mir in Fleisch und Blut über gegangen ist. Wenn ich in der Küche arbeite, habe ich leider die Angewohnheit immer die Tür zum Mülltrennsystem offen zu halten, damit ich bequem arbeiten kann. Das stößt, insbesondere beim Junior, auf keine große Gegenliebe. Aber solange ich „Queen of the kitchen“ bin, muss er damit leben. Meditation am Morgen ist eine meiner langjährigsten Gewohnheiten, die ich nicht missen möchte. Damit starte ich klar, ausgerichtet und mit Frieden im Herzen in den Tag. Tägliche und wöchentliche Routinen habe ich einige. Dazu gehört z.B. mittwochs den Kühlschrank zu checken, was kann weg bzw. was muss eingekauft werden? Außerdem bekommt er dann eine Quick & Easy Reinigung mit Bio-Alkohol und schon ist alles wieder hygienisch frisch. Ich lege grundsätzlich alles direkt nach der Benutzung wieder an seinen Ort. So kann Unordnung erst gar nicht entstehen. Meine Ordnung im Eingangsbereich ist mir heilig, da dort die frische Lebensenergie (das Chi wie man im Feng Shui sagt) einfließt und unser Zuhause und uns Bewohner damit versorgt. Deswegen ist dort auch unsere „Krempelfreie Zone“. Außerdem gehe ich never ever ins Bett, ohne eine aufgeräumte Küche, inkl. sauberer Küchenspüle, zu haben. Meine ganz persönlichen Lieblingsroutinen sind die o.g. Morgen-Mediation, meine Dankbarkeitspraxis am Abend und die regelmäßige energetische Klärung meines Um- & Energiefeldes. Um eine neue Gewohnheit zu bilden, greife am besten immer auf bereits fest etablierte Routinen zurück, die du dann mit einer neuen Gewohnheit verknüpfst. Am besten in Babysteps, um dich auf keinen Fall zu überfordern und dran zu bleiben. Als Beispiel: Nachdem du die Haustür aufgeschlossen hast, lege den Schlüssel immer gleich an den dafür vorgesehen Platz. Wichtig ist, auch wenn es dir lächerlich erscheint: Lobe dich dafür. Umarme dich selbst. Klopf dir auf die Schulter. Sag dir laut, wie gut du das gemacht hast! So werden im Gehirn Glückshormone ausgeschüttet und neue neuronale Verknüpfungen erstellt. Je öfter du das machst, desto gefestigter wird die Routine, sodass du sie nachher wie im Schlaf beherrschst. Solltest du größere Projekte angehen wollen, hole dir gerne Rat & Unterstützung bei einem Profi. Wir Ordnungscoaches sind darauf spezialisiert. 

     
  • Kerstin Meyer ist Ordnungscoach und unterstützt Selbstständige im Büro bei der vorbereitenden Buchhaltung und dem Erstellen ihrer Rechnungen. Außerdem hilft sie gerne allen Menschen bei der Ordnung und beim Aufräumen in ihrem Zuhause, am liebsten im Arbeitszimmer bei den Papierunterlagen.  

    Mein Tagesablauf ist sehr strukturiert und ich kann auch flexibel sein, wenn mal etwas dazwischen kommt. Jeden Morgen höre ich 15 Minuten eine kurze Meditation vorm Aufstehen, dafür stelle ich mir meinen Wecker. Ich putze nach dem Duschen die Kacheln trocken, damit keine Kalkflecken entstehen. Wenn ich in der Küche gekocht habe, dann steht der Abwasch dort nicht lange herum, sondern wird gleich nach dem Essen erledigt. Bevor ich ins Bett gehe, werden meine Klamotten vom Tage ordentlich verstaut, die Kleidung die ich noch einmal tragen kann, wird sorgfältig in den Schrank gelegt, die Schmutzwäsche kommt gleich in den Wäschekorb. Ich habe feste Sporttage, Mittwochs Yoga, Sonntags meine Laufrunde im Wald, Samstags der Spaziergang mit einer guten Freundin. Ich brauche mich nicht motivieren und kann mir vorstellen, dass es anderen Menschen hilft, sich eine To Do Liste zu schreiben, mit den täglichen Dingen, die erledigt sein dürfen. Und ggf. ein festes Zeitfenster für Dinge einzuplanen, die Ihnen wichtig sind und für die Sie sich Zeit nehmen möchten.

  • Luva Rüggeberg, Coach für äußere und innere Ordnung ist Ordnungs- und Life-Coach in München. Sie unterstützt spirituell interessierte Frauen dabei, sich ihren Raum zu schaffen - im Außen und im Innen. 

    Bei Routinen fällt mir ein, wie faszinierend es ist, zu verstehen wie das Gehirn arbeitet. Routinen sind erlernte Fähigkeiten, die zu automatisiertem Verhalten wurden. Das Gehirn arbeitet immer möglichst energiesparend und effizient. Eine neue Fähigkeit, die Schritt für Schritt vergegenwärtigt werden musste, geht in Fleisch und Blut über und läuft immer automatischer - ohne darüber nachdenken zu müssen. Obwohl ich es großartig finde, dass sich meine Routinen wie von selbst erledigen, denke ich, es ist eine gute Idee, die eigenen Routinen gelegentlich zu hinterfragen. Handelt es sich um eine gute Gewohnheit oder vielleicht um eine nicht ganz so gute Gewohnheit? (Morgens erst mal frische Luft und 1/2 L Wasser vs. Kaffe und Kippe). Eine meiner Routinen, für die ich meistens Unverständnis ernte ist, dass ich meine Bettwäsche bügle. Ich liebe das Gefühl der glatten Wäsche. Dafür bügle ich sonst nur das Allernötigste - im Leben würde ich keine T-Shirts oder Jeans bügeln. Jeden Tag mache ich mein Bett und sorge für eine aufgeräumte und saubere Theke in der Küche. Außerdem erledige ich Dinge (z.B. die trockene Wäsche vom Ständer nehmen und aufräumen…) möglichst sofort. Da ich eine ordentliche Grundstruktur installiert habe, ist das Aufräumen, wenn denn nötig, schnell erledigt. Schon seit meiner Kindheit beschäftige ich mich mit dem Thema Meditation. Sie ist zu meiner wichtigsten Gewohnheit und Werkzeug geworden. Um noch besser zu verstehen, wie dran bleiben gelingen kann, empfehle ich das Buch“ The one thing“von Gary Keller. Für mich war es ein wichtiger Augenöffner. Es erklärt wann und wozu Disziplin nötig ist, um Gewohnheiten zu entwickeln. Ist der Weg klar, geht es leicht.

    Ordnungscoaches aus Österreich 


  • Katrin Miseré ist der erste Aufräumcoach Österreichs. Sie hat 2012 das Gewerbe in ihrer Wahlheimat Wien begründet. Ihr besondere Expertise ist es, ihre KundInnen dabei zu unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dabei hilft sie insbesondere, die Intuition ihrer KundInnen zu stärken. Sie ist überzeugt, dass man Ordnung lernen kann. "Chaos ist kein Schicksal - Ordnung ist eine Entscheidung". Ihre 3-stufige Methode "Herzensziel finden - Loslassen - Ordnung halten" hat sie in einem kompakten Ratgeber zusammengefasst. Auf ihrer Website  veröffentlicht sie regelmäßig Blogartikel rund um das Thema Ordnung. 

    Routinen können hinderlich oder förderlich sein. Eine hinderliche Routine erschwert unser leben, eine förderliche erleichtert es uns. Es ist immer besser eine hinderliche Routine in eine förderliche zu verwandeln. Dafür gibt es sehr gute Methoden. Disziplin - und das ist die unangenehme Botschaft - ist aber eine Grundvoraussetzung. Hat man aber mal eine echte Routine etabliert, macht sie das Leben leicht. Warum das so ist? Eine gut gefestigte Routine nimmt uns die Entscheidungsarbeit ab. "Tun" oder "lassen"? "Lust" oder "keine Lust". "Zeit" oder "keine Zeit" sind Fragen, die wir uns nicht mehr beantworten müssen. Wir folgen einem Automatismus und sparen Denkarbeit. Ich bin total bodenfixiert. Dreckige Fensterscheiben, ein bisschen Staub (oder auch etwas mehr) stören mich nicht die Bohne. Aber Krümel am Boden kann ich überhaupt nicht aushalten. Laufen gehen ist neben der Erfüllung von Grundbedürfnissen die Routine, die ich schon am längsten pflege. Das mache ich nun seit 25 Jahren. Es gab immer wieder kurze Phasen, in denen ich pausiert habe. Aber weil ich wusste, dass es eine so fest verwurzelte Angewohnheit ist, habe ich mir keine Sorgen gemacht. Ich war sicher: wenn der Zeitpunkt kommt, fange ich wieder an. Und so war es auch jedes mal. Das Laufen hat mir über viele düstere Zeiten hinweggeholfen. Ich würde sogar sagen, es hat mich in manchen Phasen sogar gerettet. Diese Routinen wende ich an: Täglich: Essensgeschirr immer gleich wegräumen, Küche immer gleich aufräumen. Alles nach Gebrauch immer sofort wieder an den "Wohnort" zurückbringen. (das ist wohl die Wichtigste). Einkäufe sofort verräumen. Die Post immer öffnen. Wöchentliche Routinen habe ich nicht. Halbjährlich: Winter-, Sommerkleidung austauschen und ausmisten. Jährlich: Während des Jahres gehe ich einmal den gesamten Haushalt durch und miste aus. Diese privaten Routinen wende ich an: Täglich: Dankbarkeitstagebuch. Wöchentlich:  3 x pro Woche Sport. Ohne Herzensziel wird das Dranbleiben zum Zwang ohne Sinn. Deshalb: welches Bedürfnis steckt hinter meinem Wunsch nach einer bestimmten Routine? Dann heißt es einfach auch mal Zähne zusammenbeißen und einfach tun. Auch wenn man mal keine Lust hat. Rückschläge sollte man einplanen und auch schon einen Plan dafür haben, wie man damit umgeht. Ein Rückschlag ist kein Grund aufzugeben - das wäre dann einfach nur eine Ausrede. Bis man eine Routine felsenfest etabliert hat, dauert es meiner Meinung ein halbes Jahr. Für diese Zeit kann man sich z.B. pro Woche eine bestimmte Anzahl an Rückschlägen einplanen. Verbraucht man die nicht - umso besser. Ganz wichtig ist, den ersten Schritt genau zu planen. Was ist der erste, kleinste Schritt, den ich tun muss, um meine Routine zu verfolgen. Dieser Schritte muss ein mechanischer sein, einer über den man nicht nachdenken muss. Dann nimmt man sich vor diesen - und nur diesen - ersten, kleinsten Schritt auf jeden Fall und ohne Ausnahme zum vereinbarten Zeitpunkt zu tun. Dieser Schritt ist wie ein Startsignal für den Körper. Der Rest folgt dann automatisch. Auch schon ganz zu Beginn des Einübens. Zwei Beispiele: Laufen: Ich habe mir zu Beginne angewöhnt, mir zumindest meine Laufklamotten anzuziehen (erster, kleinster Schritt; mechanisch, erfordert kein Nachdenken). Danach bin ich immer rausgegangen und gelaufen. Nie bin ich in meinen Laufklamotten auf dem Sofa verendet. Zahnseide: Abends noch die Zahnseide zu benutzen, wenn ich schon müde bin, war für mich jahrelang fast unmachbar. Also habe ich mir den ersten, kleinsten Schritt überlegt: die Zahnseide während des Zähneputzens aus dem Schrank zu nehmen und auf das Waschbecken zu legen. Voilà - wenn ich das mache, zahnseide ich auch. 

  • Regina Halbauer ist Ordnungsberaterin in Österreich. Ihr ist es ein Anliegen Frauen dabei zu unterstützen, in ihre ursprüngliche Kraft zu bringen. Der Weg dorthin führt oft über ein rigoroses loslassen von altem Krempel, der ihre Kundinnen oft schon ein Leben lang begleitet. Auf Ihrem Blog schreibt sie über alle Themen, die „FRAU“ mit dem Loslassen beschäftigt.

    Routinen: Sie erleichtern das tägliche Leben ungemein. Auch wenn manche Lebenssituationen hin und wieder eine richtige Herausforderung sind, mit den täglichen Routinen gelingt es leichter damit fertig zu werden. Welche meiner Angewohnheiten belächelt wird. Wenn ich das Haus verlasse, gehe ich immer noch einmal zurück um nachzusehen ob das Bügeleisen oder der Herd ausgeschaltet sind. Das führt soweit, dass mein Mann vor dem Wegfahren nur mehr: Bügeleisen, Herd, alles ausgeschaltet, murmelt. Welche Gewohnheit pflege ich am längsten? Die Küche abends aufgeräumt zu hinterlassen! Das ist mir enorm wichtig. Mit einer unaufgeräumten Küche beginnt mein Tag schon miserabel. Welche ordentlichen Routinen wende ich täglich/wöchentlich an? MORGENS: 1.Betten machen (dann ist schon etwas „gemacht“ egal was der Tag noch bringt...) 2. Geschirrspüler ausräumen 3.Herumliegende Teile von dem Sammelkorb auf ihren fixen Platz zurückbringen 4. evtl. Wäsche waschen (nicht jeden Tag, nach Bedarf) 5. die Küche schon während des Kochens sauber halten (Geschirrspüler befüllen, große Töpfe abwaschen, Lebensmittel zurück in den Vorratsschrank geben). Das ist auch meine WICHTIGSTE Routine, weil es enorm viel Zeit spart, wenn das schon während dem Kochen erledigt wird. ABENDS: Wäsche aufhängen (nicht jeden Tag, nach Bedarf), Essen kochen, nach dem Abendessen den Geschirrspüler aufdrehen. Vor dem Schlafen gehen herumliegende Teile einsammeln, und in die dafür vorgesehen Box geben (alles was in den ersten Stock kommt nehme ich dann gleich mit, wenn ich zu Bett gehe), die Pölster im Wohnzimmer noch aufschütteln, Decken zusammenlegen, und leere Gläser in die Küche zurückbringen. WÖCHENTLICH: Betten frisch beziehen, Staubsaugen (meistzweimal wöchentlich, da richte ich mich nach dem Staubaufkommen, WC und Badezimmer sauber machen, Böden aufwaschen. Welche privaten Routinen wende ich täglich an: Mein Dankbarkeitsbuch. In das schreibe ich jeden Tag. Und es ist auch meine wichtigste Routine. Denn es bringt mich gut und positiv durch den Tag; ein Spaziergang oder eine Joggingrunde im Wald. Das brauche ich für meine psychische Ordnung; Yoga. DRANBLEIBEN: Gehe nie mit leeren Händen durch deine Wohnung. Egal wo du bist, steht etwas herum, dann nimm es gleich mit. Das ist eines der Grundgesetze in der Gastronomie, aber hervorragend geeignet für eine dauerhafte Ordnung.

    Ordnung

    Vielen Dank an meine lieben Kolleginnen für die tollen Antworten und den Einblick in ihre ganz persönlichen Routinen - die sich sicher etwas von denen "normaler" Menschen unterscheiden ;) Aber wie du siehst, sind einige von täglichen / wöchentlichen / monatlichen Routinen bei fast allen Ordnungscoaches identisch - ich würde sagen, da ist ein gut funktionierendes System zu erkennen ;)

    Wie ist es bei dir? Welche Routinen pflegst du in deinem Leben? Falls du Interesse haben solltest, noch mehr (ordentliche) Routinen in dein Leben zu integrieren und dir dabei Hilfe wünschst, melde dich gerne noch zu meinem Online-Kurs "Ordentliche Routinen für dein Zuhause - in 33 Tagen zu dauerhafter Ordnung" an, der am 28. Dezember 2020 startet und bis zum 31.01.2021 geht.
     
    Ich hoffe, dass du nun genug Inspirationen und gute Tipps für mögliche Routinen hast und freue mich auf deinen Kommentar darüber, was du gleich heute umsetzen könntest!
     
    Aufgeräumte Grüße,
    deine Petra ❤ 

Aufgeräumt

Gastartikel bei einfachtäglich: "Wie miste ich richtig aus"

Aufgeräumt

 

Bei einfachtäglich durfte ich einen Gastartikel zum Thema aufräumen schreiben. 

In dem Artikel "Ausmisten - wie miste ich richtig aus" gibt es meine 5 Tipps für Beginner, schau' doch gleich einmal bei einfachtäglich.de
vorbei, dort findest du außerdem viele gute Inspirationen zu allen möglichen weiteren Themen - wie 

  • mentale Stärke
  • Gesundheit und Fitness
  • Produktivität und Lifestyle

5 Tipps zum Ausmisten

 

Ein entspannter Geist wohnt in einem ordentlichen Zuhause.

Petra Bäumler

 

Was sind deine besten Tipps zum Aumisten?

 

Aufgeräumte Grüße, 

deine Petra 

 


Putzen

Wieder ordentliche Vorsätze fürs Neue Jahr?

Ordentliche Vorsätze

Neues Jahr, neues Glück?

Wie ist es bei dir? Nimmst du dir jedes Jahr aufs Neue vor, ab sofort mehr gute Dinge in dein Leben zu integrieren? Die "üblichen Verdächtigen" wie

  • mehr Sport treiben
  • dich gesünder ernähren
  • weniger arbeiten
  • mehr Zeit für die Familie nehmen
  • endlich ordentlicher werden
  • usw.

Dann geht es dir wie den meisten Menschen auf der Welt. Also v.a. dem weiblichen Teil davon - den ich kenne! Doch warum sind die guten Vorsätze an Silvester meist noch nicht mal komplett ausgesprochen und quasi mit der letzten Rakete am Himmel wieder dahin? Wie in jedem Jahr übrigens? Weil du es immer gleich angehst - vermute ich mal. Ohne dich zu kennen und ohne dir zu nahe treten zu wollen, kann ich hier einfach einmal ins Blaue hinein tippen - weil es mir jahrelang genauso erging. Immer wieder Listen erstellt und Pläne geschmiedet, wie es in diesem Jahr ABER WIRKLICH klappt ... 

Und keine Angst. Mir dir ist alles ok! Du bist völlig gut so, wie du bist. Nicht undisziplinierter als andere, die es schaffen, jeden Tag Sport zu treiben (und es wirkt sogar so, als hätten sie tatsächlich Spaß daran). Diese sportlichen Menschen haben einfach genau den richtigen Dreh raus, wie es funktioniert. Und das ist wirklich kein Hexenwerk. Es ist lediglich etwas Theorie, die es einmal zu verstehen gilt, damit man sie für sich in die Praxis spielend leicht umsetzen kann. Hast du Lust darauf, dein Leben genau so zu verändern, wie du möchtest? Dann lies weiter!

 

Warum klappte es bisher nie mit der Umsetzung der guten Vorsätze?

Dazu etwas Theorie, sorry. James Clear hat meine Sicht der Dinge hierzu mit seinem Buch Die 1%-Methode* völlig revolutioniert. 

Gute Vorsätze  

Niemand kann zurückgehen und einen neuen Anfang machen. Aber jeder kann jetzt anfangen und ein neues Ende machen.

Carl Bard

 

 

Das "Problem" ist, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Und das Gute ist, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Das widerspricht sich jetzt für dich? Warte ab... Du handelst zumeist unbewusst, d.h. über viele (ich behaupte sogar: über die meisten) Dinge denkst du überhaupt nicht nach, während du sie tust. Weil das Gehirn Vorgänge automatisiert, um mehr Energie für Neues und Anspruchsvolles übrig zu haben. D.h. du reagierst in bestimmten Situationen IMMER gleich. So musst du beim Autofahren nicht groß überlegen, wo das Gas ist und wenn eine Vollbremsung nötig ist, dann machst du das ganz automatisch. Weil du reagierst.

 

Beispiel gefällig?

Wenn du dir nun Dinge vornimmst, z.B. möchtest du ab dem neuen Jahr ordentlicher werden, so dass jederzeit unangekündigter Besuch kommen kann, ohne dass du vorher 15 Minuten in eine Aufräumwut verfällst bzw. Schweißausbrüche bekommst, wenn selbst diese 15 Minuten nicht mehr übrig sind (weil der Besuch schon vor der Tür steht). Ordentlicher sein ist also dein Ziel, das Ergebnis. Also der Zustand, den du erreichen möchtest. Du überlegst dir nun, wie du das schaffen kannst. Okay, was tun also ordentliche Menschen?

  • sie räumen jeden Tag auf 
  • sie stellen Dinge nach Gebrauch wieder zurück an ihren PlatzOrdnung
  • sie gehen systematisch vor
  • und überlegen sich Anschaffungen sicher dreimal
  • ...

Und dann? Nimmst du dir vor, diese Dinge ab sofort in deinen Alltag zu integrieren, stimmt's? Genau. Und nach einigen Tagen kommt der Schlendrian wieder rein, weil es zu Beginn des Jahres in der Arbeit besonders stressig ist, du abends einfach keine Lust mehr zum Aufräumen hast und das auf den nächsten/übernächsten usw. Tag verschiebst... Und schwuppdiwupp ist es Februar und der Vorsatz verpufft genauso in Luft wie die Silvesterraketen (die es zudem in diesem Jahr gar nicht geben wird).

 

Was kannst du denn nun tun, damit es dieses Mal klappt?

Die Veränderung muss andersherum passieren - von innen nach außen sozusagen. Deine Identität muss die eines ordentlichen Menschen werden, der ordentliche Gewohnheiten hat. Mit dem Ergebnis: dass es ordentlich ist. Klingt kompliziert? Ja, etwas, das stimmt schon. Bis man es verstanden hat - aber so ist es wohl mit allem im Leben, oder? Und plötzlich ist es logisch und überhaupt nicht mehr wegzudenken. 

 

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“

Henry Ford

 

Der Unterschied zwischen funktionierenden Gewohnheiten und guten Vorsätzen liegt allein bei dir. Was für eine Person willst du werden bzw. sein? James Clear hat hier ein sehr gutes Beispiel:

Zwei Männern, die gerade das Rauchen aufhören, wird jeweils eine Zigarette angeboten.

  1. Mann: "Nein danke, äh, ich versuche gerade aufzuhören"
  2. Mann: "Nein danke, ich bin Nichtraucher"

Gleiches Ergebnis, ganz anderes Gefühl, oder? Der erste Mann sieht sich immer noch als Raucher, der gerade versucht, aufzuhören (by the way: hast du schon einmal versucht, von einem Stuhl aufzustehen? Genau, der Versuch ist Schwachsinn. Entweder du tust es oder du lässt es. )

Mindset is everything

Der zweite Mann hingegen sieht sich als Nichtraucher, der natürlicherweise keine ihm angebotene Zigarette möchte. Schließlich raucht er ja nicht. Hier kommt nun also die Identität ins Spiel. Eine bewusst gefasste Entscheidung, die du triffst, die alles verändert. 

 

Wie willst du leben, wie willst du sein?

Um bei dem Beispiel "Ordentlicher Mensch" zu bleiben: wie sieht denn nun eine Identitätsveränderung in diesem Fall aus?

  • was tut ein ordentlicher Mensch in verschiedenen Situationen?
  • wie bewegt er sich durch seinen Alltag?
  • wie kauft er ein?
  • ...
  • im Prinzip wie oben beschrieben! 

Allerdings mit dem Unterschied, dass diese Identität bestimmte Gewohnheiten bzw. Prozesse mit sich bringt, die dann wiederum bestimmte Resultate erbringt - zwangsläufig quasi. Es geht also um das WARUM, um deine Einstellung zum Leben, durch die du bestimmte Handlungen vollbringst, weil sie einzig logisch sind.

 

Triathleten sehen sich als sportliche Menschen, die ihr abwechslungsreiches Trainingsprogramm (laufen, radeln, schwimmen) in ihren vielleicht sogar sehr vollen Terminkalender integrieren, weil es ihnen wichtig ist. Lieber würden sie Verabredungen absagen oder auf einen Netflix-Abend verzichten als auf das Training 

vs 

Menschen, die einzig aus dem Grund Sport machen um abzunehmen, lassen sich hingegen sehr gerne von einem gemütlichen Netflixabend ablenken, morgen ist schließlich auch noch ein Tag (oder übermorgen, oder nächste Woche)

Sportlich

Vom Abnehmer zum Triathleten - oder von der Entscheidung zur Gewohnheit

Um nun also vom ein paar Kilos verlieren wollenden Menschen zum Triathleten zu werden, ist es einzig und allein deine Einstellung, die alles verändert. Hast du die Identität eines Triathleten? Dann integrierst du Sport ab sofort täglich in deinen Alltag und findest Wege. Willst du nur abnehmen, fällt es dir nach ein paar mal sichtlich schwerer, dein Trainingsprogramm durchzuziehen - du findest Ausreden.

Bist du also bereit, der Mensch zu sein, der ordentlich ist, weil du es liebst? Weil du damit ein Glücksgefühl verbindest, weil du immer unerwarteten Besuch empfangen können möchtest, weil du damit innere Klarheit empfindest und deine wertvolle Zeit auf andere Dinge fokussieren möchtest?

Falls du mehr dazu wissen möchtest, ist vielleicht mein neuer Online-Routinen-Kurs "Ordentliche Routinen für dein Zuhause" etwas, schau gerne mal auf meiner Website vorbei: Mein Angebot

Du alleine entscheidest! 

Ich freue mich sehr, dass dieser Blogartikel im Rahmen der #stressfreiesjahresende - Blogparade erscheint. Alle Artikel der Ordnungscoaches findest du hier gebündelt bei meiner Kollegin Corianna Rose von Ordnung-Zuhause. 

Aufgeräumte Grüße,

deine Petra ❤ 

 

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Ordnung halten

Wie einfach ist aufräumen?

Ordnung halten

 

Ist aufräumen schwer?

Am Donnerstag durfte ich zu Gast im Podcast "Mit.Menschen - der Podcast" sein - der Podcast der Nürnberger Nachrichten. Im Podcast stellte mir Isabella Fischer von der NN-Redaktion zahlreiche Fragen zu meinen Lieblingsthemen:Podcast Studio

  • Ausmisten
  • Marie Kondo
  • Loslassen
  • die besten Aufräum-Strategien
  • aufräumen im Innen (Mindset)
  • die besten (Weihnachts-)Geschenke
  • Ordnung mit Kindern
  • Minimalismus
  • Gewohnheiten
  • uvm.

 

Was für ein nettes Gespräch, in dem es außerdem viel um Ausmiststrategien ging, um Techniken, wie man sich von emotional behafteten Gegenständen (z.B. nach dem Tod einer geliebten Person) trennen kann, darum, wie es mit Kindern möglich ist, eine gewisse Ordnung zu halten und wie man sie zum Aufräumen bringt, Kleidertauschpartys als Möglichkeit, aussortierte Dinge an eine gute Stelle zu verschenken usw.

 

 

Du siehst schon, die Auswahl an Themen war riesig, die Zeit im Podcast-Studio - hoch über den Nürnberger Dächern - ist rasend schnell vergangen und der Nachmittag wird mir ewig im Gedächtnis bleiben. Schließlich wird man nicht alle Tage zu so einem tollen Gespräch eingeladen. In einer Riege mit bekannten Persönlichkeiten wie z.B.

Podcast -Matthias Fifka

-Dagmar Wöhrl

-Marlies Bernreuther

-uvm.

aufzutauchen, macht mich sehr stolz!

Der Podcast steht ganz unter dem Motto: "Menschen aus der Region, über ihre Lebensgeschichten, ihren Humor, ihre Stärken, ihre Schwächen, ihre Prominenz oder den Grund, warum sie viel mehr Menschen kennen sollten."

 

Podcast

 

Den ganzen Podcat findest du hier:
https://www.nordbayern.de/region/mit-menschen-der-podcast-1.10422255

Viel Spaß beim Reinhören, ich bin sehr gespannt, was du dazu sagst!

 

Aufgeräumte Grüße,
deine Petra ❤

 


Heute im Interview: Tante Frida

Heute darf ich Euch Christine Klas vorstellen, auf Instagram besser bekannt als "Tante Frida". Chrissi folge ich schon einige Zeit bei Instagram, weil sie einen sehr sympathischen und wunderschönen Profilauftritt hat. Frische Bilder, nette Texte, interessante DIY-Projekte, eine tolle Kombination von alten und selbst renovierten Möbeln und neuen Teilen.

Hier nun meine Fragen an Chrissi:

Wer bist du?

Mein Name ist Chrissi und ich bin 39 Jahre alt (für alle um mich herrum offiziell immer noch 29). Ich bin Flugbegleiterin und Mama von zwei Kids. Nebenbei arbeite ich noch ab und an in einem kleinen Conceptstore in Frankfurt am Main.

Was ist dein Herzensprojekt, was machst du dabei genau und wie kam es dazu?

Ein richtiges Herzensprojekt habe ich nicht... Aber mein Instagram Account, den ich seit Juni habe, könnte schon sowas werden.
Ich hatte neun Jahre lang ein privates Profil und auch dort immer schon gerne Bilder gepostet oder Stories auf meinen Reisen gemacht. Ich hatte immer schon sehr viel Spaß daran, aber mich nie wirklich getraut, ein öffentliches Profil anzulegen. Viele meiner Freunde haben immer wieder mal versucht mich zu überreden, aber ich wusste einfach nicht, was mein Content sein sollte. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Ich habe immer schon gerne daheim gewerkelt, dekoriert, umgestaltet und Bilder gemacht. Dass dies aber genau das ist, worüber ich täglich berichten könnte, lag mir fern. Und dann kam Corona. Ich saß plötzlich zu Hause in Kurzarbeit und werkelte und dekorierte noch mehr als vorher. Wenn man so viel Zeit zu Hause verbringt, muss man es sich ja schön machen. Und da hat mir der Instagram Account Tantefrida buchstäblich den Arsch gerettet. Endlich hatte ich einen Ausgleich für mich gefunden zum täglichen Haushalt und Homeschooling. Ich hatte etwas, wo ich jeden Tag Liebe und Herzblut rein stecken konnte. Ich werkelte und dekorierte ab sofort nicht nur für mich sondern für meinen Account.

Federn

Und es kam so viel positive Resonanz zurück, dass ich mit jedem Tag kreativer wurde. Ich hatte aus der Zeit von meinem privaten Account tatsächlich noch einen Ordner an Bildern auf meinem Smartphone, die ich nie gepostet habe, weil sie einfach nicht reingepasst haben. Bei Tantefrida konnte ich diese Bilder dann endlich posten.

Somit konnte mich mit anderen austauschen, die die gleichen Interessen für Interieur und Deco, Blumen und Kranzbinderei hatten wie ich. Ich hatte nie ein Ziel vor Augen und auch kein Konzept - ich lebte einfach von Tag zu Tag und schaute immer, was der nächste Tag so bringt.

Wohnklamotte Interior Challenge

Dann kam die Wohnklamotte Interior Challenge im Juli 2020, bei der mir plötzlich Themen vorgegeben wurden, zu denen ich etwas posten konnte. Und auch hierzu hatte ich fast zu jedem Thema ein Bild in meinem kleinen Ordner - so fand ich für mich heraus, in welche Richtung meine Instagram-Reise wohl geht. Und dass ich sehr wohl Content habe, über den ich jeden Tag berichten kann. Hindernisse gab es bis jetzt noch keine, ich hoffe das bleibt auch so.

Ich mache einfach mein Ding und poste was mir gefällt und gehe nicht nach Schema F. Mein Account ist im Gegensatz zu vielen anderen Interieur-Accounts sehr bunt. Ich poste auch nicht nur Interieur sondern auch sehr viel über Blumen, ab und an mal ein Outfit und irgendwo ist auch immer ein Kaffee im Spiel.

Welche Tipps kannst du Menschen geben, die sich ihr Zuhause gerne schöner einrichten wollen?

Auf jeden Fall die, sich erst einmal inspirieren zu lassen, in Zeitschriften und auch Instagram-Profilen zu stöbern und dann letztendlich seinen eigenen Stil zu finden, mit dem man sich wohlfühlt. Sich ausprobieren und testen, was soll schon schief gehen?

 

Welche Pläne für die Zukunft hast du?

Eines meiner Ziele ist definitiv ein Blog. Außerdem möchte ich gesund bleiben, alt und grau werden und dass meine Kinder mich überleben. Alles andere kommt wie es kommt... Also nein, abgesehen von dem privaten, habe ich wirklich keine konkreten Pläne. Ich versuche mir bewusst keine zu machen.
Genau wie ich mir auch bewusst kein Konzept überlege. Immer wenn solche Gedanken in meinen Kopf kommen, stoppe ich sie und versuche an etwas anderes zu denken.
Kreativität kommt für mich immer aus dem Bauch heraus! Auf Knopfdruck kreativ zu sein oder mir Konzepte und Pläne zu überlegen für die nächsten Tage, Wochen und Monate bremsen mich eher und setzen mich unter Stress - dann wird das Ergebnis nicht gut.

Wo findet man dich?

Man findet mich auf Instagram unter Tantefrida und auf Facebook eigentlich auch, aber den Account habe ich noch nicht wirklich gepflegt.

Gibt es ein Buch, das dein Leben verändert hat?

Nein, es gibt kein Buch was mein Leben verändert hat. Aber definitiv haben die Astrid Lindgren - Bücher meiner Kindheit mein Leben geprägt. Ich wollte immer so stark und so verrückt sein wie Pippi Langstrumpf*, so willensstark wie Lotta* aus der Krachmacherstraße und so viel Spaß haben wie die Kinder aus Bullerbü* - auch heute schaue ich mir die Bücher noch gerne an.

Hörst du Podcasts? Wenn ja, her mit deinen Empfehlungen!

Ich liebe die Podcasts „Zeit Verbrechen“ und „Baywatch Berlin“. Das sind auch eigentlich die beiden einzigen Podcast, die ich regelmäßig höre.

Gibt es Routinen in deinem Alltag, die du täglich anwendest?

Nein, ich habe absolut keine Routine, die ich jeden Tag anwende. Jeder Tag ist neu und anders. Oder doch, wenn ich jetzt so überlege, fange ich jeden Morgen mit einem Kaffee im Bett an. Dabei lese ich meistens die Nachrichten und schaue aus dem Fenster und sehe zu, wie das Leben draußen beginnt.
Seit Pandemie-Beginn versuche ich Yoga in meinen Alltag einzubringen. Das lässt mich für einen Moment die Sorgen vergessen und runterkommen. Allerdings schaffe ich das mittlerweile viel zu selten...Mein Alltag war noch nie routinemäßig durchgeplant. Ich glaube,als Flugbegleiterin ist das auch gar nicht möglich....

Hast du ein Lebensmotto?

Ja, ein Zitat von Astrid Lindgren:

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach nur da zu sitzen und vor sich hinzuschauen

Ich habe schon immer viel Zeit für mich gebraucht. Und ich sitze tatsächlich wirklich gerne ab und an einfach nur da und schaue vor mich hin. Ich würde mich so gerne mal wieder langweilen...Umso älter man wird, umso mehr verstehe ich die Omas und Opas, die stundenlang dasitzen und aus dem Fenster gucken. Man hat einfach so ein langes Leben hinter sich und so viele Erinnerungen, und ab und an muss man diesen Erinnerung Zeit geben, damit an sie gedacht wird, sonst verblassen sie.

Kommode  

Liebe Chrissi, ich danke dir von ganzem Herzen für diese wunderbare Gespräch mit dir, in dem ich dich kennenlernen durfte. Mach weiter so ohne Plan, das scheint hervorragend zu klappen und du siehst glücklich aus damit - das ist doch das Ziel im Leben!

Alles Liebe,
Petra ❤

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Heute im Interview: Tobias Gillen - Autor von "Die Minimalismus Formel"

Heute darf ich Euch Tobias Gillen vorstellen, den ich schon seit einiger Zeit aus den Sozialen Medien kenne. Als ich Tobias spontan um ein Interview gebeten habe, hat er zu meiner großen Freude zugesagt! Seid gespannt auf einen interessanten Menschen, der sein Herzensprojekt lebt und für seine Träume und Ziele losgegangen ist.

Hier sind nun meine Fragen an Tobias:

Wer bist du?

Mein Name ist Tobias Gillen, ich arbeite als Unternehmer und Journalist für die zwei Medienmarken BASIC thinking und Finanzentdecker und freue mich sehr, dir heute Rede und Antwort stehen zu dürfen. Danke für die Einladung!

Tobias, stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Mein Herzensprojekt ist wohl mein Buch Die Minimalismus-Formel*, das ich im Herbst 2019 veröffentlicht habe. Ich habe irgendwann gemerkt, dass immer mehr Rückfragen nach meinem minimalistischen Lebensstil aus meinem Umfeld kamen und mich dann dazu entschieden, meine Beweggründe und eine Anleitung für ein minimalistisches Leben aufzuschreiben. Daraus ist dann dieses Buch geworden. Vor allem liegt mir aber am Herzen, mit meinem unternehmerischen und journalistischen Aktivitäten auch etwas zurück zu geben. Deswegen pflanze ich (nicht nur mit diesem Buch) Bäume, insgesamt schon über 3.000 in dem einen Jahr. Mein Ziel ist es, irgendwann 100.000 Bäume gepflanzt zu haben.

Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Das ist schwer zu sagen, weil ich die Idee schon sehr lange mit mir herum getragen habe. Irgendwann hat es sich richtig angefühlt, die ersten Seiten zu schreiben und ab da war ich im Flow.

Was war der ausschlaggebende Faktor?

Die Nachfragen aus meinem Umfeld waren wohl der größte Faktor. Zudem hatte ich einfach nochmal Lust auf das Feeling während eines solchen Projektes. Ich habe 2013 bereits ein Buch geschrieben und wollte diese Stimmung noch einmal erzeugen.

Gab es anfangs Hindernisse? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Das größte Hindernis war die Zeit. Ich arbeite Vollzeit und musste das Projekt dann in die Abendstunden verschieben. Meist habe ich zwischen 22 und 2 Uhr nachts daran gearbeitet für mehrere Monate. Das ist natürlich irgendwann hart, es hat aber auch sehr viel Spaß gemacht!

Was unterscheidet dich von anderen Unternehmern?

Das müssen die Menschen beurteilen, die mich gut kennen.

Welche 3 Tipps kannst du Menschen geben, die minimalistischer leben wollen?

1) Fangt an, euch über das bewusst zu werden, was euch stresst, aufhält, Zeit kostet, nervt. 2) Sortiert diese Dinge aus, zunächst in eine Kiste außerhalb des Sichtfeldes, dann nach einigen Wochen ganz weg. 3) Lernt zu schätzen, dass nicht alles zugestellt ist. Der Mensch will Räume instinktiv füllen, wer das ablegt, entdeckt ganz neue Freiräume in seinem Leben.

Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Mein aktuell wichtigstes Ziel sind die 100.000 Bäume, die ich pflanzen möchte. Daran arbeite ich täglich und freue mich schon auf den Tag, an dem das geschafft ist!

Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Eigentlich fast überall unter @tobiasgillen. Auf meiner Website tobiasgillen.de sind alle Kanäle und Projekte verlinkt. 

Gibt es ein Buch, das dein Leben verändert hat?

Mir haben die Bücher über Denkfehler von Rolf Dobelli sehr weitergeholfen vor einigen Jahren. Die kann ich jedem empfehlen, sehr kurzweilig und trotzdem sehr wichtig für viele Lebensbereiche.

Welchen Podcast - kannst du empfehlen?

Leider keinen, da ich wenig Podcasts höre :-(

Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Morgens Sport, das hat mein Leben damals wirklich verändert, als ich das eingeführt habe. Leider bin ich durch einen kürzlichen Umzug davon etwas abgekommen, werde das aber bald wieder zur Routine machen.

Hast du ein Lebensmotto?

Nein. 


Lieber Tobias, vielen herzlichen Dank für das Interview, für deine ehrlichen Antworten. Da bekommt man direkt Lust drauf, selbst ein Buch zu schreiben und v.a. ganz viele Bäume zu pflanzen! Alles Gute für deine Zukunft!

Aufgeräumte Grüße,
Eure Petra

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